99 5906 von Weinert - bewegliches vorderes Triebwerk?

  • Hallo,

    die 99 5906 von Weinert war vor rund 30 Jahren mein erster Weinert-Bausatz und mein erstes Modell der Harzer Schmalspurbahnen.
    Der Bausatz war damals recht schnell zusammengebaut, das fertige Modell kann sich auch heute noch sehen lassen, Kummer bereiten mir aber die grenzwertig schlechten Laufeigenschaften, die auf den vorbildwidrig starren Rahmen zurückzuführen sind. Dem Vernehmen nach gibt es offenbar gelungene Umbauten, um das Triebwerk beweglich zu gestalten.
    Das würde ich grundsätzlich gerne nachholen. Noch habe ich nur sehr unscharfe Vorstellungen, wie das am besten gelingen könnte, z.B. wo die Trennschnitte erfolgen müssten, wo der Königszapfen idealerweise positioniert wird oder ob das ganze ohne Änderungen am Getriebe möglich ist. Bei Drehgestell-Lokomotiven in der Baugröße N funktioniert das ja z.B. auch.
    Bevor es der Lok an den Kragen geht, wäre ich für Tipps und Hinweise dankbar, die zum Gelingen beitragen könnten.

    Viele Grüße, Michael

  • Hallo Michael,

    ich kann Herrn Melder von Melzer Modellbau auch sehr empfehlen. Von ihm habe ich schon zwei Harz-Loks von Weinert bauen lassen, beide sind hervorragend gelungen und laufen einwandfrei. Es gab von ihm auch mal einen Artikel zum Bau der 99 5906 mit beweglichem Vorderwagen. Ich meine, es wäre in einer Ausgabe des Magazins "Schmale Spuren" gewesen. Weiß hier jemand in welche Ausgabe das war?

    Grüße
    Klaus

  • Hallo,

    ich danke Euch für die bisherigen Hinweise. Der Mittelpuffer scheint nur noch schwer oder gar nicht mehr zu bekommen zu sein. Ich werde mich bei Gelegenheit an Herrn Melzer wenden.

    Ich habe inzwischen eine Prinzipskizze der Fahrwerkskonstruktion in einem Buch von Dirk Endisch über die Mallets gefunden. Sie kommt meinen Vorüberlegungen sehr entgegen, weil damit gewährleistet wird, daß sich der Vorderwagen auf Gleisbögen tatsächlich radial einstellt. Es ließe sich im Modell auch gut realisieren, bei sorgfältiger Arbeitsweise möglicherweise sogar ohne Umbau des Getriebes.

    Das Problem bleibt die Zerlegung der bereits fertiggestellten Lokomotive. Sprich Demontage der Steuerung und der Zylinder, evtl. Abziehen der Räder und die Trennung des Rahmens an der richtigen Stelle. Grundsätzlich traue ich mir das zu, auch die Anfertigung der des Gelenkes wäre das kleineste Problem. Da fehlt mir einfach noch der Mut bzw. eine klare Vorstellung, wie ich es am besten hinbekomme, ohne die Lok dauerhaft zu ruinieren.

    Bei der Gelegenheit musste ich leider auch feststellen, daß die übrigen Harz-Mallets von Weinert zwar einen beweglichen Vorderwagen haben, der Drehpunkt aber fast mittig zwischen den Rädern desselben liegt. Das wäre die ideale Grundlage für eine Lok der Bauart Meyer, bei einer Mallet funktioniert das nur rudimentär. Die Lok bewältigt die Kurven besser als die 5906, bei engen Radien wird es aber auch sehr schnell "eng"...


    Viele Grüße, Michael

  • Was bezeichnest Du als "enge Radien".
    Meine 5902 und 5906 fahren bei mir ohne Probleme im 310er Radius, Bettungsgleis Tillig. :/

    Gruß Uwe

    Roco Z21, Roco-WLAN-Maus, Multimaus, Fredl für Digitalfahrten, Z21-App auf Tablet für Stellwerk

  • Was bezeichnest Du als "enge Radien".
    Meine 5902 und 5906 fahren bei mir ohne Probleme im 310er Radius, Bettungsgleis Tillig. :/

    Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte...

    Mit Radiusangaben kann ich nicht dienen, ich bezweifle auch nicht, daß es in gewissen Grenzen funktioniert, da die Radsätze etwas seitenverschiebbar sind. Aber der Drehpunkt des vorderen Triebwerks ist definitiv falsch. Besser als das starre Fahrwerk der 5906 ist es dennoch.

  • Kummer bereiten mir aber die grenzwertig schlechten Laufeigenschaften, die auf den vorbildwidrig starren Rahmen zurückzuführen sind.

    Kann sein, muss aber nicht. Ich habe eine Mallet mit einem starren Rahmen gebaut, die durchläuft

    einen 240er Radius ohne Probleme. Die gute Bogenläufigkeit entstand u.a. durch das Seitenspiel der

    2. und 3 Kuppelachse.


    Gruß, Peter