Beiträge von A. Marks

    Hallo Robert,


    mich freut Dein Interesse, deshalb scheue ich mich fast, Dir wahrheitsgemäß zu antworten:


    Das von Dir angesprochene Themenfeld ist so breit, dass es weder in gedruckter Form (Bücher, Zeitschriften, Sammelwerke etc.) noch im Internet eine (oder mehrere) Seite(n) gibt, die die von Dir gewünschte Breite aufweisen.


    Natürlich gibt es von den Wagen der staatlichen Schmalspurbahnen, aber auch von vielen ehemaligen Klein- oder Privatbahnen derartige Übersichten - oft sogar mit Maßen, aber im Regelspurbereich sieht es gerade in Bezug auf die von Dir gemeinten Uralt-Wagen sehr, sehr dünn aus!


    Die bisher publizierten Wagenarchive nützen meist wenig - sind aber besser als nichts. Mehrere Treffer könntest Du außerdem in den Wagensammelwerken von EK- und Gera-Mond-Verlag landen.


    Ansonsten hilft Dir nur, in Archiven selbst mühsamst zu recherchieren. Gerade zur Anfangszeit des Waggonbaus in Deutschland wartet dort noch viel Material, von jemand systematisch aufgearbeitet zu werden.


    Schreibt mit herzlichen Grüßen


    André

    Hallo,


    nachdem es in einem Beitrag über eine Schmalspurbahn mehrere Fragen zu gedeckten Güterwagen gegeben hat, mache ich hier einen eigenen Ast für Antworten auf.


    1.

    Mein Namensvetter André fragt:


    "Was wirklich schön am 97-12-53 ist, ist das man die Beschriftung bei der Preßnitztalbahn wirklich gut gemacht hat. So wie er eben nach Thum kam.

    Wobei er dort eigentlich gar nicht mehr zum Einsatz kam. Zu seinem Vorgänger mit den Heberleinbremsrollen wollte ich eigentlich mal Andre Marks befragen, ob denn nun eigentlich bekannt ist, ob das nun 97-13-18 oder doch 97-13-86 war?"


    Am 97-12-53 Zweitbesetzung bei der IGP in Jöhstadt ist wirklich fast alles exakt - nur die Lackierung der Säulen im Rahmenbereich muss noch an die von der WA Friedland des Raw Malchin übliche Form bei der nächsten Neulackierung angepasst werden. Derzeit zeigt er sich in der vom Raw "Wilhelm Pieck" Karl-Marx-Stadt angewendeten Lackierungsform.


    Der heutige 97-12-53 hat diese Nr. schon in seiner Rittersgrüner Zeit in Zweitbesetzung bekommen. Beim 97-12-53 Erstbesetzung handelte es sich um einen Einheitswagen. Von dem wissen wir anhand von Statistiken und Fotos, dass er in Mulda beheimatet war. Er fand später mit Drehgestellen, aber ohne Anschriften eine Verwendung als Lagerraum in Meinersdorf vor dem Güterschuppen. Dort wurde er um 1980 zerlegt.


    Der 97-13-18 blieb bis Mitte der 1970er Jahre in Thum, danach war er bis 2000 in Oberwiesenthal vorhanden. Aufgrund seines schlechten Zustandes wurde er dann von der BVO verschrottet.

    Vom 97-13-86 berichten wir im Tabellenteil vom Band 2 versehentlich, dass er ab Anfang der 1970er Jahre in Thum an der Ladestraße (am "Waldrand") gestanden hätte und dort Ende der 1980er Jahre zerlegt worden wäre. Das war ein Kopierfehler von mir! Diese Verwendung und Zerlegung trifft auf den 97-12-91 zu! Bitte ggf. im Buch beim 97-13-86 durchstreichen. Zum Verbleib des 97-13-86 forschen wir noch.


    2.

    Es kam die Frage nach der Herkunft vom GGwh 97-14-26:

    Dabei handelt es sich um einen Cranzahler Stammwagen. Möglicherweise befindet er sich seit seiner Indienststellung 1929 auf dieser Strecke. Er ging als GGwhEl in Betrieb, die elektrische Leitung wurde jedoch vor 1964 ausgebaut.

    Warum es zum Ausbau der elektrischen Leitungen kam, ist mir selbst nicht ganz klar. Möglicherweise brauchte man die Dosen für andere Wagen. Auf der CW-Linie bestand demnach zu diesem Zeitpunkt kein Bedarf mehr an Expressgutwagen, wie sie Carl Bellingrodt in den 1930er Jahren noch fotografiert hat.


    Wer Fragen zur Beheimatung von sächsischen Schmalspurgüterwagen hat, den möchte ich wie gewohnt auf den Band 2 über die Wagen der sächsischen Schmalspurbahnen hinweisen.


    Mit vielen Grüßen


    André M.

    Hallo,


    der Wagenkasten wurden nach unseren ("IG Wagen") Informationen 1985 an Ort und Stelle zerlegt, weil ein Abtransport nach Mittweida zur dortigen DMV-AG an fehlenden Kränen/Lkw gescheitert war.


    Leider hat sich ein etwa gleichaltriger Eisenbahnfreund aus Mittweida bei mir bis heute nicht gemeldet, ob er ein ehemaliges DMV-Mitglied gefunden hat, der uns über die Besuche beim Wagenkasten berichten könnte. Doch vielleicht liest hier jemand aus Mittweida mit?


    Wo sollte der Kasten in Mittweida aufgestellt werden?


    Gibt es von den Besuchen um 1984/85 ev. Aufnahmen?


    In Meinersdorf standen ja aber auch noch andere Wagenkästen. Ich meine jetzt nicht die Wagen mit Drehgestellen am Güterschuppen. Wer hat z.B. den GGw-Wagenkasten vor 1990 dort einmal fotografiert?


    Hinter meinem "A. Marks" ist meine E-Mail-Adresse hinterlegt - wer lieber eine E-Mail schreiben möchte als hier zu antworten ...


    @André 50 3604: Wenn Du schon Fotos der Wagen gesammelt haben solltest, melde Dich bitte einmal!


    Schreibt mit vielen herzlichen Grüßen


    André M.

    Hallo Robby,


    Einfach schön und genial. Mir gefällt die Entwicklung auf Rügen und in Sachsen sehr gut, dass historische Fahrzeuge, solche Aufmerksamkeit bekommen

    Ja, da sprichst Du mir aus dem Herzen!


    Wobei ich diese Entwicklung nicht auf Sachsen und Rügen beschränkt sehe, sondern auch auf andere Freunde verweisen möchte. Auf die


    - in Württemberg vom Öchsle, wo ein Zug typisch württembergischer Fahrzeuge entsteht

    - in Sachsen-Anhalt vom Mansfelder Bergwerksbahnverein, die ehemalige Bergwerksbahnwagen reaktivieren

    - in Brandenburg vom Pollo-Verein, deren Fahrzeugkonzept mir sehr gut gefällt, was soweit geht, dass der ex RüKB-Wagen 970-788 inzwischen nach Putbus zurückgekehrt ist.


    Diese Aufzählung ließe sich natürlich fortsetzen - auch um Vereine/Museen ohne Fahrbetrieb (Straupitz, Asbach etc.)


    Herzliche Grüße


    André

    Hallo Nuke,


    im Bahnhofsbuchhandel sollte ab heute der aktuelle "Preß´-Kurier" (Ausgabe Februar/März) erhältlich sein.


    Dort findest Du auf Seite 20 ein Bild eines von dieser Kleinbahn stammenden Güterwagens, wie er heute in Rumänien als Personenwagen genutzt wird.


    Um sich rasch einen Überblick über alle jemals existenten schmalspurigen Eisenbahnen des öffentlichen Verkehrs auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands zu verschaffen, empfehle ich immer das Buch von Wolf-Dietger Machel


    Enzyklopädie der deutschen Schmalspurbahnen.
    GeraMond, 2011. 222 Seiten, bebildert. Gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag, ISBN: 3862451011


    Mit vielen Grüßen


    André

    Hallo Lenni,


    ein kleiner Literaturtipp wieder von mir: Es gibt bei der VGB aktuell ein Buch von Gerd Wolff "Kleinbahnerinnerungen". Dort findest Du zahlreiche Aufnahmen dieser Strecke und eine Beschreibung des Befahrens der Spitzkehren.


    Mit vielen Grüßen


    André

    Hallo Uwe,


    hattest Du meine Anfrage bemerkt?


    Hallo,


    damit die im Jahr 1969 eingestellte in den folgenden Jahren abgebaute
    Schmalspurbahn Gera-Pforten – Wuitz-Mumsdorf (1000 mm) nicht in
    Vergessenheit gerät, hat sich um 2010 in Pölzig, einer ehemaligen
    Kreuzungsstation etwa in Streckenmitte, ein Verein gegründet. Die
    Freunde und Mitglieder der „IG GMWE – Pölziger Bahnhof e.V.“ wollen
    Anfang Mai 2019 mit einem großen Fest an die Einstellung der 1901 von
    Vering & Waechter als Privatbahn eröffneten Meterspurbahn vor 50
    Jahren erinnern.


    Das Fest findet vom Freitag, dem 3. Mai, bis zum Sonntag, dem 5. Mai, statt.


    Bisher steht folgendes Programm:

    3. Mai
    Zeitzeugen und ehemalige Eisenbahner erzählen ab 17 Uhr im ehemaligen Empfangsgebäude (Hauptstraße 110, 07554 Pölzig) über ihre Erlebnisse mit der 1901 eröffneten und 1969 eingestellten Schmalspurbahn







    4. Mai Ab 10 Uhr Modellbahnausstellung, Museumsführungen sowie Vorträge und Ausstellung „Zeitreise: Oldtimer und allerlei 50er & 60er Jahre“




    5. Mai
    Um 9 Uhr beginnt am Empfangsgebäude in Pölzig eine Bahndammwanderung mit gastronomischer Versorgung. Die Rückkehr ist gegen 15 Uhr geplant, teils mit Kremserfahrt, daher wird um Voranmeldungen bis zum 29. April 2019 gebeten. Die Teilnahme kostet 19,69 Euro pro Person (einschließlich Kremserfahrt und Imbiss). Anmeldung bei Gunar Oldenbruch, der unter der Telefonnummer 0151 / 10 70 44 09 erreichbar ist.




    Außerdem finden am Sonntag ebenfalls Führungen durch die Museumsräume und Vorträge statt, während parallel Modellbahnanlagen und GMWE-Fahrzeuge im Modell präsentiert werden.




    Modelleisenbahner, die Eigenbaumodelle nach dem Vorbild der GMWE
    angefertigt haben, sind eingeladen, sie in Pölzig zu präsentieren. Eine
    Kontaktaufnahme mit dem Verein ist über die oben bzw. hier
    [http://www.gmwe-poelzig.de] genannten Nummern möglich.


    Neu in die Planungen aufgenommen ist das Vorhaben, auf den Tag genau
    50 Jahre nach der letzten planmäßigen Fahrt eines Zuges durch Pölzig –
    also am 3. Mai 2019 – erstmals mit einer Schienendraisine auf einem bis
    dahin errichteten Gleisabschnitt in Pölzig zu fahren.


    Dazu unterzeichnete der Pölziger Verein am 18. Februar den Vertrag zum Kauf einer im Auftrag der MaLoWa Bahnwerkstatt in Pila (Schneidemühl) gefertigten Draisine. Der Gleisbau auf dem Vereinsgelände startet am 23. Februar 2019.


    Die IG GMWE – Pölziger Bahnhof e.V. lädt herzlichst ein, dabei zu sein:


    Festwochenende 3. – 5. Mai 2019



    Mit vielen Grüßen



    André

    Hallo,


    wer am vergangenen Wochenende bei der "Erlebnis Modellbahn" im Dresdner Messegelände an der Anlage des MEC "Elstertal" aus Gera auf die Schmalspurbahn Gera-Pforten - Wuitz-Mumsdorf aufmerksam geworden ist - und mehr über diese Schmalspurbahn im Original wissen möchte, für den habe ich einen Tipp:


    Morgen, am Dienstag, dem 19. Februar, findet 18.30 Uhr in der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden (HTW), Raum Z336, ein Vortrag über die GMWE statt.


    Der Eintritt ist frei, das Vortragsende liegt voraussichtlich zwischen 19.30 und 20 Uhr.


    Mit vielen Grüßen


    André

    Hallo Jan,


    fairer Weise hättest Du auch den Textlink geben können:


    http://www.zittauer-schmalspurtriebwagen.de/


    Denn die hinter den Triebwagen genutzten Einheitswagen standen nach dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr zur Verfügung.


    Wer den VT 137 322 mit einer elfenbein/roten Lackierung im Stil der DDR-Reichsbahn mit Beiwagen einsetzen möchte, sollte also auf einen Traglastenwagen und/oder auf zwei "großfenstrige" Wagen der Länderbahnbauweise zurückgreifen.


    Mit vielen Grüßen


    André