Kürzungen bei den sächsischen Schmalspurbahnen

  • Auch Zugschaffner findest Du nicht mal eben so auf der Straße, die müssen auch ausgebildet werden.

    Und mal ehrlich wer hat den Lust auf stressige Schichtarbeit an den Wochenenden, wenn es nicht gerade ein Bimmelbahnromantiker ist der auch mal einen Sommer lang dabei sein will. Ansonsten gibt es Jobs wo du die 450,- Euro leichter zusammenbekommst.

    Beim Schaffner ist die Ausbildung aber deutlich kürzer. Eigentlich braucht man nur Tarife, Umgang mit entsprechenden Geräten und sowas. Also im Normalfall eine Sache von Tagen bzw wenigen Wochen.

  • Beim Schaffner ist die Ausbildung aber deutlich kürzer. Eigentlich braucht man nur Tarife, Umgang mit entsprechenden Geräten und sowas. Also im Normalfall eine Sache von Tagen bzw wenigen Wochen.

    Eben. Es gibt eine ordentliche Einweisung und das ist relativ schnell erledigt. 👌

  • Moinsen,

    Erzgebirgsnebenbahner - herrlich Deine Aussagen über mich, die zeigen das Du nicht weißt wer ich bin. Mal kleiner Tip - 1990 Gründungsmitglied der GDL der DDR ( 1. freie Gewerkschaft in der DDR ) Mitglied im OG-Vorstand von Leipzig Süd, Saarbrücken und GV Saarbrücken. Stellv. Bezirksjugendleiter und Bezirksjugendleiter der Bezirke Halle, Saarbrücken und Südwest, daher auch Mitglied des jeweiligen Bezirksvorstandes. Auch hatte ich den Posten eines stellv. Bezirksvorstandes ausgeübt - ach ich vergas noch Betriebsrat und Streikleiter und habe bis 2014 entscheidend mitgewirkt - jetzt Du!!! Ich denke da schon das ich das Recht habe im Namen der GDL zu sprechen.

    Ja ich habe diese Regierung nicht gewählt als Mitglied der Linken und verurteile auch daher die Einführung des D-Tickets ( das mit dem deutschlandweiten einheitlichen Tarif ist selbstverständlich eine Verbesserung - aber wie von mir beschrieben das Tarifchaos von L nach DD und das innerhalb von Sachsen ist eine nicht zu erklärende Dummheit ) weil es ein Schnellschuß der Regierung war auf den die jeweiligen Besteller und ausführenden EVU´s in keinster Weise vorbereitet waren.

    Mal nur so am Rande, bei meinem heutigen Ausflug mit der Döllnitzbahn habe ich exakt 17€ Umsatz gemacht ( Dampfzuschlag und Speisen ). Die Züge waren gut gefüllt und die Mitglieder des FV hatten in Oschatz, Mügeln und Glossen gut zu tun im Verkauf von Speisen bzw. Getränken und was auch zum Nachdenken anregen sollte die Mehrzahl der Fahrgäste hatten kein D-Ticket.

    Der Saarsachse

    IV K - Fan

  • Wenn du meinst. 🫠

    Belege doch gerne mal deine These mit Wissen.

    Schönen Abend noch.

    Aber gern doch:

    Ein Schaffner brauch eine Ausbildung in den Grundlagen des Eisenbahnbetriebs, er braucht eine Kasseneinweisung, er braucht eine Ausbildung für das benutze Kassengerät/ Mobiles Terminal. Er muss in Kreditkartenverkäufe eingewiesen werden, er benötigt eine Ausbildung über die Tarif/e (auch wenn das bei der SDG nicht gar so viele sind, kennen muss er den/die Tarif/e).

    Er sollte die Strecken kennen die er befährt, er sollte die Technik der Wagen kennen in denen er mitfährt. Natürlich brauch ein Schaffner eine Unfallverhütungslehrgang und evtl. verlangt die Berufsgenossenschaft oder das EBA ein Evakuierungtraining und eine Sicherheitsbelehrung. Die Züge fahren mit Dampfloks, also kommt möglicherweise noch Brandschutz gesondert dazu.

    Er brauch eine erste Hilfe Ausbildung, ob er ein Service Training braucht entscheidet die SDG bzw. evtl eine Berufsgenossenschaft/EBA und falls die SDG zertifiziert ist braucht es da auch noch die eine oder andere Einweisung/en.

    Jetzt habe ich sicher nicht an alle gedacht, also wird möglicherweise noch das eine oder andere dazukommen, kann auch sein das einiges bei einem eher kleinen EVU wie der SDG nicht nötig ist, aber glaube mir, echte Eisenbahn ist anders als Deine BTTB Züge im Keller oder auf dem Dachboden :P

    LG DF


    Ich finde diese Aussage respektlos. Du urteilst über Menschen, die du noch nie in deinem Leben hast arbeiten sehen

    Ach meine Aussage ist Respektlos?

    Aber

    "Was lernt man da? In den richtigen Zug einsteigen oder Fahrkartenrolle richtig herum ins Terminal einlegen?"

    zeugt natürlich von höchstem Respekt? Ganz ehrlich, solche Leute möchte ich gar nicht als Schaffner arbeiten sehen. Sicher ist sicher!

    DF

    Einmal editiert, zuletzt von Dor Falk (9. Juni 2025 um 22:38) aus folgendem Grund: Ein Beitrag von Dor Falk mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • Dor Falk Verzeihung. Ich habe deine Aussage etwas fehlinterpretiert. Dennoch sehe ich, bezugnehmend auf deine oberen Punkte es nicht so, als sei da eine monatelange Ausbildung notwendig. Nicht falsch verstehen, wichtig sind deine angesprochenen Punkte auf jeden Fall, aber bei einem Kassierer, der keine betrieblichen Aufgaben besitzt und lediglich für die Kontrolle und den Verkauf der Fahrscheine zuständig ist, muss solch eine Ausbildung/Einweisung nicht über Monate laufen.

    Ich mache dir einen Vorschlag: Wie wäre es, wenn du dich auf einer der SDG-Strecken einmal umschaust und auf die Arbeit der Zugbegleiter achtest. Ich hoffe, dann wirst du feststellen, dass auch den Aushilfskräften das notwendige Handwerkszeug an die Hand gegeben wird, um den täglichen Betrieb zu meistern

    Auch allgemein an die Runde: Hier wird viel auf der Grundlage eigener Wissensstände argumentiert, die manchmal nicht ganz auf dem aktuellen Stand sind. Schaut doch gerne bei den Bahnen vorbei, seht die Situation mit eigenen Augen. Das schließt vielleicht die ein oder andere mögliche Wissenslücke und trägt zu einer konstruktiven Diskussion bei.

    Und ganz nebenbei tut ihr den Bahnen etwas gutes😉

    VG vom Kohlenkasten

  • Wofür bspw. ein Student, tätig als Kassierer, welcher ausschließlich verkehrliche Aufgaben übernimmt, eine Grundlagenausbildung benötigt, wird vermutlich dein Geheimnis bleiben.

    Das eine Einweisung an der Verkaufstechnik und eine Tarifschulung nötig sind wurde bereits festgestellt.

    Dann kommt noch ziemlich viel "sollte" und ein bisschen "möglicherweise".


    Meiner Meinung nach auch nur Teilwissen im Bezug auf die Schmalspurbahn.


    Liebe Grüße aus dem Keller.


    Ich bin dann auch raus. ✌️

  • was auch zum Nachdenken anregen sollte die Mehrzahl der Fahrgäste hatten kein D-Ticket

    Wieder ein Beweis für das schlechte Angebot in Sachsen, daß kaum einer das D-Ticket haben möchte. Oder liegts vielleicht an den Menschen dort? In den viele Zügen und Bussen, die ich in Brandenburg nutze, haben etwa 95% der Fahrgäste ein Deutschlandticket. Nur mal so zum nachdenken ...

  • Moinsen,

    Toralf750 - denke das liegt eher an den schlechten Angeboten hier in Nordsachsen. Schau Dir mal die Linien 803, 816 und 818 an. Das ist kein Angebot, auch wenn jetzt das Flexa-System mal eine kleine Verbesserung darstellt ( wenn man es mal buchen kann ). Wenn ich von Mügeln nach Döbeln möchte brauche ich mit Bus und Bahn über 2 Stunden, mit den Auto 30 min, erklär das mal den Leuten. Manchmal frage ich mich warum die keine Verkehrszählungen machen, da würden den Verantwortlichen aber die Augen aufgehen. Auch gibt es keine richtige Vernetzung - selbst innerhalb des mdv. Komme ich mit der Bahn zu spät in Oschatz an ist der Bus weg und dann darfste Taxi fahren. Stellste die Kosten in Rechnung sag die DBAG, es ist ihr Problem wie sie von Oschatz nach Mügeln kommen, Bus sagt, es ist ihr Problem wie sie nach Oschatz kommen und vom mdv noch nicht mal eine Antwort! Servicewüste D!!!

    Der Saarsachse

    IV K - Fan

  • Moinsen,

    Erzgebirgsnebenbahner - herrlich Deine Aussagen über mich, die zeigen das Du nicht weißt wer ich bin.

    Hallo Saarsachse, einige Beiträge im Forum sind geprägt von ziemlicher Unkenntnis der Materie und der fehlenden Achtung vor der Arbeit des Anderen. Aber du solltest ja auch noch einen Hartmut Mehdorn kennen, der einen Zugführer nicht von einem Triebfahrzeugführer unterscheiden konnte.

    Wenn ich dann hier so lese, das ja jeder Depp Zf oder dergleichen machen könnte, dann wundert mich gar nichts mehr. ;)

    Zitat

    Ja ich habe diese Regierung nicht gewählt als Mitglied der Linken und verurteile auch daher die Einführung des D-Tickets ( das mit dem deutschlandweiten einheitlichen Tarif ist selbstverständlich eine Verbesserung - aber wie von mir beschrieben das Tarifchaos von L nach DD und das innerhalb von Sachsen ist eine nicht zu erklärende Dummheit ) weil es ein Schnellschuß der Regierung war auf den die jeweiligen Besteller und ausführenden EVU´s in keinster Weise vorbereitet waren.

    Hier muss ich dir widersprechen, weil du da einige Dinge in einen Topf wirfst, die nicht zusammengehören.

    Der Grundstein für das von dir richtig beschriebene Tarifchaos in Sachsen wurde von dem damaligen sächsischen Wirtschaftsminister Kajo Schommer in der CDU Regierung Biedenkopf gelegt. Der hatte ein nicht so gutes Verhältnis zu eben jenem Hartmut Mehdorn und wollte daraufhin mit der Eisenbahn nichts mehr zu tun haben.

    An seiner Lösung (den unsäglichen fünf Verkehrsverbünden) krankt die sächsische Verkehrspolitik heute noch. Keiner der fünf CDU-Landräte ist bereit, auf die zugewiesenen Regionalisierungsmittel und die damit verbundene Macht zu verzichten. Das musste auch der letzte sächsische Verkehrsminister Dulig (SPD) einsehen und die richtige Idee einer Landesverkehrsgesellschaft (als sein Wahlversprechen) fallen lassen.

    Was lernen wir daraus? Die Inkompetenz ist nicht vom Parteibuch abhängig und nicht für alles sind die Grünen verantwortlich. Das Chaos bei der Einführung des Deutschlandticket war vielleicht sogar gewollt, um die Verwaltungsstrukturen im ÖPNV in D zu verschlanken. Also lass dich in Nordsachsen nicht vom ÖPNV ärgern und genieße die Rente.

    Grüße