Beiträge von A. Marks

    Hallo Lenni,


    Du hast die kleine Auflösung angesprochen, das ist so für die öffentlich hinterlegten Fotos richtig. Aber auf Antrag und gegen Bezahlung stellt die SLUB jedem Nutzer eine größere Auflösung zur Verfügung.


    Für Bildbände von SSB-Medien, den Wagenband 3 und andere Publikationen habe ich in den vergangenen Monaten schon diverse Ansichten in größerer Auflösung bestellt - und bin damit sehr zufrieden.


    Leider sind aber nicht immer die Glasplatten, sondern teils "nur" die Lithos zum Anfertigen der Ansichtskarten erhalten geblieben. Damit ist die Schärfe nicht in allen Fällen extra brillant und nicht jede Wagennummer ist bei höherer Auflösung erkennbar.


    Doch dass der Verlag so viele Glasplatten und Lithos aufgehoben hat, ist für die Forschung dennoch ein großartiger Glücksfall!!!


    Alle Alt-Dresdner Verlage dürften 1945 ausgebombt gewesen sein, wenn jemand Langeweile hat, dann kann er gern nach Nachlässen anderer Verlage in kleineren deutschen Städten forschen - vielleicht erleben wir dann dort ähnliche Glückmomente wie im Falle von Brück & Sohn?


    Herzliche Grüße


    André

    Hallo,


    manchmal sind Klauseln wie "der aber auch durchaus falsch informiert sein kann" richtig gut!


    Denn ja - ich war falsch informiert!


    Wie im DbM 2/2020 schließlich auf Seite 10 für jedermann nachlesbar, wird der Zweiachser tatsächlich den Vierachser im Sachsenzug häufig ersetzen, um die IV K zu schonen.


    Wenn der I K-Zug in Zittau ist, dann wird der zweiachsige Gepäckwagen aber natürlich in den I K-Zug eingestellt.


    VG


    André

    Hallo,


    also so wie ich es verstanden habe, soll der neue Zweiachser den zweiachsigen Gepäckwagen der Schwarzbachbahn im I K-Zug ersetzen.


    Im Sachsenzug wird unverändert der holzbeplankte Vierachser rollen.


    Da der 1462K in Zittau aufgearbeitet worden ist, der I K-Zug aber m. W. aktuell in Jöhstadt steht, absolvierte der 1462K in Zittau seine Probefahrt - und hat nicht darauf gewartet, bis der I K-Zug mal wieder in Zittau ist ... ;-)


    VG


    André,


    der aber durchaus auch falsch informiert sein kann ...

    Hallo Thomas,


    der in den 1970er und 1980er Jahren für die HK-Linie zuständige Wagenmeister, der hier im Forum nicht angemeldet ist, informierte mich vorhin zum 97-10-68:


    "Der 97-10-68 gehörte zu den fünf in Hainsberg betriebsfähigen GGw. Die Notwendigkeiten des Erhaltes konnten nachgewiesen werden. Die Nutzung war für die Expressguttransporte von Rabenau nach Hainsberg. Die Wagen wurden mit den Güterzügen zum Gleis 3 (Güterboden Rabenau ) befördert. Beladen ging es mit Stückgut , überwiegend Sitzmöbel und Holzteile, nach Hainsberg Gleis 14 ( Ladestraße ). Dort holte man mit Lkw ( Freiberg - Dresden Hbf ) die Ladung ab. Weitere Transporte von Expressgut gab es nach Dippoldiswalde und Kurort Kipsdorf. Für die Konsum-Genossenschaft Dippoldiswalde war der Wagen meistens mit Teetüten reichlich gefüllt. Übrigens war der Wagen in Perleberg zur Schadgruppe G4 mit Abnahmedatum 24.02.1980 und 31.03.88 G 3 ( alt)."


    Der Expressgutverkehr auf der HK lief also doch länger, als ich es für möglich gehalten hatte!


    @Thomas: Dann schreibe mich per E-Mail an, damit ich Dir das Foto von diesem Wagen am Zugschluss in Rabenau schicken kann. Er lief dann damals als Stückgutwagen, was ich nicht wusste.


    Besten Dank für diese Informationen!


    Mit vielen Grüßen


    André

    Hallo Karwi,


    so - jetzt hatte ich endlich die Zeit, im Schmalspur-Archiv nachzulesen, was Du meinst. Vielen herzlichen Dank für den Hinweis.


    Ich zitiere: "Der Kreis verkaufte die gesamte Kleinbahn für 1,45 Millionen M an den Militärfiskus, der während des zweiten Weltkrieges die Strecken zu Ausbildungszwecken benutzte."


    (Anmerkung AM: "zweiter" von Zweiter Weltkrieg im Original klein geschrieben)


    Dass es so eine hohe Summe war, hatte ich verdrängt/vergessen - danke für Deine Auffrischung, Karwi.


    Bitte darauf achten, dass nicht die Wehrmacht (hatte die überhaupt ein eigenes Budget?), sondern der Militärfiskus (als Geldgeber für alle Truppenteile) als Käufer fungierte.


    Und noch eine kleine Korrektur: Es gab in der SBZ keine "Landesbahn Brandenburg", sondern Du meinst die volkseigenen Landesbahnen Brandenburg - also auch hier wieder ein Pluralwort, weil die LBB nicht nur für eine Strecke, sondern für den Großteil der im Land Brandenburg liegenden Eisenbahnen des öffentlichen Verkehrs zuständig waren, die nicht zur DR gehörten.


    Aber es wird in diesem Jahrzehnt möglicherweise noch ein Buch geben, in dem alle diese Feinheiten und Geschichte der Schmalspurbahnen im Raum Dahme/Jüterbog zu allen Zeiten ausführlich beschrieben sind. Ein Dir bekannter Autor, geboren auf dem Territorium des heutigen Landes Brandenburg, arbeitet bereits daran ... :-)


    VG


    André

    Hallo Tobias,


    auf Deine Frage möchte ich einige NICHT rechtsverbindliche Antworten aus der Praxis geben:


    "Erwirbt man damit auch automatisch das Recht, diese Werke zu veröffentlichen (gedruckt in Buch/Zeitschrift, im Internet oder wie auch immer?)"


    Nein, automatisch eben nicht!


    "oder bleibt dieses Recht beim Fotograf (mit der 70 Jahre - Regel)? Bedarf es hier zur Veröffentlichung einer extra Genehmigung oder wird diese durch den Kauf ersetzt?"


    Ein Kaufvorgang von privat an privat wie in der Bucht praktiziert berührt Verwertungsrechte oder gar Urheberrechte in keinerlei Form!


    Nur wenn Dir ein Verkäufer eine Aufnahme ausdrücklich und rechtskräftig mit Rechten verkauft, hast Du nach Abschluss des Kaufes das Nutzungsrecht.


    Das Problem: Viele Verkäufer interessiert diese Thematik gar nicht, es ist ihnen egal, ob es jemand gibt, der an der betreffenden Aufnahme Rechte hält.


    Das hat u. a. den Hintergrund, dass der Großteil der Käufer die Abzüge für den Privatgebrauch kauft - ohne Veröffentlichungsabsicht.


    Wenn Du mit Veröffentlichungsabsicht auf der Rückseite eines erworbenen Fotos einen Dir nicht bekannten Urheber-Namen findest, frage den Verkäufer, ob er zum Rechtsstatus/Urheber/Nachfahren etwas sagen kann.


    Klar sein dürfte, dass bei Abzügen von bekannten Fotografen - in Sachsen also z. B. von Günter Meyer, Rainer Heinrich, Dieter Wünschmann oder Dieter Bäzold - im Westen also z. B. von Herbert Stemmler oder Gerd Wolff - die Rechte bei den Fotografen bzw. ihren Familien liegen. Gerhard Moll hat seine Rechte m. W. an die Eisenbahnstiftung übertragen.


    Du darfst Dich an derartigen Aufnahmen als privater Käufer eines Abzuges also beliebig erfreuen - aber den Abzug nicht ohne Einwilligung der Urheber/Rechteinhaber veröffentlichen.


    Problematisch wird es mit Fotos, die keinerlei Urheberkennzeichnung tragen.


    Man kann in der Szene rumfragen, wessen Stil das sein könnte, und so an den Rechteinhaber kommen.


    Wird das eine Sackgasse, hat man zwei Möglichkeiten:


    a) Du verzichtest sicherheitshalber auf eine Veröffentlichung


    b) Du veröffentlichst das Bild mit der Bitte um Kontaktaufnahme durch die Rechteinhalber mit Dir und wartest was passiert


    Entweder passiert dann gar nichts - oder es meldet sich jemand. Wie derjenige reagiert, kann ganz unterschiedlich sein:


    - es kann sein, dass Dir der Urheber/Rechteinhaber nur die Urheberangaben/Rechteinhaberangaben liefert, damit Du das Bild (weitere Bilder) das nächste Mal korrekt kennzeichnen kannst


    - der Urheber/Rechteinhaber bittet/fordert nachträglich um ein Belegexemplar (steht ihm zweifelsfrei zu!)


    - der Urheber/Rechteinhaber bittet/fordert nachträglich um eine Honorierung - Höhe ist Verhandlungssache


    Hast Du ein namentlich gekennzeichnetes Bild ohne Angabe des Urhebers veröffentlicht und bekommt das der Urheber oder Rechteinhaber mit, dann kann es rechtlich unangenehm werden. Dann kann der Urheber/Rechteinhaber neben einem Belegexemplar und einer nachträglichen Honorierung auch Schadenersatz fordern - oder, wie leider schon in der Praxis vorgekommen - das Einstampfen einer Buchauflage erzwingen!


    Reicht das als grober Überblick?


    Fragt mit vielen Grüßen


    André


    Anmerkung zu diesem Thema: Es schadet aus oben genannten Gründen nicht, in digitalen Bilddatensätzen den Urhebernamen einzufügen ...! Aber das ist eine andere Baustelle ... :-(

    Hallo Thomas,


    schön, wenn Dir diese Hinweise etwas geholfen haben.


    Wenn wir uns den heutigen GGw-Bestand in Hainsberg anschauen, dann fällt auf, dass der Großteil der heute vorhandenen GGw erst nach Einstellung der Schmalspurbahnen nach Meinersdorf, nach Nossen und nach Jöhstadt in den 1970er bzw. 1980er Jahren in Hainsberg eintraf.


    Der 97-13-30 gehört zu den in den 1980er Jahren aus Jöhstadt übernommenen Fahrzeugen.


    Wer etwas für den Erhalt von GGw(hEl) im Original tun möchte, der ist bei der IG Weißeritztalbahn e.V. herzlich willkommen!


    Viele Grüße


    André