[JP] Mit der Odakyu auf drei Spurweiten und am Seil zu den Vulkanen

  • こんにちは
    (Kon'nichiwa)

    Die Odakyu Dentetsu ist eine japanische Bahngesellschaft die unter anderem auch die Odakyu Odawara-Linie betreibt, eine Strecke von 82,5 km, die auf Kapspur von Shinjuku über Mashida nach Odawara führt.
    Ihr schließt sich die Hakone-Tozan-Linie mit einer Länge von 15 km nach Gora an, die ebenfalls zur Odakyu-Group gehört. Diese Strecke war bis 2006 zwischen Odawara und Hakone-Yumoto mit einem Dreischienengleis ausgestattet (Kap- und Normalspur). Heute geht dieses Dreischienengleis nur noch bis zum Betriebswerk Iriuda. Von Odawara bis Hakone-Yumoto fahren daher die Züge auf Kapspur.
    In Hakone-Yumoto heißt es dann Umsteigen. Ab hier wird es dann richtig spannend, denn hier beginnt die Steilstrecke in Normalspur nach Gora, eine der steilsten Gebirgsbahnen im Adhäsionsbetrieb weltweit, mit einer maximalen Neigung von 80 ‰. Über insgesamt drei Spitzkehren geht es hinauf nach Gora. Der engste Radius der Strecke beträgt nur 30 m.
    In Gora geht es dann mit der Hakone Tozan Cable Car weiter nach Sōunzan, einer Standseilbahn mit der Spurweite von 983 mm und einer Länge von 1,2 km.
    In Sōunzan startet dann die Hakone-Seilbahn, die über zwei Etappen nach Tōgendai am Ashi-See führt.
    Da auch die Standseilbahn und die Seilbahn zur Odakyu-Group gehören, kann man von Shinjuku mit der Stationsnummer OH 01 bis nach Tōgendai mit der Stationsnummer OH 65 mit einer Bahngesellschaft unterwegs sein.
    Ich war, wie auch schon vor zwei Jahren, im November 25 beruflich in Tokio und habe diese Reise auf drei verschiedenen Spurweiten zu den Vulkanen unternommen. Davon möchte ich Euch berichten.

    Vorab, mein Hauptaugenmerk lag nicht auf dem Schwerpunkt die Eisenbahn zu fotografieren und zu filmen, was in Tokio nicht ganz einfach ist, da viele Bereiche abgesperrt oder eingezäunt sind. Auch die Platform Screen Doors (PSDs) erschweren ein Foto vom Bahnsteig aus.

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    Bild 01: Als Beispiel soll hier mal dieses Foto von dem Bahnhof Ichigaya dienen, mit einem Zug der Sobu-Line der Japan Railways Group.

    Doch nun nach Shinjuku, dem Start unserer Reise.

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    Bild 02: Ein Triebwagenzug aus Odawara ist gerade in der oberen Ebene des Odakyu-Kopfbahnhofs in Shinjuku angekommen und wird nach nur wenigen Minuten wieder Richtung Odawara ausfahren.

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    Bild 03: Das andere Ende des Zuges am Kopfende des Bahnhofs

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    Bild 04: Bahnlogo und Zielanzeige

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    Bild 05: Bahnsteiganzeige

    Es fahren auf der Odakyu-Line Rapid-, Express-, Semiexpress-, und Localzüge nach einem sehr ausgeklügelten System, das ein maximal zügiges Reisen zu allen Stationen der Strecke ermöglicht, mit ganz unkomplizierten Umsteigemöglichkeiten und die alle mit einem Fahrschein genutz werden können. Außerdem gibt es noch die Romancecar-Züge mit hohem Reisekomfort und Sitzplatzgarantie, für die ein Zuschlag fällig wird.

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    Bild 06: Ein Romancecar-Zug in der oberen Ebne der Odakyu-Bahnhofs in Shinjuku. Über die zu öffnende Klappe an der Decke gelangt der Triebwagenführer in seien Führerstand.

    Wenn wir schon mal in Shinjuku sind, möchte ich Euch ein paar Bilder aus dieser Stadt nicht vorenthalten.

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    Bild 07: Das Tokyo Metropolitan Government Building ist das Regierungsgebäude der Präfektur Tokio. Beide Türme haben im 45. Stock eine Aussichtsebene, die ohne Gebühr besucht werden können, weil es sich um ein öffentliche Gebäude handelt.

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    Bild 08: Blick von der Aussichtsplattform im Nordturm Richtung der Berge, dem Ziel unserer Fahrt.

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    Bild 09: In der etwa gegenüberliegenden Richtung Blick auf das NTT Docomo Yoyogi Building mit der lila angestrahlten Spitze. Der schwarze Fleck ganz links mittig ist der Shinjuku Gyoen Park.

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    Bild 10: Der Shinjuku Gyoen Park mit Blick auf das NTT Docomo Yoyogi Building.


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    Bild 11: Im Shinjuku Gyoen Park

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    Bild 12: Diese grüne Oase in mitten der Hochhäuser ist ein sehr beliebter Erholungsort in Shinjuku.

    Beginnen wir jetzt aber unsere Reise. Auf einem kurzen Stück könnt Ihr mit meinem sicher nicht ganz professionellen Handyvideo im viergleisigen Abschnitt über den Fluss Tama bis in den Bahnhof Noborito mitfahren.


    Video 01: Einfahrt in den Bahnhof Noborito


    Nach 30,8 km ist die Stadt Mashida erreicht. Dort war während meines Aufenthaltes im Hotel Machida Villa mein zuhause.

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    Bild 13: Der Bahnhof von Mashida. Wie auch in Shinjuku ist der Bahnhof mit einem Kaufhaus überabut, das die Odakyu-Group betreibt.

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    Bild 14: Ein Romancecar – Triebzug im Bahnhof Mashida (1)

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    Bild 15: Ein Romancecar – Triebzug im Bahnhof Mashida (2)

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    Bild 16: Der Bahnübergang unmittelbar am Bahnhof Mashida

    Die Strecke hat sehr viele ebenerdige Straßenquerungen. Die Warnlichter und Signale muten amerikanisch an. Die Schranken sind elastisch und ermöglichen so auch im geschlossenen Zustand einen Fluchtweg. Ein roter Pfeil unter den Warnleuchten zeigt die Fahrtrichtung des Zuges an.


    Video 02: Sicherung des Bahnübergangs am Bahnhof Mashida


    Im nachfolgenden Video könnt Ihr von Mashida aus ein Stück Richtung Shinjuku mitfahren.


    Video 03: Von Mashida über Tamagawagakuen-mae bis zum Sakaizuka-Tunnel.


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    Bild 17: Noch ein nächtlicher Blick auf das Bahnhofviertel in Mashida

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    Bild 18: Bei unserer Weiterfahrt nach Odawara sind schon die Berge als Ziel unserer Fahr in der Ferne zusehen, überragt vom Fuji.

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    Bild 19: Unser Zug ist in Odawara angekommen.

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    Bild 20: Am gegenüberliegenden Bahnsteig steht schon der Zug der Hakone-Tozan-Linie zur Weiterfahrt nach Hakone-Yumoto bereit.


    Video 04: Fahrt zwischen Hakone-Itabashi und Kazamatsuri. Gut ist hier an den Schwellen noch das ehemalige Dreischienengleis zu erkennen.



    Video 05: Ausfahrt aus dem Bahnhof Iriuda, ab wo das Dreischienegleis beginnt. Die normalspurigen Triebwagen nutzen es nur, um die Betriebswerkstatt zu erreichen. Interesseant ist die Weiche mit ihrer Spurkranzschmierung mittels Wasser.



    Video 06: Einfahrt in den Bahnhof Hakone-Yumoto.


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    Bild 21: Abfahrbereiter Normalspurzzug der Steilstrecke in Hakone-Yumoto.

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    Bild 22: Ein Foto das bei der Rückfahrt aus dem talwärts fahrenden Zug entstanden ist, mit der Kreuzung des bergwärts fahrenden Zuges im Bahnhof Miyanoshita.

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    Bild 23: Der Endbahnhof Gora.

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    Bild 24: Zug bei der Ausfahrt aus Gora.

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    Bild 25: Nachschuss auf einen ausfahrenden Zug aus dem Bahnhof Gora. Interessant sind die unterschiedlichen Modernisierungszustände der Triebwagen. Der Wassertank unter der Kuplung dient der Spurkranzschmierung. Eine mir bisher unbekannte Methode, die aber scheinbar sehr gut funktioniert.

    In Gora wechseln wir noch einmal die Spurweite und nun auch die Antriebsart.

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    Bild 26: Die Talstation der Hakone Tozan Cable Car.

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    Bild 27: Blick von der Talstation bergauf. Achtet bitte mal auf den Mast der Seilbahn rechts oberen im Bild. Er taucht gleich noch einmal auf.


    Video 07: Ein kurzer Ausschnitt von der Mitfahrt mit der Hakone Tozan Cable Car. Bitte entschuldigt die Wackler, die teilweise durch die instabile Plexiglasscheibe zur Fahrerkabine entstanden sind.


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    Bild 28: Blick auf die Bergstation Sōunzan.

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    Bild 29: Die Berstation Sōunzan der Hakone Tozan Cable Car.

    Jetzt verlassen wir endgültig die Schienen und hängen uns ans Seil.

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    Bild 30: Die Talstation Sōunzan der Hakone-Seilbahn.


    Video 08: Ein Stück Mitfahrt mit der Seilbahn zwischen Sōunzan und der Bergstation Ōwakudani. Wir begegnen wieder dem oben schon erwähnten Masten. Danach hat mich der überwältigende Ausblick regelrecht umgehauen, was man auch bei meiner Videoführung gut erkennen kann ;). Wie nah doch diese vulkanischen Aktivitäten zu den bewohnten Gebieten liegt.


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    Bild 31: Blick über die Schlucht Ōwakudani (was übersetzt in etwa „großes kochendes Tal heißt“) mit den Schwefelvulkanen auf die Bergstation Bergstation Ōwakudan.

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    Bild 32: Blick von der Bergstation auf den Vulkan Fuji.

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    Bild 33: Die Schwefelvulkane sind in den letzten Jahren deutlich aktiver geworden und damit auch die Gefahren deutlich größer. Vom September 2015 bis zum Juli 2016 war die Seilbahn deshalb aus Sicherheitsgründen gesperrt. Die Wanderwege auf die umliegenden Gipfel sind es bis heute. Nur ein kurzes Stück Weg darf bei einer bergmännischen Führung begangen werden. Zum Schutz bei Gefahr dienen die Betonunterstände.

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    Bild 34: Immer neue Austrittsstellen sind in der jüngeren Vergangenheit entstanden. An der Bergspitze ist so ein gesperrter Wanderweg erkennbar.

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    Bild 35: Bei dem allgegenwärtigen Gestank nach faulen Eiern kommt man bei dem wehenden Rock auf ganz andere Assoziationen ;).

    Von der Bergstation Ōwakudan geht der zweite Teil der Seilbahn wieder hinunter zur Talstation Tōgendai am nördlichen Ende des Ashi-Sees. Hier endet unsere Reise mit einigen herbstlichen Impresionen.


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    Bild 36: Blick auf den Ashi-See, der sich in einem Teil des Kraters des ehemaligen Vulkan Hakone gebildet hat.

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    Bild 37: Traumhafte Laubfärbung am Ashi-See.

    Abschließend noch ein kleines Video vom Grund meiner Reise vor zwei Jahren nach Tokio:


    Video 09: Das Jehmlich-Orgel-Carillon mit Pfeifen und Glocken aus Meißner Porzellan im Lalaport Yokohama/Japan

    Diese Jahr stand die Wartung der Orgel in der Joshi Gakuin Junior & Senior High School an.

    Viele Grüße und さようなら (Sayonara) von Joachim


    Als Anhang ein paar weiterführende Links:

    Odakyu:
    Odakyū Dentetsu – Wikipedia

    Hakone-Tozan-Linie:

    Hakone Tozan Cable Car:

    Hakone-Seilbahn:

    Ōwakudani:

    Ōwakudani – Wikipedia
    de.wikipedia.org

    Hakone (Vulkan):

    5 Mal editiert, zuletzt von John (1. Dezember 2025 um 00:02) aus folgendem Grund: Fehler beseitigt

  • Danke John für diesen, ehr Exotischen Beitrag! Sehr interessant. Ich werde wahrscheinlich nie nach Japan fahren, aber wenn weiß ich was man da Eisenbahnhaltiges machen könnte. Danke

    Liebe Grüße Simon :wink:

  • John 30. November 2025 um 22:29

    Hat den Titel des Themas von „Odakyu (J)“ zu „Mit der Odakyu auf drei Spurweiten und am Seil zu den Vulkanen (J)“ geändert.
  • Vielen Dank für diesen tollen Reisebericht! Als ich diesen Frühling in Hakone war, hat's leider zeitlich nicht mehr für diese tolle Bahnfahrt gereicht und wir sind mit dem Mietwagen rauf gefahren. Der Fuji war zu dieser Zeit noch komplett weiß!

  • Eckhard 1. Dezember 2025 um 12:05

    Hat den Titel des Themas von „Mit der Odakyu auf drei Spurweiten und am Seil zu den Vulkanen (J)“ zu „[JP] Mit der Odakyu auf drei Spurweiten und am Seil zu den Vulkanen“ geändert.
  • Hallo in die Runde,

    ich freue mich sehr über Euer Lob und die doch recht große Resonanz (Klickzahlen) bei einem Thema, dass doch eher am Rande der Thematik unseres Forums angesiedelt ist. Aber Kappspur ist ja zumindest Schmalspur. Mich wundert es jetzt auch nicht, dass ich zumindest bei einem aus unserer Gemeinschaft für (etwas) Verwirrung gesorgt habe 😉. Die Eisenbahn in Japan ist schon alleine mit ihren verschiedenen Spurweiten, aber auch mit ihren vielen Betreibergesellschaften, Untergesellschaften und auch durch den Betrieb von Strecken durch mehrere Gesellschaften durch gemeinsame Beteiligungen ne hochkomplexe Sache. Das ist einerseits sehr spannend und man kann nur staunen, wie gut das Eisenbahnsystem in Japan funktioniert, andererseits ist es aber, wie hier am Beispiel der Odakyu, nicht ganz einfach es zu beschreiben und zu erklären, ohne das es zu kompliziert wird.

    Fast der gesamte Nahverkehr in Tokio fährt auf Kappspur. Die Züge sind bei den einzelnen Betreibern nahezu identisch, so zum Beispiel bei der Odakyu, der Metro und auch bei der JR, von der ein Zug auf meinem ersten Foto zu sehen ist. Teilweise werden Strecken auch gemeinsam genutzt. So fährt die Metro auch ein Stück auf der Odakyu. In der Regel betreiben die Gesellschaften aber ihre eigenen Strecken und Bahnhöfe. So besteht der Bahnhof Shinjuku eigentlich aus mehreren Bahnhöfen, die unmittelbar neben und übereinander liegen und mit einem Labyrinth von Übergängen und Tunneln mit einander verbunden sind. Dank einer recht guten Ausschilderung findet man sich aber ganz gut zurecht.

    Die Hakone-Tozan-Linie war ursprünglich tatsächlich ein reiner Inselnbetrieb als Gebietsbahn zwischen Hakone-Yumoto und Gora, die von Anfang an (Eröffnung 01.Juni 1919) als Normalspurstrecke gebaut wurde. Schon bei der Planung und beim Bau der Strecke waren Hürden zu überwinden, die man sich in Europa so nicht vorstellen kann. Trotzdem, oder gerade deshalb, setzte man bei der Planung auf die Erfahrung aus Europa.

    Zur besseren Anbindung wurde 1935 die Talstrecke bis nach Odawara in Normalspur gebaut. Wiederum um Züge von Shinjuku bis nach Hakone-Yumoto durchbinden zu können und um gegenüber einem Konkurrenzunternehmen, der Odawara per Normalspur erreicht, einen Vorteil zu erlangen, wurde 1950 von Odawara nach Hakone-Yumoto ein Dreischienengleis verlegt. Seit dem fuhren auf der Talstrecke Triebwagen mit beiden Spurweiten. Die Gebirgstrecke blieb rein normalspurig, weil die Triebwagen der Odakyu Line dafür zu schwach motorisiert waren, keine ausreichenden Bremssysteme haben und auch bei den Radien Probleme bekommen hätten. Wie schon geschrieben, ist das Dreischienengleis bis auf den kurzen Abschnitt von der Betriebswerkstatt in Iriuda nach Hakone-Yumoto heute Geschichte. Mit den bis 2006 sonst auch auf der Talstrecke verkehrenden Normalspurtriebwagen konnte in Folge der Verkehr auf der Gebirgstrecke verdichtet werden. Die Hakone-Tozan-Linie hatte von Anfang an eine große touristische Bedeutung, die bis heute ungebrochen ist.

    Seit 1979 unterhält die Bahn eine Partnerschaft zur Rhätischen Bahn. Plakate an den Bahnhöfen und Hinweisschilder in den Zügen weisen darauf hin.

    Auf Grund der schwierigen Erreichbarkeit der Strecke gibt es im weltweten Netz nicht allzuviele Streckenaufnahmen und auch die Unterhaltung muss quasi von der Gleisseite aus erfolgen. Dafür gibt es spezielle Arbeitstriebwagen.

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    Bild 38: Ein Arbeitstriebwagen im Bahnhof Gora

    Ich hoffe, ich langweile Euch nicht .😉

    Viele Grüße

    Joachim


    PS: Eckhard, Du hast natürlich vollkommen Recht, dass offizielle Kürzel für Japan ist "JP". Das "J" gilt unter anderem nur für die KFZ-Kennzeichnung. An dieser Stelle mal vielen Dank für Deinen tollen Support des Forums :trophy:.

    3 Mal editiert, zuletzt von John (2. Dezember 2025 um 12:39) aus folgendem Grund: Kleine Ergänzungen

  • Hallo in die Runde,

    bei meiner Recherche zu diesem Thema bin ich auch auf diese Folge der Sendung Eisenbahn-Romantik gestoßen. Meiner Meinung nach durchaus sehr sehenswert und informativ. Es zeigt sich aber leider auch bei dieser Folge das Dilemma dieser Sendereihe mit der ihr anhängenden Ruf "aus der Zeit gefallen zu sein". Zum Beispiel haben die gewählten Formulierungen des Sprechers ein bisschen ein "Altherrenniveau".

    Eisenbahn-Romantik: Eine Reise in Japans grüne Herz - hier anschauen
    Dieses Mal geht die Reise der Eisenbahn-Romantik von Tokio über 100 Kilometer Richtung Westen in die waldige Berg- und Seen-Region Hakone.
    www.ardmediathek.de

    Gleich zum Anfang der Sendung ein klassischer Fehler, Tokio ist schon seit 1943 keine Stadt mehr, sondern eine Metropole mit Sitz der japanischen Regierung und des Tennō. Vereinfacht ausgedrückt, in der Präfektur Tokio sind die einzelnen Städte der Metropole zusammengefasst.

    Viele Grüße

    Joachim