Finanzierung der Schmalspurbahnen

  • Auf dem Cover des aktuellen Dampfbahn-Magazins steht die Nachricht ganz groß als Eilmeldung drauf. So zumindest gestern bei Ludwig im Bf. B-Lichtenberg gesehen. Hatte mich schon gewundert, daß da noch niemand was dazu geschrieben hat. Da ich kein Leser dieser Zeitschrift bin, kann ich leider auch nicht mehr dazu sagen.

    3 Mal editiert, zuletzt von Toralf750 (3. April 2025 um 21:34) aus folgendem Grund: Nach berechtigter Kritik geändert.

  • Da ich kein Leser dieser Zeitschrift bin, kann ich leider auch nicht mehr sagen als ... das Land braucht Geld für Panzer und Raketen. :wall:

    Das eine hat mit dem anderen nicht das geringste zu tun. Bundesmittel stehen dem Land für den ÖPNV genügend zur Verfügung. Nur wird das Geld in Sachsen mit Fleiß zweckentfremdet.

    Übrigens investiert dein geliebtes Polen 5% seines BIP zukünftig in die Rüstung. Und das ist gut und richtig so.

  • Hallo Toralf,

    laß doch bitte solche Polemik.
    "Panzer und Raketen" sind wohl Sache des Bundeshaushalts, die Schmalspurbahnen Sache des Freistaates Sachsen. Da fehlt eindeutig jeder Zusammenhang, besonders auf Vermutungsbasis.

    Gruuß

    217 055

  • Dennoch bedeute das: Drei Mitarbeiter muss er entlassen, den Sachsenzug, die historisch wertvollste Dampflokomotive – die „Sächsische IVK“ – und den historischen Dieseltriebzug dauerhaft abstellen. Genau so hat Neidhardt das auch bei einer Betriebsversammlung am Donnerstag mitgeteilt.

    Dazu kommen erhebliche Einschränkungen im Fahrplan. „Von Montag bis Donnerstag wird es in den verkehrsschwachen Monaten Dezember, Januar und März gar keinen Verkehr geben“, sagt er. Am Stundentakt an Wochenenden in der Hauptsaison wolle man nicht rütteln. „Sonst würden wir 200.000 Euro Fahrgeldeinnahmen verlieren“, sagt Neidhardt.

    Ganz hat er die Hoffnung noch nicht aufgegeben. Vom Freistaat werde es definitiv nicht mehr Geld geben, aber: „Jetzt ist die Region gemeinsam mit dem ZVON aufgerufen, darüber nachzudenken, ob sie das so will.“

    „Das Ministerium ist der Auffassung, die Regionalisierungsmittel des Bundes nicht mehr in voller Höhe an die Schmalspurbahnen weiterzuleiten“, sagt Neidhardt und führt auch gleich die Begründung des SMIL dafür an: „Es hieß aus dem Ministerium wörtlich: ‚Die Schmalspurbahnen sind ja kein ÖPNV, sondern Kultur.‘“

    Komisch, zu Corona Zeiten durften die Schmalspurbahnen in Sachsen sogar weiterfahren da sie gerade eben als ÖPNV galten.
    Die HSB dagegen fuhr 8 Monate fast gar nicht.

    MfG Bernd Thielbeer aus Nordhausen

  • Auch wenn viele dies nicht hören wollen, Sachsen hat jahrzehntelang Mittel für den ÖPNV für Museumsbahnen zweckentfremdet. Gleichzeitig war für richtigen ÖPNV mit modernen Fahrzeugen oft zuwenig Geld übrig. Vom mangelnden Interesse ganz zu schweigen, Hauptsache jedes Häuschen bekommt seine Ortsumgehung. Jetzt wirds das große Geheule derjenigen losgehen, die diese Zustände jahrelang ok fanden.

    Erzgebirgsnebenbahner
    21. Dezember 2022 um 12:09
    Erzgebirgsnebenbahner
    6. Juli 2021 um 22:40


    Fragt mal in München oder einer anderen Großstadt, ob sie eine Schmalspurbahn als zeitgemäß empfinden und dafür auch noch Mehrkosten aufbringen wollen. Oder da, wo auf dem flachen Land nicht genug Geld da ist, um einen Bus abseits des Schulverkehrs fahren zu lassen. Da hört das Verständnis, das man anderswo mit dem Geld Wirtschaftsförderung betreibt, sehr schnell auf.

  • Hallo,

    Da der Artikel hinter der Bezahlschranke ist (wie fast alle Artikel der Sächsischen Zeitung ) eine Frage: Ist schon bekannt , in wie weit der Dampfbetrieb eingeschränkt werden soll? Welche Fahrzeuge sollen dauerhaft abgestellt werden, wie es oben im Artikel steht. Am Sonnabend beginnt ja die Hauptsaison. Wird da aufgrund der Haushaltslage noch was geändert in der Bespannung ?

    Jetzt habe ich erst den Beitrag von Bernd gesehen. Danke. Alles ein bisschen traurig.

  • Dennoch bedeute das: Drei Mitarbeiter muss er entlassen, den Sachsenzug, die historisch wertvollste Dampflokomotive – die „Sächsische IVK“ – und den historischen Dieseltriebzug dauerhaft abstellen. Genau so hat Neidhardt das auch bei einer Betriebsversammlung am Donnerstag mitgeteilt.

    Dazu kommen erhebliche Einschränkungen im Fahrplan. „Von Montag bis Donnerstag wird es in den verkehrsschwachen Monaten Dezember, Januar und März gar keinen Verkehr geben“, sagt er. Am Stundentakt an Wochenenden in der Hauptsaison wolle man nicht rütteln. „Sonst würden wir 200.000 Euro Fahrgeldeinnahmen verlieren“, sagt Neidhardt.

    Ganz hat er die Hoffnung noch nicht aufgegeben. Vom Freistaat werde es definitiv nicht mehr Geld geben, aber: „Jetzt ist die Region gemeinsam mit dem ZVON aufgerufen, darüber nachzudenken, ob sie das so will.“

    Glück Auf,

    So ähnlich stand es auch im Dampfbahnmagazin. Was dort auch stand, dass die Leichtöllok 99 787 und künftig auch 99 760 Hoffnung machen würden, da dadurch massiv Steinkohle gespart werden kann und trotzdem Dampfbetrieb im normalen Umfang stand finden kann. Dadurch hofft die SOEG auf einen Finanzpuffer, mit dem zumindest der Reichsbahnzug im Rennen bleiben kann.

    Gruß Jimmy

  • Fragt mal in München oder einer anderen Großstadt, ob sie eine Schmalspurbahn als zeitgemäß empfinden und dafür auch noch Mehrkosten aufbringen wollen. Oder da, wo auf dem flachen Land nicht genug Geld da ist, um einen Bus abseits des Schulverkehrs fahren zu lassen. Da hört das Verständnis, das man anderswo mit dem Geld Wirtschaftsförderung betreibt, sehr schnell auf.


    Hallo,

    du solltest vielleicht aufhören, hochwertigere Produkte als Brot zu essen, da irgendwo auf der Welt gehungert wird. Viele Münchner werden die Zittauer Schmalspurbahn gar nicht kennen. Sie stört es vermutlich mehr, dass sie für Kita-Plätze zahlen müssen, während das in Berlin nicht der Fall ist.

    Es ist ansonsten aber sehr interessant, was man in Sachsen für Beträge im Jahr ausgibt. "Haushalt 2024" liefert über Google genug Ergebnisse.

    Gruss Andreas