Kürzungen bei den sächsischen Schmalspurbahnen

  • Hallo,

    nach dem, was man auch hier liest, sind die Sorgen von Görlitz nicht unberechtigt.

    Den Schmslspurbahnen greift man ja auch gern in die Tasche.

    Die Döllitzbahn stand deshalb schon vor Jahren vor der Pleite, weil das Geld in Leipzig gebraucht wurde.

    Unterm Strich ein Symptom von vielen, dass trotz hoher Abgabenlast, nicht mehr viel zum Wirtschaften in den Kommunen bleibt.

    Gruß Micha

  • Hallo,

    nach dem, was man auch hier liest, sind die Sorgen von Görlitz nicht unberechtigt.

    Welche Sorgen? Das sie ihren städtischen ÖPNV nicht mehr mit Mitteln des SPNV für den LK Bautzen querfinanzieren können?

    Auch das die Pro-Kopf Zuweisung für den ZVON höher war als für den ZVOE hat mich aufhorchen lassen. Weshalb eigentlich?

    Zitat

    Den Schmslspurbahnen greift man ja auch gern in die Tasche.

    Die Döllitzbahn stand deshalb schon vor Jahren vor der Pleite, weil das Geld in Leipzig gebraucht wurde.

    Genau um derartige Begehrlichkeiten zu stoppen, wurde von der Vorgängerregierung in Sachsen der Anteil der Regionalisierungsmittel für die Schmalspurbahnen separat ausgewiesen und den Schmalspurbahnen zugewiesen. Das war eine vertragliche Vereinbarung des Freistaates Sachsen mit den Verbünden. Aber was interessieren die aktuelle Regierung in Sachsen und die neue "Infrastrukturministerin" die vertraglichen Vereinbarungen der Vorgängerregierung?

    Mit dem Beitritt des ZVON kann man vielleicht einen Teil Verwaltungskosten sparen und wieder für den ÖPNV einsetzen.

  • Den Schmalspurbahnen greift man ja auch gern in die Tasche.

    Du meinst für die Schmalspurbahnen greift man mal gerne in die Tasche ...


    Das sich Görlitz dagegen sperrt, überrascht nicht. Aktuell ist man die größte Stadt im Verkehrsverbund neben 2 anderen Mittelstädten. Im neuen Verkehrsverbdung wäre man zwar weiterhin die zweitgrößte Stadt, aber Extrawürste werden einem da sicher nicht mehr gebraten. Das es dem Stadtrat Görlitz da um die Schmalspurbahn in Zittau gehen soll ist ja da eher ein schlechter Scherz.

    Ich denke zudem, das man die Einsparungseffekte von der Zusammenlegung hier im Forum überschätzt. Selbst mit einem statt 5 Verkehrsverbünden ständen sicher nicht Unsummen zusätzlich zur Verfügung.

  • . . . macht ja auch irgendwie Sinn.

    Nur wenn am Schluß weniger Hochbezahlte agieren. Wenn am Ende noch alle derzeitigen Köpfe eine Position haben macht es keinen Sinn. Nun und das wird bestimmt noch so sein...

    Außerdem ist die Fusion in einen Verkehrsverbund Ostsachsen kaum noch aufzuhalten... Ob es für die Schmalspurbahnen vor allem der Zittauer nun gleich bleibt oder schlechter wird kommt darauf an wer das Ruder in der Hand haben wird!

    Aber meistens wird es nicht besser nur teurer für alle Beteiligten, wenn man ähnliches aus der Vergangenheit betrachtet.


    Soweit noch mal meine Gedanken zum Sonntag 😉


    Gruß André

  • Nur wenn am Schluß weniger Hochbezahlte agieren. Wenn am Ende noch alle derzeitigen Köpfe eine Position haben macht es keinen Sinn. Nun und das wird bestimmt noch so sein...

    Hallo,

    na ganz ungeachtet der Kostendiskussion und eventueller möglicher Einsparungen ist die Fusion von ZVON und VVO aus Fahrgastsicht hochgradig sinnvoll, denn sie bietet die Chance für eine Vereinfachung der Tarifstruktur und einen einheitlichen Tarif in einem größeren Gebiet. Bitte nicht vergessen, dass es in den Verbundgebieten beider Verbünde außer den Schmalspurbahnen (die auch mir sehr am Herzen liegen), noch zwei, drei andere Linien gibt. 😉

    Und auch in der SPNV-Organisation ergeben sich mittelfristig gewiss Vereinfachungen, wenn an den Verkehrsverträgen eine Aufgabenträger-Institution weniger beteiligt ist.

    Viele Grüße
    Stefan

    Früher war alles damals ... ;)

  • So, nun haben wir einen Haushalt im Freistaat. Alle zig Seiten hier im Vorfeld fußten aus der Zeit vor einer Verabschiedung des Haushaltes und den "drohenden 10%" Mittelkürzung, weil ja noch drum gerungen wurde. Gibt es jetzt eine fundierte Aussage, ob bzw was nun wie eingespart wird und welche Absichten man jetzt bei den SSB weiter verfolgt?

    VG Mirko

  • Moinsen,

    Mirko - ich habe mal versucht den Haushalt zu verstehen - da wirste echt blöde dabei! Interessant wird es auf Seite 72 unter Punkt 74 Eisenbahnen und öffentlicher Personennahverkehr.

    Einnahmen von 841,4 Millionen € und Ausgaben von 882,6 Millionen €. Wenn ich jetzt bei den Einnahmen die Regionalisierungsmittel des Bundes abziehe, würde das bedeuten das die geplanten Fahrgeldeinnahmen ca 240 Millionen € betragen. Jetzt weiß ich nicht ob ich Lachen oder Weinen soll...

    Ein ratloser Saarsachse

    Wer gerne was zum lesen mag:

    https://www.finanzen.sachsen.de/download/Vorbericht_RegE_2025-2026.pdf

    IV K - Fan