Grafenwalde - eine sehr bescheidene Modelleisenbahn

  • Hallo,

    meine Modelleisenbahn soll in Südthüringen spielen. Sie ist sehr einfach gehalten und besteht nur aus wenigen Gebäuden. Anstatt mit dem Bahnhof zu beginnen, möchte ich den kleinen Bauernhof beschreiben; die Inspiration dazu fand ich in der Nähe von Pennewitz bei Gehren.

    Der kleine Bauernhof besteht aus einem niedrigen Haus und einem kleinen Hof, die durch eine Eisenbahnlinie voneinander getrennt sind.


    Neben dem Bauernhof gibt es ein kleines Familienhaus, das einem Haus in der Nähe von Altenburg nachempfunden ist. Es stammt aus einem Faller-Bausatz, wurde aber sorgfältig modifiziert und entsprechend gealtert. Der Garten versorgt die Familie mit Lebensmitteln, und ich genieße sowohl die Gartenarbeit im Maßstab 1:87 als auch meinen eigenen Garten im Maßstab 1:1.


    Ich erinnere mich, dass in meiner Kindheit in jedem Dorf Hühner (und andere Hausvögel) herumliefen. Die Geflügelhalter schienen sich überhaupt nicht um deren Sicherheit zu kümmern. Man sah immer wieder die Vögel sorglos auf der Straße zwischen den Dorfhäusern entlangspazieren. Und das endete manchmal tragisch unter den Rädern eines Autos.

    Wenn Ihnen meine Arbeit gefällt, antworten Sie bitte.

    LG

    Tim

  • Hallo Tim

    Deine Anlage strahlt eine gewisse Gemütlichkeit aus und so eine Situation hat es hier und da mit Sicherheit so gegeben. Es muss ja nicht immer ein Bahnhof genau nach einem Vorbild sein , sondern ein Gebäudemix nach eigenen Vorstellungen mit Anlehnung an existierende Häuser . So kann man sich eine eigene „heile“ Welt aufbauen und viel Spaß haben. Ich bin auch dabei mir meine kleine Welt zu schaffen und zwar eine kleine Inselbahn nach meinen Vorstellungen. Es wird einen kleinen Anleger mit Gleiswechsel und auch einen kleinen Bahnhof mit Behandlungsanlagen , Inselkirche und wenigen passenden Häusern in Backsteinoptik geben , mehr nicht . Ein Projekt , das auf mehrere Jahre ausgelegt ist und wie bei Dir , Tim auch noch Freude machen soll .

    Glück auf

    Armin Ahlsdorf

  • Hallo,

    Der Bahnhof blickt auf eine lange Geschichte zurück und wurde um 2006 aus Kibri-Bausätzen errichtet. Diese wurden gewählt, da Kibri das Gebäude am Gau Bischofshem in Hessen orientierte und der Bahnhof in Arnstadt Ost in Thur. ihm recht ähnlich sah. Das war nicht verwunderlich, da die SEG, die Eigentümerin von Arnstadt Ost, sowohl in Hessen als auch in Thüringen aktiv war. Leider kenne ich die Ursprünge der anderen Gebäude nicht, aber sie scheinen zueinander zu passen.

    Das erste Bild zeigt Arnstadt Ost, das einzige, das ich finden konnte. Leider wurde das Gebäude fast unmittelbar danach abgerissen. Der Bahnhof lag an der Hauptstrecke der Nebenbahn nach Ichterhausen, die der Süddeutschen Bahn SEG gehörte, aber von der Zentralverwaltung für Nebenbahnen Herrmann Bachstein verwaltet wurde. Dieses Unternehmen betrieb zwei weitere Bahnstrecken in Thüringen, insbesondere die Strecke Ilmenau–Großbreitenbach.

    Ich bitte um Entschuldigung für die kleine Geschichtsstunde, aber manchmal werde ich nach dem Ursprung des Layouts gefragt.

    LG

    Tim

  • BCPwPosti

    Grafenwalde ist lediglich eine kleine Sammlung von Lokomotiven und Wagen der DR, die irgendwann einmal in Südthüringen im Einsatz waren – auch wenn es immer irgendeinen Mangel gibt.

    Im Jahr 1913 wurde die Rennsteig-Frauenwald Kleinbahn (KRF) eröffnet. Ab 1912 lieferte die Waggonfabrik Gottfried Lindner A.G. in Ammendorf bei Halle (aus der später der bekannte VEB Waggonbau Ammendorf hervorging) an verschiedene Kleinbahnen vierachsige kombinierte Personen-, Post- und Gepäckwagen, die über 8 Polstersitze in der 2. Klasse sowie 40 Holzsitze in der 3. Klasse verfügten.

    Der erste dieser Wagen ging an die Rennsteig-Frauenwald-Kleinbahn (KRF); zwei weitere Wagen wurden um 1916 an die Kyffhäuser-Kleinbahn (Artern – Berga-Kelbra) geliefert. Aufgrund der deutlich längeren Streckenführung waren diese mit Toiletten ausgestattet. Vom Abteil der 2. Klasse gelangte man über einen Seitengang – vorbei am Postabteil – zum Sitzabteil und weiter zum Laderaum. Post- und Gepäckabteil verfügten beidseitig über Schiebetüren. Die Wagen besaßen ein Stahluntergestell, auf dem ein hölzerner Wagenkasten ruhte, der außen mit Blech verkleidet war. Die Beheizung erfolgte durch Dampf von der Lokomotive; das Postabteil war zudem mit einem Ofen ausgestattet, dessen Rauchabzug durch das Dach führte.

    Ursprünglich war der Wagen mit einer Saugluftbremse ausgerüstet und verfügte über Petroleumbeleuchtung. Somit vereinte er alle notwendigen Funktionen unter einem Dach. In den 1930er Jahren ließ die KRF ihren Wagen auf elektrische Beleuchtung umrüsten; wenig später wurde die Saugluftbremse durch eine Druckluftbremse ersetzt. Der KRF-Wagen überstand den Zweiten Weltkrieg und wurde 1949 von der Deutschen Reichsbahn (DR) übernommen.

    Kurze Zeit später wurde der Wagen grundlegend umgebaut: Die bis dahin offenen Plattformen wurden durch geschlossene ersetzt, und das Postabteil wurde mit dem Gepäckabteil zusammengelegt. Vermutlich aufgrund des Materialmangels jener Jahre wurde auf der Seite, an der sich in Allzunah die Plattform befand, nur eine Drehtür eingebaut, auf der gegenüberliegenden Seite hingegen zwei unterschiedlich breite Türen. Der Wagen war bis Ende der 1950er Jahre auf seiner Stammstrecke im Einsatz; sein heutiger Verbleib ist unbekannt.

    +++ Lok-Schlosserei +++ D-36460 Dietlas +++

    Weitere Fotos

    LG

    Tim

  • Sehr schön, gerne mehr davon! :thumbup:

    Hallo, wie drücke ich das jetzt freundlich aus. Bei DSO, im H0-Modellbahnforum und bei Stummi sah man schon mit gewisser Regelmäßigkeit Beiträge zum Thema Grafenwalde/Pottendorf oder wie auch immer das Projekt gerade genannt wird. Ich glaube bei Facebook habe ich auch schon Beiträge wahrgenommen. Beiträge im beworbenen Blog verschwinden ebenso wieder, wenn die nächste Anpassung beim Grundthema "Nebenbahn im Nirgendwo" ansteht. Ebenso wie nach der Vorstellung des Projektes und einiger Threads meist irgendwann weitergezogen wird zum nächsten Forum. Die Aufmerksamkeit scheint ebenso wichtig zu sein, wie der Modellbau. Das geht schon einige Jahre so, auch wenn mittlerweile der Knall zum Abschied ausfällt. Anfänglich wurde der eigene Abgang immer groß angekündigt, weil jemand auch Kritik äußerte. Die ersten Beträge im neuen Zuhause hatten bei den ersten Seitenwechseln auch immer den Unterton, das es woanders ganz schlimm sei und man sich nun hoffentlich hier wohlfühlt ...

  • Hallo Tim,

    das gefällt mir. In welcher Spur sind wir hier unterwegs? Der Abzweig sieht mir nach H0 aus. Aber das ist ja auch egal. Die selbst gebauten Häuser sind sehr schön. Eine Anlage, welche nicht überladen ist, gefällt mir besonders. Gern bitte mehr zeigen.

    Gruß vom ttklaus62

  • Hallo, wie drücke ich das jetzt freundlich aus. Bei DSO, im H0-Modellbahnforum und bei Stummi sah man schon mit gewisser Regelmäßigkeit Beiträge zum Thema Grafenwalde/Pottendorf oder wie auch immer das Projekt gerade genannt wird. Ich glaube bei Facebook habe ich auch schon Beiträge wahrgenommen. Beiträge im beworbenen Blog verschwinden ebenso wieder, wenn die nächste Anpassung beim Grundthema "Nebenbahn im Nirgendwo" ansteht. Ebenso wie nach der Vorstellung des Projektes und einiger Threads meist irgendwann weitergezogen wird zum nächsten Forum. Die Aufmerksamkeit scheint ebenso wichtig zu sein, wie der Modellbau. Das geht schon einige Jahre so, auch wenn mittlerweile der Knall zum Abschied ausfällt. Anfänglich wurde der eigene Abgang immer groß angekündigt, weil jemand auch Kritik äußerte. Die ersten Beträge im neuen Zuhause hatten bei den ersten Seitenwechseln auch immer den Unterton, das es woanders ganz schlimm sei und man sich nun hoffentlich hier wohlfühlt ...

    Hi,

    Sie haben vollkommen recht – ich ziehe weiter, wenn ich auf unangenehme Kommentare stoße. Tschüss!

    Tim