SHE: Frage zum Anschluss Wiedaer Hütte

  • Hallo,

    im Zuge der Vorbildrecherche für das Spur Nm-Projekt bin ich im SHE-Buch von Winfried Dörner über ein Bild gestolpert, welches den oberen Anschluss der Wiedaer Hütte zeigt.

    Laut Bildunterschrift ist es das Materiallager der Hütte. Mir geht es um den rot markierten Metallträger:

    Weiß jemand, welchen Zweck diese Vorrichtung hatte? Ich habe dazu 2 Vorschläge:

    • Aufgrund der Aufhängung des Trägers vielleicht eine Art Kranbahn, um Teile vom Außenlager / vom Wagen in die Halle zu transportieren?
    • Kippsicherung für die aufgebockten Regelspurwagen während der Entladung?
    • ... andere Ideen?

    Danke für euere Mithilfe.

    Viele Grüße, Steffen

  • Hallo steli72,

    interessante Frage. Eine Kippsicherung würde ich ausschließen. Die wäre sonst auf beiden Seiten. Ich sehe eher eine Kranbahn für eine Laufkatze.

    Gruß Lutz

  • Hallo,

    da der Träger eindeutig durch eine Öffnung im Tor weiter in die Hallo führt, wüsste ich nicht was das anderes als eine Kranbahn für eine Laufkatze sein sollte.

    Von einer "Kippsicherung" für aufgebockte Wagen habe ich auch noch nie gehört; und wenn ich versuche mir einen aufgebockten O-Wagen auf dem Gleis vorzustellen, dann erscheint mir das zudem nicht von der Höhe passend ...


    Grüße

    Michael

  • Danke euch für eure Meinung. Das mit der Höhe fiel mir eben auch auf, schlecht geschätzt.....:/

    Eine Kippsicherung kenne ich auch von nirgends, hätte mir aber eine Schwerpunktverlagerung bei der offensichtlichen seitlichen Entladung der schweren Metallteile durchaus vorstellen können.

    Interessant wäre auch, ob das Gleis in das Gebäude hineinführte, andere Bilder von dieser Ecke habe ich noch nicht gesehen.

    Viele Grüße, Steffen

  • Hallo,

    die Bemerkung "schwere Metallteile" verwirrt mich jetzt. Das war doch ne Glashütte? Jedenfalls nach meiner Literatur. Ich denke, das das eine Hängebahn für kleine Loren ist mit denen Quarzsand, Zuschlagstoffe sowie Kohle und/oder Holz für die Schmelze ins innere transportiert wurden. Die Haufen unter dieser Transportschiene sehen jedenfalls vorn aus wie Sand, was das weiter hinten ist kann ich nicht deuten. Eventuell wild hingeworfenes kurzstückiges Holz was wohl sehr reichlich gebraucht worden sein dürfte. Das alles von der Bahn angeliefert, dort abgekippt und von Mitarbeitern in die Loren geschaufelt.
    Wäre jedenfalls meine Interpretation.
    André

  • Hallo André,

    die Wiedaer Hütte gehört zur Geschichte der Harzer Eisenindustrie. Sie spezialisierte sich auf den Ofenbau und war eine der treibenden Kräfte hinter dem Bahnbau, zu der Zeit eigentlich "nur noch" eine Gießerei. Auf einer der vielen Aufnahmen von A. Spühr sieht man gut, dass auch Gullydeckel produziert wurden.

    VG Steffen

    Viele Grüße, Steffen

    Einmal editiert, zuletzt von steli72 (2. April 2026 um 18:06)