50 1849 und 58 3047 verkauft

  • Hallo zusammen,

    bei DSO wurde der (vermutliche) Verkauf der Museumslokomotiven 50 1849 und 58 3047 gemeldet. Dort gibt es bereits reichlich Diskussion darüber, man munkelt die Press sei der Käufer.

    Drehscheibe Online Foren :: 15 - Museumsbahn-Forum :: ? zu Verkauf der historischen Dampflokomotiven 58 3047 und 50 849

    Beide Loks haben den Sonderzugverkehr der 80er und 90er Jahre und viele Plandampfveranstaltungen in der Nachwendezeit massiv geprägt. Mich würde ein gesicherte und vielleicht sogar betriebsfähige Zukunft freuen.

    Mal schnell 2 Bilder rausgesucht:


    50 1849 mit Personenzug Zwickau - Falkenstein am 24.09.1994 am Haltepunkt Ebersbrunn.


    58 3047 mit Güterzug nach Chemnitz-Küchwald am 28.04.1997 bei der Ausfahrt Narsdorf.

    Viele Grüße
    Toralf

    2 Mal editiert, zuletzt von Toralf750 (7. August 2026 um 21:54) aus folgendem Grund: 2 Fotos ergänzt

  • Michael Sperl 7. August 2026 um 21:55

    Hat den Titel des Themas von „50 1849 und 58 3037 verkauft“ zu „50 1849 und 58 3047 verkauft“ geändert.
  • (Da drauf hab ich gewartet, dass das Thema hier aufploppt...)

    Grüße!

    Ja, kann man sehen wie man will. Alles Interne, was wir als Außenstehende NICHT kennen, kann man jetzt Spekulatius draus machen noch und nöcher. Wir kennen von allen Beteiligten bzw von sämtlichen Seiten keine Inhalte. Sprich: wie sahen (Leih-)Verträge aus, welche Klauseln beinhalteten diese, hatten jene überhaupt (noch) Bestand usw usf. Egal wie man das jetzt dreht und wendet, hin und her debattiert, unterm Strich bleibt nichts als folgendes: ganz viel Meinung, 0 Ahnung.

    Eine "Vernichtung von Ehrenamt" sehe ich hier absolut nicht. Da wird was aufgepumpt, was so nicht richtig ist. Vereinsarbeit gibt's genug, Ziele usw sind nicht gefährdet.

    Ich mein, das ist meine persönliche Meinung, es ist ja eigtl ein eklatanter Fehler, seinen Verein nach was zu benennen, was nicht mal Eigentum ist, aber hinterher so zu tun, als ob hier eine Form des Gewohnheitssrechts greifen würde. Nein, tut es nicht. Eigentümer ist Eigentümer, da kann wer dran rum Schrauben wer will. Und bevor Tom mit seinem bereits bei DSO verfassten Beitrag ums Eck kommt, ja ich kann seinen persönlichen Standpunkt nachvollziehen, auch hier gilt, eine Lok, sei sie auch seit 51 Jahren im Bw Glauchau zuhause, ist kein Garant für irgendwas, solange das Exponat nicht im Eigentum ist. Und ob der Verein überhaupt in der Lage wäre oder sein könnte, zumindest die 58 hätte kaufen können, fraglich. In Betracht dessen, dass eine Lok betriebsfähig gehalten wird, was Geld kostet, eine Diesellok in HU (sofern sich nix geändert hat) kostet auch nochmal Geld. Sich dann 6-8stellig zu verschulden, wo am Ende evtl die HU von aktuell betriebsfähiger Lok bzw laufender HU nicht weiter finanzieren zu können - zumindest grenzwertig mit Tendenz des finanziellen Genickbruchs. Also spielt es keine Rolle, ob die Lok(s) nun so verkauft worden sind, oder trotz Vorkaufsrechtsangebot und nach Abwägung Glauchau zähneknirschend "nein" hätte sagen müssen.

    Mit dem Käufer (jeder kennt das Unternehmen) weiß eigtl auch jeder, dass die Zukunft gesichert ist. Man soll an der Stelle auch echt froh sein, dass das so ist, anstatt dass ein Privatier den Zuschlag bekommen hätte, wo dann alles der Öffentlichkeit unzugänglich hinter Stacheldraht verschwunden wäre - Erinnerung an 01 118 usw. Weiterhin finde ich es fraglich, wie auf offiziellen Kanälen kommuniziert wird, da schwingt auch noch viel Groll von den Geschehnissen von vor knapp 10 Jahren mit, in Anbetracht dessen, wer der neue Eigentümer ist. Emotionen sind keine guten Ratgeber.

    Zudem sei abschließend gesagt, man sollte auch einfach erstmal abwarten, was und ob bei der "Beschwerde" bzw "Rüge" seitens Glauchau überhaupt was rauskommt. Jetzt gegen DB Museum, dem Käufer oder sonstwen Stimmung oder gar nen Shitstorm loszutreten ist völlig am Thema vorbei. Wie gesagt, wir kennen jetzt zwar das vorläufige Ergebnis, aber eben die Inhalte der vorangegangenen Prozesse nicht.

    Keep cool, stay calm.

    VG von der ZF - Mirko (der am 24.09.1994 zu seinem 8. Geburtstag die Lok vor der Haustür in den Ruhestand verabschiedet hat und froh ist, dass die Lok in Sachsen bleibt).

  • ... dem Käufer (jeder kennt das Unternehmen) ...


    Hallo zusammen,

    ich kenne viele Unternehmen. Manche haben sogar mit der Bahn zu tun. Vielleicht könnte man es ja mal beim Namen nennen. Bei Drehscheibe Online schwenkt man recht schnell auf die PRESS ein. Ich würde Jöhstadt allerdings nicht in Westsachsen suchen, wie im offenen Brief zu lesen ist, dessen Schreiber vielleicht lieber eine Nacht drüber geschlafen hätte, bevor er den emotionalen Eimer auskippt.

    Hier wird viel erzählt und nichts gesagt. Nach Lesen aller bekannten Diskussionsstränge bin ich genau so schlau wie am Anfang.

    Gruss Andreas

  • Zwickau sollte Westsachsen sein. An der Sache stört mich eigentlich nur, dass die Glauchauer vor her nicht informiert worden sind, dass finde ich schon link.

  • Andreas nein, denn es kämen noch Integro oder MTEG in Frage, die zum "Blauen Kombinat" sprich Press gehören. Da das nicht klar ist, ist es schlicht "der Käufer" (aus Westsachsen).

    VG Mirko

  • Das geisterte in den ,, sozialen Medien,, rum


    Quelle:Facebook, Bahntraumland Sachsen, Freitag, 21 Uhr

    OFFENER BRIEF & FORMELLE COMPLIANCE-RÜGE

    An den Direktor des DB Museums, Herrn Dr. Oliver Götze
    An den Vorstand der Deutschen Bahn Stiftung gGmbH
    An die Compliance-Abteilung der Deutschen Bahn AG (DB Group Compliance)

    Glauchau, 06.08.2026

    Betreff: Skandalöser Verkauf der historischen Dampflokomotiven 58 3047 und 50 849 an ein privates Konsortium – Schwerer Verstoß gegen DB-Compliance-Richtlinien und existenzvernichtender Schlag gegen das sächsische Eisenbahn-Ehrenamt

    Sehr geehrter Herr Dr. Götze,
    sehr geehrte Damen und Herren des Vorstands der DB Stiftung,
    sehr geehrte Damen und Herren der Compliance-Abteilung,
    mit absolutem Entsetzen, tiefer Bestürzung und fassungsloser Empörung hat die IG Traditionslok 58 3047 e.V. aus Glauchau von dem durch Ihr Haus vollzogenen, verdeckten Verkauf unserer beiden schutzbefohlenen Stamm-Dampflokomotiven 50 849 und 58 3047 erfahren.
    Seit über drei Jahrzehnten (die Lok 58 3047 gibt unserem Verein seit 1995 seinen Namen!) pflegen, hegen und erhalten unsere Mitglieder diese Meilensteine der sächsischen Eisenbahngeschichte im Bahnbetriebswerk Glauchau – rein ehrenamtlich, unentgeltlich und im festen Glauben an eine verlässliche Partnerschaft mit dem DB Museum als Hüter des nationalen Bahnerbes. Dass dieser Verkauf völlig ohne Einbindung unseres Vorstands, ohne jegliche Information zur Verkaufsabsicht und „hinterrücks“ abgewickelt wurde, ist ein beispielloser Vertrauensbruch gegenüber dem sächsischen Ehrenamt

    Massiver Verstoß gegen die Compliance- und Vergabe-Richtlinien der Deutschen Bahn

    Als Tochtergesellschaft einer Bundeseinrichtung und im Rahmen einer gemeinnützigen Stiftung (DB Stiftung gGmbH) unterliegt das DB Museum strengsten Compliance-Vorschriften bezüglich der Veräußerung von Vermögenswerten. Der vorliegende Verkauf bricht diese Regeln in eklatanter Weise:
    ● Ausschluss des Marktes und der Partner: Unser Verein wurde zu keinem Zeitpunkt über ein Verkaufsinteresse informiert. Es wurden keinerlei Angebote abgefragt, noch wurde uns ein faires Vorkaufsrecht eingeräumt. Vermögenswerte von erheblichem historischem und materiellem Wert wurden ohne transparente Ausschreibung vergeben.
    ● Die Käuferin der Lokomotiven ist ein gewerbliches, kommerzielles Unternehmen aus Westsachsen unter Leistung eines szenebekannten privaten Loksammlers.

    Unsere Forderungen an den DB-Konzern:

    Die Deutsche Bahn Stiftung wirbt öffentlich mit der Förderung des Ehrenamts und sozialer Verantwortung. Das tatsächliche Handeln des DB Museums konterkariert diese Werte auf
    beschämende Weise.

    Wir fordern Sie daher eindringlich auf:
    1. Sofortiger Stopp und Aussetzung der Abwicklung dieses dubiosen Verkaufs.
    2. Formelle Prüfung des Vorgangs durch die DB-Revision / Compliance-Abteilung wegen des Verdachts auf unzulässige Absprachen, mangelnde Transparenz bei der Veräußerung von Bundesvermögen und arglistige Täuschung durch die Käuferseite.
    3. Einleitung der Rückabwicklung des Vertrages wegen Sittenwidrigkeit und Täuschung.
    4. Aufnahme von transparenten Gesprächen mit dem amtierenden Vorstand der IG Traditionslok 58 3047 e.V. Glauchau, um den dauerhaften Verbleib der Loks an ihrem historischen Pflegeort zu sichern.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Der Vorstand
    IG Traditionslok 58 3047 e.V. Glauchau

  • Der Verkauf hat schon einen faden Beigeschmack. Ohne den Verein zu informieren einfach verkaufen. Sicher ist das dem Besitzer vorbehalten, was er mit seinen Loks macht, hat aber schon einen faden Beigeschmack. Erst recht, weil zwischen den Glauchauern und der Press nicht gerade Friede-Freude-Eierkuchen herrscht. Da könnte man das auch gänzlich anders auslegen. Und dabei ist mir egal, ob die Maschinen dadurch vielleicht irgendwann mal wieder zum Leben erweckt werden. Es wäre ja auch nicht der erste "Streß", den der Käufer mit einem regionalen Eisenbahnverein hat. Und genau deswegen liegt es nahe, dass es wohl eher am Käufer als an den Vereinen liegt/lag . Auch wenn es nur eine Vermutung ist und ich mich hier damit unbeliebt mache. Versucht da jemand eine gewisse "Monopolstellung" zu erreichen?

    Der Käufer sollte die Press sein und beide Loks werden wohl nach Zwickau (Westsachsen) gehen. Das ist doch mittlerweile in gut unterrichteten Kreisen ein offenens Geheimnis. Und all das läßt die blaue Bahn in meinem Sympathieranking weiter sinken.

    Das ausgerechnet die Press (oder Ableger), die selbst enorm von ehrenamtlichen Tätigkeiten profitiert, solch einer Kaufmodalität zustimmt.... 👎👎

    Nachdenkliche Grüße

    Einmal editiert, zuletzt von cargonaut (8. August 2026 um 12:10)

  • Hallo in die aufgeregte Runde

    Egal ob bei DSO oder hier, es ist schon bemerkenswert was so alles zusammengeschrieben wird. Was ist passiert, wie ist es passiert, unter welchen Umständen, wer hat was gekauft oder angeboten, alles reine Vermutungen ohne jede Grundlage! Und doch werden schon Urteile gefällt und Beurteilungen abgegeben. Auf welcher Basis?

    Alle haben so vermute ich ein Interesse am Erhalt historischer Fahrzeuge. Ist dann so eine hitzig geführte Debatte zielführend und der Sache dienlich? Ich denke, man sollte sich mehr zurückhalten mit seinen Äußerungen bis Fakten oder sachliche und vertrauenswürdige Informationen auf dem Tisch liegen. Vorher ist eine solche Debatte sinnlos und unseren gemeinsamen Anliegen zu wider und kontraproduktiv.

    Nachdenkliche Grüße aus dem Vogtland