Die Spreewaldbahn

  • Am heutigen Ostersonntag führte mich mein Ausflug in den Spreewald nach Burg. Dabei suchte ich den ehemaligen Spreewalbahnhof in Burg auf, der als Museumsstandort einige Überbleibsel der "Bimmelguste" aufbewahrt. Dieses Erlebnis regte mich an, ein neues Thema "Spreewaldbahn" zu beginnen. Ich bitte um fachliche Rücksicht bei meinen Ausführungen, denn ich bin kein Eisenbahn-Profi, aber Liebhaber.

    "Per "Bimmelguste" von Cottbus bis zum Schwielochsee"

    Viele Besucher der Stadt Cottbus fragen immer wieder nach dem Spreewaldbahnhof, dem Ausgangspunkt der ehemaligen Schmalspurbahn, von den Cottbusern "Bimmelguste" genannt. Sie beförderte ihre Fahrgäste im gemütlichen Tempo in den Spreewald, zum Schwielochsee und nach Lübben.
    Kähne, Trachten und Gurken bringt der Otto-Normalverbraucher mit dem Spreewald in Verbindung. Der Eisenbahnfreund hingegen verbindet mit der Region im Süden Brandenburgs das rund 85 Kilometer lange Schmalspurnetz zwischen Lübben, Goyatz, Lieberose und Cottbus. Obwohl hier seit 1970 keine Züge mehr verkehren, gehört die zwischen 1899 und 1904 eröffnete Spreewaldbahn zu den bekanntesten Schmalspurbahnen in Deutschland. Kein Wunder, denn die kleinen Maschinen und die kurzen Züge der "Spreewald-Guste" verkörperten wie kaum eine andere Strecke Bimmelbahn-Romantik. Seit 1995 wird das historische Bahnhofsgebäude als Gaststätte genuutzt. Hier kann man eine dürftige Sammlung von Eisenbahnwaggons, Draisinen und vielen weiteren Originalteilen der Bimmelguste sehen, deren Zustand sich weiter verschlechtert.



    Ein gesondertes Gebiet in der Niederlausitz ist der Spreewald. Diese Landschaft ist ein Relikt der letzten Eiszeit. Grüne Wiesen und ausgedehnte Kiefernwälder, vom Straßenverkehr unberührt. Die Routen der Hauptbahnen Cottbus - Berlin und Cottbus - Frankfurt (Oder) nehmen den Spreewald in die Zange. Selbst die Spreewaldbahn mit ihrer Spurweite von 1000 mm umfuhr die vielen hundert Fließe in weitem Bogen. Lediglich in Burg hatte sie unmittelbare Berührung mit dem Spreewald. Übergangsmöglichkeiten zwischen der Spreewaldbahn und den Regelspurbahnen bestanden in Lübben, Lieberose und Cottbus. Um den Anschluss an die Staatsbahnstrecken zu sichern, wurde der Bahnhof der Spreewaldbahn in unmittelbarer Nähe des Stationsgebäudes des Staatsbahnhofes in Cottbus errichtet.

    Spreewald - Bhf. in Cottbus 2025

    Es soll für heute genügen, morgen kommen weitere Infos.

    Mit freundlichen Grüßen Arkul

    3 Mal editiert, zuletzt von Arkul (25. April 2025 um 12:11)

  • Fortsetzung 1:
    Am 26. Juni 1897 erteilte der Präsident des Regierungsbezirks Frankfurt (Oder) die Konzession zum Betrieb der Spreewaldbahn. Am 20. Mai 1899 fand schließlich die landespolizeiliche Abnahmefahrt von Burg bis Cottbus statt. An diesem ersten Pfingstfeiertag mussten zusätzlich Züge eingesetzt werden, um alle Reisenden nach Goyatz zu befördern.
    In Cottbus stand zunächst nur ein kleines Holzhaus, welches den Reisenden Schutz vor Unwettern bot. Der Tunnel vom Hauptbahnhof zum Ausgang Külzstraße wurde übrigens nicht wegen der Spreewaldbahn gebaut. Er war bereits in Betrieb, als die Entscheidung über den Bahnbau fiel. Das hölzerne "Empfangsgebäude" des Anschlussbahnhofs brannte im Jahr 1902 ab. Vorher war aber schon der Neubau eines steinernden Gebäudes beschlossen worden. So baute an gleicher Stelle die Lübben-Cottbuser-Kreisbahn AG das noch heute bestehende Gebäude. Es unterscheidet sich in einigen Details von den bereits bestehenden Empfangsgebäuden (EG) der Bahnhöfe Burg, Straupitz, Goyatz und Lieberose-Stadt.
    Im neuen EG waren eine Bahnhofsgaststätte, ein Warteraum mit Fahrkartenschalter nebst Diensträumen untergebracht. Im ersten Obergeschoss war eine Wohnung für den Dienstvorsteher eingerichtet. Neben dem EG befand sich noch eine Außentoilette für Reisende.
    Das Streckennetz der Spreewaldbahn - diesen Namen führte die Bahn offiziell von 1924 bis 1934 - hatte bis zum Beginn der 1950er Jahre eine Länge von 85 km.

    Danke für die positiven Feedbacks zu meinem Einstand ! Sie machen mir Mut für weitere Fortsetzungen.

    Freundliche Grüße sendet Arkul.

    6 Mal editiert, zuletzt von Arkul (25. April 2025 um 12:04)

  • Fortsetzung 2:
    Folgende noch erhaltene Originale traf ich auf dem Spreewald-Bahnhof Burg am 20.04.25 an:

    Wagen 99-52-03 Baujahr 1898, Ladegew. 5 t

    Wagen 99-52-03 Baujahr 1898, Ladegew. 5 t

    Wagen 905-001 Baujahr1897 bei Fa. Hofmann in Breslau, 20 Sitzplätze

    Wagen 900-223 Baujahr1924 in Werdau, 48 Sitzplätze ( von "Radfahrer" 2023 im Bhf. Burg )

    Schneepflug 99-51-53 Eigenbau, der selten zum Einsatz kam, in Straupitz am 4. Mai 1969 zu sehen, 2007 in Burg, 2025 in Burg

    Fahrrad-Draisine

    Freundliche Grüße sendet Arkul

  • Fortsetzung 3:

    Hier zunächst der Nachtrag zum Wagen 900-223 ( von Radfahrer 2023 )


    Freundliche Grüße sendet Arkul

    PS: hiermit endet mein Beitrag zur Spreewaldbahn. Demnächst beginne ich meine gesammelten Infos zur "Spremberger Stadtbahn".


    Fortsetzung 4:
    Einen besonderen Dank möchte ich an "Dampfachim" richten, der mich ermutigte, im Forum aktiv zu werden und besonders für seinen ausführlichen Beitrag vom 17. Febr. 2012 "Baureihen" über alle Grundkenntnisse eines Profi-Eisenbahners. So gut und konzentriert wäre es in keinem Nachschlagewerk zu finden gewesen! Nochmals danke für deinen Vortrag!

    Über die Artikel zur "Spreewaldbahn" von " Spree99er" habe ich mich sehr gefreut, weil sie mir zeigten, wie er und seine Mitstreiter seit Jahren für die Wiederbelebung der Spreewaldbahn im Bereich Straupitz kämpfen. Meinen nächsten Ausflug werde ich für Pfingsten nach Straupitz planen.

    Freundliche Grüße sendet Arkul

    2 Mal editiert, zuletzt von Arkul (25. April 2025 um 11:55) aus folgendem Grund: Ein Beitrag von Arkul mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • Nachtrag zum Schneepflug 99-51-53 Eigenbau ( 1969 ), den ich euch nicht vorenthalten möchte. Das Besondere: er brauchte keine Drehscheibe zum Richtungswechsel.

    • Offizieller Beitrag

    Lieber Arkul, bitte schau noch mal alle deine Beiträge durch und lösche alle Fotos und Grafiken, die

    • nicht von dir sind bzw.
    • für die du keine Genehmigung des Urhebers zur Veröffentlichung im Bimmelbahn-Forum hast.

    Falls du Texte aus Druckwerken abschreibst, darfst du das nur in begrenztem Umfang und mit Quellenangabe machen.

    Bitte prüfe daher alle deine bisherigen Beiträge.

    Befolge unbedingt die Anleitung Veröffentlichung fremder Inhalte !

    • Offizieller Beitrag

    Danke für deine Hinweise, waren für mich Neuling notwendig und hilfreich.

    MfG Arkul

    Mmh, wenn mir die vorstehenden Beiträge anschaue, habe ich weiterhin Zweifel, ob alles, was da zu sehen und zu lesen ist, von dir stammt. Die Beiträge 1, 2, 4 und 5 enthalten Bilder, die offensichtlich nicht von dir sind. Auch der Text in Beitrag 2 ist doch irgendwo abgeschrieben, oder? Haben dir die Autoren oder Urheberrechtsbesitzer die Veröffentlichung in unserem Forum explizit erlaubt?

  • Hallo Eckhard,

    ich habe technisch sehr lange Zeit gebraucht, um deine monierten Fotos zu beseitigen. Habe bitte etwas Geduld mit mir, bin mit 82 Jahren nicht mehr der Jüngste ! Aber willig, deine Hinweise zu befolgen.

    Freundliche Grüße von Arkul