Museumsbahn "Rhön-Zügle"

  • Zu Pfingsten hat man immer die Qual der Wahl, Dampflok-Sonderfahrten gibt's überall.

    Mein Ziel war in diesem Jahr die Museumsbahn "Rhön-Zügle" im nördlichsten Zipfel Bayerns, also ganz OBEN in UNTERfranken. Sie führt vom Bf Mellrichstadt an der Strecke Erfurt - Schweinfurt im Streutal aufwärts ins 19 km entfernte Fladungen und ist Bestandteil des dortigen Freilandmuseums. Stammlok ist die 98 886, die letzte betriebsfähige bay. Lokalbahnlok der Gattung GtL 4/4, hier beim Kopf machen in Mellrichstadt:

    Der Museumszug bei der Einfahrt in den Endbahnhof Fladungen:

    Die gesamte Anlage ist in Top-Zustand:

    Die Krauss-Lok war zuletzt im Bw Schweinfurt stationiert und stand dort nach ihrer Ausmusterung als Denkmal vor dem Hauptbahnhof. 1998 wurde sie vom Sockel geholt und in Meinigen aufgearbeitet:

    Als Reservelok ist eine preuß. T3 vorhanden (da sage noch einer dass Bayern und Preiß'n sich nicht verstehen, hier fressen sie ihre Kohle sogar aus dem gleichen Napf). Die "Donnerbüchsen" sind ehemalige Bauwagen, der Wagen an der Zugspitze ist weitgereist, offensichtlich wurde er zum Beiwagen für einen VT umfunktioniert und war im hohen Norden beheimatet:

    Abfahrbereit für die Rückfahrt nach Mellrichstadt:

    Unterwegs habe ich "es Züüchle" noch zweimal erwischt:

    Ich war bestimmt nicht zum letzten Mal hier.

  • Noch ein paar bewegte Bilder zum Rhön-Zügle:

    Museumsbahn "Rhön-Zügle"
    Ehemalige bay. Lokalbahnstrecke Mellrichstadt - Fladungen/Rhön im Dreiländereck Bayern-Thüringen-Hessenhttps://freilandmuseum-fladungen.de/de/rhoenzuegle
    youtu.be

    2 Mal editiert, zuletzt von RHS (26. Juni 2025 um 09:02)

  • Guten Abend,

    nach 20 Jahren regelmäßigem Vorbeifahren mit Zug oder Auto hat es kürzlich für mich auch endlich zu einem sehr kurzen Besuch bei dieser wirklich schönen Museumbahn gereicht.

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    Bild 1: Bei Ostheim vor der Röhn begegnete ich erstmals dem schönen Zug, bespannt mit 98 886.


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    Bild 2: Dieser rollt hier unterhalb der Lichtenburg talwärts.


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    Bild 3: In Ostheim angekommen endet diese Fahrt von Fladungen.


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    Bild 4: Die Lok setzt um ...


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    Bild 5: ... und steht wenig später wieder abfahrbereit vor ihrem gut besetzten Zug.


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    Bild 6: Mit Getöse geht es wenig später wieder das Streutal bergwärts. Hinter dem Silo sind Türme der Kirchenburg von Ostheim zu sehen, die wenig später hinter der Rauchwolke der Bayerischen Lokalbahnlok verschwinden.


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    Bild 7: Etwas näher gekommen ist der Blick auf die Türme bereits wieder frei...


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    Bild 8: ... und auch die Lichtenburg ist zu sehen.


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    Bild 9: Im Endbahnhof Fladungen angekommen setzt die Lok um. Wir machten uns für die Weiterfahrt auf und haben uns vorgenommen: wir kommen wieder.

    Gruß UvW

  • Hallo Utz,

    hervorragende Aufnahmen. Ich war noch nie dort, aber es scheint alles zu stimmen.
    Gibt es für den Ci im Triebwagenanstrich dort auch einen passenden Triebwagen? Etwa einen VT 70 (VT 135)?

    Schön, dass die 98 nach dem Unfall vor einiger Zeit wieder fährt.

    Viele Grüße

    vom Dampfachim

  • Das wäre zu schön! Aber nee - einen passenden VT gibt es dort leider nicht!

    Hallo Matthias,

    schade, das wäre doch mal was. Wenn ich den hübschen Wagen sehe, fühle ich mich an meine Kindheit erinnert. Von Piko gab es einen solchen Wagen (oder ganz ähnlich, ich weiß nicht mehr) in dieser Farbgebung. Davon bekam ich zu Weihnachten einen ganzen Zug geschenkt und setzte ihn auf meiner Spielanlage natürlich auch ein. Meist hinter einer 01.5, die ich auch zu Weihnachten bekam.
    Dass das alles überhaupt nicht zusammen passte und was es mit diesem Anstrich der Wagen auf sich hatte, erfuhr ich erst viel später.

    Viele Grüße

    vom Dampfachim

  • Kann ich sehr gut verstehen! Ich liebe diese Wagen auch - und es gibt glaube ich noch einen in diesem Anstrich beim FHWE!

    Und ich glaube dass leider keiner der erhaltenen Wagen mit diesem Anstrich irgendwo hinter einem passenden Vorkriegs VT eingesetzt wird. Die Wagen gab es in Westdeutschland auch in komplett roter Lackierung nach dem Krieg als Beiwagen - oder im klassischen grün für Lokomotivbetrieb - wobei man sich wohl auch nicht immer exakt daran hielt und die roten auch im Lokomotivbetrieb eingesetzt hat (aber wohl sicher nicht hinter einer 01.5 :zwink:)

    Ich hätte dem Rhönzügle ja gerne noch einen - eigentlich passenderen - Bayrischen BC3i vermittelt (der bei uns im Ort als Lagerschuppen diente). Leider wollte der Verein diesen nicht haben, da die Aufarbeitung zu aufwändig geworden wäre. Nun ist er beim BLV - wo er ja auch ganz gut hin passt.


    Viele Grüße, Matthias

  • Hallo nochmal,

    den roten DB-Wagen hatte Piko auch im Programm und der gelangte (als Einzelstück) auch irgendwie in meinen Zug. Weil es farblich nicht zusammen passte, bemalte ich den Wagen in Höhe des Fensterbandes auch eigenhändig. Zwar nicht elfenbein, sondern weiß und auch nicht schön...

    Das waren ja grundsätzlich ganz normale Einheits-Personenwagen. Die waren normalerweise auch grün. Ein Teil dieser Wagen wurde aber für den Beiwagenbetrieb in dieser Farbe gestaltet und wohl auch mit Ofenheizung ausgerüstet. Die Triebwagen besaßen ja keine Dampfheizung.
    Auf Usedom liefen diverse Triebwagen-Beiwagen unterschiedlicher Bauarten mit Ofen übrigens lange hinter kleineren Dieselloks (V 36 oder auch 102.1) auf der Strecke Zinnowitz - Peenemünde, weil im munitionsbelasteten Bereich um die ehemalige Heeresversuchsanstalt keine Dampfloks eingesetzt werden durften. Mit der Verdieselung der Insel kamen dann natürlich normale 110 zum Einsatz.

    Viele Grüße

    vom Dampfachim