...entlang des Lößnitztales auf Spurensuche

  • Die Schmalspurbahn Hetzdorf - Eppendorf (-Großwaltersdorf) sä. HG-Linie (750 mm)



    Der 9,77 km lange Abschnitt Hetzdorf–Eppendorf wurde am 1. Dezember 1893 eröffnet. Ursprünglich sollte die Haltestelle Hohenfichte Ausgangspunkt der Schmalspurbahn sein, während des Baus entschied man sich für die Einrichtung der neuen Station Hetzdorf zwischen Flöha und Hohenfichte. Die am 1. November 1916 eröffnete Verlängerung nach Großwaltersdorf wurde wegen des Abtransports von landwirtschaftlichen Produkten der Gegend um Großwaltersdorf gebaut. Bereits am 1. August 1951 wurde der Verkehr zwischen Eppendorf und Großwaltersdorf unter dem Vorwand der Gewinnung von Oberbaumaterial für den Berliner Außenring wieder eingestellt und der Streckenabschnitt abgebaut. Auf dem verbliebenen Abschnitt Streckenstück Hetzdorf–Eppendorf wurde noch bis zum 6. November 1967 Personenverkehr durchgeführt. Güterverkehr fand noch bis zur Stilllegung am 1. Januar 1968 statt.


    An einem Sonntag im Juli 2014 fand sich die Möglichkeit die ehemalige Bahnstrecke zu erkunden. Start war im Ausgangspunkt Hetzdorf (Flöhatal). Der Bahnhof liegt an der regelspurigen Bahnstrecke Reitzenhain-Flöha. Noch ist der Lokschuppen und das Wirtschaftsgebäude erhalten, der Güterboden wurde leider abgerissen. In ständiger Steigung verband diese Bahnlinie die Holz- und Textilbetriebe im Lößnitztal.



    Viadukt Hetzdorf



    das EG in Hetzdorf, davor lag das Schmalspurgleis



    Mittelpfeiler der Flöhabrücke



    unmittelbar danach folgte eine 2. Brücke mit Stahlstützen




    der ehem. Hp Hohenfichte, in der Mitte befand sich das Gleis und rechts das EG aus Holz (Garage)


    Uns führte der Weg immer der Straße entlang, rechts daneben folgte die Bahntrasse, die mittlerweile mit Bäumen gesäumt ist. Über Lößnitztal und den ex Werksanschlüssen der Spinnereien trafen wir etwas später in Hammerleubsdorf ein. Dort existiert noch ein alter Wagenkasten und das Empfangsgebäude in Holzbauweise.




    Von da aus laufen wir dann auf dem Bahndamm weiter bis kurz vor Gersberg. Hier stand bis vor einiger Zeit noch die alte Fabrik mit eigenem Hp. Bis nach Eppendorf folgen wir wieder der Straße.




    hier kreuzte die Bahn die Straße nach Eppendorf



    das EG in Eppendorf, links lagen die Gleise



    der 2-ständige Lokschuppen ist noch vorhanden



    Im weiteren Abschnitt bis Großwaltersdorf wandern wir neben dem Bahndamm über eine große Wiese. Ab dem ehm. Hp Großwaltersdorf, das EG wurde vor einigen Jahren abgerissen, laufen wir ein kurzes Stück auf der Straße, um dann auf dem Reststück der Bahnlinie bis zum Endbahnhof zu folgen.



    Bahndamm nach Großwaltersdorf



    kleiner Betondurchlass



    das EG in Großwaltersdorf ist vorbildlich erhalten



    links vom Gebäude (jetzt Anbau) lag früher das Anschlussgleis im Endbahnhof.


    Eine geplante Weiterführung der Strecke bis Großhartmannsdorf (regelspuriger Anschluß) wurde jedoch nie verwirklicht. Zu den Stammlokomotiven dieser Strecke zählten unter anderem 99 518, 530, 535, 551, 563, 566 und die 567, wobei die 99 535 und die 99 551 als letzte die Strecke verließen. Die 99 569 war als Abbaulok eingesetzt.

    Gruß Daniel


  • Moin,
    Ich hätte da noch was aus Hetzdorf:


    VG MORITZ

    Wo die Ähren der Felder wiegen leise im Wind
    das dampfende Bähnlein durchs Tal eilt geschwind.


    Inge Wolf/Amisi

  • Hallo zusammen,


    Eine Frage zu Hetzdorf: Hatte die Schmalspurbahn die Normalspur irgendwo gekreuzt?




    Hetzdorf im Juni 2001,


    Gruß
    Carsten

  • Hallo Carsten,


    die Normalspur wurde unterhalb des Hetzdorfer Viaduktes gekeuzt und zwar zur Rollwagenanlage und den Güterabstellgleisen.
    Diese befand sich auf deinen unteren Bild zwischen den beiden zusehenden Gleisen, nur etwas weiter hinter dem Fotografen.


    Grüße Ronny

    Einmal editiert, zuletzt von R.Brühl ()