Murtalbahn vor dem Aus

  • Beitrag gelöscht, soll sich die Nummer doch als Forenwächter und Oberlehrer aufspielen.

    Im Gegensatz zu ihm stehe ich noch zu meiner Meinung und habe sogar einen Namen... und verstecke mich nicht hinter der Anonymität.

    2 Mal editiert, zuletzt von viereka ()

  • Hallo,


    ein schienengebundenes System kann nicht jedes Verkehrsbedürfnis bedienen. Das liegt in der Natur der Sache. Und wenn Gleise am Verkehrsbedürfnis vorbei liegen, bringen sie keinen Nutzen und belasten gleichfalls die Umwelt. So toll alles auch sein könnte, der Blick über den eigenen Tellerrand sollte relativierend wirken.


    Gruß Micha

    Mmmh, also bei der Suche nach der entsprechenden Meldung bin ich bei Kleine Zeitung nur auf den 4 Wochen alten Artikel gestoßen:


    Murtalbahn überfüllt: Kinder mussten am Boden sitzen


    Auch wenn er nicht komplett lesbar ist.... ein paar Informationen stehen ja schon am Anfang. Und wenn ein Doppeltriebwagen schon zu klein bemessen und der Zug überfüllt ist, dann kann man nicht pauschal von einem fehlenden Verkehrsbedürfnis sprechen. Und Fahren in 3er Traktion würde dann ja auch 3 zusätzlichen Bussen entsprechen, die die Straßen wieder verstopfen.

    Das Problem liegt vielleicht wo anders... vielleicht will ja wieder mal ein Landrat seinen Busbetrieb wieder etwas pushen.... kennen wir ja auch aus Deutschland genug.


    Und technisch scheint in letzter Zeit wahrscheinlich auch nicht alles optimal gelaufen zu sein... aber auch Busse müssen unterhalten und erneuert werden!



    Gruß Tilo

  • ....

    Meine Meinung zu bestimmten Leuten muß Dir nicht passen, aber Deine laufenden oberlehrerhaften Belehrungen kannst Du Dir sparen. Ich laß mir von Dir nicht den Mund verbieten!


    Traurig, wenn Du den Unterschied zwischen Meinung und herabwürdigender Benennung anderer Personen nicht erkennen kannst. Es geht dabei nicht um Deine Meinung, sondern um Deine Ausdrucksweise und die Herabwürdigung von Personen in einem vereinten Schritt. Da hilft nur verbessern der Ausdrucksweise, nicht aber das Ausblenden von Beiträgen.

    Gruuß

    217 055

  • Hallo,


    schon in den 80er Jahren hatte ich, wie viele Freunde die Ehre, von sehr bekannten Politikern als Terroristen betitelt zu werden,

    als wir in Wackersdorf demonstrierten.Wir haben es kopfschüttelnd zur Kentniss genommen, da kann ich also schon mitreden.

    Zurück zum Thema :

    Die Murtalbahn kenne ich viel zu wenig, dennoch finde ich ihre Verkehrsleistung respektabel,so meine wenige Info dazu.

    Doch wie hier angesprochen, ist ja auch der Tourismus keine unwichtige Sache.

    Man sieht aber z.B. auch am Fahrzeugpark, daß hier kräftig investiert werden muß.

    Es ist aber immer die Neigung da in der Politik ( und deswegen ist das mit der allgemeinen Verkehrspolitik hier schon erwähnenswert)

    dieses Problem durch Stillegung zu lösen.

    Die Bahn "rechnet" sich nicht , wenn man eben alle Kosten nicht mit einberechnet

    Hätten die Schweizer das auch so gemacht, gäbe es wohl dort kaum noch eine alte, kostenintensive Schmalspurbahn.

    Doch die Bahnen werden angenommen und rechnen sich jetzt eben doch.

    Und deswegen hat die Diskussion auch was mit der Murtalbahn zu tun.

    Sollten wir von der Schweiz nichts abschauen ?

    fragt sich

    Tobias

  • Hallo Tobias,


    wieder einmal kann ich dir nur zustimmen. Hoffentlich entpuppt sich unsere Diskussion nur als Sturm im Wasserglas. Wenn ich die zitierten Zeitungsartikel richtig interpretiere, hat der Landeshauptmann bislang nur seine persönliche Meinung geäußert. Formelle Entscheidungen wurden offenbar noch nicht getroffen. Wollen wir hoffen, dass sich doch noch höhere Einsicht durchsetzt (s.o.) !

    Übrigens zur Klarstellung: Ich habe die Murtalbahn mehrfach besucht und die Fahrt mit ihr immer genossen. Ihre Zukunft ist mir daher auch ein ganz persönliches Anliegen!


    Herzliche Grüße


    Hans

  • Hallo Armin,


    Du schreibst: "Für mein Dafürhalten können wir in Deutschland im September versuchen einen anderen Politikstil bzw. Richtung zu wählen ."


    Das steht natürlich jedem Wähler frei, da will ich Dir nicht reinreden.


    Freunden der deutschen Schmalspurbahnen sei lediglich vor Augen gehalten, dass die anfangs aus CDU und FDP gebildete sächsische Landesregierung mit der Förderrichtlinie Sächsische Schmalspurbahnen den Fortbestand der schmalspurigen SPNV-Bahnen und die Umsetzung verschiedener Vorhaben von Museumsbahnen in Sachsen ermöglicht hat, was die aktuelle CDU/SPD-Landesregierung in Dresden fortgesetzt hat/fortsetzt.


    In Sachsen-Anhalt unterstützt die Landesregierung seit Jahren die HSB und Eisenbahnvereine wie den Traditionsverein KJI.


    Das Land Mecklenburg-Vorpommern ermöglicht wiederum Molli und RüBB die Sanierung diverser Anlagen, was eigenwirtschaftlich für beide Unternehmen nicht stemmbar wäre.


    Und auch aus Westdeutschland lassen sich mit der aktuellen Förderung der Sanierung der Brohltalbahn oder mit den vielen Zuschüssen zum Betrieb des Öchsles verschiedene Beispiele finden, dass die in der Vergangenheit und aktuell regierenden Parteien sehr wohl zumindest für Schmalspurbahnen offene Ohren hatten, wobei diese Politiker nicht einmal immer in der Landespolitik aktiv sein müssen, sondern auch einige Landkreise kräftig helfen können.


    Um den Bogen nun zur Murtalbahn bzw. nach Österreich zu schlagen:


    Auch aus Österreich haben wir gerade hier im Forum in den vergangenen Monaten/Jahren gute Beispiele gesehen, wie ernst die Politik verschiedene Schmalspurbahnen nimmt - Stichwort Pinzgaubahn. Von anderen Bahnen - Stichworte Ybbstalbahn und Achenseebahn - hörten wir hingegen Negatives.


    Nach meinem Beobachtungen spielen in Österreich persönliche Kontakte von Bahnbetreibern/Bahnverfechtern mit Personen in der Landesregierung eine noch größere Rolle als in Deutschland. Damit will ich ausdrücklich niemand eine Schuld geben, sondern versuchen, die Entwicklung zu erklären, ohne sie gut zu heißen.


    Erinnern möchte ich als letztes an die Achenseebahn, deren "Aus" vor wenigen Monaten noch als beschlossene Sache erschien. Deshalb bin ich sehr gespannt, ob es nicht auch im Murtal gelingt, das Ruder noch einmal herumzureißen ...


    Schreibt mit vielen Grüßen


    André

  • Steht die Strecke denn wirklich aktuell vor dem Aus oder vor großen Schwierigkeiten? Oder liegt hier evtl. ggf. eine Verwechslung mit älteren Artikeln vor?


    Ich finde im Netz per Google zu einem angeblich derzeit drohendes Aus der Strecke nichts Aktuelles. Ich finde nur Infos zu dem damals drohenden Aus von 2011, was ja aber damals zum Glück abgewendet werden konnte und was zudem zehn Jahre her ist.


    An aktuellen Artikeln zu der Strecke finde ich nur einen Beitrag der "Kleinen Zeitung" von Ende April dieses Jahres, noch nicht ganz zwei Monate alt, wo die Rede davon ist, dass bis 2025 in die Infrastruktur der Strecke 15,3 Mio Euro investiert werden sollen. Hier der Link zu dem zwar nur teilweise frei lesbaren Artikel, aber die Kernaussagen sind lesbar: https://www.kleinezeitung.at/s…_Murtalbahn_Land-sieht-15


    Auf der Seite des Streckenbetreibers steht auch nix von einem Aus, hingegen aber die ab Juli wieder beginnenden Dampffahrten sind veröffentlicht.


    Sollte sich der große Investitionsplan binnen gerade mal zwei Monaten ernsthaft ins komplette Gegenteil gedreht haben, von Investitionen von 15,3 Mio Euro hin zu einer Einstellung? Oder liegt hier ggf. eine Verwechslung vor? Hat jemand einen Link zu den negativen Aussagen?


    Da ich die Bahn im Herbst 2012 schon mal besucht habe und zwischen Unzmarkt und St. Lorenzen schon mal mitgefahren bin und von etlichen Aspekten wie der Fahrt mit realen 75 km/h über 760-mm-Gleise begeistert war, oder auch von solchen Sachen, wie dass es in St. Lorenzen einfach so außen am gepflegten Empfangsgebäude einen öffentlich nutzbaren kostenlosen Wasserhahn gab usw., würde mich sehr wohl das weitere Schicksal dieser Bahn interessieren. Die Planzüge waren damals proppenvoll im Herbst 2012, vor allem zwischen Murau und Unzmarkt.

  • Hallo,


    meine Gedanken richten sich einzig gegen die Behauptung, dass jedes Verkehrsbedürfnis mit einem Schienengebundenen System gelöst werden könne! Dem ist einfach nicht so! Das hat man schon nicht geschafft, als das System Eisenbahn die bahnbrechende Industrialisierung ermöglichte.


    Das auf dem ohnehin vorhandenen Schienenetz, ersteinmal wieder so viel Potenzial wie möglich genutzt werden muss, steht außer Frage, da bin ich voll bei Euch.


    Es ist doch aber völlig daneben, dem Straßenverkehr stets und ständig irgendwelche Probleme in die Schuhe zu schieben!


    Wenn hier nach irgendwelchen Parteien gerufen wird, die etwas angeblich verändern wollen, so wird sich das nur in der eigenen Geldbörse mindernd niederschlagen, dass Verkehrsbedürfnis von einem überwiegenden Teil der Bevölkerung, wird davon in keinster Weise positiv verändert. Man kann nicht alles aus der Sicht des Großstadtmenschen sehen, dass meine ich mit dem Tellerrand.


    Gruß Micha

  • Danke Micha,


    Zitat

    Wenn hier nach irgendwelchen Parteien gerufen wird, die etwas angeblich verändern wollen,


    Die da jetzt etwas ändern wollen waren schon mal 2 Wahlperioden an der Regierung beteiligt. Großartige Verlagerung der Gütertransporte auf die Schiene und Verbesserung des Personenverkehrs sind mir da nicht in Erinnerung. Das sind nur Träumereien.


    Und Du hast recht. Es kann nicht in jede kleine Ortschaft eine Bahnlinie führen, aber man könnte in Verbindung Bahn/Bus etwas machen.

    cu

    Hans-Jürgen