Hoch zum diamantenen Jubiläum! - 60 Jahre Deutscher Eisenbahn-Verein in Bruchhausen Vilsen

  • Guten Abend Forenkollegen,

    ein Anlass wie der sechzigste Geburtstag muss gebührend gefeiert werden. Besonders wenn es sich dabei um die erste Museumseisenbahn Deutschlands handelt.

    Neben einem umfangreichen Fahrbetrieb am 25. und 26. Juli, hielt der Verein in der vergangenen Wochen eine handvoll Fotoveranstaltungen und verschiedenen Themenpunkten ab. Mit den Dampfloks „Rur“ von Kleinbaan Service und 86 1744-1 der PRESS GmbH besuchten auch Fahrzeuge anderer Bahnen Norddeutschland, nicht zu vergessen natürlich der T1 der HSB GmbH.

    Für mich war es der erste fotografische Ausflug in die Region zwischen Bremen und Hannover in der mich nicht nur die Bahn sondern auch die Landschaft und die vielen netten Menschen begeistert haben. Es war bestimmt nicht der letzte Ausflug. Nun aber zu den Bildern:

    Angereist sind ErzPhotography und ich am Freitagabend. Nach Bezug der Ferienwohnung und der ersten Besorgungen ging es auf den Bahnhof Bruchhausen-Vilsen. Zwischen Rollgrube, Drehscheibe und Lokschuppen war bereits emsiges Treiben. Dampfloks und Triebwagen wurden umsorgt, Bier wurde ausgeschenkt und viele Gäste erkundeten das Gelände.


    Zwischendrinnen stand das neuste Mitglied der DEV-Familie, die 99 211. Auf Hochglanz gebracht strahlt sie im Abendlicht neben der Werkstatt.


    Im Gebäude wartet die kleine „Rur“ um am nächsten Morgen geweckt zu werden und durchs Vilser Holz zu schnaufen.


    Mit einem Sonderzug für Ehrengäste kehrte kurze Zeit später die „Hoya“ wieder heim. Am Kohlebansen blicken wir dem wunderschönen Dreikuppler in die Augen.

    Der Samstag startete mit ordentlich Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen wieder am Bahnhof Bruchhausen.


    Mit Volldampf ziehen Lok „Spreewald“ und „Hoya“ den ersten Dampfzug durch den Ort. Laut pfeifend machen sie mehrmals auf sich aufmerksam und verschwinden nach Vilsen Ort.


    Im kleinen Haltepunkt besteht die Möglichkeit für Zugkreuzungen die an diesem Wochenende ausgiebig genutzt wurde. Nachdem der T42 in Richtung Asendorf verschwand, rückte der T1 aus dem Nebengleis aus und setzte seine Fahrt entlang des kleinen Türmchens fort.


    Mit scharfen Zylinderschlägen stürmt Lok Nr. 3 aus dem Vilser Holz hinaus in den Einschnitt vor Heiligenberg. Eines der vielen Oldtimerfahrzeugen begegnet uns hier das erste Mal. Die Unimog-Truppe tauchte noch an einigen Fotostellen auf.


    Ein Zugumlauf bespannte die V1 des DEV. Eingereiht gleich hinter ihr sind zwei Beiwagen aus dem Triebwagen-Verkehr. Besonders der sichtbare Wagen Nr. 21 hat es mir sehr angetan, ein sehr formschönes Fahrzeug.


    Die „Maus“ knattert übers Land und erreicht gleich Heiligenberg. Einer der schönsten Triebwagen sollte uns die nächsten Tage zum Glück noch Öfter begegnen.


    Lautstark zieht „Spreewald“ ihren Zug aus Heiligenberg hinaus um die nächsten Kilometer entlang der B6 zu rollen. Neben ihrer lautstarken Pfeife hat sie ein sehr lautes Organ was man noch weit hörte.


    Man möge mir die Verwendung der KI und Lightroom verzeihen, aber die Bundesstraße bis Asendorf war neben dem formschönen T42 wirklich nicht schön anzusehen. Also nutze ich die verfügbare Technik und weg mit dem Asphaltstreifen.


    Der Dieselumlauf erreicht den Endpunkt der Museumsbahn. Vorbei am leeren Lokschuppen tuckert die ehemalige Nr. 1 der Rendsburger Kreisbahn an den Bahnsteig. Am Zugschluss schob V3, eine echte Bruchhauserin, nach.


    Die beiden kleinen Triebwagen finden sich zum Stelldichein am Bahnhofsgebäude von Bruchhausen ein. Zur Nachtruhe bricht gleich das „Mäuschen“ auf zum Endpunkt.


    Im Rangierdienst steht am Abend die kleine „Rur“. Kraftvoll zog sie dann den abgestellten Zug übers Bahnhofsgelände und drückte ihn in die Abstellhalle.


    Im Bereich des neuen Lokschuppens wird die „Plettenberg“ auf die Nachtruhe vorbereitet. Über die geöffneten Wartungsklappen blicken wir auf ihre kleine grüne Schwester.


    Zahlreiche Details finden sich an Lok und Kohlebansen. Während über dem Läutewerk von Lok „3“ der blaue Himmel mit ein paar Wolken kämpft, weist ein Schild auf darauf hin, nur die Finger vom Schwarzen Gold zulassen.


    Wieder zurück am Lokschuppen, beginnen die letzten Arbeiten des Abschlussdienstes. Langsam trudeln alle Lokomotiven und Triebwagen ein und das Personal geht allmählich zum gemütlichen Teil über.


    Wir schauen nochmals fix auf die Normalspur hinüber. Gleich gegenüber unserer Ferienwohnung schauen wir über einen BÜ der vom Bekohlen zurückgekehrten 86 1744-1 hinterher.

    Das wars für den Samstag. Am Sonntag sollte dann bei typischen norddeutschen Wetter wieder die Bahn erwandert werden.

    Viele Grüße und einen schönen Abend,

    der große Richie :)

  • Hallo,

    Ganz nett, aber eine ganze Bundesstraße verschwinden zu lassen, ist nicht okay. Außerdem ist es "der Maus".

    ein "echter Kenning" eben! Kurz, knackig und ohne jegliche Grußformeln ... ;)

    @ _rxchx_ : Wieder ganz großes Kino, was du uns hier zeigst. Würdest du bitte vom Foto ohne Bundesstraße auch noch mal das Original mit Bundesstraße zeigen? Danke!

    Viele Grüße

    von der Albert-Bahn

  • Guten Abend Herr Kenning,

    ich fange gern mit Begrüßungen an um sich erstmal kennenzulernen, zu mindest wurde mir das so beigebracht. Gerade bei Menschen die man noch nicht persönlich kennt.
    Ob es okay ist die Straße verschwinden zu lassen, liegt glaube im Auge des Betrachters. Natürlich gehört sie zur Strecke nach Asendorf und prägt das Bild der Bahn seit mehreren Jahrzehnten. Nur störte sie mich und passte nicht ganz zum gemütlichen Umfeld gemeinsam mit dem Triebwagen.

    Albert-Bahn Hier noch einmal mit der Bundesstraße. Im Laufe der kommenden Beiträge taucht die Stelle mit dem T44 nochmals auf, dann auch mit B6 daneben ;)

    Entscheidet selbst welche Version euch gefällt.

    Eine Gute Nacht wünscht,

    Richie :)

  • Begrüßungsformeln gibt es nur bei Leuten, die hier mit realem Namen auftreten. „Sehr geehrter Herr rxchx“ ist ja wohl ziemlich unpassend, oder? Und „der große Richie“ steht ebenfalls wohl nicht im Personalausweis. Gerade bei Menschen, die man nicht persönlich kennt, sollte man sich schon korrekt vorstellen.

    Ich habe grundsätzlich nichts gegen KI oder eine ausgereifte Bildbearbeitung. Aber es gibt Grenzen. Einen großen Lkw wegzumachen, der gerade ungünstig ins Bild fährt, ist m.E. völlig okay, das ist ja eine Momentaufnahme. Aber eine ganze Bundesstraße durch einen Feldweg zu ersetzen, ist schlichtweg Verfälschung. Dann hätte man ja auch das moderne Dach z.B. durch ein Strohdach (so war das bis vor einigen Jahren, und ich kenne die Museumsbahn seit 49 Jahren) ersetzen müssen, wenn man schon die Welt so basteln will, wie sie einem gefällt.

  • Hallo Ludger

    Da stimme ich mit deiner Auffassung überein und es gebieten sich ganz einfach die simpelsten Höflichkeitsformen und in den letzten 60 Jahren ist die Museumsbahn in der heutigen Form so gewachsen und existiert neben der modernen Verkehrsinfrastruktur nebenher ganz ordentlich nach gültigen gesetzlichen Vorschriften. Jeder soll sich für seinen privaten Rahmen seine Aufnahmen bearbeiten, doch wenn das moderne Leben in eine historische Szene mit einströmt , dann ist das so im Leben . Es verbindet was in den ganzen Jahrzehnten so gewachsen ist und sollte auch nicht künstlich verfälscht werden.

    Glück auf

    Armin Ahlsdorf

  • Hallo Ludger,

    ich stimme da voll zu, kleine Details verschwinden lassen - ok. Aber die gesamte Straße ist dann doch heftig. Aber wo ist da genau die Grenze? Muss jeder selber für sich finden..... Wenn es wie hier so benannt wird und als persönlich gefälligere Version gezeigt wird, kann ich aber gut damit leben.

    Grüße

    Jens

  • Hallo Ludger,

    ich stimme da voll zu, kleine Details verschwinden lassen - ok. Aber die gesamte Straße ist dann doch heftig. Aber wo ist da genau die Grenze? Muss jeder selber für sich finden..... Wenn es wie hier so benannt wird und als persönlich gefälligere Version gezeigt wird, kann ich aber gut damit leben.

    Grüße

    Jens

    Moin Jens,

    ich mache ja auch viele Bildveränderungen, meistens um ein Foto zu vervollständigen (Himmel ergänzen, wenn er abgeschnitten oder aufgefressen wurde und so), allerdings mit einer klaren Grenze: Mobile Dinge ja, aber immobile sind unantastbar. Und das betrifft auch Straßen und Häuser.

    Viele Grüße

    Ludger

  • Hallo Ludger

    Da stimme ich mit deiner Auffassung überein und es gebieten sich ganz einfach die simpelsten Höflichkeitsformen und in den letzten 60 Jahren ist die Museumsbahn in der heutigen Form so gewachsen und existiert neben der modernen Verkehrsinfrastruktur nebenher ganz ordentlich nach gültigen gesetzlichen Vorschriften. Jeder soll sich für seinen privaten Rahmen seine Aufnahmen bearbeiten, doch wenn das moderne Leben in eine historische Szene mit einströmt , dann ist das so im Leben . Es verbindet was in den ganzen Jahrzehnten so gewachsen ist und sollte auch nicht künstlich verfälscht werden.

    Glück auf

    Armin Ahlsdorf

    Hallo Armin,

    so ändern sich nicht nur die Zeiten. Dieses Bild habe ich im Mai 1981 aufgenommen. Damals hatte man von diesem Bahnübergang freie Sicht bis zum Bahnhof. Heute völlig undenkbar, alles total überbaut.

    Viele Grüße

    Ludger