...und dennoch hat man es meiner Meinung nach irgendwo verschlafen, sich in der Vergangenheit Gedanken für einen zukünftigen modernen Verkehr zu öffnen und sich Gedanken zu machen. Erhalt der sächsischen Schmalspurbahnen heißt nicht automatisch, dass zwingend Dampf als Haupttraktion voraussetzt, sondern auch Themen wie "wie bekomme ich die Anwohner vor Ort in den Zug".
Ja, "Dampf bleibt Dampf", aber kann es auch im täglichen Verkehr das Maß der Dinge bleiben? Bei der Weißeritztalbahn war der lange Prozess des Wiederaufbaus und das damit verbundene Sterben der Gastrohotellerie der Gebickbruch.
Man sollte mal realistisch in andere Regionen Europas schauen, was möglich ist und Herkunft und Zukunft im Einklang miteinander verbinden zu können. Dabei rede ich nicht von sprichwörtlichen Strippen ziehen, sondern einer adäquaten "Verdieselung" in Form von Dieselloks oder Triebwagen mit modernen Stoffen, meinetwegen Bio oder eFuels, die die wenig frequentierten Streckenabschnitte bedienen um Kosten zu sparen. (Im Falle von Moritzburg - Radeburg könnte für Dampf zu Terminen die Tradibahn verkehren). Aber wenn der Schuster ja fast schon zwangsneurotisch bei seinen Leisten bleibt, dann muss man sich nicht wundern.
VG Mirko