Kürzungen bei den sächsischen Schmalspurbahnen

  • Sachsen: VVO streicht Fahrplan auf Schmalspurbahnen zusammen

    Konkret bedeutet das weniger Züge zwischen Radebeul-Ost und Radeburg über Moritzburg sowie zwischen Freital-Hainsberg, Dippoldiswalde und Kurort Kipsdorf. "Auf den beiden Schmalspurbahnen werden die jeweiligen letzten Zugpaare des Tages nur noch in der Sommersaison und nur noch an den Wochenenden und Feiertagen verkehren", kündigte der VVO an. Zudem würden die für Baumaßnahmen geplanten Betriebspausen im November verlängert. "Sollte der Freistaat die Kürzungen dauerhaft fortsetzen, werden weitere Einsparungen notwendig sein", stellt der VVO klar.

    Sachsen: VVO streicht Fahrplan auf Schmalspurbahnen zusammen | MDR.DE

    MfG Bernd Thielbeer aus Nordhausen

  • Guten Morgen zusammen,

    hier wird mit dem Arsch eingerissen, was sich bewährt hat und über Jahrzehnte aufgebaut wurde. Es wird komplett engagierten Menschen, die rote Karte gezeigt. Deutschland weiß leider nicht mehr was man hat.


    Viele Grüße

    Alexander

  • Ach menno.

    Auf zur nächsten Runde. Die Betreiber haben sich nun Gedanken gemacht, wenn die Sächsische Regierung den Vorschlag nachgibt. Nach wie vor ist aber nichts beschlossen. :(

  • Hauptsache man investiert 500.000€ in Fahrrad Zähler. Es liegt nicht am Geld soviel ist mal klar.
    Jedem der ausreichend denken kann sollte mittlerweile klar sein das man versucht die Bahnen irgendwie abzuschaffen oder klein bekommen möchte. Es passt in ihre CO2 freie Agenta. Von allen Seiten wird der Sack enger gezogen.

    Schaut man über den Dampflok Teller hinaus wird man sehen das dies in allen Bereichen der Fall ist. Haus, Heizung , Auto , Industrie , Baustellen usw überall kommen absurde Forderungen oder Gesetze die nicht umsetzbar sind und somit schleichend der Untergang. Ich selber habe es in ein paar Bereichen jetzt mitbekommen. Fabriken die Anforderungen der Regierung nicht erfüllen können haben Jahrzehntelange Fertigungsprozesse eingestellt oder sind Pleite weil sie die Kosten nicht stemmen können.
    Ähnliche wird es bei den Bahnen auch kommen. Es wird an der Stellschraube gedreht bis kaum Luft bleibt.

    Mir tut es unendlich Leid für alle die sich irgendwo bei den Bahnen beteiligen. Die ganzen Angestellten und Vereine. Diese Menschen und ihre Familien werden mit Füßen getreten von Leuten die einer Ideologie hinterher laufen.
    Man kann es mit der Hexenverfolgung im Mittelalter vergleichen.

    Nachdenkliche Grüße zum Mittwoch Andy

  • Glück Auf zusammen,

    Ich habe mir die Maßnahmen deutlich schlimmer vorgestellt als Sie es schlussendlich sind. Ich habe von ,,Nur noch Wochenendbetrieb" bis ,,Radeburg und Kips' fallen lassen" alles mögliche gehört, da mag das jetzt ja mal noch gehen. Trotzdem stimme ich Andy zu, es ist alles nicht mehr gewollt. Die, die noch dafür sind und viel Hilfe anbieten, werden von der gegnerischen Mehrheit überstimmt. Ich fahre jeden Monat mit einer Bahn mit um meinen Beitrag zu leisten, andere sollte gleiches tun. Hoffen wir auf einen positiven Ausgang der ganzen Sache, wobei das mit der neuen Landtags- und vor allem der neuen Bundesregierung erstmal nichts wird.

    MfG Jimmy

  • Leider war das ein schleichender Prozess. Der so langsam verlief, das es keinen so richtig auf viel. Das hat nach der Wende angefangen. Wir wollten alle nun die neue Reisefreiheit genießen. Das hat aber den wenigen Hotels, die die Treuhand überlebt hatten, das Leben schon schwer gemacht. Dadurch sparte schon die Wirtschaft ein. Post weg, Sparkasse weg, Einkaufsläden weg, Einwohner weg. Die Regierungen nach Biedenkopf hatten nur noch was anderes im Sinn, aber keinen Tourismus ober eine Schmalspurbahn. Dann die Flut und das Corona Debakel. Eigentlich müssten wir froh sein, das man vor Jahren diese Unterstützung der Schmalspurbahnen eingeführt hat. Sonst wäre schon längst Schluss. Wer aber nun gedacht hat, diese Zuschüsse unendlich sind, der ist auch auf den Holzweg. Es wurde schon damals angedeutet, das diese Zuschüsse endlich sind. Jetzt wird es leider zu spät sein. Es müsste sich jemand finden, der sich in Kipsdorf mit einem Stand hinstellt und mit einen kleinen Sortiment loslegt. Er muss aber so verrückt sein, das erste Jahr für Null dazustehen.

    Einmal editiert, zuletzt von Stainz (4. Juni 2025 um 12:43)

  • Und ihr denkt, damit ist die Geschichte jetzt abgeschlossen? Die gleich bleibenden Fixkosten werden auf weniger Verkehrsleistung verteilt, damit erhöhen sich die Produktionskosten und der Kostendeckungsgrad sinkt weiter.

    Nächstes Jahr wird dann das erste Zugpaar am Tag eingespart/eingekürzt und irgendwann ist dann nichts mehr zum einsparen da.

    Wenn die Allgemeingeit diesen ersten Schritt jetzt ohne Murren schluckt, ist das das Zeichen für die Politik und für uns Eisebahner, dass man auf die Schmalspurbahnen anscheinend doch ganz gut verzichten kann.

    Das sollte für uns ein Aufruf sein, sich an möglichst viele Landtagsabgeordnete und Ministerien zu wenden, mit der Bitte, die aktuell drohenden Kürzungen doch noch abzuwenden.

    Vielleicht klappt es diesmal nicht, aber wenigstens um der nächsten Kürzungsrunde vorzubeugen.

    P.S.: Auch wer kein großes Geschick im Formulieren hat, kann mit z.B. Chat GPT in wenigen Minuten da sehr gute Ergebnisse erzielen.

  • Ich weiß, dass meine Ansicht jetzt sicher nicht auf sehr viel Gegenliebe stößt. Und damit wir uns nicht falsch verstehen, ich liebe unsere Schmalspurbahnen. Allerdings sollte man das Thema nicht nur von der romantischen Sicht betrachten.

    Die Schmalspurbahnen in Sachsen sind als ÖPNV klassifiziert, also steuerfinanziert. Aber ich suche schon eine ganze Weile den ÖPNV. Die Bahnen dienen faktisch, außer die Döllnitzbahn, nur dem Tourismus. Berufspendler oder Schülerverkehr gibt es einfach nicht. Dafür sind Busse einfach bequemer und flexibler.

    Im gesamten ÖPNV wird gespart, warum sollten die Schmalspurbahnen ausgenommen sein? Das wäre doch den wenigsten zu verkaufen, wenn zb auf der Weißeritztalbahn weiterhin oft genug heiße Luft nach Kipsdorf befördert wird, aber die Berufspendler bei der DVB mit Einschnitten leben müssen.

    Generell sollte man aber schon die Frage stellen...warum sind unsere Schmalspurbahnen überhaupt noch als ÖPNV klassifiziert? Wo ist der unterschied zwischen zb der Weißeritztalbahn und der Museumsbahn Schönheide? Bei beiden gibt es keine Berufspendler und keinen Schülerverkehr. Warum ist bei der einen Bahn der touristische Verkehr ÖPNV und auf der anderen nicht?

    Zudem tut kaum eine dieser Bahnen etwas für die Zukunft. Keiner kann so naiv sein und glauben, dass man auf ewig mit Dampf, speziell mit Kohle, weiterfahren kann. Vorallem täglich. Hier sind nur die Zittauer Schmalspurbahn bzw die Döllnitzbahn auf Alternativen vorbereitet.

    Man kann nicht einfach die Hände in den Schoß legen und hoffen, dass der Steuerzahler immer alles ausgleichen wird. Gerade beim Beispiel Weißeritztalbahn sind soviele Millionen für den Wiederaufbau geflossen. Aber für was genau? Das schönste an der Bahn ist der Rabenauer Grund. Nach Malter ist die Strecke einfach tot.

    Ich weiß, dass hier sicher vielen auf den Slips trete bzw sich manche vielleicht angegriffen fühlen. Aber auch das muss mal gesagt werden. Einfach an der Nostalgie bzw am Status quo festzuhalten wird auf lange Sicht definitiv scheitern.

  • Hallo,

    Gegenfrage: Wieviele von euch saßen im April oder Oktober schon Mal im Zug 17.05 ab Hainsberg nach Dippoldiswalde?

    Der kennt ja dann auch dort die Auslastung.

    Bitte diese hier einmal mitteilen. Danke :thumbup:

    Und jeder Zug der dort fährt, benötigt mindestens 45 vollzahlende Fahrgäste um wirtschaftlichen zu sein. Und der 17.05 ist der, der am schwächsten nachgefragt ist. Also sollte der auch in den besonders schwachen Monaten nicht verkehren.

    Ich sage das ja nun schon seit Jahren, das man in Hainsberg nicht das ganze Jahr den gleichen Fahrplan anbieten sollte. Nun hat es auch mal der Besteller gemerkt. Mir ist natürlich bewusst, das solche Aussagen viele hier nicht hören wollen, aber leere Züge draußen raumzufahren bringt leider niemanden auf Dauer etwas.

    Meine Meinung. T.