BRAWA Harzkamel 199.8 "Analog Basic+" digitalisieren (Modell von 2025, 41272)

  • hallo Michael,


    wie hast Du das Gehäuse anschließend wieder aufgesetzt...? In drei einzelnen Teilen oder als gesamtes (Einzel)Teil....ich frage weil ich mich bei meiner Lok ja ziemlich gequält hatte und jetzt beim Einschalten der Beleuchtung sowohl die drei weißen als auch beide rote LED leuchten. Jetzt weiß ich grad nicht ob durch einen Einbaufehler meinerseits oder ob es eine Einstellung im Decoder ist. Ich weiß auch nicht mehr ob es bei der ersten Testfahrt schon so war. (bevor ich das Lok Gehäuse abgenommen hatte)....

    Gruß Reiner

    vom Ende der Emslandstrecke wo die 01.10er wendeten:wink:

  • Hallo Reiner,

    ich habe es in 3 Teilen abgenommen und auch einzeln wieder aufgesetzt. Man muss (wie im übrigen auch bei der vorherigen Version des Brawa-Models) das Führerhaus leicht nach außen spreizen beim Abnehmen. Beleuchtung habe ich gerade noch nicht final geprüft, aktuell läuft bei mir das Schlusslicht nur an einem Ende, das kann aber noch am Mapping liegen. Generell finde ich die Microsteckverbindung mit der flexiblen Leiterbahn unter Aller Sau, das ist rein von der Größe her ja kaum zuzumuten für den Decodereinbau, ich war aber auch nicht bereit nur für Decoder und Pufferspeicher (Sound brauche ich nicht) den Aufpreis aufzuwenden.

    Gruß Michael

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  • Beleuchtung habe ich gerade noch nicht final geprüft, aktuell läuft bei mir das Schlusslicht nur an einem Ende, das kann aber noch am Mapping liegen.

    hallo Michael,


    danke erstmal und bei Gelegenheit darfst Du gerne nochmal berichten, vielleicht sogar die CV Werte der Beleuchtung....ich nutze auch Esu Lokpilot 5...

    Gruß Reiner

    vom Ende der Emslandstrecke wo die 01.10er wendeten:wink:

  • Hallo Marco,

    ja war ja ursprünglich so angekündigt. Ohne Speicher nur mit Sound macht es für mich überhaupt keinen Sinn die fertig digitalisierte Lok zu kaufen.

    Gruß Michael

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  • Meine fährt mit dem Zimo MS450P22 so seidenweich über alle Tillig-Bettungsgleisweichen, wüsste echt nicht warum ich der Lok noch zusätzlichen Speicher geben sollte.:gruebel:

    Gruß Uwe

    Roco Z21, Roco-WLAN-Maus, Multimaus, Fredl für Digitalfahrten, Z21-App auf Tablet für Stellwerk

    TT-Modellbahnforum

  • Hallo Leute,

    gut das Brawa (endlich) die BR 199.8 in Neuauflage herausgebracht hat. Leider 'darf' ich noch warten auf eine (hoffentlich) folgende Lok in aktueller HSB Beschriftung.

    Gruß aus Goslar

    Peter H.

  • Hallo zusammen,

    ehrlich gesagt bin ich von BRAWA enttäuscht gewesen, da ich mir unter "Sound vorbereitet" etwas mehr als zwei Lötstellen auf einer Platine vorgestellt habe. Da BRAWA die Lautsprecherwanne nicht als Ersatzteil anbietet, habe ich mir Gedanken über eine passende Lösung gemacht. Die Lok ist an der Stelle ja eigentlich sehr gut durchdacht und ich mag nicht so gerne Bastellösungen, bei denen der Lautsprecher einfach fliegend verkabelt und dann zum Beispiel an die Platine geklebt wird.
    Heutzutage ist es ja mit 3D-Druckern nicht mehr so schwierig, passende Teile selbst herzustellen. im Inneren der Lok kommt es auch nicht so ganz auf Qualität an. Man sieht die Wanne später sowieso nicht, aber natürlich kommt die Oberfläche von Resin-Druckteilen denen von Spritzgussteilen relativ nahe.

    Im Zeichenprogramm habe ich folgendes Teil entworfen:

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    Hinzu kommt noch ein "Deckel" für die Unterseite, damit die Schallkapsel auch geschlossen ist.

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    Beides wird luftdicht verklebt und ein Lautsprecher in die so entstandene Wanne eingeklebt. Unter meinem Lautsprecher befand sich ein kleines Klebepad, so dass die Schutzfolie nur abgezogen und der Lautsprecher eingesetzt werden musste.

    An dem Metallrahmen befinden sich zwei Gewinde, welche die Platine festschrauben und diese dann herunterdrücken, so dass der Kontakt mit dem Lautsprecher fest hergestellt wird. Als Schraube habe ich schwarze Linsenschrauben M1.4x8mm genommen. Die Schrauben ließen sich aber schwer einschrauben, da vermutlich Material von der Oberflächenbehandlung des Metallrahmens in die Gewindelöcher gekommen ist. Daher habe ich die Gewinde einmal mit einem M1.4-Gewindeschneider nachgeschnitten. Das ist auch dringend zu empfehlen. Ich hatte es erst nicht gemacht. Als mir der Gedanke kam, dass es langsam so schwierig wird, dass die Schraube brechen könnte, war es dann auch schnell so weit. Dann folgte das Gefummel, die Schraube da wieder zu entfernen. Wenn das Gewinde einmal nachgeschnitten wurde, lassen sich die Schrauben ganz problemlos einschrauben.

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    Zugegeben, es muß auch etwas gebastelt werden, aber dafür geht es ab jetzt ganz schnell und einfach vonstatten. Die Wanne wird einfach eingelegt und die beiden Kabel von dem Drehgestell werden in den Ecken an der Wanne vorbeigeführt.

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    Deckel drauf und dann wird die Schraube zur Platinenbefestigung wieder eingeschraubt. Hinzu kommen die beiden kleinen zusätzlichen M1.4x8mm Schrauben, die die Wann fest zwischen Platine und Metallrahmen einklemmen.

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    Ich hatte zum Ausmessen die beiden Kabel für die Stromabnahme von den Drehgestellen abgelötet. Das ist nicht zwingend nötig, aber wenn die Gewinde nachgeschnitten werden, ist es zu empfehlen, da dann keine Metallspäne in die Lok fallen kann.
    Zum Schluß wird noch an den beiden Lautsprecherpads auf der anderen Platine mit einem Multimeter der Widerstand durch den Lautsprecher gemessen. Wenn der (ohne eingesetzten Decoder!) ca. 8Ω beträgt, ist alles in Ordnung und die Digitalisierung kann weitergehen.

    Grüße
    Marco

  • Hallo zusammen,

    auf der Webseite von BRAWA stand bis zur Veröffentlichung des Modells, dass es einen Pufferspeicher und eine digitale Kupplung haben wird. Beides ist nicht mehr in der Beschreibung und im ausgelieferten Modell zu finden. Die Kupplung könnte zumindest länger noch in der Überlegung gewesen sein. Die Platine mit der PLUX22-Schnittstelle sieht irgendwie so aus, als wären da ein etwas größerer Treiber für vermutlich elektrische Kupplungen vorhanden. Ich habe mir das noch nicht genau angeschaut, aber es ist zumindest meine Vermutung. Für die in der Anleitung beschriebenen Funktionen scheinen die Bauteile jedenfalls nicht zu sein. Interessant ist auch, dass die Platine alle SUSI-Pins auf Lötpads herausgeführt hat. Bei einem PLUX22 Sounddecoder braucht man das ja nun eigentlich nicht und für ein externes Soundmodul ist in der Lok dann eigentlich kein Platz.
    Wenn man sich die V100-Normalspur-Variante im Internet anschaut, befindet sich in dieser Lok eine andere Platine und die hat auch einen Pufferspeicher, sowie die elektrische Kupplungen. Weiter kann man das Beleuchtungsverhalten wohl in ein paar Varianten umschalten. Da muss es wohl verschiedene Varianten beim Vorbild geben. Das geschieht über eine CV im 980er-Bereich. Das ist eigentlich meist eine durchgereichte SUSI-CV, die auf einem SUSI-Modul befindet. Es scheint sich also auf der Hauptplatine eine Erweiterung zu befinden. Aber so ganz klar steht das natürlich nicht in der Anleitung. Daher ist es nur eine Vermutung meinerseits. Die 199.8 ist hier etwas einfacher aufgestellt, aber trotzdem mit all dem ausgestattet, was man so braucht.
    Weil ich es gerne mache, habe ich mal geschaut, ob man die Platine nicht etwas verändern kann. Eine elektrische Kupplung werde ich wohl nicht nachrüsten und daher habe ich eine Version entworfen, die zwei kleine Kondensatoren besitzt. Das ist nicht viel, aber bei einer Soundlok kann ein Kondensator nie schaden. Herausgekommen ist folgende Platine:

    Die Kondensatoren sind aktuell noch nicht geliefert. Wenn die da sind, wird die Platine komplett eingelötet. Ich hoffe, dass alles hineinpasst. Es ist zwar eine große Lok, aber der Platz ist dann doch nicht so üppig unter den Vorbauten. Etwas höhere Bauteile kann man nur in der Mitte der Platine unterbringen. PLUX22 hat ja direkte Anschlüsse für Kondensatoren und da die Lok einen ZIMO MS450P22-Decoder bekommen soll, gibt es einen kleinen Lötjumper, der einfach geschlossen wird, damit die Kondensatoren aktiv werden. Eine Ladeschaltung braucht es nicht. Die hat der Decoder netterweise schon auf seiner eigenen Platine.

    Grüße
    Marco

  • Hallo!

    Vor dem Einbau meiner Platine habe ich das Modell mit der BRAWA-Platine und einem ZIMO MS450-PLUX22-Decoder getestet. Ich bin ehrlich gesagt etwas irritiert. Die Elektronik die sich über dem Decoder befindet ist nicht, wie von mir fälschlich angenommen, eine Verstärkung für eine, dann doch nicht gekommene, Digitalkupplung, sondern eine Spannungsversorgung, die die LEDs mit 5V betreibt. Wenn ich den Decoder einstecke und das Licht einschalte, dann fängt es in dem Bereich der Elektronik an zu summen und der Schaltregler wird so heiß, dass man ihn mit dem Finger nicht anfassen mag. Das fand ich äußerst merkwürdig und habe dem BRAWA-Support geschrieben. Die meinten, dass der Schaltregler bis zu 70 Grad warm werden könne und das "Summen" käme von irgend etwas daneben. Das wäre alles normal und die Lok hätte keinen Fehler.
    Also ist es eine Lok mit serienmäßiger Zugheizung. Jetzt finde ich 70 Grad direkt unter einem Plastikgehäuse nicht so vertrauenserweckend und die nähere Betrachtung der Elektronik warf dann noch ein paar andere Fragen auf. Die LEDs sind alle mit je einem 100 Ohm-Vorwiderstand bestückt. Wenn aus dem Spannungsregler 5V kommen, dann ist mit 100 Ohm der Strom bei einer weißen LED etwa 14mA. Bei einer Standard-Rot-LED mit 1.7V Spannung komme ich auf 33mA. Ich weiß jetzt nicht, was BRAWA verbaut hat, aber eigentlich haben 0603-LEDs doch Standardmäßig einen I max von 20mA. Oder liege ich da falsch? Da die 5V aus dem Gleis erzeugt werden und nicht aus U+ und GND nach dem Gleichrichter des Decoders, ist das Licht auch nicht wirklich pufferbar.
    Daher stand der Entschluss fest, die Platine gegen meine Selbstbauplatine zu tauschen. Inzwischen sind die Kondensatoren lieferbar gewesen und die Platine war somit fertig zum Einbau. Die ist relativ unspektakulär. Die PLUX22-Schnittstelle ist ganz normal verbunden und für das Licht sind vier Funktionsausgänge, sowie ein Weiterer für die Führerstandsbeleuchtung vorgesehen. Der Motor wird entstört, alle Anschlüsse sind identisch zur BRAWA-Platine angelegt und die beiden Pufferkondensatoren sind direkt über die Schnittstelle angeschlossen. Der ZIMO MS450P22 hat eine komplette Ladeschaltung auf dem Decoder, so dass keine weitere Zusatzelektronik erforderlich ist. Sollte ein anderer Decoder benutzt werden, so gibt es einen Lötjumper, der geöffnet werden kann, damit die Kondensatoren nicht weiter stören.

    Die LEDs werden bei mir jetzt nicht mehr über die 5V angesteuert, sondern über die im Decoder gleichgerichtete Schienenspannung. Die 100 Ohm-Widerstände müssen jetzt allerdings getauscht werden, da diese für die höhere Spannung zu gering sind. Hier habe ich etwas experimentiert. Auf jeder Seite sind drei LEDs verbaut. Eine Rote, welche über einen Lichtleiter beide roten Lampen ausleuchtet. Dann gibt es noch zwei weiße LEDs. Eine leuchtet direkt hinter der oberen Spitzenbeleuchtung und eine Weitere ist für die unteren beiden weißen Lampen zuständig. Diese werden ebenfalls über einen Lichtleiter ausgeleuchtet. Jetzt ist es leider so, dass die LED für das obere Spitzenlicht deutlich heller als die beiden unteren LEDs ist, da der Lichtleiter fehlt. Deshalb habe ich etwas mit den Vorwiderständen experimentiert und bin zu folgenden Werten gekommen:

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    Die rote LED hat einen 4.7k Widerstand. Bei etwa 16V Schienenspannung macht dass dann ein Stromverbrauch von ca. 3mA. Das reicht bei aktuellen LEDs heutzutage vollkommen aus.

    Die obere weiße LED ist einzeln angesteuert und hat einen 10k-Vorwiderstand und es ergibt sich ein Stromverbrauch von etwa 1.25mA. Die einzelne LED hingegen, die für die unteren weißen Lampen zuständig ist, muß etwas heller sein. Diese habe ich mit einem 3.3k-Vorwiderstand bestückt und da ergibt sich dann ein Stromverbrauch von etwa 3,75mA.

    Wenn ich jetzt das Licht anschalte, dann leuchten alle drei Lichter gleichmäßig hell. Auch das Rot sieht gut aus.

    Die Innenbeleuchtung hat auch einen neuen Widerstand in Höhe von 5.6k bekommen. Das ist auf dem Flexband etwas schwierig, aber eigentlich ganz gut machbar.

    Jetzt ist meine Lok fertig und aus der analogen Version ist eine digitale Variante mit Sound und Pufferbaustein geworden. Alles perfekt und sauber aufgebaut. Ich mag so kleine Bastelprojekte und man lernt auch immer noch was dazu. Wie gesagt, es ist ein ZIMO MS450P22-Decoder mit dem Soundprojekt von Heinz Däppen in der Lok verbaut.

    Grüße
    Marco

    Einmal editiert, zuletzt von 12mm (13. Mai 2026 um 12:38)