Hallo,
vielen Dank für den sehr interessanten Bericht! Da die ganze Bahn, nach der Umspurung (bzw. dem Neuaufbau) von 600 auf 760 mm ab 1978, erst 1981 wieder in Betrieb ging, dürften deine Bilder zu den frühesten dieser Epoche überhaupt gehören! Dass die Bahn bei deinem Besuch praktisch neu war sieht man an vielen Stellen, so ist der Lokschuppenneubau noch nicht fertig und alle Fahrzeugen stehen unter freiem Himmel.
Gänzlich neu war für mich dass es am Endpunkt in Királyrét zum damaligen Zeitpunkt noch eine kleine Schauanlage mit Fahrzeugen aus der 600 mm Zeit gab. Unabhängig davon kann man aber auch die beiden 600 mm Personenwagen erkennen die damals quer zum Gleis stehend in das neue Bahnhofsgebäude integriert wurden.
Bei der normalspurigen Denkmalslok handelt es sich um die 3438/1890 "Csingervölgy" der Wiener Neustädter Lokomotivfabrik bzw. Aktien-Gesellschaft der Lokomotivfabrik vorm. G. Sigl (was für ein sperriger Name). Seit 2007 steht die Lok nun in Ajka als Denkmal. Im selben Jahr kam daraufhin die 600 mm spurige Krauss 4713/1902 "Triglav", welche original hier im Einsatz war, aus dem Schmalspurmuseum Nagycenk nach Kismaros. Diese Lok wiederum ist ja nun bei der Waldbahn Kemence wieder im Einsatz.
Die von dir im Einsatz erlebte MK48 2019 hat ja später eine interessante Geschichte erlebt. 1993 kehrte sie von einer geplanten Aufarbeitung nicht mehr nach Kimsaros zurück, sondern wurde (angeblich wegen nicht gezahlter Rechnungen) an die Zillertalbahn nach Österreich verkauft. Später verkaufte diese die Lok weiter zur Stainzerbahn, wo sie bis 2022 im Einsatz war. Im Anschluss gelangte die Lok, nach 29 Jahren, doch wieder zurück nach Kimsaros, wo sie heute durch ihr abweichendes aus Österreich stammendes rotes Farbkleid auffällt.
Die von dir ebenso fotografierte MK48 2018 habe ich wiederum im vergangen Oktober im Einsatz erleben können, was an sich auch mal einen Beitrag wert wäre....
Viele Grüße
Felix