• Hallo,

    Meinst du nicht das sich schon ein paar Leute darüber Gedanken gemacht haben?
    Überleg mal was eine Person kostet welche in so einem Wagen beschäftigt würde. Diese Kosten sollten über den Gewinn rein kommen. Das ist mit Nebenkosten ca 450€ am Tag bei 8h. Rechne das auf den Monat ( 13500€) um und dir wird schwindlig. Dazu brauchst du zwei Menschen, denn 30 Tage am Stück arbeitet niemand . Dies wäre ein draufleger Geschäft welches sich die SDG nicht leisten kann.

    Ja, aber dann erkläre man mir doch bitte einmal warum es in Zittau oder beim Roland (Putbus) funktioniert/ gemacht wird aber bei der SDG auf keiner (!) Strecke ?

    Zittau, rechts der Kaffee, das Essen war noch in Zubereitung.

    Weißeritztalbahn: Nichtmal am Wochenende in den Ferien gibt es so ein Angebot oder bei großen Festen (die man ja jetzt im Elbtal nur noch alle zwei Jahre macht und am Fichtelberg alle 5 Jahre, mit viel Glück).

    Der Fahrgastrückgang von 7% im Jahre 2025 muss ja seine Gründe haben. Am Fichtelberg waren es ja "nur" 4%.

    Mfg TRO.

  • ...und was machste, wenn der Zug voll ist, aber nur in geringer Zahl der Service in Anspruch genommen wird? Unterm Strich das selbe, wie wenn Züge schwach besetzt sind. Da kaufst Ware, bezahlst Personal und dann kauft keiner was. Und ich glaube kaum, dass der gemeine Touri sich in der lokalen Gastro den Wanst vollschlägt um dann zwingend der SDG ein Snickers abkaufen zu müssen. Genau deswegen, wohl auch aufgrund der Erfahrung im täglichen Betrieb verzichtet man drauf.

    Von anderen Faktoren, die bereits genannt wurden, mal abgesehen.

    VG Mirko

  • Mahlzeit,

    ich seh das ein Stück weit wie der Saarsachse. Für mich wäre es einfach ein zusätzliches Serviceangebot, um mehr Fahrgäste auf die Bahn zu bringen. Allein wenn man dafür werben würde - "Genießen Sie einen frisch gebrühten Kaffee mit einem Stück Kuchen, während sie durch das malerische Weißeritztal fahren". Das Angebot muss ja nicht täglich sein. Allein wenn das mehr Fahrgäste anzieht, hat man schon etwas gewonnen.

    Nicht jede Leistung für sich muss sich rechnen. Wenn man so an die Sache rangeht, dann dürfte sich kein Rad auf der Schmalspurbahn drehen. Das rechnet sich nämlich alles nicht.

    Richtig ist aber auch, sowas kostet erstmal Extra Geld, das man haben muss und man muss bereit sein, soetwas anzubieten.

    Schaut man zu IKEA - die HotDogs, die da preiswert angeboten werden, rechnen sich finanziell auch nicht. Aber mit dem 'Service-Erlebnis", welches ein HotDog zum Ende eines IKEA-Besuchs dazugehört, bindet man auch die Kunden.

    Wenn ich eine längere Dienstreise mit dem Zug mache und die Wahl zwischen einem IC2 oder einem ICE mit Speisewagen habe, fällt die Wahl immer auf die zweite Kategorie. Ich glaube, der Speisewagen für sich betrachtet rechnet sich auch nie. Gehört aber zu einem Service-Angebot für einen hochwertigen Zug mit dazu. Letztendlich beweisen es ja die Zittauer, dass man mit derartigen Leistungen die Fahrgastzahlen steigern kann....


    Gruß Tilo

  • Nicht jede Leistung muß sich einzeln rechnen. Aber am Ende muß das Pluszeichen stehen. Und wenn ich lese, wieviel Kosten ein Bistrowagen im Betrieb kosten würde, bezweifel ich ganz stark, dass in dem Maße "Mehr-" Reisende kommen, dass sich das im Endeffekt rechnet.

    Und ganz ehrlich, wenn ich mit Familie einmal komplett von Cranzahl zum Berg und wieder zurück mitfahre, würde viel mehr als ein Kaffee für meine Frau für die SDG nicht rausspringen.... aus Kostengründen. Im übrigen bin ich seit 40 Jahren als Reisender und dienstlich mit der Bahn unterwegs... Speisewagen waren für mich immer nur Rückfallebenen, wenn das Essen alle war. 😋😄 Und dabei bekomme ich dienstlich sogar Rabatt im Speisewagen....

    Und wenn die SDG irgendwann mal soviel Gewinn wie IKEA macht, dann wird sicher auch rein aus Service am Kunden ein Speisewagen eingeführt. Manchmal kann ich bei der Argumentation nur den Kopf schütteln.

    Grüße

  • cargonaut : Siehst Du, so unterschiedlich können Bedürfnisse sind. Für mich ist die Imbißbude am Zielbahnhof nur die Rückfallebene, wenn der Speisewagen mal wieder nicht funktioniert. Auf der Fichtelbergbahn war der Edeka in Othal die Rückfallebene, weil das Bistro in Cranzahl nicht mehr geöffnet ist.

    Und ja, am Ende muss im Gesamtpaket ein Plus dastehen. Bezogen auf jede einzelne Leistung aber nicht. Anderseits kann man das Festhalten an den altertümlichen Fahrzeugen angetrieben mit fossilen Brennstoffen genauso in Frage stellen. Oder warum saniert man die Fahrzeuge und Infrastruktur im historischen Stil - moderne Bauweise wäre billiger und wartungsfreundlicher und würde genauso den Zweck erfüllen.

  • Hallo miteinander,

    man kann ja die fragen, die so etwas machen und schauen ob die Rahmenbedingugen ähnlich sind. Bin aber auch eher skeptisch. Meines Wissens nach ist es nicht so, dass beispielsweise in Zittau mögliche Betrieber Schlange stehen und unbedingt ein Speiseangebot im Schmalspurwagen anbieten wollen - die werden wissen warum..... Und dass die SDG für so ein Zuatzangebot, so schön es auch wäre, in diesen Sparzeiten keine Spielräume hat dürfte unstrittig sein.

    Grüße Jens

  • cargonaut : Siehst Du, so unterschiedlich können Bedürfnisse sind. Für mich ist die Imbißbude am Zielbahnhof nur die Rückfallebene, wenn der Speisewagen mal wieder nicht funktioniert. Auf der Fichtelbergbahn war der Edeka in Othal die Rückfallebene, weil das Bistro in Cranzahl nicht mehr geöffnet ist.

    Und ja, am Ende muss im Gesamtpaket ein Plus dastehen. Bezogen auf jede einzelne Leistung aber nicht. Anderseits kann man das Festhalten an den altertümlichen Fahrzeugen angetrieben mit fossilen Brennstoffen genauso in Frage stellen. Oder warum saniert man die Fahrzeuge und Infrastruktur im historischen Stil - moderne Bauweise wäre billiger und wartungsfreundlicher und würde genauso den Zweck erfüllen.

    Imbissbuden waren für mich auf meinen Reisen auch immer nur Rückfallebene. Und Du merkst ja nun selbst, dass die Bedürfnisse der Reisenden nicht immer mit Deinen identisch sind. Umso gewagter ist Deine Rechnung mit den Bistro-Wagen. Es werden Pausen im regulären Betrieb eingelegt (November, März, April), damit es finanziell ausgeht. Und da denkst Du, dass finanzieller Spielraum für ein Experiment Bistrowagen da wäre und am Ende immer noch mehr als die schwarze Null vorhanden ist? Echt jetzt? Und wenn jetzt noch das Argument mit der Dampftechnik kommt und das wirklich ernst gemeint ist, dann bin ich raus aus der Diskussion.


    Grüße

    Einmal editiert, zuletzt von cargonaut (14. April 2026 um 18:01)

  • Moinsen,

    mal als Gegegenbeispiel - letztens auf der Selketalbahn - die saarsächsische Rollstuhlschubserin meinte entäuscht, hier gibt es nicht mal einen Kaffee. Ergebnis, so schnell bekomme ich sie da nicht wieder hin. Man kann doch klein Anfangen mit einem Klingelwagen, hat zB. bei Abellio gut funktioniert, wir haben immer Umsatz bei dennen gemacht. ODEG im Netz Stralsund genauso - man muß es nur wollen! Wenn ich näher an einer SDG-Strecke wohnen würde, könnte ich mir es vorstellen so was zu machen Ideen hätte ich genügend,...

    DerSaarsachse

    IV K - Fan

  • Mein Gott,so ein sinnloses diskutieren über eine Sache,die die SDG nicht mehr weiter verfolgt und auch niemals mehr anbieten wird!!

    Ich hatte nur angefragt,ob der ehemalige BISTROWAGEN nach der HU wieder in Oberwiesenthal ist. ( als regulärer Reisezugwagen ).

    Und was macht ihr daraus? Ein sinnloses gequatsche,was zu NICHTS führt.

  • Imbissbuden waren für mich auf meinen Reisen auch immer nur Rückfallebene. Und Du merkst ja nun selbst, dass die Bedürfnisse der Reisenden nicht immer mit Deinen identisch sind. Umso gewagter ist Deine Rechnung mit den Bistro-Wagen. Es werden Pausen im regulären Betrieb eingelegt (November, März, April), damit es finanziell ausgeht. Und da denkst Du,mdass finanzieller Spielraum für ein Experiment Bistrowagen da wäre und am Ende immer noch mehr als die schwarze Null vorhanden ist? Echt jetzt? Und wenn jetzt noch das Argument mit der Dampftechnik kommt und das wirklich ernst gemeint ist, dann bin ich raus aus der Diskussion.

    Naja, auf der Webseite der SDG wird mit einem "Erlebnis Dampfeisenbahn" geworden. Nicht mit einem profanen Transportmittel von A nach B, wie es vielleicht eher die große Bahn anbietet. Wobei es dort oft auch ein Erlebnis ist, anzukommen. Aber das ist noch etwas anderes.

    Was ich mit meinem Kommentar nur sagen wollte, zu einem Erlebnis wäre es schön, wenn es ein rudimentäres gastronomisches Angebot gäbe. Mehr nicht. Wenn man es sich nicht leisten kann, auch okay. Aber dann brauch man sich auch nicht wundern, wenn die Fahrgäste nur einmal mitfahren und das wars dann. Das ein einfaches Imbißangebot durchaus von Interesse ist, sieht man auch bei den Dampffahrten im Döllnitztal. Oft gibt es Verspätung, weil einfach die Schlange am Imbiß-Packwagen zu lang ist.

    Und ja, wenn es Dir nur um den Transport von A nach B geht, um eine schwarze Null oder gar ein Plus zu haben, dann ist das nostalgische Transportmittel nicht die preiswerteste Art der Fortbewegung.


    Viele Grüße

    Tilo