Hallo zusammen,
nun ein weiterer Beitrag zum Thema Bahnhofsuhren, der Fragen bezüglich der Schweizerischen Bahnhofsuhren aufwirft. Wir müssten ja wissen, wie diese aussehen. Müssten. Aber derzeit ändert sich da etwas.
Nachdem die Gehäuse der neuinstallierten Uhren jahrzehntelang silberfarbig waren, passend zu den verzinkten Fahrleitungsmasten, gibt es immer mehr anthrazitfarbige, entsprechend den heutigen, ich schreibe einmal Bahnhofsstahlbauten. Das können auch neue Fahrleitungsmasten oder neue Laternensockel sein.
Hier zwei Beispiels von Bahnhofsuhren angebracht auf Beton und verzinkten Stahlträger in anthraziten Farbe:
Einseitige Bahnhofsuhr in der Schalterhalle, angebracht an einer Betonwand. Ja, Schalterhalle, im Bahnhof Grindelwald Terminal im Berner Oberland im Jahre 2025. Nun, ich weiss nicht so recht, ob wir den Bahnhof Grindelwald Terminal als Bahnhof durchgehen lassen können, denn der eigentliche Bahnhof besteht aus gerade einem durchgehen mit Zahnstange versehenen Gleis. Aber immerhin: Da kommen derzeit in Spitzenzeiten alle Viertelstunden ein Zug an. Ansonsten ist Grindelwald Terminal eher eine Seilbahnstation, ein Touristenzentrum, ein Einkaufszentrum, ein Parkhaus.
Hier eine zweiseitige Bahnhofsuhr, angebracht an der Überdachung des Perrons. Viel Holz, viel Stahl und auch viel Eisen prägen dieses Terminal.
Etwas weiter weg Richtung Interlaken, sieht es etwas bescheidener aus:
Doppelseitige Bahnhofsuhr in Schwendi. Da müsste mal die Jungfraubahn Holding, zu der die Berner Oberland-Bahn (BOB) gehört, etwas sanieren. Der Bahnhof entspricht bei weitem noch nicht dem Behindertengleichstellungsgesetz (BehiG), das auch für Kinderwagen, Fahrräder, Gepäck und die ältere Generation entscheidende Vorteile im Schweizerischen Schienenverkehr bietet. Immerhin hat es ein kostenlos benutzbares WC dort. Aber ein Perron auf 350 mm zu erhöhen, bringt im Gegensatz zu den vier zusätzlich bestellten Triebzügen im Jahre 2025 kein Geld ein. Damit wird in Kürze die Berner Oberland-Bahn zur Zitat: ersten S-Bahn der Alpen mit einem durchgehenden 15-Minuten-Takt. Derzeit funktioniert das schon, aber nur wenn alle modernen Züge verfügbar sind 😎 .
Die drei Originalbilder hat mir ein Bekannter wiederum auf Wikimedia hochgeladen. Sie befinden sich hier, hier und hier (Rückseite einer analogen Uhr).
Bis zum nächsten Mal,
dann schauen wir zurück auf die Zeit vor der Schweizerischen Bahnhofsuhr nach dem Design von Hans Hilfiker. Wer sich aufmerksam durch die Schweiz bewegt, findet nämlich noch ab und zu solche, nicht nur in Chamby-Musée (Chaulin) im Beitrag #134.
Christoph.