Dass es auf Schmalpurbahnen die unterschiedlichsten Bremssysteme gibt dürfte allgemein bekannt sein. In Jöhstadt und Schönheide Saugluftbremse, auf den Strecken der SDG, der Döllnitzbahn und in Zittau Druckluftbremse. Deshalb mussten auch einige IV K mit Druckluftbreme ausgerüstet werden, zum Beispiel die Mügelner 99 584, erkennbar am Arbeitsgeräusch der gut versteckten Luftpumpe und dem waagerecht angeordneten Bremszylinder:
Der rechts von der Rauchkammer angebrachte Schalldämpfer der ursprünglichen Saugluftbremse dürfte demnach ebenso funktionslos sein wie die Seile der Heberleinbremse, die nur noch der Optik dienen. Zum Vergleich die Jöhstädter 99 594 mit dem senkrechten dicken Bremszylinder der Saugluftbremse:
Ein weiteres Beispiel: Die 99 715 erhielt beim Wiederaufbau links von der Rauchkammer eine Luftpumpe für die Druckluftbremse nachgerüstet:
Die Saugluftbremse (für den Wagenzug) ist weiterhin vorhanden, die Funktion - nehme ich an - analog zu den 750mm-spurigen Einheits- und Neubauloks mit saugluftgesteuerter Druckluftbremse :
Wie aber funktioniert die Bremserei, wenn z.B. zwei Loks mit unterschiedlicher Bremsausrüstung einen Zug bespannen - wie beim Brückenfest an der Schlösselmühle?
I K Nr. 54 mit Saugluftbremse und die Rügener Gastlok HF 110 C 99 4652 mit Druckluftbremse, die Wagen saugluftgebremst:
Sicher gibt's hier Wissende die es erklären können.
Gr. Lutz