Beiträge von A. Marks

    Hallo Ronny und Cevin,


    es ist wirklich toll, dass Ihr Euch für die alte Eisenbahn interessiert!


    In Eurem Alter habe ich mich bei vielen angesprochenen Punkten auch hilflos gefühlt, was mag nur richtig sein?


    Dann habe ich etwas gemacht, was ich bis heute nicht bereut habe: Ich habe begonnen, gute Fachbücher zu lesen - anfangs dankenswerter Weise oft aus dem Schrank meines Vaters, dann auch in Bibliotheken, denn als Lehrling/Student hat niemand viel Geld.


    Ehe Ihr hier längst schwarz auf weiß belegte Begriffe und Fakten zu IV K in Frage stellt - bitte legt Euch dieses Buch zu:


    https://www.ssb-medien.de/buec…d-2-saechsische-iv-k?c=18


    Zwar sind die darin abgedruckten Stationierungstabellen leider mangelhaft, aber gerade die technischen Details jeder einzelnen IV K sind nirgends besser beschrieben als dort!


    Warum 99 516 neu gebaut wurde und 99 607 nicht?

    Das hängt mit der jeweiligen Beheimatung und mit dem Zeitpunkt zusammen, ab dem eine Lok "auseinandergefallen" wäre.


    Die 99 516 gehörte zum Mügelner Bestand und war Anfang der 1960er Jahre "am Ende". Doch eine andere (jüngere) Lok von einer anderen Strecke stand damals nicht als Ersatz zur Verfügung! Daher fiel die Entscheidung, alle Großteile (Rahmen, Kessel, Drehgestelle) der 99 516 zu erneuern. Das stellte sicher, dass sie in den nächsten drei, vier Jahren noch einsatzfähig sein würde, was anderenfalls NICHT sichergestellt war.

    Die 99 607 gehörte Anfang der 1960er Jahre zum Kirchberger Bestand und war damals eben noch nicht am Ende, sondern es war abzusehen, dass sie die nächsten drei, vier Jahre noch durchhalten würde.


    Daher unterblieb ihr Neubau.


    Mitte/Ende der 1960er Jahre begann das große Stilllegen von Schmalspurbahnen in Sachsen. Die auf den stillgelegten Strecken vorhandenen IV K mit neuen Kesseln und/oder komplett neu gebaute IV K kamen auf die Strecken, die nicht zur raschen Stilllegung vorgesehen waren.


    Inzwischen war der technische Aufwand, die spät gebauten Altbau-IV K (Baujahre 1914 bis 1916) weiter einzusetzen gestiegen. Daher verzichtete die Rbd Dresden nun auf die spät gebauten Altbau-IV K und nutzte lieber die Anfang der 1960er Jahren neu gebauten oder neu bekesselten IV K auf diesen Strecken.


    So kam die Mügelner 99 516 als Neubaulok vor 1970 nach Kirchberg ....


    Mehr bitte, bitte in der Literatur nachlesen! Wozu werden sonst solche Bücher geschrieben?


    Fragt sich - und Euch -


    mit herzlichen Grüßen


    André M.

    Hallo Lenni,


    Du fragst nach dem schmalen Türausschnitt der frühen IV K.


    Achim antwortete bereits:

    Hallo Lenni,


    das IV K-Buch aus dem vergangenen Jahr stellt die These auf, dass dieser schmale Türausschnitt bis zur Bahnnummer 116 Standard war. Aber sicher nicht lange. Dieses kleine Loch war wohl ziemlich unpraktisch, vor allem im Sommer, wenn sich die Hitze im Führerstand staut.

    Damit hat er einerseits schon begründet, warum der kleine Türausschnitt unpraktisch war und andererseits Dir schon einen Literaturtipp gegeben:


    Die Lokomotiven der sächsischen Schmalspurbahnen, Band 2: Die Gattung IV K - siehe auch


    https://www.ssb-medien.de/buec…d-2-saechsische-iv-k?c=18


    Sowohl dort als auch im IV K-Buch vom EK-Verlag aus dem Jahr 2004 findest Du dann auch, dass es sich um keine Hypothese handelt, sondern kein Zweifel daran besteht, dass die ersten sieben Maschinen dieses missglückte Führerhaus ab Werk besessen haben.


    Wirbt wie immer um auf Papier gedruckte Texte


    mit vielen Grüßen


    André

    Hallo Railpeter und Dieselkutscher,


    vielen herzlichen Dank für Eure eingestellten Bilder!


    Als IG Wagen (http://www.ig-wagen.de) würden wir diese sehr gern in einer etwas größeren Auflösung in unsere Datenbank aufnehmen.


    Dazu müssten sie im Dateinamen mit der Wagennummer, dem Datum im Schema Jahr, Monat, Tag, dem Aufnahmeort und dem Namen des Urhebers versehen sein.


    Das stellt sicher, daß im Falle des Falles - so ein Bild wird für eine Veröffentlichung benötigt - wir wissen, bei wem wir um Erlaubnis bitten müssen, ob wir so eine Aufnahme/Aufnahmen für die Veröffentlichung nutzen dürfen.


    Kommt es zu einer Veröffentlichung, dann klappt es im Normalfall mindestens mit einem Belegexemplar, bei kommerziellen Veröffentlichungen gibt es außerdem noch das verlagsübliche Honorar.


    Meine E-Mail-Adresse ist hinter meinem Namen hinterlegt.


    Schreibt mit vielen Grüßen


    André

    Hallo Gismo,


    Freiwillig verzichtet hat darauf damals die DB AG, seinerzeit auch über die Tochter Mitteldeutsche Bahnreinigung Betreiber der Weißeritztalbahn beim Bau der Sachsenmagistrale.


    Die Mitteldeutsche Bahnreinigungsgesellschaft firmierte damals schon als BRG Servicegesellschaft - und meines Wissens hat die keinesfalls freiwillig der Vernichtung des PHV-Gleises zugestimmt, sondern hatte dem Druck von anderen Stellen lediglich nachgegeben ...


    Der würde ich also nicht die Schuld am Ende des PHV-Gleises geben!


    Schreibt mit vielen Grüßen


    André

    Hallo Ihr,


    vorhin erzählte mir ein Eisenbahnfreund, der nicht im Forum angemeldet ist, dass im Zug nach Kipsdorf kürzlich wieder nur ein Fahrgast gesessen hätte. Daher empfinde er den Gedankenaustausch zur schalspurigen FrBB-Strecke und zur ZH-Linie hier als völlig daneben. Er fragte mich (und sich): Wozu eine Eisenbahn durchs Nichts bauen, wenn es schon auf bestehenden Linien kaum Fahrgäste gibt? (neben Kipsdorf Stichwort Selketal ...)


    Die Schmalspurbahn ins Zittauer Gebirge kämpft sich gerade mühsam aufgrund der Bereitschaft der Personale, die Sonderwünsche der Geschäftsleitung umzusetzen, wieder nach oben. Wozu Steuergelder verschwenden, damit die "Zittauer" Schmalspurbahn weitere 20, 30 km Zuwachs erhält?


    Welchen Mehrwert für die Region - und die bestehenden Äste nach Oybin und Bertsdorf hätte das?


    Im EU-Zeitalter wäre eine grenzüberschreitende Bahnfahrt ohne jegliche Pass- und Zollkontrolle auch nicht anders als eine Fahrt von Nordhausen nach Sorge - mein Bekannter sieht keinerlei besonderen Reiz in einer solchen Strecke.


    Von den FrBB gibt es immerhin noch regelspurige Strecken - wer unbedingt FrBB fahren will, kann doch die benutzen!


    Und wer mit einer österreichischen U fahren möchte, der kann gern nach Neuhaus oder nach Österreich kommen, höre ich meine Freunde von der JHMD und aus Österreich förmlich sagen.


    Schreibt dazu mit vielen Grüßen


    André

    Hallo Namensvetter,


    an der Abgabe von Fahrzeugen aus dem Harz sind die beiden Vereine im Harz nur mittelbar beteiligt, da es sich bei allen abgegebenen Fahrzeugen stets um Fahrzeuge aus dem HSB-Eigentum handelte.

    Alle HSB-Fahrzeuge stehen unter Denkmalschutz des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie in Halle (Saale).

    Das Landesamt muss also einer Leihgabe oder Abgabe in Form eines Verkaufes zustimmen.


    Um jetzt etwas Wasser ins Öl zu gießen:


    Da die beiden Vereine im Harz auch langfristig mit der Erhaltung aller "Arbeitsvorräte" in Gernrode überfordert sind, sich die HSB aber in meinen Augen völlig korrekt aufs "Kerngeschäft" - die Beförderung von Personen - konzentriert, sollte das Landesamt möglichst bald einer Abgabe - als Leihgabe oder als Verkauf - wenigstens der NICHT auf der GHE, SHE oder NWE in Dienst gestellten Fahrzeuge zustimmen.


    Wenn ich der zuständige Mitarbeiter des Landesamtes in Halle wäre/Geschäftsführer der HSB wäre, dann würde ich aber gerade einer Abgabe des abgebrannten GGw NICHT zustimmen, da er als GHE-GGw in den Harz gehört.


    Schreibt mit vielen Grüßen


    André M.

    Hallo Robby,


    ein tolles Modell!


    Es zeigt einen der beiden typischen Abteilwagentypen der K.Sächs.Sts.E.B. - die lfd. Nr. 171 und 179. Davon sind sehr viele als Wagenkästen erhalten geblieben, aber keiner mit Radsätzen.

    Der verlinkte Kasten aus Wilsdruff steht inzwischen beim Windbergbahnverein.

    Die groben Maße dieses Kastens habe ich da - maile mich einfach an, dann schicke ich Dir etwas zu.

    VG

    André