• Hallo, diese Uhr in Kohlmühle ist nicht restauriert sondern neu anfertigt worden. Grüße

  • Dann legen wir mal ein paar Uhren nach... Problem ist natürlich, dass wenn man zum Bahnhof kommt, der Knipsfinger auf die Züge fixiert sein kann und dass man dann die ebenso wichtigen Alttäglichkeiten übersieht. Deshalb sind auch hier jetzt die Uhren mehr am Rande und nur selten Mittelpunkt...obwohl, doch manchmal doch.

    Schauen wir jetzt mal ins benachbarte Ausland. Ich erwähnte bereits, dass ich beruflich öfters in Spanien war und dann einen arbeitsfreien Sonntag herumbringen musste. Da ergab sich manches.

    Zuerst ist das aber nicht unbedingt bimmelbahnmäßig, denn in Spanien fährt man auf breiter Spur. Wenn dann der Bahnhof noch etwas repräsentativer sein soll, wurde es groß, aber prächtig, zumindest früher.

    Etwa hier: Valencia, Nordbahnhof:

    Auf dem Bahnsteig ist es eher schlicht. Die vertrauten Formen des Eurosprinter vor dem gedrungenen Talgozug vor eher einfacher Uhr.

    Aber in der Schalterhalle noch mal der alte Prunk:


    Ähnlich eindrucksvoll der französiche Bahnhof in Barcelona:


    Unterwegshalte sind bescheidener, auch wenn der Bahnhof eigentlich ein Museumsstandort ist: Mora la Nova :

    Am Museumseingang hängt deshalb noch eine, wobei sich links hinter der Tür auch die oben bereits gezeigte Hauptuhr befindet. Die Anordnung Rücken an Rücken erlaubte eine mechanische Verbindung.

    Aber auch in Spanien gibt es Bimmelbahnen.

    Diese futuristische Digitaluhr ist jetzt sicher nicht das, was ihr hier zu sehen erhofftet, aber ich bin stolz auf das Foto, denn es zeigt, was diesen Bahnhof, der nicht mal mehr in Spanien liegt, besonders macht: Hier enden drei Bahnlinien von drei verschiedenen Spurweiten: Latour de Carol - Enveitg. Rechts verdrückt sich der breitspurige Zug nach Barcelona, in der Mitte wartet auf normaler Spur der Nachtzug nach Paris-Austerlitz dass es dunkel wird und links im Schatten steht die Bimmelbahn, die meterspurige Chemin de Fer de la Cerdagne.

    Im weiteren Verlauf der letzteren gab es auch noch Uhren, aber, die ticken da (1988) schon nicht mehr richtig, danach habe ich keine mehr gesehen.

    Aber, es gibt auch Meterspur in Spanien. Folgt man dem davoneilenden Triebwagen Richtung Barcelona, kommt man an diesem Bahnhof vorbei: Ribes de Freser, der hat eine Uhr:

    Und hier zweigt die Bahnlinie zum Kloster Nuria ab. Nicht nur auf Meterspur sondern auch mit einer Zahnstange zwischen den Rädern. Der Triebwagen kann seine Schweizer Herkunft nicht verleugnen. Hier an der Mittelstation Queralbs, weil da eine Uhr hängt.


    Ich suche mal weiter...


    Ah, eine habe ich noch, wo wir es gerade von der Schweiz hatten...

    Das sieht sehr nach Schweiz aus, vor allem die Weichenlaternen, auch wenn die etwas ungewöhnlich angeordnet sind. Aber, ein Schmalspurgleis ist oben sogar zu sehen... Dabei ist 'Reka' nicht mal ein Ortsname, das steht für die Schweizer Reisekasse, die mehrere familienorientierte Feriendörfer betreibt. Die haben jeweils ein Motte und das des Dorfes in Bergün ist die rhätische Eisenbahn. Deshalb diese Einrichtungen und die Parkeisenbahn, die auch nach der Uhr verkehrt... In der Schweiz ist die Bahn nämlich pünktlich.


    Gruß Wolfgang der opus