Kürzungen bei den sächsischen Schmalspurbahnen

  • Das D-Ticket ist für Leute im ländlichen Raum - weil im täglichen Leben wirkungslos- blanker Hohn. Da werden Steuergelder und praktische Vergünstigungen in die Taschen derer geschoben, die vorher schon stark gestützte Zeitkarten der städtischen Strukturen nutzen konnten.

    Wieder ein schönes Beispiel, wie egoistisch und mißgünstig die Gesellschaft geworden ist. Was mir nichts nützt, soll auch anderen nichts gutes tun. Eine widerliche Denkweise, die ich seit ein paar Jahren immer häufiger beobachte.

    Keiner hat je behauptet, daß das Deutschlandticket für alle den gleichen Nutzen bringt. Das würde auch bedeuten, daß es auch gleiche Lebensbedingungen zwischen Großstadt und Dorf geben müßte. Kann ich persönlich gerne darauf verzichten. Mit Steuern der Landbevölkerung werden auch Theater, Opernhäuser und Kunstgalerien in Großstädten subventioniert, ohne daß die Dörfler diese nutzen können (und wollen). Möchtest du diese deswegen abschaffen? Mit meinen Steuern werden auch die Schmalspurbahnen in Sachsen, im Harz und an der Ostseeküste subventioniert, ohne daß ich irgendwas davon hätte, weil viel zu weit weg. Fordere ich deswegen deren Einstellung? Mit meinen Steuern werden auch Kitas, Schulen, usw. finanziert. Diese nutzen aber auch nur Familien mit Kindern. Ich hab leider keine! Sollen die deswegen selber dafür aufkommen? Ich weiß, ich überspanne den Bogen jetzt. Aber ich will damit nur aufzeigen, wie gefährlich diese Denkweise ist.

    Nahverkehr im ländlichen Raum muß nicht zwangsläufig schlecht sein. Ich wohne selbst auf dem brandenburgischen Land unweit der polnischen Grenze und kann mich nicht über das Angebot (Zug alle 30 min, Bus alle 30 min) beschweren.

    Das dichtbesiedelte Sachsen wäre eigentlich ideal für einen gut ausgebauten ÖPNV/SPNV und könnte Vorzeigebeispiel für die Verkehrswende sein. Ist dort aber politisch nicht gewollt. Mein Bruder verbringt gerade seinen Urlaub in einem ähnlich dicht besiedelten Gebiet und vielen Dörfern, Klein- und Mittelstädten im Westen Deutschlands. Dort gibt es ein Schnellbahnsystem im 5-10min-Takt, ergänzt von normalen Zügen und ganz vielen ebenfalls im dichten Takt fahrenden Bussen. Es geht, wenn man will.

    Viele Grüße
    Toralf

  • Hallo „Coßmannsdorf“,

    Du solltest nicht wirklich mit dem täglichen Eisenbahnbetrieb zu tun haben, denn dann wüsstest Du, dass der von Dir im Lächerlichen gebrachte Satz vollkommen unzutreffend ist, denn früher ging teilweise viel mehr, als es heute noch möglich wäre. Das sagt Dir ein seit 37 Jahren tätiger Betriebseisenbahner.

    VG Thomas

    Wir reden hier vom Kassierer bei der Schmalspurbahn. Nicht vom Lokpersonal, nicht vom Zugführer.

    Der hat doch keine betrieblichen Aufgaben.

  • Hallo „Coßmannsdorf“,

    Du solltest nicht wirklich mit dem täglichen Eisenbahnbetrieb zu tun haben, denn dann wüsstest Du, dass der von Dir im Lächerlichen gebrachte Satz vollkommen unzutreffend ist, denn früher ging teilweise viel mehr, als es heute noch möglich wäre. Das sagt Dir ein seit 37 Jahren tätiger Betriebseisenbahner.

    VG Thomas

    Auch mit 37 Jahren Erfahrung kann man dazu lernen. Wie gesagt, gerne die tatsächliche heutige Lage einmal selbst in Augenschein nehmen. Aus der Ferne urteilt es sich leicht. Und wie öBb_Coßmannsdorf bereits sagt. Ein Kassierer macht nicht viel mehr als jemand am Fahrkartenschalter, mit dem Unterschied, das er auf dem Zug und nicht daneben unterwegs ist

    VG vom Kohlenkasten

  • Aber er muss gewisse Voraussetzungen und auch Nachweise bringen, bevor er auf den Zug darf. Und da wir nicht beim Aldi, sondern bei der Eisenbahn sind, gibt es auch keinen „einfachen“ (nicht abwertend gemeint) Kassierer. Das ist der Unterschied zwischen Wissen und „glaube zu wissen“.

  • Aber er muss gewisse Voraussetzungen und auch Nachweise bringen, bevor er auf den Zug darf. Und da wir nicht beim Aldi, sondern bei der Eisenbahn sind, gibt es auch keinen „einfachen“ (nicht abwertend gemeint) Kassierer. Das ist der Unterschied zwischen Wissen und „glaube zu wissen“.

    Die Reaktionen zeigen das da jemand entweder nicht begreifen will, oder es nicht kann. Da es mir langsam aber sicher zu DSO wird:

    EOD!

    DF

  • Hallo

    Seit mehren Seiten wird nun hier diskutiert ob 450 Euro Kräfte Fahrkarten verkaufen dürfen.

    Oh Mann, oh Mann. Als ob davon tätsächlich das Überleben der sächsischen Schmalspurbahnen

    abhängen würde....

    Gruß

  • Die Reaktionen zeigen das da jemand entweder nicht begreifen will, oder es nicht kann. Da es mir langsam aber sicher zu DSO wird:

    EOD!

    DF

    Oder eben, dass euch nur ein Teil der Realität bekannt ist (das ist überhaupt nicht böse gemeint). Wie gesagt, auch wenn du bereits im Elbtal gearbeitet hast und 31 Jahre Erfahrung in diesem Bereich hast (davor ziehe ich meinen Hut, Respekt!), hat sich seit deiner Lehrlingszeit doch so manches Verändert. Die Bahn hat sich aufgrund diverser Umstände geändert. Die SDG hat Lösungen gefunden, mit diesen Situationen umzugehen. Überzeugt euch gerne selbst davon😊

  • Das D-Ticket ist für Leute im ländlichen Raum - weil im täglichen Leben wirkungslos- blanker Hohn. Da werden Steuergelder und praktische Vergünstigungen in die Taschen derer geschoben, die vorher schon stark gestützte Zeitkarten der städtischen Strukturen nutzen konnten. Hinzu kommt, dass die Einrichtung als Online-Abo auch die gelegentliche Nutzung unverhältnismäßig aufwändig macht. Nur zur Erinnerung - das 9€-Ticket gab's auch am Fahrkartenautomat und war daher einfach auch für weniger Internet-affine Bevölkerungsgruppen nutzbar. So einfach machen wir uns das nicht mehr...

    Nur so als Tipp...der KFZ Verkehr verursacht die höchsten Kosten im Verkehrswesen. KFZ Steuer und Co decken davon nur 60%. Der Rest wird aus Allgemeinen Steuermitteln bezahlt. Also auch von denen die in der Stadt leben und die du hier quasi für die Nutzung des Deutschlandtickets als "Steuervergünstigung" kritisierst.

    Und dieses "Argument" mit den den nicht so internet affinen Bevölkerung ist auch Blödsinn. Den Abovertrag, welchen man monatlich kündigen kann, kann man auch in einem Servicepunkt seines ÖPNV Anbieters vorort abschließen und es gibt noch genug Anbieter, die auch haptische Tickets bieten.

  • Auch mit 37 Jahren Erfahrung kann man dazu lernen.

    VG vom Kohlenkasten

    Hallo Kohlenkasten! Wir müssen tatsächlich jedes Jahr auch trotz der jahrzehntelangen Erfahrung dazulernen und dies auch jedes Jahr im Simulator, im Präsenzunterricht und im virtuellen Unterricht mit mehreren Prüfungen belegen. Also was Du mit „dazu lernen“ meinst, erschließt sich mir nicht.

  • Oh man.

    Jetzt muss man noch beim Urschleim. Anfang.

    Nein heutzutage nicht mehr. Sie müssen genau so eine Betriebsdienstausbildung haben. Müssen in ihrer Tätigkeit betriebliche Aufgaben übernehmen also genau so zum Dienstunterricht und zum Bahnarzt gehen und Fortbildung machen. Bei 450 € bleiben dann kaum noch Stunden übrig um uns zu unterstützen

    Hallo,

    Wo muss ein Zs eine Betriebsausbildung haben und eine betriebliche Aufgabe übernehmen .

    Die Aufgaben wurden doch zu dieser Stelle aufgeweicht und wäre wirtschaftlich nicht tragbar. Dienstunterricht gibt es ja eigentlich ja auch nicht mehr für Zs da diese ja nach der Definition keinerlei betrieblichen Aufgaben mehr haben, von Bahnarzt zu schweigen


    Fragt sich Volker