Beiträge von schlaudi

    Hallo,


    Zitat

    Original von Eckhard
    Hallo zusammen,


    inzwischen ist wieder ein Monat vergangen und bis zum Jahresende bleiben nur noch reichlich sieben Monate. Hat sich inzwischen beim Wiederaufbau des oberen Teils der Weißeritztalbahn irgendwas getan? Um bis zum Jahresende fertig zu sein, müsste man langsam mal anfangen. Weiß jemand mehr?


    Gruß Eckhard


    keine sichtbaren Aktivitäten, zumindestens an den Stellen die von der Straße aus sichtbar sind...


    Gruß


    Sascha

    Hallo,


    Zitat

    Original von Danilo Pietzsch


    Die Brücke grenzt an private Grundstücke und eben die beiden Straßen mit den Bahnübergängen. Die Pfeiler hätte man zwar theoretisch nach außen versetzen können, aber die gesamte weitere Verbreiterung des Wasserlaufs wäre dort am Platzproblem gescheitert, denn man hätte dann auch eine neue längere Brückenkonstruktion bauen oder gar die Trasse verschieben müssen.


    ich habe ja immer gedacht, dass die ehemalige Rathsmühlenbrücke aus Dipps, die auch in Obercarsdorf liegt, eingebaut wird. Auf der linken Flussseite wäre eine Verbreiterung aufgrund der dort befindlichen Gemeindestraße und der angrenzenden Grundstücke problematisch. Auf der anderen Seite gehört die Wiese zwischen Straße und Bahn zum gegenüberliegenden Grundstück auf der anderen Straßenseite. Die Eigentümer haben sich schon vor Jahren dagegen verwehrt, die Straße darüber zu legen als die Straßenbrücke neu gebaut wurde. Damals war eine Brücke für Straße und Bahn im Gespräch, wie in Ulberndorf. Die Straße wäre sogar vom Wohnhaus weg gerückt und hätte begradigt werden können. Der Eigentümer hat dies damals wohl abgelehnt, obwohl er eigentlich nur Vorteile davon gehabt hätte. Warum ist unbekannt.


    Wegen der Brücke in Buschmühle mache ich mir wenig sorgen. In der Nähe werden keine Medien o.ä. liegen. Die Lager bauen dauert nicht länger als sechs Wochen, parallel dazu die Sanierung des Überbaus. Also kein Problem das in 1-2 Monaten über die Bühne zu bekommen. Wenn im Juni Baubeginn ist, dann kann im August das Gleis gelegt werden...


    Viele Grüße aus dem Erzgebirge


    Sascha

    Hallo,


    Zitat

    Original von Aufsichtsbeamter
    Trotzdem bleibt die Frage, was aus dem Lokschuppen in Kipsdorf wird ?


    Unkraut und Gebüsch wurden entfernt. Ansonsten wird er wohl stehen bleiben bis er mal einstürzt. Steht ja vermutlich unter Denkmalschutz. Den zu renovieren, nur damit er renoviert ist wird wohl keiner.


    Sascha

    Hi,


    Zitat

    Original von Aufsichtsbeamter
    Ja, mit der Brücke in Obercarsdorf,


    für mich sieht das so aus, als ob die Brücke eingebaut werden kann. Die Lager sind fertig.


    "Günstiger wäre eine Technik, bei der die Brücke angehoben würde, wenn die Rote Weißeritz zu viel Wasser führt. In diese Richtung wird die Lösung gehen."


    Das klingt eher so, als ob die Brücke bei Hochwasser mit einem Kran herausgehoben wird (werden kann)...


    Prinzipiell sieht es doch so aus, als ob nur noch das Planum hergestellt werden muss und die Gleise verlegt werden. Von der Hydraulik bis Obercarsdorf, ein kurzes Stück hinter der Schmiedeberger Gießerei und von Buschmühle bis Kipsdorf, alles in allem sind das ca. 6km Streckengleis, ein neuer BÜ in Ulberndorf und zwei Brücken einzuheben. Das sollte doch in einem Jahr zu schaffen sein. Bis auf die Brücke in Buschmühle sind doch keine größeren Bauwerke mehr herzustellen.


    Viele Grüße aus dem Erzgebirge


    Sascha

    Hi,


    ich bin auch auf den Fortschritt gespannt - erstens hört man die Loks und bei gutem Wetter auch den BÜ bei mir zu Hause und zweitens gibt es eine wichtige Sache für den Physikunterricht meiner Kinder:


    Dazu muss man, Dampfbetrieb auf der Bahn vorausgesetzt, den Fahrplan kennen und dann entweder mit dem Fahrrad oder auf Schusters Rappen den Aussichtspunkt auf dem Hohen Brand aufsuchen. Für Ortsunkundige: das ist der Berg, den man sieht wenn man vom Bahnhof Kipsdorf in Richtung Norden schaut.


    Nun kommt die Kunst: man muss zur passenden Zeit am Aussichtspunkt sein, nämlich dann wenn ein Zug den BÜ überquert. Neben dem herrlichen Blick auf meinen Heimatort kann man von dort aus ca. 1500m Entfernung in dem Moment, in dem die Lok pfeift bzw. kurz danach, die unterschiedliche Ausbreitungsgeschwindigkeit von Licht und Schall beobachten. Das sieht man von dieser Stelle aus ziemlich gut und ist mir seit meiner Kindheit in Erinnerung geblieben.


    Allerdings weiß ich gar nicht mehr, ob nach Einbau der Halbschranken überhaupt noch gepfiffen wurde? Aber vielleicht kurz bei der Abfahrt? Das könnte man von dort oben auch beobachten.


    Kleiner Test: sieht man eher den Rauch der Pfeife oder hört man sie zuerst ;-)))


    Viele Grüße aus dem Osterzgebirge in freudiger Erwartung auf den Aufbau.


    Sascha

    Hallo,


    die Diskussion ist tatsächlich eine interessante: Wie soll es weiter gehen, wenn die Bahn wieder fährt? Auch der Tourismus hat sich seit 2002 gewaltig geändert. Früher für viele Familien eine Art Zubrot oder Nebenjob für die Frau. Heute geprägt von billigen Jobs, die oft nur noch durch Ausländer besetzt sind. Ich wohne ja in Bärenfels, also 1,5km von Kipsdorf entfernt. In den letzten Jahren haben hier zwei große Beherbungsstätten geschlossen. In Kipsdorf gibt es gleich gar keine erst. Die Einwohner verdienen ihr Geld fast alle woanders: in Freiberg, Glashütte, Dippoldiswalde und Dresden. Auch private Vermieter haben sich zurückgezogen. Es gibt kaum Arbeitslose, also auch wenig Veranlassung sich auf das mühselige Tourismusgeschäft einzulassen.


    Die Wanderwege verkrauten immer mehr oder werden zu Forstautobahnen für den Holzabtransport ausgebaut. Für den Wintersport gibt es wenig zeitgemäße Angebote. Der Skilift in Oberkipsdorf wird vom Sportverein betrieben, leidet aber oft an Schneemangel, da er relativ tief liegt und nicht künstlich beschneit wird. Die nächste Loipe befindet sich in Bärenfels, bei wenig Schnee erst am Ortsausgang. Weitere Lifte in Schellerhau und Oberbärenburg.


    Was allerdings funktioniert ist der Tagestourismus, gerade jetzt in der Herbstzeit. In Kipsdorf hat eine neue Bar eröffnet und der Bäcker hat sein Café wieder offen. Man muss also nicht verhungern. Die Gaststätten in Oberkipsdorf haben aber längst aufgegeben. Die einzige weitere Gaststätte (Hickmanns Stübl) wird wohl irgendwann altershalber schließen...


    In Altenberg (zu dem die Orte gehören) hat man offensichtlich wenig Interesse an der Bahn. Die touristischen Höhepunkte heissen hier Bobbahn und Biathlon...


    Es bleibt also abzuwarten wie sich die Geschichte weiter entwickeln wird. Ich denke, dass die Bahn hier die ein oder andere Entwicklung anstossen wird, aber große Wunder würde ich hier nicht erwarten....


    Viele Grüße aus dem schönen Osterzgebirge!


    Sascha

    Hallo,


    Zitat

    [i]
    (Wiederaufbau kein Problem - ? - schau mal den Abschnitt Buschmühle - Kipsdorf als Beispiel an).


    ich sehe das als recht unproblematisch an. Dort ist nur die Brücke Buschmühle zu ersetzen. Ich vermute ja das dort die ehemalige Obercarsdorfer oder die Rathsmühlenbrücke hinkommt. Ansonsten ist nur das Planum wieder herzustellen. Das sollte ja nicht so schwer sein...


    Ansonsten:



    Naundorfer Brücke




    Bahnhof Obercarsdorf




    Brücke Obercarsdorf (nur schnell beim Vorbeifahren...)

    Hallo,


    Zitat

    [i]
    da hast Du allerdings recht. Der letzte befahrbare Teil südlich von Dipps wurde durch eine reine Publicity-Aktion der FDP-Politiker auch noch zerstört. Bisher sind keine weiteren Bauarbeiten erfolgt, daher hätte man sich das auch sparen können.


    naja das hat der Spaßpartei zum Glück nichts genutzt. In unserem Wahlkreis hatten sie 3,8%der Direktstimmen und 4,2% der Listenstimmen bei der Wahl am letzten Wochenende. Aber wie oben geschrieben scheint sich irgendwas zu tun... Ich werde beobachten und berichten.


    Viele Grüße


    Sascha


    http://www.baerenfels.de

    Hallo,


    Zitat

    Original von 99er
    Hallo,
    die erste Folge des "Wiederaufbaues" erleben nun wir im Dezember! Die sonst alljährlichen Adventssonderfahrten im oberen Streckenabschnitt müssen ausfallen...
    :frust:
    Grüße


    das ist ja logisch, weil die Brücke an der B171 ausgehoben wurde, würde für mich an ein Wunder grenzen, wenn die bis Dezember fertig wäre. Bis jetzt hat an der noch keiner was gemacht... Aber heute habe ich seit langem wieder eine Aktivität gesehen: Das Lager am Bahnhof Obercarsdorf, welches die drei Brücken (zur Erinnerung: hier liegt die ehemalige Rathsmühlenbrücke aus Dipps, die Obercarsdorfer Brücke und die von der 171) wurde eingezäunt. Der Zaun teilt den Bahnsteig und umfasst alle dort gelagerten Gegenstände (Schienen, Brücken und Armierungsstahl für Brückenfundamente). Für mich ein Wunder, dass das noch keiner geklaut hat.. Mal sehen wie es weiter geht...


    Viele Grüße aus Bärenfels im Osterzgebirge...


    Sascha


    http://www.baerenfels.de