Beiträge von Drops

    Wie einige Vorredner bereits schrieben:


    Die SBS hat ein massives Problem mit der Verfügbarkeit von Fahrzeugen und Personal. Regelmäßig findet daher SEV z.B. zwischen Neustadt und Sebnitz statt.


    Dazu sei erwähnt, dass Gründe dafür z.B. im fehlenden Tarifvertrag und den daraus resultierenden schlechteren Arbeitsbedingungen und der Fahrzeugbemessung liegen. Man hat für den normalen Betrieb im Prinzip jetzt schon mindestens einen Desiro zu wenig, dazu kommen im Moment die anstehenden Hauptuntersuchungen.


    Man hat einfach sehr eng kalkuliert und kommt jetzt nicht mehr hin. Auch DB Regio ist seinerzeit nach Sturmereignissen schon gegen Bäume gefahren, ohne den Betrieb einzustellen. So eine Gebirgsstrecke kann man u.U. auch nicht immer exakt nach abstrakten Regelwerken instandhalten. Man kann natürlich vordern, Steilhänge am Gleis abzuholzen, aber man darf sich dann bitte auch nicht wundern, nach dem nächsten Unwetter dann in Schlamm- oder Gerölllawinen zu fahren.


    Insgesamt hat man den Eindruck, dass man bei der SBS mit den von vornherein zu knappen Resourcen nicht mehr hinkommt. Die Fahrzeuge sind siffig und heruntergekommen; Türen, Schiebetritte, Toiletten funktionieren oft nicht, Außenhülle und das Sammelsorium verschiedenster Sitzpolster ist abgeranzt. Der VVO sponsert jetzt eine Auffrischung durch bestellte Vollwerbung etc, damit sich überhaupt etwas tut.


    Hauptsache in der Ausschreibung konnte man mit schön (zu) billig seriöse Bieter ausstechen. Das Resultat sind weggefallene tarifgebundene Arbeitsplätze und weniger Arbeitsplätze (warum wundert man sich in der Politik eigentlich ständig, weshalb die Kaufkraft abnimmt?) sowie gelackmeierte Fahrgäste, die relativ schnell hinter die Fassade der "neuen freundlichen Bahn" schauen durften. Schaut man sich da die Facebookseite der SBS an, ist eigentlich alles gesagt.


    Ich hoffe nur, dass die SBS nicht zum Totengräber der Müglitztalbahn wird, egal ob durch Dummheit oder bewusstes Kalkül.

    Lacke bzw. Folien sind reversibel.
    In diese nicht ganz professionelle Paintzeichnung aus der Pressemitteilung würde ich jedenfalls auch nicht hineininterpretieren.


    Grundsätzlich sollte aber bei der Lackierung die Formgebung des Fahrzeuges berücksichtigt werden, wenn es gut aussehen soll. Es wäre also schön, wenn z.B. die angeschrägten kombinierten Signalleuchten berücksichtigt würden.


    Welches Fahrzeug dann jetzt welche Nummer bekommt ist eher zweitrangig. Da scheint ein Geschäftsführer viel Zeit für solche Gedankenspiele zu haben :-P.

    Schön für die Optik. Schade um die Fördergelder, mit denen der vor wenigen Jahren sinnlos herbeigeführte Zustand beseitigt wird. Zumindest wurde ja der erste Abschnitt großzügig gefördert, nachden der neue Geschäftsführer seinerzeit vollendete Tatsachen schaffen ließ...

    Leider werden solche Lösungen, egal wie konstruktiv, bei den Entscheidungsträgern ungehört verhallen. Im Moment rühmt man sich mit den durch die Eröffnungsneugier zu unmittelbar vorher gestiegenen Fahrgastzahlen und redet alles andere schlecht oder klein oder unmachbar.
    Ich halte es persönlich am besten, von Mai bis September sowie an Ferien und Feiertagen Zweizugbetrieb anzubieten. Aber da ist ja offensichtlich bei den Verantwortlichen überhaupt kein Wille zu erkennen. Das fängt beim Freistaat Sachsen an, dessen Regionalisierungsmittel schon immer mit einer fahrenden Weißeritztalbahn wie vor August 2002 bemessen sind und geht dann nicht zuletzt über VVO zur SDG, die im Vergleich zum ausschließlichen Betrieb bis Dipps den tatsächlichen Aufwand an Personal und gefahrenen Kilometern nochmal zurückgefahren hat. Man hat ja mit einer frisch neu gebauten Strecke jetzt so einen gigantischen Instandhaltungsaufwand, dass es gar nicht anders mehr geht. Man denke an die Menge zusätzlicher Fahrplanaushänge an den neuen Stationen, die aktuell gehalten werden müssen oder die Masse der zusätzlichen Papierkörbe, die geleert werden muss. ;-)

    Ich denke auch gerade bei der Weißeritztalbahn wäre ein Buffetwagen keine schlechte Sache, da die entsprechende gastronomische Infrastruktur an der Strecke fehlt. Man muss sich aber darüber im Klaren sein, dass das keine Cash-Cow ist, sondern lediglich eine Attraktivitätssteigerung darstellt. Man muss es ernsthaft wollen.