Beiträge von A. Marks

    Hallo Johannes,


    vielen Dank für Deine Antwort.

    André, Deine Ausführungen sind richtig. Aber ist es nicht etwas übertrieben für ein Hobbyforum?


    Hast Du meine Sätze wirklich alle genau gelesen? Mir ist nicht bewusst, jemand im privaten Fotobereich oder hier im Forum um etwas ausdrücklich gebeten oder gar gezwungen zu haben.


    Richtig ist, dass ich daran interessierten Lesern davon berichtet habe, wie es bei großen Verlagen läuft - bzw. theoretisch laufen sollte.


    Es ist mir durchaus bewusst, dass der Prozentsatz der Forumsleser, der eigene Aufnahmen an große Verlage gibt, "überschaubar" ist.

    Wer sich nicht für Eisenbahnen im Harz interessiert, der wird Einträge über den Harz hier im Forum nur überfliegen oder ignorieren.

    Wer sich nicht für die Rechtslage mit (Eisenbahn-)Fotomontagen im professionellen Bereich interessiert, der wird meine Sätze entweder gar nicht erst lesen oder morgen wieder vergessen haben.


    Trotzdem haben meine Zeilen hier die gleiche Berechtigung wie Einträge über den Harz ...


    - meint herzlich grüßend


    André

    Hallo "ebn-Freund",


    die zweistelligen Inventarnummern haben Rainer Heinrich und ich nach meiner Erinnerung im DbM-Spezial-Text mit veröffentlicht, die sind für diese drei Wagen alle bekannt.


    Welche der Niederschmiedeberger Werkwagen aus Potschappel gekommen sind, steht im genannten DbM sowie im Sachsen-Wagen-Band 2 auch drin, alles richtig.


    Noch immer kann ich aber nicht allen Aufnahmen, welche die 14 umgebauten Hw zeigen, einer DR-Nummer zuordnen. Wer jemals in Niederschmiedeberg oder Wolkenstein UNTER den Wagen die Langträger fotografiert haben sollte, bitte bei mir melden. Man muss darauf NICHT die Nummer mit 97-24-xx lesen können, mir reichen schon andere Angaben, um weitere Wagen durch Eingrenzen bestimmen zu können.


    Sicher bin ich mir z. B. noch immer nicht, welcher Hw bis 1985/86 in Niederschmiedeberg neben dem Einheits-Gepäckwagen stand. Vor allem davon suche ich händerringend Fotos, die auch die Langträger zeigen ...


    VG


    André

    Hallo Jörg,


    Du zählst zur Bildbearbeitung u. a. auf: "Beschnitt, Beseitigung stürzender Linien, Tonwertkorrektur, Tiefen- und Lichterkorrektur, Anpassung Sättigung, selektive Farbkorrektur, alles unabdingbar, um wirkliche Fotos zu erlangen."


    Da sind wir uns einig - und das läuft auch nicht auf Bildfälschungen hinaus - sprich, die aufgezählten Dinge sind allesamt legal und in guten Redaktionen gelebter Alltag. Es handelt sich um Arbeitsschritte der Bildbearbeitung - Bildoptimierung, die die Bildaussage nicht verfälschen.


    "Bei den angesprochenen verpflanzten Büschen bleibe ich hartnäckig: Wenn ich in der Fotolinie keine Chance auf gestalterische Entfernung von Störendem habe, muß ich in der Nachbereitung am Rechner tätig werden, warum auch nicht."


    Warum nicht? Wenn es Dich glücklich macht - mach es!

    ABER: Wenn Du den Bildinhalt derart verfälschst, dann gibt es presserechtlich die Pflicht, eine Montage als Montage zu kennzeichnen. Du musst dafür nicht aufzählen, wie viele Personen, Bäume, Masten etc. Du gelöscht, versetzt oder was auch immer hast, sondern Du musst einfach anstatt "Foto Jörg Mustermann" angeben: "Montage Jörg Mustermann".


    Wenn Du das in Hobbyforen oder im Privatbereich unterlässt, wird Dich niemand verklagen - erinnert sei an: Wo kein Kläger, da kein Richter.


    Aber wenn Du eine derartige Fotomontage in den Medien veröffentlichst, weil die Redakteure die Montage nicht bemerkt haben - aber ein Betrachter bemerkt den "Betrug", dann kann er sich beim Verlag/der Medienanstalt über diese Bildlüge beschweren. Als Konsequenzen sind mir zahlreiche Fälle bekannt, in denen der Presserat dem betreffenden Verlag eine Rüge ausgesprochen hat.


    Dabei geht es um Verstöße gegen die journalisitsche Sorgfaltspflicht.


    Ob die Fotografen, die eine Montage ohne einen Hinweis darauf, dass sie eine Montage eingereicht haben, mit Bußgeldern belegt worden sind, weiß ich nicht, kann ich mir aber bei sensiblen Themen (Politik - z.B. Kriegsberichterstattung) gut vorstellen.


    Ich erinnere mich an die Reemtsma-Aussstellung zu den Greueltaten der Wehrmacht, deren Veröffentlichung eine große Diskussion über Bildfälschungen lostrat, wenngleich sich machen Vorwürfe später als in vielen Fällen unbegründet herausstellten (wobei geschickte Bildausschnitte nicht als Fälschungen klassifiziert worden sind, sondern lediglich als Fotos mit "fehlerhafter Bildunterschrift".


    Fazit: Mache privat, was Du denkst - aber sprich über die Veränderungen, wenn Du Deine unter dem Strich zweifelsfrei verfälschten Bilder jemals zur Veröffentlichung in den Medien anbietest, mit den Redakteuren über den Umfang Deiner Montagen.


    Denn es gibt eine Grauzone: Hast Du nur einen Möwensch... auf einer Rauchkammertür überstempelt, dann wird man das Bild als "Aufnahme: Jörg Mustermann" veröffentlichen. Hast Du Bäume versetzt, Masten oder zeitgenössische (politische) Parolen, Werbung etc. überstempelt, dann erfordert das Presserecht eine Veröffentlichung als "Fotomontage: Jörg Mustermann".


    Ob das Entfernen des eigenen Schattens oder der Schatten von anderen Fotografen im Bildvordergrund unter die Gruppe der Bildfälschungen fällt, kann ich offen gestanden nicht sagen.


    Auf jeden Fall handelt es sich um ein sensibles Thema!


    Manipuliere an Deinen Fotos so viel Du denkst - aber sei Dir und allen Betrachtern gegenüber ehrlich: Benenne ein markant manipuliertes Bild als "bearbeitet", "Fotomontage" oder ähnlich. Das tut nicht weh - sichert Dich aber im Zweifelsfrei ab - und erspart nachgewachsenen Historikern in 100 Jahren unerquickliche Diskussionen, ob im Bahnhof xy im Jahr 2020 nun 5 oder 7 Masten zur Bahnhofsbeleuchtung gestanden haben ...


    Rät mit vielen Grüßen


    André

    Hallo Ihr,


    also es gibt derzeit nur einen betriebsfähigen OOw - das ist der 97-23-37 aus Hainsberg, den ich in dem kleinen Filmchen auch gesehen habe. Die vier anderen vierachsigen offenen Güterwagen sind alles Güterwagen mit 15 t Ladegewicht. Bitte verinnerlichen: Es handelt sich dabei um OO, keine OOw!


    Einen sechsten vierachsigen offenen Güterwagen habe ich auf dem Film nicht sehen können, vielleicht war damit der zweiachsige 97-19-67 aus Zittau, ex Friedländer Bezirksbahnen (FrBB) gemeint?


    Ein toller Zug - eine tolle Veranstaltung!


    VG


    André

    Hallo Thomas,


    das gefällt mir, dass Du nach Literatur fragst! Das EK-VI K-Buch enthält zu den beiden Maschinen die von Dir gewünschten Angaben, wann welche Lok aus Sachsen auf welche Strecke im angeschlossenen Österreich gekommen ist - und ab wann sie dann beide in Gmünd standen.


    Die DRG war übrigens schon im Februar 1937 entmachtet worden - danach war nicht mehr die DRG für die Reichsbahn zuständig, sondern das Reich wieder selbst. Ob nun das von mir für die Zeit ab März 1937 gern verwendete "DRB" oder "DR" als Abkürzung für die folgenden Jahre richtig ist, darüber wird oft gestritten. Unstrittig ist: In Österreich hat es zu keinem Zeitpunkt eine "DRG-Zeit" gegeben. Der Anschluss fand ja erst 1938 statt. Daher hat keine einzige ÖBB-, PKP-, CSD- (etc.) Lok eine "DRG-Nummer" bekommen, sondern die umgezeichneten Fahrzeuge haben Reichsbahnnummern erhalten - je nach Überzeugung mit DR oder DRB abzukürzen.


    Noch ein Hinweis, wenn Du Dich so genau mit Lokomotiven der sächsischen Gattung VI K beschäftigst - das K steht für Kleinspur. Dabei handelt es sich um Substantiv. Daher ist die Schreibweise "VI k" nicht korrekt, sondern allein VI K mit großem K richtig. Weder bei den Lok-Gattungen I K bis VI K noch bei den schmalspurigen Wagen hat es in Sachsen den Kleinbuchstaben k gegeben ... ;-)


    Viel Freude mit dem wirklich guten EK-Buch wünscht mit vielen Grüßen


    André

    Hallo Lukas,


    vielen Dank für Deinen Eintrag, wobei Du einige Worte verwendest, die missverständlich sind bzw. einer Erklärung bedürfen:


    Mit der Auflösung der Museums gGmbH wurden die Fahrzeuge vom VMD dem Tagungszentrum des sächsischen Wirtschaft übergeben.


    Diese symbolische Übergabe darf nicht als Eigentumswechsel missverstanden werden. Vielmehr übernahm das TSW lediglich die zuvor von der Museums gGmbH eingenommene Rolle.

    Die TRR als Leihnehmer der Wagen hatte in der Funktion als Mitgesellschafter der Museums gGmbH die Wagen ins Museum gegeben - natürlich mit dem Wohlwollen des VMD als Eigentümer.

    Wann das VMD den Leihvertrag mit der TRR kündigte, weiß ich nicht mehr genau - aus dem Bauchgefühl würde ich aber sagen, es war nach der Auflösung der Museums gGmbH.


    Der ehemalige Clubwagen war nicht Teil dieses Leihvertrages, aber wegen der angesprochenen nicht möglichen Übernahme und den zusätzlich fehlenden Aufarbeitungsperspektiven entschied sich der Traditionsbahn Verein, den Wagen an das Verkehrsmuseum zurück zu geben.


    Das klingt danach, dass die TRR den Wagen in den vergangenen Jahren noch genutzt hätte. Dem war jedoch nicht so - der Wagen stand viele Jahre ungenutzt mit Planen verhangen hinter der Werkstatt in Radebeul Ost.

    Gerade aufgrund der Erfahrungen mit den geliehenen Zweiachsern war es ganz gewiss die richtige Entscheidung der TRR, in dieses Fahrzeug des VMD in den vergangenen Jahren kein Geld investiert zu haben.


    Dass dieses VMD-Fahrzeug nun auch unter dem Dach stehen darf, ist das beste, was ihm passieren konnte.


    VG


    André

    Hallo Ihr,


    dann setzte ich dem Orakeln ein Ende: JA - der Einheitswagen befindet sich seit den 1970er Jahren im Eigentum des VMD - die Mitglieder der DMV-AG 3/58 haben ihn lediglich nutzen dürfen - und als Dankeschön dafür 1977 so lackiert und beschriftet. Damals spielte die Frage des Eigentums noch nicht die Rolle, die sie heute leider spielt.

    Da das VMD nicht so ohne weiteres einmal im Inventar befindliche Fahrzeuge verkaufen kann, aber Vereine nach gewissen Erfahrungen der vergangenen Jahre vermutlich immer seltener in fremdes Eigentum investieren werden, wird dieser Wagen wohl niemals wieder der TRR zur Verfügung stehen (und wohl niemals wieder fahren).


    Weder der weiß/blau lackierte Einheitswagen noch einer der zweiachsigen Wagen ist betriebsfähig. Eine abermalige auf ein, zwei Züge befristete Sondergenehmigung zum Einsatz des Wagens K.207 halte ich für sehr unwahrscheinlich, da inzwischen genügend andere derartige Fahrzeuge in Fristen stehen.


    Sehr gespannt bin ich darauf, wer an den Fahrzeug unter dem Dach in den nächsten Jahren einmal Hand anlegen wird, wenn eine Schraube locker ist. Der Leihvertrag mit der TRR wurde ja bekanntlich vom VMD gekündigt.


    Doch was wäre das Leben ohne eine gewisse Spannung?


    Fragt sich mit vielen Grüßen


    André,

    der sich über die Überdachung trotzdem freut!

    Hallo Dietmar,


    vielen Dank fürs Zeigen dieser schönen Aufnahmen. Die Wagenfotos hast Du mir ja schon vor vielen Jahren einmal geschickt.

    Schön, dass Du die mühsam ermittelten Wagennummern noch nicht veröffentlicht hast.


    Diese Nummern wollen Holger Drosdeck und ich in einer FHWE-Broschüre veröffentlichen, die sich den Wagen des Thumer Netzes bald widmen soll - analog der jetzt 2019 veröffentlichten FHWE-Broschüre über die Reisezugwagen der WCd-Linie.


    Es gab zwischen 1975 und 1980 noch weitere Wagen und Wagenkästen in Meinersdorf, von denen mir Helmut "86_018" schon dankenswerter Weise mehrere Bilder gezeigt und die Negative leihweise privat zugeschickt hat.


    Wer diese Wagen einst ebenfalls fotografiert hat, der ist herzlich eingeladen, mir solche Aufnahmen per E-Mail zu zeigen. Ich erlaube mir hier den Wunsch äußern zu dürfen, nicht alle Aufnahmen gleich immer im Internet zu zeigen, da das offen gestanden leider für die Verkaufszahlen der Veröffentlichungen nicht förderlich ist.


    Das ist eine ein Gratwanderung, ich weiß, freue ich mich doch wie alle anderen Leser dieses Forums über jedes interessante Bild, was hier gezeigt wird.


    Daher ist mein Wunsch lediglich als Wunsch zu verstehen, nicht etwa als "Anweisung". Doch alle Leser werden schon verstehen, wie ich das hier meine.


    Weitere Aufnahmen sind für mich wichtig, weil wir noch nicht von allen in Meinersdorf bis etwa 1980 vorhandenen Wagen/Wagenkästen gut ausgeleuchtete und scharfe Fotos kennen. Meine E-Mail-Adresse ist hinter meinem Namen hinterlegt.


    Herzliche Grüße


    André (Marks)

    Hallo Dietmar,


    der vierachsige offene Güterwagen war der 97-20-75 aus Cranzahl, ex Kirchberg.

    Bei seiner Aufarbeitung in den 1980er Jahren hatte der Beschrifter in der WA Perleberg wie bei derartigen Wagen mit hohen Bordwänden üblich 15 t Ladegewicht angeschrieben. Als Gattung hatte er jedoch "OOw" angeschrieben, vermutlich, weil er keine Ahnung hatte, was der Unterschied zwischen OOw und OO ist.

    Bei den Drehschemelwagen handelte es sich damals um keine vollwertigen Eisenbahnfahrzeuge/Güterwagen, sondern um Hilfsmittel der Bm zum Transport von Oberbaumaterial. Daher war die Beschriftung dieser Fahrzeuge, die damals nicht zur Unterhaltung in die WA Perleberg gegeben worden sind, rudimentär bzw. laienhaft. Am 97-25-62 hatte man HHw zwar angeschrieben, aber nicht definiert, ob er nun für 10 oder 15 t Ladegewicht zulässig war. In Dienst gestellt waren alle diese Fahrzeuge mit einem Ladegewicht von 15 t, was in der DDR-Zeit der Gattung HH entsprach.

    Egal - die Wagen wurden von der Bm genutzt - und blieben dadurch erhalten!


    VG

    André

    Hallo Helge,


    die neuen (Privat-)Eigentümer haben dem VMD vor etwa zwei Jahren eine Mitnutzung des Bw Friedrichstadt angeboten - der Geschäftsführer zeigte jedoch kein Interesse, eine Summe X dafür Miete zu zahlen.


    Inzwischen gibt es für die Gebäude längst andere Interessenten, Vorstellungen und auch erste Nutzer.


    Der Zug für eine museale Nutzung des Bw Dresden-Friedrichstadt durch das VMD ist abgefahren - ohne das VMD ...


    Informiert mit vielen Grüßen


    André