Beiträge von Drops

    Wer freiwillig auf Infrastruktur zwischen Einsatzstrecke und WAS verzichtet (Freital), dem können Transportkosten eigentlich nicht hoch genug sein. Ansonsten ist eine gesicherte Anstellung auch in anderen Hallen möglich als in Heizhäusern. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.

    Ich habe nie behauptet, dass die Züge so voll bleiben werden, im Gegenteil. Es gab aber hier im Forum doch einige Schreiber, die genau diese Schlüsse zogen. Zumindest in der Presse war auch von SDG-Verantwortlichen sowas zu lesen. ("Voller Erfolg", "Fahrplankonzept hat sich bewährt", blabla)


    Zu deinem letzten Absatz: es ist eher umgekehrt. Der verwöhnte Eisenbahnfan bekommt solche Fahrtage schon mit, weil er eher dazu neigt, Foren und Betreiberseiten regelmäßig nach Neugkeiten zu durchforsten. Problem ist eher, dass man 90 Prozent der restlichen potenziellen Fahrgäste nicht erreicht. Tatsächlich wurden ja die Fahrtage im Zweizugbetrieb schon ausgeweitet. Nur leider wissen das viele nicht, weil zu spontan.
    Da kann man fast das Gegenteil vermuten: zu zeigen, dass sich Zweizugbetrieb nicht lohnt.


    Mir als verwöhnten Eisenbahnfan ist es sogar sehr recht wenn sonst niemand die Zusatzzüge kennt. Da habe ich einen Privatwagen ohne nervige Mitmenschen. Das kann nur leider nicht Sinn der Sache sein.

    was wäre Deutschland ohne seine Statistiken.... Sie sind zwar manchmal nicht schlecht, sollten aber allenfalls als Anhaltspunkt dienen. Manchmal habe ich das gefühl, dass in Deutschland alles viel zu sehr an Statistiken ausgerichtet wird. Zudem bei den wenigsten Statistiken wirklich dazu steht, wie diese entstanden sind.


    Aber ab Juli müßte ja im Streckenabschnitt Hainsberg-Dippoldiswalde ja wieder alles besser werden, weil da ja wieder der Fahrplan in Kraft tritt, der von vielen gefordert wurde. ;-) Die Begeisterung der Eisenbahnfans läßt eben sehr schnell nach, was nicht nur am Fahrplan der SDG liegt. Die Erklärung wäre mir zu einfach.

    Die Tendenz ist eindeutig! Und diese zeigt auf der Weißeritztalbahn nach der Eröffnungseuphorie wieder klar nach unten: Nach dem eröffnungsbedingten Rekordjahr ist man fast wieder auf dem Stand von 2016 angekommen. Wenn dich das dennoch zufrieden stellt, weil am Ende ja nur wir paar Eisenbahnfans daran schuld sind, da wir ja viel zu verwöhnt sind, kannst du dich glücklich schätzen.


    Meine planerischen und betriebswirtschaftlichen Kenntnisse sind aber weit genug ausgeprägt um zu wissen, dass zwar so eine dampfbetriebene Schmalspurbahn unter den gegebenen Bedingungen niemals kostendeckend arbeiten wird, ab einem gewissen Punkt der Einzugbetrieb aber höhere und zumindest gleiche Zuwendungen erfordert als (bzw. wie) ggf. ein Zweizugbetrieb, wenn die Fahrgastzahlen und damit die Fahrgeldeinnahmen durch ein unattraktives Angebot ins Bodenlose sinken. Im Weißeritztal dürfte man bald so weit sein. Anders als im Lößnitzgrund, welcher von sich aus mehr touristische Entwicklung als das Weißeritztal hat, schafft man es eben nicht mit dem einen Umlauf, ein noch brauchbares Angebot zu liefern.


    Manche Nebenbahn wurde schon auf diese Art und Weise unwirtschaftlich gemacht.


    Der groß gelobte "optimierte" Fahrplan ist jedenfalls gescheitert und man sollte sich überlegen, ob ein "weiter so" wirklich sinnvoll ist. Auch ist nicht jeder ständig für seine Wochenendplanung im Internet unterwegs, so dass mitunter Wochenenden mit Zweizugbetrieb informativ an einem Großteil der Fahrgäste vorbeigehen.


    Ein Zweizugbetrieb sollte m.E. an allen Wochenenden von Mai bis Oktober sowie während der Schulferien stattfinden. In Zittau hat man ja auch gezeigt, dass ein gestaffelter Fahrplan Erfolg bringen kann. Und diese Bahn dort zeigt ja, dass man auch effizienter arbeiten kann, als die SDG auf der Weißeritztalbahn es tut. Es muss halt nur ein Wille, Initiative und Innovationskraft vorhanden sein. Bei der SDG gibt man sich leider mit "Schema F" zufrieden.

    Sieht doch für einen Neubau gar nicht schlecht aus. Besser als Stahl/Sichtbeton in jedem Fall. Und ich gehe mal davon aus, dass die helle Farbe des Holzes mit der Zeit dunkler wird. Und den Bahnhof Freital-Hainsberg würde ich ohnehin nicht zu den optischen Highlights der Weißeritztalbahn zählen.


    Und ansonsten, wie der Vorredner schrieb: Der Zweck heiligt die Mittel.

    Was hat "König Kurt" mit Rollstuhleinstiegen in Triebwagen zu tun? Es reicht doch völlig aus, jeden Tag mit "König Kurts Erbe" ("Der Sachse hat sich für das Auto entschieden", Zitate seines Wirtschaftsministers) in Form von verbrannter Erde auf Normalspur leben zu müssen. Auch wenn der Herr sich anmaßt, man wäre hier noch immer auf ihn angewiesen, ich denke es klappt auch ganz gut ohne ihn.


    Zurück zum Thema: Auch vom zigsten Mal Durchkauen wird dieser Triebwagen den meisten Strecken in Sachsen dauerhaft nicht näher kommen.


    Und von einem Wochenendeinsatz auf eine "positive Resonanz" zu schließen, weil Eisenbahnfotografen bei einer vorerst einmaligen Sache ihr Erinnerungsfoto schießen wollen, ist auch sehr weit hergeholt.

    Noch positiver wäre es aber, zukünftig etwas den Busparallelverkehr zugunsten der Bahn zurückschrauben würde. Da könnte mit dem neuen Triebwagen durchaus ein positiver Impuls starten. Im Gegensatz zu anderen sächsischen Schmalspurbahnen handelt es sich ja wirklich um einen direkten Wettbewerb zwischen den Verkehrsträgern. Auch könnte ich mir auf einigen Streckenabschnitten höhere Geschwindigkeiten vorstellen.

    Hallo,
    abgesehen davon, dass dies unschön ist, einige Klarstellungen:


    -Seit Monaten gibt es bei der SBS Dauerausfälle wegen Personalmangel. Mal Ersatz durch Bus, Taxi oder gar nicht. Neustadt-Sebnitz liegt dauerhaft brach, letztes Wochenende war der Betrieb nach Altenberg und Kamenz zeitweise deshalb ebenfalls eingestellt!


    -Von den 5 dem Betrieb fehlenden Triebwagen hatten lediglich 2 Baumberührungen. Einer hatte einen Unfall am Bahnübergang, einer ist beim Rangieren in Kamenz entgleist (weil der Tf der SBS die Handweiche unter dem Zug gestellt hat), ein 5. Fahrzeug befindet sich zur HU in Delitzsch, also ein planbarer Ausfall.


    -Die DB Netz schneidet die betroffenen Strecken sicherlich nicht vorbildlich frei, allerdings scheint auch bei der SBS kein Lerneffekt (immerhin betreibt man die Strecken seit 2010!) einzusetzen, nach Unwettern auf Sicht zu fahren oder während dieser Wetterlagen kurzfristig den Betrieb einzustellen, wie es andere Betreiber tun. Die Unfälle passierten alle im Zusammenhang mit Unwettern, wo sich umstürzende querliegende Bäume nie vermeiden lassen, wenn man keine Schneise von 50 Metern ziehen will. Wer solche Schneisen fordert, lebt an der Realität vorbei. Die Behauptung der Streckenschnitt wird gezielt vernachlässigt, weil nicht mehr DB Regio die Verkehre erbringt wird durch Wiederholen nicht richtiger.


    -Hätte man eine richtige Werkstatt mit Lagerhaltung wäre man nicht auf komplizierte Terminfindung mit anderen Fachwerkstätten angewiesen. Diese sind im Moment allesamt so ausgelastet, dass sie nicht auf die Städtebahn in der Regel gewartet haben.


    Ich habe das Gefühl, hier werden gezielt Falschinformationen gestreut, um an Image und Zuschüssen (Pönale sind nicht nur abhängig der nicht erbrachten Leistung, sondern auch der Verantwortlichkeit) zu retten was zu retten ist.


    Viele Grüße
    Uwe