Hallo in die Runde der Bimmelbahnfreunde,
ich bin vom Urlaub aus dem seligen Ostfriesland zurück und habe (u.a.) einige Eindrücke von den Inselbahnen gesammelt. Und da stand die IB Wangerogge bei mir obenan, denn da war ich noch nie und es liegt ja auch nicht unbedingt an meinen üblichen Wegstrecken gesehen von meiner Heimatstadt Leipzig aus. Es war nicht ganz so einfach wie es sich der "kleine Fritz" vorstellt, die Insel als Tagestourist zu bereisen, denn Ebbe und Flut bestimmen den hauptsächlichen Fahrplan der Fährschiffe, heißt die Abfahrtszeiten liegen jeden Tag ein bißchen anders und es verkehren auch Schiffe, die gar nicht im Fahrplan stehen und dadurch widersprechen sich manche Angaben in den einschlägigen Prospekten. Um da durch zu sehen, sind wir bereits am Vortage schon mal in Harlesiel erschienen, haben die Fahrt auf einem "Seehundtour"-Schiff gebucht, das aber auch nebenbei Passagiere am Fähranleger in Wangerooge aussteigen lässt und waren somit eine Stunde vor der eigentlichen Ankunft der Fähre bereits auf der Insel. "Schwein" gehabt....sozusagen. Das Abenteuer beginnt hier...
...am Fähranleger in Harlesiel und so wie man sieht, ist also alles in DB-"Hand", obwohl man hier öfters auf die Abkürzung SIW stößt, aber die Anschrift am Empfangsgebäude löst dieses Rätsel eindeutig auf.
Selbst die Spurweite wird am praktischen Beispiel erklärt, wer sich das genauer rein zieht, der mißt ab jetzt die Spurweite über die Schienenköpfe hinweg ![]()
Der Fähranleger auf Wangerooge ist erreicht und der Zug der Inselbahn steht bereits bereit. Die Zuglok ist die DB-eigene 399 107 vom Typ Schöma.
Einen Bahnsteig gibt es nicht, für jeden Wagen gibt es eine Treppe als Zustiegsmöglichkeit, der Zug muss also passend anhalten.
In diese Richtung wollen wir fahren, auf das Umsetzen der Lok oder das Eintreffen einer zweiten Lok wartet man allerdings vergeblich...
....es geht einfach als geschobene Fahrt (Rangierfahrt?) zurück zum Inselbahnhof. Hätte ich so nicht erwartet ![]()
Ankunft am Inselbahnhof, die Leere des Bahnsteigs täuscht aber, man musste eine ganze Weile warten, bis der Besucherstrom sich verkrümelt hatte.
Noch ein Blick zurück zur "Schub"-Lok und auf die beiden Flachwagen, die stets zum Transport von Rollcontainern mitgeführt werden.
Hier hätte ich freilich gern mal rein geschaut, es ist aber alles abgesperrt und somit kein (offizielles) Rankommen möglich. Immerhin brummelte im Schuppen eine weitere Schöma-Lok...
....und da war sie auch schon. Es lohnt sich doch, wenn man nicht gleich dem Touristenstrom hinterher rennt.
Also ran gezoomt was geht, es ist die 399 108....
...die dann auch noch einige Rangierfahrten ausführt (damit man auch ein biss'l was Bewegtes für's Video hat) ![]()
Keine zweihundert Meter weiter am alten Leuchtturm stößt man dann auf die "Ur-Ahnin" der Inselbahn, die 99 211, die da als Denkmallok verweilt und leider still vor sich hin rostet.
Er nagt eben, der Zahn der Zeit - oder die salzhaltige Meeresluft. Beides tut der Lok nicht gut.
Und dabei ist sie noch nicht mal sooooo alt, die 100 hat sie noch nicht erreicht!
Steigt man auf den alten Leuchtturm (5 Euro Eintritt, aber lohnt sich!), kann man die alte Dame auch mal von oben betrachten, was den Gesamteindruck leider nicht verbessert.
Dafür hat man aber einen excellenten Blick auf den Inselbahnhof....
...und kann sogar die Zugfahrten bis zum Fähranleger von oben verfolgen!
Ein paar Stunden Inselaufenthalt sind dann doch schnell vorbei und schon steht man wieder auf der Plattform und rollt gen Fähranleger.
Mit der schönen Aufforderung "Kehre wieder" wird man am Inselbahnhof verabschiedet. Ja, jetzt wo man sich mit den Gepflogenheiten und Besonderheiten bei der "SIW" etwas auskennt, ist das nicht ganz von der Hand zu weisen, wenn man mal wieder "hoch im Norden" unterwegs sein sollte...
findet der Lindenauer
Micha

