Beiträge von Blix

    Hallo Leute,


    am vergangen Sonntag fand im Badepark in Bad Muskau wieder das Straßentheaterfestival "ViaThea" statt. Wie schon im letzten Jahr präsentierte sich auch diesmal wieder die WEM vor Ort und genau wie im letzten Jahr wurde dazu die Hilax als Ausstellungsstück nach Bad Muskau gebracht. Im Unterschied zum letzten Jahr fand das Festival diesmal allerdings an einem Dampfwochenende statt, weshalb diesmal auch regelmäßig unter Dampf stehende Loks von den Besuchern erlebt werden konnten. Zusätzlich wurde mit einem Dieselzug ein Pendelverkehr von Bad Muskau bis zur Baierweiche angeboten.


    Bereits am Vorabend wurde die Hilax und der Fakultativwagen 07-005 im Museum "Anlage Mitte" bereit gestellt.



    Nach Dienstschluss kam 99 3317 um das Gespann in die Teichstraße zu bringen.




    Gebäude aus den typischen gelben Weißwasseraner Ziegelsteinen gibt es entlang der WEM leider immer weniger. Da muss jede Ecke mit aufs Bild.




    Am Bahnsteig in der Teichstraße sollte die Lok die Nacht verbringen.



    Doch am späten Abend musste die Chance noch genutzt werden um diese nicht ganz alltägliche Konstellation vorm Lokschuppen zu verewigen.



    Der nächste Morgen begann mit den üblichen Vorbereitungsarbeiten. Hier auch dritte im Bunde an diesem Tag, die 99 3312.



    Ganz spontan wurde auch die Hilax "angeheizt".




    Trotzdem brauchte es die 99 3317 um die Hilax in den Betriebshof in der Ziegelei zu bringen.



    Hier wurde Sie erstmal auf einem Nebengleis abgestellt....



    ….während sich die 99 3317 ihren Zug für den Tag zusammen rangierte.



    Von den folgenden Rangiermanövern kann ich leider keine Bilder bieten, doch es war einiger Aufwand erforderlich um den ersten Zug des Tages nach Bad Muskau zusammen zu stellen. Denn als äußerst außergewöhnliche Maßnahme sollte die Hilax und der Fakultativwagen mit dem ersten Planzug in die Neißestadt gebracht werden.
    Auch wenn eine von beiden kalt ist, ist es doch ein sehr seltener Anblick das ein Planzug der WEM mit 2 Loks bespannt ist wie hier kurz vor der Abfahrt im Bahnhof Weißwasser Teichstraße.




    2 Züge, 3 Gleise und 4 Loks. Ein nicht ganz normaler Morgen an einem Betriebstag bei der WEM.



    Auch wenn die Zuglast ungewöhnlich groß war hatte die Diana keinerlei Probleme den Zug im Fahrplan zu befördern, wie zum Beispiel hier am Haltepunkt Gablenz.



    Hier noch ein schöner Vergleich zwischen beiden Loks. Auch aus anderem Grund ist dieses Bild bemerkenswert. Wird es doch eines der letzten mit der alten Hochspannungsleitung im Hintergrund sein, welche schon zu alten Betriebszeiten hier stand und nun unter die Erde gelegt wird.



    Ein kurzer Betriebshalt in der Baierweiche.



    Ein gutes Jahr seit ihrem ersten Besuch erreicht die Hilax wieder Bad Muskau. Es dürfte sich auch um den ersten Zug mit 2 Dampfloks gehandelt haben welcher in den neuen Bahnhof eingefahren ist.



    Beim Umsetzen konnte man sich schon fragen wer hier nun eigentlich wen zieht bzw. schiebt.



    Und da ist er nun, der erste Planmäßige Personenzug mit der Hilax in Bad Muskau! Naja noch nicht ganz.....



    Zum Schluss brachte die 99 3312 die Hilax zu ihrem Abstellplatz für den restlichen Tag.



    Im laufe des Tages besuchten Unmengen an Gästen das Straßentheaterfestival bzw. fuhren mit der WEM. Während im laufe des Tages die 99 3312 ihren Durst stillt, dient die Hilax als Blickfang für die WEM.



    Ebenfalls auf Gleis 3 wartete der Pendelzug welche die Besucher bis zur Baierweiche und zurück brachte.




    Für das zurück bringen der Hilax nach Weißwasser entschied man sich für die Variante dies einzeln nach dem letzten Zug zu tun und so fuhr die 99 3317 nach Beendigung aller Rangieraufgaben nochmals Lz nach Bad Muskau und machte sich mit den Museumsfahrzeugen auf den Weg zurück nach Weißwasser.





    Der Vorteil solcher Fahrten nach Dienstschluss und ohne Zeitdruck ist das man sich auch mal spontanen Möglichkeiten widmen kann. Und so konnte auf der großen Wiese beim Haltepunkt Gablenz die spektakuläre Abendsonne ausgiebig genutzt werden um unzählige Bilder und Varianten aufzunehmen. Hier nur eine kleine Auswahl davon.






    Doch leider will dann wirklich jeder mal Feierabend machen und so machte sich die Fure auf die letzte Etappe.




    "ViaThea" war wieder ein toller Erfolg, bei dem sich auch die WEM gut präsentieren konnte. Im nächsten Jahr soll es wieder eine Neuauflage geben. Mal sehen wie sich die WEM dann daran beteiligen wird.



    Viele Grüße
    Felix

    Hallo Julian,


    besten Dank für deinen schönen Bericht! Das ist wieder so eine interessante Bahn von der man schon viel gehört hat, aber man es noch nie selber dort hin geschafft hat.


    Aber sag mal hab ich das richtig verstanden das die E2 über Nacht neu lackiert wurde?! Da würde mich die Qualität schon sehr interessieren. Wenn die Lok am Vortag noch im Einsatz war und am nächsten Morgen schon wieder, dann dürfte für eine ordentliche Oberflächenvorbereitung und das aushärten ja kaum genug Zeit gewesen sein.


    Viele Grüße

    Felix

    Hallo Leute,


    Erik besten Dank für das Video!


    Eckhard bei der Frage warum dort nicht mehr in den Oberbau investiert wird musste ich mir schon ein kleines Lachen verkneifen. :zwink: In den letzten 1-2 Jahren sind dort sicherlich mehrere hunderttausend Euro in die Strecke investiert wurden! Der komplette Oberbau wurde mit neuen Schwellen und neuen größeren Schienen versehen. Man hat dort also enorm in den Streckenunterhalt investiert. Nur auf das ausrichten jedes kleinen Höhenfehlers hat man verzichtet, was bei dieser Art von Bahn ber keinerlei Problem darstellt. Außerdem ist das bei weitem nicht so schlimm wie es im Video aussieht. Das wirkt nur durch den Einsatz des Teleobjektivs bzw. den hohen Schwerpunkt der Loks so.


    Ob die Stromabnehmer den Betrieb dort überstehen wird die Zeit zeigen. Ansonsten wird es da dann sicherlich feldbahntypische Anpassungen bzw. Umbauten geben.


    Viele Grüße

    Felix

    Hallo Leute,


    Julian da sich der Unfall an einem Samstag ereignet hat wird also wohl auch noch Samstags gefahren. Ansonsten wird das wohl von der Auftragslage abhängen.


    Mehr zufällig konnte ich heute der Feldbahn in Staßfurt mal wieder einen Besuch abstatten. Wie üblich ist natürlich auch diesmal am Samstag Abend nichts gefahren, aber es lag halt am Weg. Der Unfall vor genau einer Woche war natürlich eine schockierende Nachricht, hat sich doch damit der Bestand an einsatzfähigen Loks gleich mal um ein Drittel reduziert. Und eine aus dem Gleis gekippte Lok lies ja auf eine längere Ausfallzeit tippen.
    Mehr als überrascht war ich deshalb die verunfallte EL12 Nr.2" (LEW 16702/1983) bereits wieder im Einsatz zu erblicken! Nur ein paar kleine Beschädigungen waren zu erkennen, aber nichts weiter was anscheinend irgendwie die Einsatzfähigkeit behindern würde. Die Strapazierfähigkeit der LEW Technik ist schon beeindruckend.



    Ein paar Einschläge an der Front....



    ….,ein abgerissenes Trittbrett und eine neue Seitenklappe sind die einzigen sichtbaren Schäden die die Lok vor einer Woche davon getragen hat. Der beteiligte Traktor sah da ja weitaus schlimmer aus. Der umgekippte Wagen stand anscheinend in der Werkstatt.



    Doch ist diese Neuigkeit nicht schon spektakulär genug, so war ich wegen etwas anderem doch noch viel begeisterter! Ich hatte es schon kaum noch für wahrscheinlich gehalten, aber die Meldungen stimmten nun doch. Die Feldbahn in Staßfurt besitzt nun 2 neue E-Loks!



    Beide Loks sind noch Fabrikneu und dürften erst in der letzten Woche ausgeliefert wurden sein. Das Interior der Führerstände war teilweise noch mit Schutzfolien abgedeckt und an den noch komplett lackierten Puffern ist ersichtlich das keine der Loks bisher mit einem Zug unterwegs war.
    Interessant ist das es sich beim Hersteller um eine mir bisher unbekannte Firma in der Slowakei (irgendwie hatte ich also doch recht....) handelt. Die Firma "Locoproject s.r.o." baut in Banska Stiavnica wohl hauptsächlich mobile Brecheranlagen und ist ein Teil der deutschen Firma "Giegold Recycling". Doch gehört auch das vollständige Sortiment an Grubenloks zum Portfolio. Auffällig ist auch hier wieder die fast zum verwechseln große Ähnlichkeit der angebotenen Loks mit den Konkurrenzprodukten der anderen Grubenlokherstellern in der Slowakei und Tschechien. Das dürfte darauf zurück zu führen sein das alle Firmen sich am gleichen Typenprogramm orientieren welches vom Schwermaschinenkombinat ZŤS seit den 80er Jahren gebaut wurde.


    http://www.locopro.eu/


    https://www.giegold.de/index.php?content=startseite



    Beide Loks gehören laut Fabrikschild zum Typ TL16. Das ist insofern interessant das dieser Typ auf der Internetseite garnicht angeboten wird und es sich wohl um einen extra für diese Bahn konstruierten Loktyp handelt. Das Fabriknummernsystem ist zum Glück denkbar einfach und die beiden Loks besitzen daher die Daten 2019001/2019 und 2019002/2019.


    2019001/2019:




    2019002/2019:




    Beide Loks stehen genau wie ihre Vorgänger draußen unter freiem Himmel. Ob die neue Technik das genau so gut wie die alte LEW Technik übersteht wird man in Zukunft sehen.





    Ein Blick durchs Fenster in den spartanischen Führerstand.



    Beim Blick auf einige Details der neuen Loks fällt nicht nur die recht eigenwillige Übersetzung ins deutsche auf, sondern auch das einige Ausschnitte anscheinend zum Teil wieder verschweißt wurden. Auch wurden die Loks anscheinend nur über eine ältere, bereits grob abgeblätterte, Farbschicht lackiert. Der Verdacht liegt also nahe das wir hier überhaupt keine Neubauloks des Baujahres 2019 sehen, sondern umgebaute ältere (evtl. auf Vorrat gebaute) Grubenloks welche nach dem Umbau unter neuer Nummer ausgeliefert wurden. Das wäre ja im Lokbau nun keine neue Sache. Was nun stimmt muss daher wohl erst noch erforscht werden.










    Trotz das die Loks praktisch Fabrikneu sind wurden anscheinend schon nach den ersten Testfahrten die ersten feldbahnmäßigen Umbauten an der 2019002 vorgenommen. Während sich die 2019001 anscheinend noch im Lieferzustand befindet, wurden an der 2019002 die Staukästen an den Stirnseiten mit weiteren Versteifungsblechen versehen und in einem anderen Gelbton nachlackiert. Außerdem wurden in den Puffern zusätzliche Führungen für die Kuppelbolzen angeschweißt. Evtl. werden diese Umbauten auch noch bei der 2019001 durchgeführt.


    2019001:



    2019002:





    Zum Abschluss nochmal ein Vergleich zwischen alt und neu. LEW EL12 gegen Locoproject TP16. Ob einem nun alt oder neu besser gefällt ist wohl Geschmackssache. Aber ob die neuen Loks wirklich die alt bewährte Technik ersetzen können wird die Zukunft zeigen. Auf jeden Fall ist es aber eine sehr gutes Zeichen für den langfristigen Fortbestand dieser Feldbahn!






    Viele Grüße
    Felix

    Hallo Andreas,


    schön zu sehen das du jetzt den Weg hier her gefunden hast und nun aus erster Hand berichten kannst! Es ist

    gut zu hören dass es jetzt schon so langsam positive Effekte der Veranstaltung gibt.

    Die Betriebssicherheit der Fahrzeuge steht immer an erster Stelle wenn man sie für den Betrieb einsetzen will.

    Ganz besonders bei eurer Strecke! Trotzdem kann man natürlich viel dafür tun um historische Details und damit

    die Geschichte der Fahrzeuge zu erhalten.


    Ich empfehle dir bzw. würde mich sehr freuen wenn du dich auch bei kipplore.com anmelden und dort berichten

    würdest. Dort gibt es auch schon seit vielen Jahren ein Thema zu dieser Bahn wo früher auch Andreas Lässig vom

    aktuellen geschehen berichtet hat. :zwink:


    Viele Grüße

    Felix

    Hallo Toralf,


    ich erlaube mir mal deine Liste zu übernehmen und nach meinem Wissenstand zu vervollständigen und auch hier mit ran zu hängen.



    - Waldbahn Vyhoda


    - Ziegelei Majdan-Vila (ca. 2018 eingestellt, eine Lok ist seit kurzem beim Museumsprojekt in Antonivka)


    - Ziegelei Kolomiya (2 Werke)


    - Imprägnierwerk Rava-Ruska


    - Torfbahn Smyga


    - Torfbahn Irdyn


    - Torfbahn Stoyaniv


    - Torfbahn Lopatyn


    - Basaltbahn Ljubomyrsk (laut ukrainischen Quellen im Frühjahr 2018 eingestellt)


    - Sägewerk Rokitne (schon seit 2012 eingestellt, der MUZ-4 befindet sich beim Museumsprojekt in Antonivka)



    Dazu kommen noch folgende Bahnen, wobei die letzten bestätigten Sichtungen teilweise schon einige Jahre zurück liegen und die Bahnen damals anscheinend schon kurz vor der Einstellung standen. Es kann also durchaus sein das es einige der Bahnen heute nicht mehr gibt.


    - Torfbahn Prylisne (eine der größten und bestgepflegtesten Torfbahnen der Ukraine)


    - Torfbahn Dovzycja


    - Torfbahn Smolyn


    - Torfbahn Semenivka


    - Ziegelfabrik Rivne


    - Ziegelfabrik Zdolbuniv


    - Imprägnierwerk Novomoskovs'k


    - Imprägnierwerk Dubno


    - Werkbahn Burtyn


    - Werkbahn Zytomyr



    Genau genommen gehören natürlich auch die 600 mm Salzbahnen auf der Krim und die unzähligen, aber noch nie erforschten, Grubenbahnen im Donbass in diese Liste.


    Viele Grüße
    Felix

    Hallo Leute,


    am 1.6.1969 wurde der Restverkehr der MPSB, der Mecklenburg-Pommersche Schmalspurbahn, eingestellt. Im Anschluss daran verstreute es die erhaltenen Fahrzeuge auf der ganzen Welt. Nun 50 Jahre später wurde deshalb bei verschiedenen Bahnen an dieses Ereignis erinnert. So auch bei der Waldeisenbahn Muskau, wo mit der 99 3462 und 2 Fakultativwagen auch verschiedene original MPSB Fahrzeuge erlebt werden können.


    Am vergangen Samstag, also auf den Tag ganz genau 50 Jahre später, fand daher eine Erinnerungsfahrt über fast das gesamte Streckennetz der Waldeisenbahn Muskau statt, was fast genau der selben Streckenlänge entsprach die damals auch der bei MPSB Abschiedsfahrt zurück gelegt wurde. Wie angekündigt wurde das ganze als Erinnerungsfahrt mit einigen Fotohalten, aber nicht als reine Fotofahrt durchgeführt. Trotzdem erfreute sich die Fahrt großen Zuspruchs und war schon seit Wochen ausverkauft.
    Hier nun nur ein paar Schnappschüsse die ich während meines Dienstes machen konnte.


    Zunächst ging es nach Bad Muskau, wo der Sonderzug für die Fahrgäste welche auf den regulären Personenzug warteten eine große Überraschung war. Direkt hinter der Lok sind die beiden Fakultativwagen zu sehen, welche schon in den 50er Jahren von der MPSB zur WEM kamen und hier im regulären Einsatz waren.




    Hier gab es eine Scheinanfahrt entlang der in voller Blütenpracht stehenden Rhododendronbüsche.




    Das wurde gleich dazu genutzt um den Sonderzug auf Gleis 3 abzustellen und so den Platz für den einfahrenden Planzug frei zu machen.



    Anschließend fuhr der Sonderzug bis zur Baierweiche, wo er auch viel Aufmerksamkeit von den "zufällig" vorbei kommenden Passanten erhielt.



    Abgewartet wurde hier die Überholung durch den ebenso gut gefüllten Planzug.



    Die große Wiese gibt es bei Friedland und bei Bad Muskau, also wurde hier der nächste Fotohalt eingelegt.



    Danach ging es direkt auf die Tonbahn in Richtung Schwerer Berg. Hier bei der Einfahrt in den Halbendorfer Wechsel.



    In der Trebendorfer Wasserstelle gab es nicht nur die Möglichkeit sich am Küchenwagen zu stärken, sondern es wurde auch das gemacht was ihr Name schon sagt.



    Am Endpunkt, dem Bahnhof Schwerer Berg, bestand für die Fahrgäste nicht nur die Möglichkeit den Aussichtsturm zu besteigen, sondern es wurde die Zeit auch für Scheinausfahrten genutzt.




    Im Anschluss ging es zurück nach Weißwasser wo es für die Fahrgäste im WEM Museum "Anlage Mitte" nicht nur die Möglichkeit gab eine kleine Fahrzeugausstellung zu besuchen, sondern auch reichlich fürs leibliche Wohl gesorgt war. Höhepunkt war aber natürlich der Vortrag des bekannten MPSB Experten Wolf-Dietger Machel.






    Soweit mein kleiner Rückblick auf diesen erfolgreichen Tag, über den sich viele der Fahrgäste begeistert bei uns bedankt haben.


    Viele Grüße
    Felix

    Hallo Leute,


    ich erlaube mir mal die aktuellen Entwicklungen der bahn hier mit ran zu hängen.


    Am vergangenen Wochenende fand auf der "Rauschenthalbahn" wieder mal ein kleiner Fahrtag statt. Da wir aber selber Fahrtag hatten konnte ich meiner alten Wirkungsstätte diesmal keinen kurzen Besuch abstatten. Am Sonntag Abend erreichten mich dann aber die ersten Bilder, welche dann doch sehr überraschend waren. Erwartet hatte ich ja den Einsatz der bekannten Ns2f, aber was vorm Zug hing war dann doch eine Nummer größer. Da aufgrund der Baumerkmale der eingesetzten Ns3f sofort klar war welche Lok das ist war die Überraschung noch größer, befand sich die Lok doch die letzten 25 Jahre halb verschüttet unter einem Holzstapel in einer Privatsammlung im Saarland.


    Aufgrund dieser Überraschung bin ich die Tage spontan mal dort vorbei gefahren. Ich hab auch jemanden angetroffen und durfte mir das gute Stück mal anschauen.
    Es handelt sich um die Ns3f 249228/1957. Das belegt die Rahmennummer eindeutig, auch wenn in verschiedenen Listen die Nummer 249220 für die Lok genannt wird. Die Lok befindet sich praktisch noch genau in dem Zustand wie sie in Erfurt außer Betrieb gegangen ist. Ein paar Sachen sind im laufe der Zeit geplündert wurden und im allgemeinen ist an der Lok noch viel zutun, aber auf jeden fall bildet die Lok eine solide Grundlage. Das zeigt auch die Tatsache das die Lok bereits 4 Wochen nach dem Ende ihres Dornröschenschlafes die Züge zum Fahrtag bespannte.


    Im Gegenzug hat übrigens die Spoorijzer 6009/1960, also der Nachbau der Deutz A4L514, die Bahn verlassen und hat eine neue Heimat bei der Böhmetalbahn gefunden. Im großen und ganzen in meinen Augen ein sinnvoller Tausch, hätte die betriebsfähige Aufarbeitung der Lok die derzeitigen Möglichkeiten des Vereins doch bei weitem überschritten.


    Hier nun ein paar Bilder des guten Stücks. Ganz besonders markant bei dieser Lok, weshalb sie so unverwechselbar ist, ist das "Stirnband" unter dem Dach. Hier wurde sehr professionell das Dach neu befestigt. Da es aber nicht wirklich tiefer gelegt wurde finde ich die Theorie das sie evtl. bei einem Unfall ihr Dach eingebüßt hat und dieses so neu befestigt wurde recht plausibel.
    Typisches Merkmal der Loks aus Erfurt-Gispersleben sind ja die grauen Stangen. Genau so wie sich ihre Schwesterlok 249229/1957 in Guldenthal heute auch zeigt.





    Die Rahmennummer und das im Führerhaus erhaltene kleine Fabrikschild belegen die Identität der Lok eindeutig.




    Die strotzt nur so vor kleinen interessanten Details! Es bleibt zu hoffen das davon bei einer späteren Aufarbeitung soviele wie möglich erhalten bleiben.
    Schon allein der zweifarbige Füherstand und das sonst eher untypische rote Handrad sind toll. Ganz besonders klasse finde ich aber die nachgerüstet manuelle Sandanlage, welche aus 2 alten Autoscheinwerfern besteht.



    Neben dem Kleiderhaken, Motto "wir nehmen was wir grad finden", kann man hier sehr gut die professionelle Ausführung der Nietarbeiten am Führerhaus sehen.



    Etwas was ich so auch noch nicht gesehen hab ist der Umbau des vorderen Kupplungshakens.




    Wir werden sehen wie es nun vor Ort weiter geht. Ich werde weiterhin ein Auge darauf haben.


    Viele Grüße
    Felix

    Hallo Leute,

    am vergangenen Sonntag nutzte ich den angekündigten Dampflokeinsatz um nach 11 Jahren endlich mal wieder die Gartenbahn von Manfred Werner in Löbau zu besuchen. Nach einem Besuch bei den Ostsächsischen Eisenbahnfreunden, welche nur wenige hundert Meter entfernt ihre Maschinenhaustage im Regelspur Bw des Bahnhof Löbau veranstalteten, ging es zum Garten der Familie Werner. Hier wartete bereits die bekannte Krauss 7790, welche ursprünglich in Bernbruch bei Kamenz im Einsatz war, und drehte, dank dem stetigen Besucherandrang, fast ohne Unterbrechung ihre Runden.

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    Parallel zum 600 mm Kreis führt durch den ganzen Garten auch eine 7¼ Zoll Bahn.

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    An der Drehscheibe vor dem Lokschuppen waren einige der vorhanden Dieselloks abgestellt. LKM Ns1b (260092/1958), Jung EL 105 (5762/1934) und Gmeinder 10/12 PS (2488/1939).

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    Kaum zu glauben aber die Dampflok passt perfekt auf die Drehscheibe und lässt sich einfach drehen.

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    Ab durch die Hecke.... Aber nein die Lok passt tatsächlich überall vorbei.

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    Auch die 7¼ Zoll Bahn drehte gut besetzt ihre Runden.

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    Die schon seit Jahrzehnten hier eingesetzten kleinen Personenwagen basieren auf Brigadewagendrehgestellen der späten Bauform, welche wiederum von Waldeisenbahn Muskau stammen.

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    Es war ein schöner Tag bei Ingrid und Manfred Werner. Vielen Dank wieder mal für die Gastfreundschaft und hervorragende Bewirtung! :D

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    Viele Grüße
    Felix

    Hallo Leute,


    Toralf da bist du leider einer der wenigen der so gedacht hat. Mir geht's da ganz ähnlich, nur das ich leider 30 Jahre zu spät geboren wurde. :zwink:


    Max das Bild ist ja spektakulär! Bilder aus der Zeit vor den BBA Akkuloks kannte ich bisher nicht von dort. Die Lok auf der Rampe ist anhand des Puffers eindeutig als O&K zu identifizieren. Aufgrund der Form der Rahmenfrontplatte sicherlich vom Typ her sowas in Richtung RL1c. Allerdings wurde die Lok massiv umgebaut. Aufgrund der sehr markanten Lampen würde ich beinahe soweit gehen zu sagen dass das ein Umbau der Firma Biberstein aus Königswartha ist, welche ja für ihre markanten Feldbahnlokumbauten bekannt ist und von welcher wir bei der WEM allein 4 Loks im Museum haben. Doch wenn ich mich jetzt nicht ganz täusche sehen wir hier sogar eine zweite O&K Lok. Das was rechts angeschnitten ist sieht für mich wie eine Haube und die Rückwand einer älteren O&K Diesel- bzw. Benzollok aus.

    Toll das jemand ausgerechnet zu Weihnachten dieses Bild gemacht hat! Und das übrigens auch zu dem Thema früher lag zu Weihnachten immer Schnee..... :zwink:


    Viele Grüße

    Felix