Gtw 6 Museumswagen 218 Heidelberg

  • Guten Morgen zusammen,

    weiter geht's mit den historischen Bahnen in Rhein-Neckar. Heute stelle ich euch den Sechsachser Gelenktriebwagen 218 aus Heidelberg vor. Das von DüWag gebaute Fahrzeug wurde am 24.11.1966 per Schiene am OEG Güterbahnhof Heidelberg angeliefert. Es ist der erste von 8 Fahrzeugen der zweiten Lieferung. Seine Abnahme erfolgte am 25.12.1966. Das Fahrzeug wurde noch auf den in den 1970er Jahren stillgelegten Strecken nach Wiesloch, Schwetzingen, Kirchheim und in der Heidelberger Hauptstraße eingesetzt. Seine Ausmusterung erfolgte 2003. Jedoch wurde der Wagen an die Schöneicher Rüdersdorfer Straßenbahn weiter verkauft. Dort sollte das Fahrzeug mit der Wagennummer 43 noch bis 2019 im Linienverkehr unterwegs sein. Nach seiner Abstellung haben Vertreter der rnv und der IGN sich zusammengesetzt und erörtert ob wir einen Sechsachser Zweirichter haben möchten und ob der Platz dafür da ist. Technisch verfügt der Wagen noch über eine Solenoid Haltebremse. Im Fahrgastraum ist der ehemalige Schaffnerplatz noch als regulärer Sitzplatz vorhanden. Im Sommer 2020 wurde dann die Übernahme konkret.

    Nun aber einige Fotos zum Fahrzeug:

    Anlieferung am 24.11.1966

    Bei einer Sonderfahrt 2001 an der Haltestelle Christuskirche . Der Wagen war ursprünglich schonmal als historischer Wagen geplant. Leider wechselten dann die Verantwortlichen.

    2018 im Einsatz für die SRS

    Vorbereitende Maßnahmen im August 2020

    Gleichzeitig Graffiti-Beseitigung

    September 2020 aufladen in Schöneiche

    Ankunft in Ludwigshafen

    Abladen in Ludwigshafen

    Nachdem das Ziel die betriebsfähige Instandsetzung als Museumsfahrzeug ist, erfolgte die Überführung in die Schwerpunktwerkstatt. Diese fand dann 25 Monate später im Oktober 2022 statt.

    Umgehend wurde mit der Demontage der Anbauteile und vom Dach begonnen. Der Komplette Dachaufbau war nicht mehr zu verwenden.

    Hiermit beende ich den ersten Teil. Der zweite wird folgen.


    Viele Grüße

    Alexander

    2 Mal editiert, zuletzt von NWE 41 (23. März 2026 um 12:50)

  • Hallo

    Gleichzeitig Graffiti-Beseitigung

    Jetzt weiß ich, woher du in Schöneiche so gute Kontakte hast, obwohl du doppelt so weit von dort entfernt wohnst wie ich :D:D:D

    Eigentlich ist es interessant, aber in Polen fuhren Duwag-Wagen mit genau so einer Wagenfront wie der Tw43 sowohl in Grudziądz als auch in Łódź, und keiner ist erhalten geblieben. Alles wurde verschrottet. Übrig geblieben sind nur Duwag-Produkte mit einer Front, die den PCC-Wagen nachempfunden ist (konkave Frontscheibe). Schade, denn ich bevorzuge diese Variante gegenüber dem Tw43.

    Viele Grüße

    Paweł

  • Hallo

    Jetzt weiß ich, woher du in Schöneiche so gute Kontakte hast, obwohl du doppelt so weit von dort entfernt wohnst wie ich :D:D:D

    Eigentlich ist es interessant, aber in Polen fuhren Duwag-Wagen mit genau so einer Wagenfront wie der Tw43 sowohl in Grudziądz als auch in Łódź, und keiner ist erhalten geblieben. Alles wurde verschrottet. Übrig geblieben sind nur Duwag-Produkte mit einer Front, die den PCC-Wagen nachempfunden ist (konkave Frontscheibe). Schade, denn ich bevorzuge diese Variante gegenüber dem Tw43.

    Viele Grüße

    Paweł

    Hallo Pawel,

    Daniel ist ein sehr engagiertes Mitglied und gehört zu unserem Verein nicht zur SRS.


    Viele Grüße

    Alexander

  • Aber ihr reinigt den Waggon wohl auf dem Gelände der SRS, wenn ich das richtig sehe?
    Da du dort warst, hast du sicher Leute aus dem dortigen Verein kennengelernt.

    Paweł

  • Angefangen hat alles vor vielen Jahren, als wir den Betrieb zum ersten Mal besucht haben. Damals haben wir den damaligen Fahrmeister Roland kennengelernt. Er ist inzwischen längst im wohl verdienten Ruhestand. Danach habe ich den Betriebsleiter persönlich kennen und schätzen gelernt. Hieraus ist eine Freundschaft entstanden. Inzwischen kenne ich natürlich auch die Vereinsmitglieder.

  • Guten Morgen zusammen,

    heute geht's im zweiten Teil um die Instandsetzung des DüWag 218 der HSB. Im ersten Teil war das letzte Bild, das abgeräumte Dach.

    Hier nun Stufen der Instandsetzung. Das Dach wurde angeschliffen, grundiert, lackiert und danach neu aufgebaut.

    Außerdem wurden für die weitere Bearbeitung vom Wagenkasten die Scheiben und die Türen ausgebaut. Hier waren doch einige Schweißarbeiten nötig.

    Exemplarisch hierfür dieses Foto

    Dann ging's zum schleifen und lackieren

    Im August 2023 erstrahlt der Wagen wieder in seiner originalen Lackierung

    Nachdem Einbau der Scheiben und Türen, wurde der Wagen im November 2023 wegen fehlenden Kapazitäten noch unvollständig nach Ludwigshafen geschleppt.

    Im Februar 2025 hatte dan der Gtw 8 204 die Aufgabe den 218 wieder nach Mannheim zu bringen.

    Hier im Betriebshof Möhlstraße

    Hier wurden die noch fehlende Teile der Beleuchtung, die DüWag Raute und die Fabegdose angebracht. Auf dem Dach wurden die elektrischen Leitungen komplett erneuert, Widerstände, Kathodenfallableiter und die Verkleidungen montiert.

    Ende Mai wurde das Fahrzeug wieder nach Ludwigshafen geschleppt.

    Charakterköpfe in Ludwigshafen

    Nach den letzten elektrischen Messungen konnte dann der Wagen, zum ersten Mal seit 2003 wieder aus eigener Kraft auf dem Betriebshof bei der rnv fahren.

    Im Februar 2026 bekam der 218 noch eine Fußpflege in Mannheim

    Im Moment haben wir zum Großteil die Decke abgebaut, um Kabel für die Weichensteuerung und INDUSI zu ziehen. Obwohl der Fahrgastraum noch nicht saniert ist, wollen wir in diesem Jahr den Wagen noch in Betrieb nehmen.

    Ich werde bei Gelegenheit den nächsten historischen Wagen in Rhein-Neckar vorstellen.

    Habt alle noch einen schönen Tag.


    Viele Grüße

    Alexander

    2 Mal editiert, zuletzt von NWE 41 (24. März 2026 um 17:23)

  • Hallo Alexander

    Vielen Dank für den ausführlichen Bericht. Der Wagen ist wieder sehr schön geworden. Lediglich die Spiegel mit der Heizung wirken ein wenig ungewohnt.

    Viele Grüße Sabrina

  • Hallo Sabrina,

    es freut mich wenn dir die Berichte gefallen. Ich werde nach und nach sämtliche historische Fahrzeuge aus Rhein-Neckar hier einstellen. Die Spiegel werden noch geändert. Aber im Moment arbeiten wir daran das der Wagen betriebsfähig wird. Er hatte ja beim Verkauf schon IMU und INDUSI. Leider wurden ein Kabel sehr ungünstig abgeschnitten und sie anderen sind nicht mehr da. Es kostet unglaublich Kraft, über Kopf die ganzen Leitungen einzuziehen. Zumal wir das mit anbringen von Kantenschutz machen. Da bricht man sich gefühlt die Finger, aber es lohnt sich nachhaltig zu arbeiten.


    Viele Grüße

    Alexander

    Einmal editiert, zuletzt von NWE 41 (24. März 2026 um 20:22)

  • Hallo Alexander,

    vielen Dank für die Info. Da gebe ich dir vollkommen recht, über Kopft zu arbeiten ist sehr anstrengent. Ich habe selber über 14 Jahre in der Elektrischen und Elektronischen Störungsbeseitigung an den Tw 6000 der Üstra gearbeitet, auch bei den Wagen musste viel über Kopf gearbeitet werden.

    Ich fand die alten Heidelberger Wagen immer sehr interressant und war oft dort um Fotos von den Wagen zu machen oder einfach nur mitzufahren.

    Viele Grüße Sabrina

  • Hallo Alexander,

    schön das HSB-Blau zu sehen. Ich habe in den 60igern mit dem Fahrrad die Überlandstrecken erkundet. So die Strecke nach Wiesloch mit ihrer 5%

    Steigung in Nussloch. Die Strecke nach Schwetzingen eingleisig mit ihren Zug-Kreuzungen. Und zuletzt nach Neckargemünd. Leider alles Geschichte.

    Den Betriebshof in Leimen, wo lauter alte Triebfahrzeuge versammelt waren, der dann irgendwie ganz schnell aufgegeben wurde. Schade das es darüber nichts zum Lesen gibt (oder doch ?).

    Gruß Gerhard.