Waldeisenbahn Muskau 2026

  • Hallo in die Runde,

    es gab zwar schon eine 2026er Meldung zur WEM, aber noch keinen neuen Faden... Ich habe einige aktuelle Bilder vom Bauzustand der Gleissanierung. Los geht es auf der Muskauer Strecke. Bis kurz hinter die Baierweiche waren die Bauarbeiten ja schon im letzten Winter gekommen. Direkt hinter den BÜ ging es im November weiter:

    Schotter wartet auf den Einbau

    Blick über die Wiese hinter der Baierweiche. Vorn links befindet sich unter dem Deckel eine alte Wasserstelle, die auch heute noch genutzt werden kann.

    Kurz vor dem Parkeingang Blickrichtung Baierweiche. Das Gleis ist montiert, aber noch nicht geschottert, gerichtet und gestopft.

    Die Gegenrichtung, Blick in den Park.

    Ein paar Meter weiter kann man den Brechpunkt erkennen.

    Hier das untere Ende der langen Geraden durch den Park.

    Hier schwenkt die Strecke an die Straße heran und verläuft ein Stück parallel zur Bautzner Straße - B 115.

    Hier befand sich einmal die Lippertweiche.

    Blick auf das aktuelle Bauende.

    Es fehlt noch das Stück am "Weißen Haus", einer beliebten Fotostelle. Ab hier beginnt der schon früher sanierte Abschnitt im Bereich des ersten Endbahnhofs der Museumsbahn.

    Derzeit geht es aufgrund der Wetterlage leider nur schleppend voran. Aktuell sind es noch genau acht Wochen bis zum Saisonstart, hoffen wir auf besseres Wetter, damit der Abschnitt zu Ostern befahrbar ist. Es folgen Stück für Stück weitere Meldungen. Viele Grüße,

    Marian Sommer.

  • Weiter geht es mit dem Bereich des Gleisdreiecks. Zwei der drei Schenkel wurden schon früher fertiggestellt (die Gleise S2 und S3), das Gleis S4 ist jetzt dran:

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    Das Gleis S4 ist die direkte Verbindung zwischen der Muskauer und Kromlauer Strecke. Mit Zügen wird das Gleis nur selten befahren, häufiger wird es für Drehfahrten verwendet. Wir befinden uns auf einem BÜ zu einem Handwerksbetrieb, Blickrichtung zur Muskauer Strecke.

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    Andere Richtung, hier sind nur noch wenige Meter zu montieren.

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    Hier geht es dicht an Gebäuden vorbei.

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    Auf den Gleisen sind S33- und vergleichbare Schienen verbaut. Deshalb kommen die gleichen Betonschwellen wie auf der sanierten Tonbahn zum Einbau.

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    Ein paar Meter weiter, Blick noch einmal zurück...

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    ... und nun Richtung Kromlau.

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    Einfädelung auf die Kromlauer Strecke. Hier wurden neue Weichen eingebaut.

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    Und die anschließende Ausweiche Brikettfabrik, Gleis 1 ist soweit man gucken kann erneuert, Gleis 2 folgt später. Wie weit die Sanierung vorangeschritten ist, kann ich gerade nicht sagen, für diesen Winter ist aber nur ein Teilabschnitt geplant. Auch hier gilt, dass es noch acht Wochen bis Ostern sind und noch viel zu tun ist... Viele Grüße,

    Marian Sommer.


    Und, damit es wenigstens noch ein, zwei Bilder mit Zügen gibt:

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    Eindrücke vom Transport der Betonschwellen zu den Bauplätzen (Fotos: Heiko Lichnok, im letzten Herbst). Viele Grüße,

    Marian Sommer.

    Einmal editiert, zuletzt von Marian Sommer (8. Februar 2026 um 23:34) aus folgendem Grund: Ein Beitrag von Marian Sommer mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • Hallo Marian,

    Danke für die aktuellen Informationen aus Weißwasser und Umgebung. Hast du zufälligerweise Fotos vom "Neujahrsdampf - Glühweinexpress"?

    fragt Daniel

  • Hallo in die Runde,

    ich bleibe erst einmal bei den Bauarbeiten. Fast alle Bilder hier stammen von Heiko Lichnok:

    Los geht es wieder auf der Muskauer Strecke, nach der Demontage des Gleises, Beräumung der Altschwellen und Planieren des Unterbaus.

    Noch über das alte Gleis wurden die neuen Schwellen verteilt und am Rand abgelegt.

    Anschließend begann die Montage des Gleises...

    ... durch den Park ...

    ... und soweit irgendwie möglich auch bei winterlichem Wetter. Wie gestern schon geschrieben fehlen noch ein paar Meter zum Lückenschluss. Das Stopfen erfordert dann jedoch frostfreies Wetter. Drücken wir die Daumen, dass das Gleis bis Ostern befahrbar ist!

    Weiter geht es mit einigen Bildern des Gleises S2 des Gleisdreiecks. Das ist der Schenkel, der nach Kromlau führt. Dieser Abschnitt wurde zwischen den Weihnachtsmannfahrten Anfang Dezember und Weihnachten bearbeitet:

    Der Schotterzug steht bereit...

    ... während das Gleis mit dem Bagger gerichtet ...

    ... und anschließend fertig gestopft wird.

    Zurück zum gestern gezeigten Gleis S4:

    Blick aus der Lok auf das Gleis S4 im Zustand vor der Sanierung (Foto Martin Schmidt, Anfang Dezember 2025)

    Auch hier erfolgte das Ausfahren der Schwellen vorab.

    Nach der Demontage und Beräumung wurde der Unterbau verdichtet.

    Nach dem Auslegen der Schwellen wird erst eine...

    ... und dann die zweite Schiene montiert.

    Und nun sind wir im Januar 2026, das winterliche Wetter be-, aber verhindert nicht die Arbeiten. Die ausgetauschten Weichen hatte ich ja gestern schon gezigt.

    Aktuell wird nur bis zum Ende der Ausweiche "Brikettfabrik" gearbeitet.

    Und ist soweit fertig montiert. Auch hier wird frostfreies Wetter gebraucht, um den Abschnitt fertigzustellen. Jedoch geht es hier nur um eine überschaubare Länge, was zur Not auch noch im März zu schaffen ist. Viele Grüße,

    Marian Sommer.

  • Hallo in die Runde,

    ein weiteres aktuelles Thema wurde ja bereits im 2025er Faden angesprochen:

    99 3312 geht zur Reparatur

    Eine kleine Serie von Bildern zeigen die Verladung am 29.1. (Fotos: Uwe Rätsch und Tobias Pietsch):

    Am Tag darauf erreichte die Lok die Werkstatt in Putbus und wird dort auf die Befundung des Unfallschadens vorbereitet. Nachdem die vom Verein und der Versicherung beauftragten Gutachter den entstandenen Schaden analysiert haben, soll es an die Reparatur gehen. Richtig ist auch, dass anschließend eine zustandsbezogene Hauptinstandsetzung durchgeführt werden soll, da die aktuell gültigen Fristen in Kürze sowieso ablaufen würden. Wir hoffen, dass die Lok im Laufe des Sommers fertig wird. Die Infos zu den Schäden im LR-Beitrag treffen nicht so ganz zu, natürlich hat die Lok keine Ventilsteuerung und auch der Wasserkasten wurde nicht getroffen. Warten wir die Arbeit der Gutachter ab, dann wissen wir hoffentlich mehr. Viele Grüße,

    Marian Sommer.

  • So, für heute die letzten Bilder. Und hier jetzt endlich Fahrbetrieb mit Dampf:

    Viermal ging es am Neujahrstag nach Kromlau. Die Strecke war trotz Tauwetters noch ein wenig winterlich.

    Im Zug waren alle beheizbaren Wagen sowie der Küchenwagen (zwei Fotos Marian Sommer).

    In Kromlau kümmerten sich die Vereinsmitglieder um die Fahrgäste, es gab Glühwein, Kinderpunsch, Fettbemmen und leckere Leberwurstbrote.

    Hier noch zwei Aufnahmen von der letzten Rückfahrt. Die 99 3315 ist mit zwei zusätzlichen Lampen ausgestattet, welche bei den Dampfloks der Waldeisenbahn zwar nicht vorgeschrieben sind, aber im Einzelfall bei Bedarf ergänzt werden (Fotos Uwe Schuster).

    Keine Angst, es kommt noch mehr, aber nicht mehr heute :). Viele Grüße,

    Marian Sommer.

  • Guten Morgen,

    schön das die Streckensanierungen voran gehen aber leider verliert die Waldeisenbahn damit für mich immer mehr ihren gemütlichen und idyllischen Charme und entwickelt sich mehr zu einem „Touristenexpress“. Mal ganz abgesehen von den scheusslichen „Laternen“ an 99 3315. Sind das Zugschlusslaternen? Gibt es da keine schönere und weitaus passendere Lösung für eine Dampflok? Gerade auf einer Museumsbahn müsste das doch eigentlich möglich sein…

    Viele Grüße,

    Richard :)

  • Hallo Richard,

    das ist schade, wenn Du das so siehst. An den Gleissanierungen führte aufgrund des Zustandes der Schwellen kein Weg vorbei. Technisch gesehen hätte man auch andere Wege gehen können, aber z. B. eine andere, historischere Art der Schienenbefestigung wäre auch deutlich teurer geworden. Die Diskussion wurde rund um die Sanierung der Tonbahn ja hier schon geführt und ich gehe da auf jeden Fall auch mit, dass ein Teil des Flairs dadurch verloren geht. Faktisch ist es aber auch so, dass über weite Strecken nach wenigen Jahren das Bild sich auch verändert und vieles dann weniger auffällt als im absoluten Neuzustand. Und, Du machst auf den 750er Strecken die wunderbarsten Bilder, obwohl auch dort die Gleise nicht mehr das Flair früherer Zeiten hergeben. Wenn ich an Fahrten nach Radeburg in den Neunzigern denke oder aber die Kiesbettung auf Rügen...

    Was die Laternen angeht, klar gäbe es andere Lösungen, aber keine davon wäre Original. Wir haben aus betrieblichen Gründen entschieden, bei Dunkelheit bzw. unsichtigem Wetter zwei Lampen zu ergänzen. Erste Versuche waren Magnetlampen, die echt blendendes Licht machten, aber nicht immer an ihrem Platz blieben. Auf Bildern sah das echt grauselig aus. Ich weiß jetzt nicht, aus welchem Fundus die verwendeten Lampen stammen, Zugschlusslaternen sind es aber nicht (diese hier sind höchstens halb so groß). Über geeignete Vorschläge freuen wir uns, wichtig ist aber gerade aus der musealen Sicht, dass es keine Veränderungen an den Loks erfordert. Denn eins ist klar, die Lampen werden nur in Einzelfällen ergänzt und ganz bestimmt nicht bei Fotozügen etc. an den Loks sein. Viele Grüße,

    Marian Sommer.