Frage zu Betrieb der RüKB Anfang der 2000er

  • Hallo zusammen,


    mich würde interessieren, wie der Betrieb beim Rasenden Roland zu RüKB-Zeiten (ungefähr Anfang der 2000er) ausgesehen hat. Ich kenne aus eigenem Erleben nur den aktuellen Betrieb mit 2 Umläufen im Abstand von 2 Stunden zwischen Putbus und Göhren, sowie in der Sommersaison zusätzlich dem "Bäderpendel" zwischen Göhren und Binz (mit täglich einer Fahrt bis Putbus und dortigem Lokwechsel).

    Kann mir jemand weiterhelfen, wie das Ganze damals im Vergleich zu heute aussah (wie viele Umläufe, erster und letzter Zug des Tages, Startpunkt der Umläufe, Stationierung der Loks in Putbus oder auch in Göhren, Einsatz von Buffet- und Fahrradwagen, ...)?


    Herzliche Grüße

    Michel

  • mich_ehl 30. April 2026 um 01:11

    Hat den Titel des Themas von „Betrieb der RüKB Anfang der 2000er“ zu „Frage zu Betrieb der RüKB Anfang der 2000er“ geändert.
  • Hallo Michel,

    der von André verlinkte Beitrag sagt schon viel aus. Im August 2001 probierten wir das Konzept des Bäderpendels aus und es erwies sich bis heute als äußerst erfolgreich. Das lief damals aber noch etwas anders. Dazu kommen wir gleich.

    Seit am 1.1.1996 die Rügensche Kleinbahn GmbH & Co KG die Betriebsführung übernommen hatte, etablierte sich auf der Gesamtstrecke ein Zweistundentakt. Der wurde mit täglich zwei Loks erbracht. Alle Leistungen wurden ausschließlich (mit Ausnahme von Bauarbeiten ab 1998) von Putbus aus gefahren. Der Lokbahnhof Göhren wurde durch die RüKB im Planbetrieb nicht genutzt.
    Da ich keine Fahrpläne sammle, kann ich mit Zeiten nicht dienen.

    Mit Eröffnung des Dreischienengleises zwischen Putbus und Lauterbach Mole am 28.5.1999 kam saisonal eine dritte Lok als sogenannte "Schlepplok" hinzu. Sie bespannt bis heute die Züge zwischen Putbus und Lauterbach Mole als zweite Lok am anderen Zugende. Da die V 51 erst ab Dezember 1999 zur Verfügung stand, diente in der Saison 1999 eine Dampflok als Schlepplok. Damals war der Fahrplan noch etwas anders gestaltet, als heute. Die aus Göhren ankommenden Züge hatten einen Aufenthalt in Putbus (heute ist der Aufenthalt vor der Abfahrt nach Göhren). So wechselten Zuglok und Schlepplok an der Zugspitze in Richtung Lauterbach die Plätze. Nach dem Restaurieren ging die Zuglok dann an den Schluss und lief somit ab Lauterbach Mole durch bis Göhren.
    Der sogenannte 3. Zug (Carsten nennt ihn immer "Zwischenbumser") setzte ab August 2001 probeweise und ab Saison 2002 dann planmäßig auch jeweils in Putbus ein, ähnlich wie es die RüBB heute zum Jahreswechsel und Ostern auch macht.
    In der Saison 2003 an einigen Tagen und ab Saison 2004 - 2006 gab es zusätzlich noch den sogenannten 4. Zug. Der wurde gewöhnlich aus Traditionswagen gebildet, normalerweise mit einer der kleineren Loks bespannt (Vulcan Mh, Aquarius C oder auch Nicki+Frank S) und pendelte zwischen Putbus und Binz LB, um dort Anschluss an den Bäderpendel anzubieten. Dieser zusätzliche Zug war nicht im Verkehrsvertrag bestellt und wurde eigenwirtschaftlich gefahren.

    Der alte Lokschuppen in Putbus besaß nur zwei Stände für warme Lokomotiven, jeweils mit Rauchabzug. Demnach musste die dritte bzw. vierte Lok damals planmäßig im Freien übernachten. Zu Zeiten des 4. Zuges standen die beiden zusätzlichen Loks dafür jeweils hintereinander auf dem sogenannten Molkereigleis, also auf dem Gleis, das einst über die Straße hinweg zur Molkerei führte, inzwischen aber aus Zufahrt in den Wagenschuppen verschwenkt war.

    Viele Grüße

    vom Dampfachim