• Hallo in die Runde,

    habe überlegt ob ich folgenden Beitrag im Themenbaum "Mein schönster Neuzugang" schreiben soll, mich aber doch entschlossen ein eigenes Thema zu eröffnen, auch weil es vermutlich ein paar Sätze mehr werden könnten.

    In den letzten Wochen, eigentlich schon fast das ganze Jahr 2026 habe ich ziemlich kontinuierlich an dem Projekt gewerkelt, nun ist es für mich abgeschlossen und damit einigermaßen vorzeigbar. Irgendwie reizt ja immer das Neue und Unbekannte, so auch hier. Die Baureihe geht, für mich als Fan der sächsischen Schmalspurbahnen, schon als Exot durch. Wenn man sich am Markt umschaut, gibt es nicht wirklich viel Auswahl. DK bietet einen Bausatz an (und wohl auch Fertigmodelle in homöopathischen Dosen, so alle Dekaden eines...). Von dem Bausatz wurde mir sehr abgeraten, ob der konstruktiven Mängel. Dann gibt es noch so wohl privat initiierte 3D-Druckmodelle, von denen ich wiederum sehr abrate, weil die wie "handgedengelt" aussehen und eher Karikatur als Modell sind. Daher verblieb nur der tschechische Anbieter LocoLab, welcher sowohl 1. als auch die 2. Bauserie als 3D-Druck anbietet. Das Fahrwerk ist mit dem "Würstchenleger" gemacht und daher entsprechend grob. Das Oberteil besteht aus unerfindlichen Gründen aus 2 Teilen, welche freihand ohne jede Justierhilfe zusammengeklebt werden müssen. Ich kann nur spekulieren, daß der Hersteller (der Eintrag auf seiner Website ist von 2021) einen uralt Drucker hat und der Bauraum einfach zu klein war. Das würde auch die an den Rundungen deutlichen Druckstufen erklären. Wenn man nur wollte, ginge das viel besser... Das Fahrwerk wird mit Halling-Teilen vervollständigt. Außerdem liegt eine Ätzplatine bei, so ganz entgegen der tschechischen Gepflogenheiten, in Neusilber. Weiterhin erhält man eine schöne Motorattrappe, gefräste Fenster (welche man nicht auspacken braucht, sondern gleich entsorgen kann) und 2 stilisierte Führerstände. Die Decals wurden mir zugespielt und sind von einem tschechischen Kleinserienhersteller, dessen Name mir leider entfallen ist.

    Zwischendurch habe ich ab und zu mal ein schnelles Bild gemacht, um den Baufortschritt zu dokumentieren.

    Rechts sieht man (un)schön, daß der eine Führerstand angeklebt werden muß und ein gerüttelt Maß an Spachtel verbraucht wurde. Die Griffstangen von der Ätzplatine habe ich auch entsorgt und neue aus Draht gebaut. Sieht einfach besser aus.


    Hier mit dem Grundlack von Elita. Da sieht man die Fehler im Druck schön. Das wäre eigentlich der richtige Zeitpunkt zum Drauftreten gewesen...


    Nächste Stufe der Lackierung mit Elita-RAL Farben.

    Zwischendurch wurde dem Fahrwerk das Laufen beigebracht. Leider scheinen die Halling-Teile eine sehr, sehr breite Serienstreuung zu haben. Es wurde alles redundant bestellt und dennoch habe ich aus der Vielzahl verfügbarer Teile, geradeso ein Fahrwerk zum Funktionieren gebracht. Zwischendurch gab es immer mal wieder eine "Direktschalte" nach Thüringen zu meinem Hobbykollegen Sebastian (der hier auch irgendwo im Forum rumgeistert, allein...mir ist sein Alias hier gerade nicht präsent). Er hat sowas schon mehrfach gebaut und war mir eine Stütze im Kampf mit den Elementen ( der Anbieter hat eine Bauanleitung für unnütz erachtet aber dafür grottenschlechte, nicht vergrößerbare Fotos auf seiner Website.) Herzlichen Dank an Sebastian von hier aus!!! Weiterhin wurde ausgiebig in dem tollen Buch zur Baureihe von Martin Žabka geblättert. Als Nicht-Insider hat man ja den Eindruck, die haben damals alle paar Monate das Lackierschema der Loks gewechselt und Embleme sowie Anschriften hat man so rangepappt wie man gerade lustig war. Daher wurde die Beschriftung ein weiterer der vielen Kompromisse. Eigentlich wollte ich die Maschine mit dem schönen "V" an der Front nachbilden. Aber die Decals und meine endliche Geduld und Fertigkeiten sahen das anders. So habe ich mich in mein Schicksal gefügt und habe den Weg des geringsten Widerstandes gewählt. Ansonsten wäre noch erwähnenswert, daß die Maschine mit einem Esu-Lokpilot micro 5 mit PP und Frontbeleuchtung ausgestattet ist. Die Hörner sind vom Kuswa Bernd und die Bremsschläuche umgefriemelte von Weinert.


    So, hier nun die Bilder von dem großen Kompromiß....Zuerst im Lichtkasten, damit man mal sieht, daß die Beleuchtung auch tut was sie soll.



    In freier Wildbahn sieht es dann so aus. (Der Balm wurde mir freundlicherweise von einem Hobbykollegen zur Verfügung gestellt)







    Soweit von meinem neusten Projekt..

    VG

    Norman

    gesendet von meinem robotron KC 87

  • Hallo Norman,


    schön geworden. Du hattest ja den Rohbau damals in Dresden mit. Ja für die V-förmigen Zierlinien braucht man wirklich viiiel Geduld. Ich bin immer wieder erstaunt wie groß das Modell in H0e im Vergleich zu TTe ist 😁 Obwohl mit dem entsprechenden Telemakro kann man es auch schön „aufpumpen“.

    VG Martin



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    Mein Feldbahn-Blog

  • Hallo Martin,

    danke für Dein wohlwollende Rückmeldung! Ich denke, da sollten wir beim nächsten Schmalspurtreffen mal paar lustige Bilder machen :D

    VG

    Norman

    gesendet von meinem robotron KC 87

  • Hallo Nortim,

    Du hast ja aus dem greuseligen Bausatz doch ein ganz ansehnliches Modell zusammengezimmert. Meinen Respekt hast Du Dir verdient... ich habe den Kram noch, ehe ich überhaupt ein Teil bearbeitet habe- in die Ablage "rund" eingeordnet.

    Viele Grüße Christian

  • Hallo Christian,

    danke für Dein Lob! Ja, Lok ist wirklich ein einziger Kompromiß...Und ich war auch mehrmals kurz davor das Teil im Locus runterzuspülen. Nur allein das Fahrwerk, die Halling-Teile passen schon grob, ABER der Motor liegt original viel zu tief, so daß die Kardanwellen an den Drehgestellen schleifen wenn das Gleis auch nur minimal die Längsneigung verändert. Also mußte der Motor höher gelagert werden. Das Chassis liegt original so tief auf dem Fahrwerk daß die Bahnräumer auf der SOK schleifen. Auch hier mußte beigelegt werden. Die Drehgestellpfannen, so man die Aufnahmen überhaupt als solche bezeichnen kann, sind so unpräzise gedruckt, daß ich sie aufschleifen und mit Kunststoff auskleiden mußte. Hier ist es auch wieder eine Gratwanderung zwischen zu eng und zu "klapprig", zumal das Fahrwerk druckbedingt nicht sehr formstabil ist und beim Aufsetzen des Chassis leicht zusammengepreßt wird und man also immer wieder probieren muß. Das kann man endlos fortsetzen...


    VG

    Norman

    gesendet von meinem robotron KC 87