• Guten Morgen Zusammen,


    schön hier zu lesen, mein grinsen über manche Texte hier bekomme ich gerade nicht weg 😀 Fast schon peinlich fernab der Realität;

    Da würde ich doch glatt noch raten das mancher Nutzer seine Denkweise gründlich der aktuellen Zeit anpassen sollte, die rosarote Brille absetzen muss und froh sein kann das aktuell und in naher Zukunft überhaupt noch Dampfzüge fahren...


    Einen schönen Tag

    LG André

  • So, um das Thema mal abzuschließen und wie auf das eigentliche Thema zukommen. Sobald ich irgendwie eine Lösung finde, am besten eine Person die Ehrenamtlich Tätig sein möchte und eigenverantwortlich ist, bin ich der erste der das Thema unterstützt. Aber man muss zuerst unterscheiden ob man es als Verein oder Unternehmen betreibt und den Bahnbetreiber außen vor lassen. Es gibt heute keinen der selber einen Speisewagen betreibt, sondern sie sind alle Verpachtet.

    Einmal editiert, zuletzt von Stainz (15. April 2026 um 11:32)

  • Hallo,

    Aber muß eine Museumsbahn nicht auch ihre Kosten erwirtschaften, fahren ja nur zum Spaß usw.?

    Museumsbahnen werden in der Regel ehrenamtlich betrieben, da fallen die Personalkosten weg. Gerade die sind aber mit den aktuell geltenden Mindestlohn auch deutlich relevanter als Sie vielleicht früher mal waren. Wenn ich nur den reinen Materialeinsatz (mit gewissem Gewinn) erwirtschaften muss, dann ist die Kalkulation natürlich eine komplett Andere.

    Selbst die Variante: "Getränkeverkauf durch Zugbegleiter mit Körbchen" ist ja nicht ganz trivial. Die HSB verkauft hier ja zum Beispiel Schnäpse mit origineller Beschriftung. Die Artikel sind relativ lange langerfähig, haben nicht viel Gewicht und erzielen pro Stück einen relativ hohen Verkaufspreis. Dazu kommt dass die Leute (von Ausnahmen abgesehen) sowas meist nicht dabei haben und das immer mal gern "mitgenommen" wird. Dazu kommt dass das Personal eh bezahlt ist und der zeitliche Aufwand einmal mit dem Korb durch den Zug zu laufen überschaubar bleibt. In dem Moment wo man das gedanklich auf andere Getränke erweitert (habe ja selber schon mal gedacht so ne Flasche Wasser wäre ja auch nett) bleiben natürlich ein paar Aspekte (Personal, Zeitaufwand) so wie sie sind. Im Gegenzug hast du aber deutlich mehr Gewicht (das der Mitarbeiter schleppen muss) und eine reduzierte Lagerfähigkeit (selbst bei Wasser). Das bedeutet du schmeißt tendenziell mehr Weg weil das MHD überschritten ist, was sich natürlich negativ auf den Ertrag auswirkt. Du wirst auch weniger davon verkaufen weil die meisten Leute vorbereitet an ihre Touren gehen und daher was dabei haben was die Menge die du am Ende wegschmeißt unter Umständen erhöht. Und dann kommt man an den Punkt wo man sich überlegt ob man den ganzen Aufwand für die 1 Flasche Wasser im Monat und den 1 zufriedeneren Fahrgast im Monat betreibt, denn die 5 anderen Fahrgästen die Durst hatten hätten lieber Cola, Fassbrause und/oder Bier getrunken und haben dein Angebot an Wasser daher danken abgelehnt.

    Ich beschäftige mich auf jeden Fall jeden Tag mit solchen Sachen, wenn auch nicht im Bahnkontext, und man muss halt einfach akzeptieren wenn ein Geschäftsmodell so nicht funktioniert. Das kommt in der Praxis auch öfter vor als man denkt, man muss dann halt rechtzeitig die Konsequenzen draus ziehen.

    Gruß Michael

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  • Hat schon jemand mal drüber nachgedacht, Hotdogs anzubieten? Das funktioniert doch bei IKEA auch wunderbar.

    Sorry, aber das konnte ich mir nicht verkneifen, bei den zum Teil realitätsfremden Rechnungen und Argumentationen, die hier zum Besten gegeben werden.

    Grüße

  • Hallo,

    um auf meine Frage zurück zu kommen, bisher hat noch NIEMAND das beantworten können, warum der Buffetwagen in Zittau (SOEG) und Rügen (PRESS) erfolgreich angeboten werden kann, in Freital und Oberwiesenthal (SDG) aber nicht.

    Erstmal fehlt die gesamte Infrastruktur und da müsste man Räumlichkeiten anmieten.

    Dann vermietet die SDG eben was für 10 Euro die Woche.

    Wo besitzt die SDG zum Beispiel in Freital Hainsberg kostenfreie Immobilien.

    Und wenn nichts gefunden wird, wird eben ein mobiler Container gekauft und aufgestellt.

    Wenn du dann noch Miete für einen Wagen bezahlt musst

    Es gibt heute keinen der selber einen Speisewagen betreibt, sondern sie sind alle Verpachtet.

    Na dann wird der Wagen eben für 50 Euro im Monat verpachtet. Wo ist das Problem? Die Sitzplatzanzahl X ist ja vom Verkehrsverbund bestellt, da kann man auch einen Buffetwagen dafür mitlaufen lassen. Das kostet ja nichts extra.

    Die anderen Sitzwagen bringen direkt gar kein Geld ein.

    Wenn es gewollt ist, geht es sicher. Siehe Zittau & Rügen. Aber wenn es nicht gewollt ist von "ganz oben" dann wird es eben nix. Siehe Freital und Oberwiesenthal.

    Und bis dahin heißt es dann weiter: "Bring dir was zu essen mit, wir fahren nach Brandenburg... Ähhh, nein. Ins Weißeritztal !"

    Für die die den Spaß nicht verstehen;):

    Ich werde trotzdem mal schauen dieses Jahr wieder mitzufahren. Und vorher im Supermarkt vermutlich in Freital was einkaufen. Ich freue mich auch das es den Bimmelbahnshop gibt, aber wenn ich eben von Freital aus die Reise beginne, nützt mir das leider nichts. Und wenn ich in Dippoldiswalde aussteige, sitze ich bei dem Fahrplan fest bekanntermaßen. In Dippoldiswalde die Reise zu beginnen wäre eine Möglichkeit, aber viele wollen eben sich nicht vom Fahrplan ihren Tagesausflug diktieren lassen.

    Aber halt, nein ! Die SDG bietet immerhin Kaffee & Kuchen bei einer Mitfahrt. Man darf sich nur von 78 (!!!) Euro nicht abschrecken lassen ;):


    Grubenglück & Kaffeeduft
    Grubenglück & Kaffeeduft
    shop.sdg-bahn.de

    Aber an diesem Angebot werde ich sicher nicht teilnehmen. Zuletzt in Saalfeld bei der Rundfahrt mit der 03 2155 war ich für 69 Euro vier Stunden unterwegs mit Kaffee und Kuchen und da war der Museumseintritt in Arnstadt schon mit dabei. Nur Mal zum finanziellen Verhältnis....

    Mfg TRO.

  • Moinsen,

    TRO - genau darum geht es. OK ist jetzt etwas Offtipp - 1990 buchten wir - alles frisch gebackenen DR-Lokführer wir den Salonwagen. Von mir gemachter Katoffelsalat, Würstschen und jede Menge Getränke an Bord. Die Mitreisenden bekamen das mit und wir konnten unsere Reisekasse dadurch aufbessern...

    Doch zum jetzt - warum bekommt manes von Seiten der SDG nicht hin ( genauso wie im Harz ) ein gewisses Grundangebot zu bieten???

    Fragend

    Der Saarsachse

    IV K - Fan

  • Aber halt, nein ! Die SDG bietet immerhin Kaffee & Kuchen bei einer Mitfahrt. Man darf sich nur von 78 (!!!) Euro nicht abschrecken lassen ;) :

    Wenn man schon Argumentiert dann muss man auch richtig lesen. ;) Es ist ja kein Kaffeetrinkern für 78€.
    Hier mal die Programmpunkte der ganzen Veranstaltung.

    Begrüßung und Erläuterung zum Ablauf am Bahnhof Freital-Hainsberg

    • Dampfzugfahrt mit der Weißeritztalbahn von Freital-Hainsberg nach Kurort Kipsdorf und zurück
    • Schlemmen vom Kuchenteller mit regionalen Spezialitäten
    • 2 Tassen frisch gebrühter Kaffee (á 250 ml) bzw. Tee
    • Betreuung und Erläuterungen durch den Bergbau- und Hüttenverein Freital e. V. während der kompletten Tour mit Bergepisoden und Anschauungsobjekten
    • kleiner Imbiss in Form einer „Speckfettbemme“
    • originelle Kaffeetasse zum Mitnehmen
    Grubenglück & Kaffeeduft
    Grubenglück & Kaffeeduft
    shop.sdg-bahn.de

    Gruß HobbyBahner

  • Hallo Tom. (TRO)

    Na dann Los. Beweise uns mal, in dem du es in die Wege leitest, wie gut es funktioniert. Wenn du es befriedigen schaffst. Ziehe ich den Hut.

    Wie sagte schon ein Komödiant. Nicht Quatschen, sondern machen .

  • Hallo,

    Na dann Los.

    Ist die Ausschreibung der SDG schon online "Bistrowagenbetreiber gesucht" :/?

    Ansonsten kann man sich es einfach sparen. Um ein vernünftiges Angebot anzubieten, bekommt die Firma schließlich ihr Geld und dafür hat man ja auch eine große Marketingabteilung.

    Und wer eben nicht mit der Zeit geht, "der geht mit der Zeit"... .

    Wenn das die nächsten Jahre so weiter geht... das kann sich jeder selbst ausmalen... wohin das führen wird.

    T.