Nordafrika in H0e und alles, was der Drucker so ausspuckt

  • Mit dem Tunnelportal von Bastia habe ich mal ein wenig herumprobiert und möchte euch an einem "Lösungsweg" teilhaben lassen, der auch ohne tiefere CAD-Kenntnisse beschritten werden kann.

    Ich wollte die Beschriftung des Tunnelportals gern so korrekt wie möglich haben. Bisher habe ich in solchen Fällen das Bild immer in Fusion360 importiert und dann "abgemalt". Das ist aber echt mühselig.

    Auftritt "Internetz":

    Über Suchseiten wie "Whatthefont" kann man sich die Schriftart erkennen lassen.

    "Windsor Outline" war am nähsten dran, aber für meine Zwecke brauchte ich "massive" Buchstaben, also habe ich "Windsor MT" herausgesucht, die Schriftart heruntergeladen (googeln, nicht über WTF kaufen!) und installiert.

    Ohne besonderes Grafikprogramm, macht man dann folgendes:

    Man fügt den Text in Word (besser Powerpoint) ein und wendet die neu heruntergeladene Schriftart darauf an.

    Das Ganze speichert man als .jpg

    Hat man ein Grafikprogramm, das auch Schriftarten übernimmt, kann man sich das .jpg-speichern sparen und speichert direkt als .svg.

    Entweder über ein eigenes Grafikprogramm (s.o.) oder über Konvertierungsseiten macht man aus der .jpg jetzt eine Vektorgrafik (.svg) und kann diese in Tinkercad importieren:

    Ab hier gibt es dann zwei Wege: Entweder exportieren und in einem anderen CAD-Programm weiterarbeiten oder das Ganze schnell in Tinkercad beenden (ist jetzt keine komplexe Form, so ein Schild).

    Und am Ende sieht das garnicht so falsch aus:

  • Das Empfangsgebäude von Ile Rousse habe ich mir natürlich nicht zum Spaß angeschaut (Korsika-Faden), sondern weil ich eigentlich den Bahnhof von Calvi zusammenstellen möchte (Die sind nahezu baugleich, aber L' Ile Rousse kann man wunderbar von allen Seiten anschauen dank Google Maps).

    Also habe ich mir auf Basis der Fotos und der Werte von anderen "Batiment Voyageurs type 3" die wichtigsten Werte abgeleitet (Danke an meinen Mathelehrer Herrn Weinert, zu irgendwas war das dann doch mal gut).

    Daraus ist erst einmal ein großes Puzzle geworden:

    Und daraus etwas, was dem Original zumindest nahe kommt. Die Farben stimmen nicht ganz, aber ich wollte nicht ewig mischen, sondern fertig werden :D

    Ui... Nahaufnahmen sind der Tod. Ich mach dann mal Lackierfehler weg...

  • Das nächste Puzzle ist so weit:

    Eigentlich bin ich aufgrund einer eher ärgerlichen Sache wieder auf das Modell gestoßen. Irgendein schwurbeliger Ebay-Shop war der Meinung, meine und auch viele andere Designs ohne Lizenz (oder auch nur zu fragen) für teuer Geld über ebay verhökern zu können. Das Ganze ist hoffentlich gestoppt, aber da ich das Modell nun ohnehin wieder auf dem digitalen Zeichentisch hatte, bin ich ein paar Veränderungen angegangen.

    Zunächst habe ich alles, was abtrennbar ist, auch abgetrennt um mir das lackieren zu erleichtern (Ich bin 37, ich habe jetzt nach 30 Jahren Modellbahnerei die Hoffnung aufgegeben, dass ich noch gutes lackieren lerne).

    Außerdem war doof, dass man die Antriebe im Inneren gesehen hat, also musste eine rudimentäre Inneneinrichtung her, die jetzt alle Antriebe und die Elektrik versteckt. Decoder kommt ins Klo, dann passt alles (Also ins Modell-Klo)

    Bei den Ausschnitten für die Halling-Drehgestelle bin ich mittlerweile auch mutiger geworden und konnte damit den Wendekreis erheblich steigern. Bisher war es eine "Schleifen"-Form, aber die Stabilität ist auch mit dem großzügigen Ausschnitt noch da.

    Und zuletzt habe ich noch die etwas klobig wirkenden Kupplungshaken entfernt und durch einen NEM-Schacht ersetzt. Der dient jetzt auch dazu, Gehäuse und Fahrwerk miteinander zu verbinden. Sprich, die Kupplung sorgt dafür, dass das Fahrwerk nicht abfällt und ich muss keine Schrauben verbauen.

    Und jetzt mach ich erstmal mein Puzzle :)

  • Hallo Paul,

    der HSB Triebwagen sieht echt gut aus :thumbup:- auch wenn mir persönlich der Prototyp 015 von der Kopfform her sehr viel besser gefällt. :)

    Durch die Halling-Drehgestelle ist ja bei dem Modell die H0e-Ausführung technisch gar kein Problem. ;) Verrätst du mir da bitte mal die Abmessungen? :/

    Gruß Matthias

  • Moin Matthias,

    Also der Halling-Antrieb mit allen Maßen:

    Halling, Ferro-Train, Stängl - Drehgestell-Antrieb
    Ein, zwei Sätze
    www.halling.at


    Der Triebwagen:

    Länge: 18,42 cm (ohne Kupplungen)

    Breite: 2,81 cm

    Höhe: 3,4 cm

    Drehgestellabstand: 11,2 cm

    Radabstand: 1,97 cm

    Überhang zwischen Drehgestell und Kopf: 1,6cm


    Radius muss ich, um ehrlich zu sein, erst noch austesten. Bisher war die Untergrenze 26,18cm (Roco H0e Gleis), ist jetzt deutlich weniger, aber eine ordentliche Messung steht noch aus

    Einmal editiert, zuletzt von Paul_flatlandrail (4. September 2025 um 15:51) aus folgendem Grund: Ein Beitrag von Paul_flatlandrail mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • Das Puzzle passt :love: Das einzige, was mir nicht gefällt, sind die Rückspiegel. Nicht optisch, aber durch die sehr kleine Klebestelle sollte man den Triebwagen nicht auf die Seite legen... (wie auf dem Bild rechts...) Durch das ABS-like Resin sind sie immerhin so flexibel, dass sie nicht kaputt gehen. Nur ankleben muss ich sie wieder :D Es wird wohl nicht das letzte Mal bleiben.

    Irgendwo hatte ich mal NEM-Bügelkupplungen mit einem sehr kleinen Bügel gehabt, aber a) Weiß ich nicht mehr, welcher Hersteller und b) finde ich die in meiner Rumpelkammer Garage gerade nicht. Dann kommen eben erstmal (von der Borkumer Lok geklaute) Steckkupplungen rein. Meine sonst gern verwendeten PECO-Kupplungen gehen hier nicht, weil ich wirklich die Länge des Kupplungsschaftes brauche, um Ober- und Unterteil zu verbinden.

    Hat jemand einen guten Tip für kleine Bügelkupplungen?


    Und da ich in völliger Verkennung der Maße für die Harz-Mallet mal eine Roco "Zuckersusi" gekauft hatte, musste die jetzt auch endlich ein Fahrwerk bekommen. Meine beiden wichtigsten Kundinnen (weil sie irgendwann mal mein Altersheim aussuchen) fanden diesen H0e-Entwurf von "Narrowgauge Workshop" (Cults3D) gut, also habe ich ihn größer gezogen und noch mit ein paar Rahmenteilen versehen (damit die Zuckersusi passt). Wenn die Grundfarbe trocken ist, wird noch ein wenig verziert und dann kann sie in den Dienst der Teppichbahn treten :)

  • Ich hatte bei "Tramfabriek" ihr neues Produkt zur Wagenbeleuchtung "MagnoLED" gesehen und fand die Idee ganz witzig. Nicht unbedingt für Wagen, aber für (kleine) Gebäude könnte das vielleicht etwas sein. Zum Testen habe ich mir mal ein paar ähnliche Schaltungen bestellt. Im Wesentlichen sind es kleine Schaltungen mit Einschiebbaren Batterien, die per Magnet ein- und ausgeschaltet werden können.

    Vorteil: Kein bohren, keine Kabel, einfach rein und durch den "Finger Gottes" anschalten.

    Nachteil: Das Dach muss abnehmbar bleiben. Auch wenn LED gefühlt fast gar keinen Saft ziehen: Irgendwann ist mal Ende.

    Im Moment finde ich das ganz niedlich, zumal das Licht sehr schön ist. Mal schauen, ob mich das überzeugt oder nicht. Erstmal statte ich die Häuser in einem Abschnitt damit aus.

    Für Wagenbeleuchtung finde ich das aber nicht wirklich geeignet. Das Licht ist eher schwach (kann am Ausweichprodukt liegen) aber vor allem möchte ich die Wagendächer nicht abnehmbar bauen.