Hallo,
ich würde mich gerne mal über das Thema Kupplungen bei Schmalspurmodellen austauschen. Häufig findet man die Standard-Bügelkupplung. Die ist sicher zweckmäßig und in den meisten Fällen auch sinnvoll, etwas problematisch empfinde ich sie bei Bausätzen und Kleinserienmodellen.
Ich erinnere mich, daß sich der User "scottie", der mal eine sehr sehenswerte H0m-Modulanlage nach Selketalbahn-Motiven gebaut hat, das wohl ähnlich gesehen hat und diesbezüglich ein wenig improvisiert hat, ohne eine endgültige Lösung gefunden zu haben.
Was treibt mich um? Die Kupplungshaken anstelle der Mittelpuffer an den Schmalspurlokomotiven, z.B. von Weinert sehen m.E. doch recht bescheiden aus und entstellen die Loks auch ein wenig. Gerade bei den 99.23-24 sind sie noch nicht einmal sehr betriebssicher.
Zu den Wagenbausätzen bietet Weinert eine geätzte Bügelkupplung an, deren Nutzung aber nur möglich ist, wenn man die Pufferteller unten abschleift. Das war schon bei Märklin ein No-go, wenn man die alte Märklin-Kurzkupplung verwenden wollte.
Schlosser verwendet keine Messinggußteile in den Bausätzen, damit gibt es keine Mittelpuffer, stattdessen eine von den Dimensionen mit Tillig vergleichbare geätzte Bügelkupplung mit Kulissenführung. Die Mittelpuffer ließen sich aber mit Weinert-Teilen nachrüsten.
Ich komme langsam zu der Auffassung, daß es am schönsten wäre, zumindest bei den Loks und bei geschlossenen Zuggarnituren die Mittelpuffer zu belassen.
Dazu habe ich mir zwei Lösungen überlegt. Die erste wäre ein Bügel, der sich über den Stößel des Puffertellers legt, hier auch ein minimales Längsspiel hat und damit auch einen seitlichen Versatz bei der Einfahrt in Gleisbögen oder S-Kurven ausgleichen kann. So weit die Theorie. Die Herstellung ist anspruchsvoll, wenn eine gewisse Wiederholungsgenauigkeit erreicht werden soll.
Das ginge nicht ohne eine Biegeschablone.
Lösung 2 wäre eine senkrechte Bohrung in der Pufferhülse. Ein entsprechend abgewinkelter Draht seitlich neben dem Puffer (einseitig oder beidseitig) würde beide Puffer auf geringem Abstand halten und könnte die eigentliche Kupplungsverbindung bei der Balancierkupplung imitieren. Eine Bohrung mit max. 1 mm Durchmesser sollte sich einigermaßen problemlos einbringen lassen, wenn man mal von den grundsätzlichen Problemen beim Bohren von Messing-Feingußteilen absieht..
Für die Verbindung zu den Standard-Bügelkupplungen, die ich gar nicht komplett eliminieren möchte, wären entsprechende Verbindungselemente vermutlich das kleineste Problem.
Jetzt bin ich auf Eure Ideen und Anregungen gespannt.
Viele Grüße, Michael