Beiträge von 995714

    Hallo und Guten Abend,


    passend zum Thema hänge ich mich mal mit ran.


    ...tot ist die GMWE tatsächlich nicht und vergessen schon gar nicht. Genau genommen sind 0,129 % der Strecke in Betrieb und werden von einem Schienenfahrzeug befahren.;)

    Die ehemalige GMWE stand zwar stets im Schatten der meisten anderen Schmalspurbahnen hat aber eine faszinierende Geschichte, viele technische Besonderheiten und eine abwechslungsreiche Landschaft aufzuweisen. Eisenbahnfreunde und Modellbahner die sich einmal mit dieser Bahn intensiver befassen, verfallen oft ihrem besonderen Reiz. Und wer sie kannte, erzählt mit leuchtenden Augen von den Erlebnissen mit der "Wuitzer". Davon konnte ich mich erst letzten Monat bei einem Vortrag in Brahmenau überzeugen.

    Die tollen Bücher von Dietmar Franz, Rainer Heinrich und Reinhard Taege haben sicherlich auch einen großen Anteil am bleibenden Interesse der Eisenbahnfreunde für diese Bahn geleistet und tun dies zum Glück immer noch. DEV, Hirzbergbahn und unser Verein geben sich große Mühe die Reste zu erhalten und wieder in neuem Glanz erstrahlen zu lassen. Im nächsten Jahr steht der 120. Geburtstag ins Haus, hoffentlich ohne Corona-Sperrpause.

    Wie Micha und Andre`weiter oben geschrieben haben, suchen aber alle genannten Vereine Mitstreiter, Sponsoren und Helfer um die letzten Sachzeugen der GMWE erhalten zu können und damit die Geschichte wachzuhalten oder sogar etwas weiterzuschreiben. Micha und Andre´haben uns "Pölziger" schon öfter unterstützt. Vielen Dank an dieser Stelle !

    In diesem Jahr konnten wir vom "harten Kern" mit Hilfe unserer Freunde und Sponsoren einiges erreichen. Zunächst stand im Frühjahr die Überarbeitung der Draisine und die Komplettierung der HOm Modellbahn an. Weiter ging es mit der Wiederherstellung des historischen Bildes der Gleisseite im Zustand der 60er Jahre durch Bank und Fernsprechkasten. Das Güterschuppendach konnte teilweise neu gedeckt werden. Treppe und Geländer sind auch ein Stück weiter und der originale Güterwagen konnte zu großen Teilen bereits saniert werden. Der Holzaufbau hatte durch Verwitterung stark gelitten. Seit September gibt es Dank der finanziellen Unterstützung eines Vereinsmitgliedes eine 7,25 Zoll Dampflok mit Sitzwagen zu erleben. Möglich wurde dieser Arbeitsfortschritt vor allem durch unsere BUFDI - Mitarbeiterin. Die "aktive" Vereinsstärke im Verein ist hingegen sehr knapp. Einige Mitglieder können altersbedingt nicht mehr mitarbeiten und die Jugend ist rar.


    Grüße aus Pölzig


    Gunar Oldenbruch


    IG GMWE- Pölziger Bahnhof e.V.


    p.s. Leider muss die Veranstaltung "Weihnachtsbaumstellen" am 6.12.2020 Corona bedingt ausfallen.

    Hallo Eisenbahnfreunde,


    am Sa, 7. September 2019 findet unser mittlerweile schon traditionelles Oldtimer-Treffen im Museumsbahnhof Pölzig statt. Neben vielen Veteranen von Straße und Acker ist Fahrbetrieb auf der Draisinenstrecke, Modelleisenbahn und natürlich der "Schienenersatzverkehr" mit Oldtimertrecker und Kremser zu erleben. Für Unterhaltung, Thüringer Grillspezialitäten und allerhand Attraktionen ist gesorgt. Am So, 8. September öffnet der Museumsbahnhof erneut zum "Tag des offenen Denkmals". Dabei steht die Ausstellung zur Geschichte der GMWE und des Bahnhofs Pölzig im Vordergrund. Wir hoffen Interesse geweckt zu haben und freuen uns auf euren Besuch.


    Herzliche Grüße aus Pölzig :wink:

    Gunar Oldenbruch

    Draisinenbahn auf dem ehemaligen Pölziger Bahnhof eröffnet

    Etwa 500 Besucher haben sich mit der Interessengemeinschaft an die Stilllegung der Gera–Meuselwitz–Wuitzer Eisenbahn erinnert. Am 3. Mai wurde die Draisine auf dem ehemaligen Pölziger Bahnhof in Betrieb genommen. Foto: Gunar Oldenbruch

    Am 3. Mai wurde die Draisine auf dem ehemaligen Pölziger Bahnhof in Betrieb genommen. Foto: Gunar Oldenbruch

    Pölzig. Eisenbahnfans trotzten dem Regen und der Kälte und reisten unter anderem von Leipzig , Jena und Gera an, um sich das dreitägige Fest rund um den ehemaligen Bahnhof in Pölzig nicht entgehenzulassen. Die Interessengemeinschaft Gera–Meuselwitz–Wuitzer Eisenbahn (GMWE) erinnerte mit einem vielseitigen Programm an die Stilllegung der Strecke vor 50 Jahren. Eröffnet wurde der Veranstaltungsreigen am Freitagabend mit der Inbetriebnahme der Draisinenbahn.

    Anschließend gab es zwei Vorträge. Sie waren so gut besucht, dass die Veranstalter noch Bänke ins alte Gasthaus auf dem Gelände tragen mussten. „Etwa 80 Gäste konnten wir begrüßen“, sagte Ingo Giebner , Chef der Interessengemeinschaft. An diesem Tag lebten auch Erinnerungen von Manfred Tretner auf. Er wurde im Bahnhof Söllmnitz geboren und ist dort als Eisenbahnerkind aufgewachsen. Weil er noch klein war, nahm ihn einmal ein Lokführer auf den Arm, damit der Knirps die Dampfglocke und die Dampfpfeife bedienen konnte. Dieses Erlebnis blieb unvergesslich. Eisenbahner konnte Manfred Tretner aus gesundheitlichen Gründen nicht werden. Er wählte den Beruf des Lehrers.

    Am meisten überraschte der 85-Jährige die Fans mit einem Geschenk. Er brachte die Original-Uniform seines Großvaters Gustav Keutner, der Eisenbahner in Söllmnitz war, mit und übergab diese Ingo Giebner . Schon am nächsten Tag konnte das schmucke Stück im Museum neben anderen Exponaten bewundert werden. Umringt war dort auch die Modellbahnschau der Leipziger.

    Am Samstag wurde die letzte Abfahrt des Zuges aus dem Bahnhof Pölzig nachgestellt: Giebner stand mit Kelle und Uniform am Bahnsteig. Signalhörner und Glocke verabschiedeten pünktlich 15.17 Uhr den Zug. Nur 18 Leute fanden Platz. Er war nämlich ein Kremser.

    Sechs Stunden dauerte am Sonntag die Bahndammwanderung von Pölzig nach Gera-Pforten und zurück, an der 30 Leute teilnahmen. Begleitet wurde diese von Heiko Lapp vom Modelleisenbahnclub Elstertal und profunder Kenner der Schmalspurbahn. Mit Bildern von damals und heute wusste Lapp an den einzelnen Stationen Geschichten zu erzählen. Zu Fuß und mit zwei Kremsern waren die Interessenten unterwegs, immer entlang der alten Eisenbahnstrecke. In Leumnitz öffneten der Besitzer des Bahnhofes die Pforten und ermöglichte eine Besichtigung. In Schwaara gab es einen Vortrag und eine Stärkung. Für die Gesamttour wurde extra eine Bahnfahrkarte gedruckt.

    „Etwa 500 Besucher zählte unser Fest, das Erwachsenen und Kindern viel geboten hat“, resümierte Gunar Oldenbruch. Dafür haben sich die monatelangen Vorbereitungen gelohnt.

    Ilona Berger / 08.05.19

    Hallo Schmalspurfreunde,


    unser großes Festwochenende (3.-5.Mai 2019) rückt immer näher. In jeder freien Minute werkeln wir am Bahnhof Pölzig. Am kommenden Samstag, 13.04.2019 wollen wir unseren Gleisbau für die Draisinenstrecke fortsetzen. Um noch rechtzeitig fertig zu werden, sind wir über jede helfende Hand dankbar. Wer sich also bei der GMWE mal so richtig auspowern will :hey:ist gern gesehen.

    Man muss aber kein Spitzensportler sein. Es gibt unterschiedliche Disziplinen, auch für weniger Kräftige oder schon beruflich Ausgepowerte....Jeder Helfer ist in Pölzig herzlich willkommen.

    Für Werkzeug und Versorgung ist gesorgt. Beginn ist Sa 9.00 Uhr Bahnhof Pölzig. Für Rückfragen steht Ingo Giebner (0174 / 6685500) gern zur Verfügung.


    es grüßt die IG GMWE-Pölziger Bahnhof e.V.


    Gunar Oldenbruch

    Vor 50 Jahren schnauft zum letzten Mal die Bimmelbahn

    Interessengemeinschaft Gera–Meuselwitz–Wuitzer Eisenbahn will Anfang Mai mit einem Fest an die Stilllegung erinnern. Mitglieder suchen Zeitzeugen und Dokumente. 09. April 2019 / 02:10 Uhr Das 1900 erbaute Bahnhofsgebäude in Pölzig, Hauptstraße 110, ist ein Museum, in dem viele Eisenbahnutensilien aufbewahrt werden. Ingo Giebner steht vor dem Vereinshaus. Der gedeckte Güterwagen war auch einmal ein Hühnerstall. Der Fahrkartenschrank stammt aus Gera. Foto: Ilona Berger/Peter Michaelis

    Das 1900 erbaute Bahnhofsgebäude in Pölzig, Hauptstraße 110, ist ein Museum, in dem viele Eisenbahnutensilien aufbewahrt werden. Ingo Giebner steht vor dem Vereinshaus. Der gedeckte Güterwagen war auch einmal ein Hühnerstall. Der Fahrkartenschrank stammt aus Gera. Foto: Ilona Berger/Peter Michaelis

    Gera. „Ich bin ein Fanatiker“, gibt Ingo Giebner zu. Erzählt der 61-Jährige über die Eisenbahn gerät er ins Schwärmen und sein Redefluss ist kaum zu bremsen. Beruflich und privat schlägt sein Herz für die Schiene, für die Technik, für die Geschichte. Fast jede freie Minute verbringen er und weitere Enthusiasten um und im ziegelroten Bahnhofsgebäude in Pölzig , das am Ortsrand steht und als Museum dient. Es gehört der 2010 gegründeten Interessengemeinschaft Gera-Meuselwitz- Wuitzer Eisenbahn (GMWE)- Pölziger Bahnhof, auch das etwa 1000 Quadratmeter große Gelände, auf dem das Haus mit dem Güterschuppen steht.

    „Wir wollen hier mit einem Fest vom 3. bis 5. Mai an die Stilllegung eine der schönsten Schmalspurbahnen Thüringens vor 50 Jahren erinnern“, sagt Vereinsvorsitzender Giebner . Längst ist nicht alles fertig. Draußen liegen Gleisjoche. Sie sollen für eine Strecke von 40 Metern zusammengesetzt werden, um darauf eine Draisine fahren zu lassen.


    • Foto: Peter Michaelis Foto: Peter Michaelis

    Noch aufräumen und Exponate ordnen, heißt es in den Museumsräumen. Im Warteraum des Bahnhofsgebäudes hängen Zugverspätungsanzeigen und ein Streckenplan. Eine Originalzeichnung vom Pölziger Bahnhof ist im ehemaligen Dienstraum zu finden, ebenso ein Fahrkartenschrank, eine Mutteruhr und ein Schlüsselbrett für die Schlüssel der Weichen und Gleissperren.

    In den Zimmern des ersten Stockwerkes liegen echte Schienenteile wie Schwellen, Grundplatten und Nägel vom Bahnübergang Ronneburger Straße in Gera-Leumnitz auf Kisten. „Eine funktionstüchtige Modellbahnanlage mit Anlehnung an die Wuitz–Mumsdorfer Strecke baute die Familie Oldenbruch“, berichtet Giebner . Auf zwei Tafeln können die Besucher den über 31,2 Kilometer langen Bahnverlauf nachverfolgen. Zahlreiche historische Fotos zeigen die schnaufende Lok der Bimmelbahn, wie sie der Volksmund nannte. „1901 wurde die ehemalige Schmalspurbahn von Gera-Pforten nach Wuitz–Mumsdorf eröffnet“, erzählt der Vereinsvorsitzende. Mitglied Gunar Oldenbruch ergänzt. „Mit ihr erlebten die Ziegel- und Kalkwerke und vor allem die Braunkohlegruben an der Strecke einen wirtschaftlichen Aufschwung. Bis in die Fabriken fuhren die Waggons. Mitte der 60er-Jahre nahm das Transportvolumen ab. Die Kohleförderung im Meuselwitzer Revier neigte sich dem Ende.“

    Ein großes Unwetter am 3. Mai 1969 ließ den Zaufensgraben in Pforten über die Ufer treten und unterspülte und überschwemmte große Teile der Bahnanlagen. Die Personenförderung wurde einen Tag später eingestellt. „Zwischen Kayna und Wuitz– Mumsdorf erfolgte noch ein paar Monate der Güterverkehr für das Quarzsandwerk. Am 31. Dezember des selben Jahres war dieser ebenfalls Geschichte und die GMWE endgültig stillgelegt, nach und nach abgebaut.“ 1975 verschwanden die Reste. Aber die Erinnerung blieb und soll wachgehalten werden. Ingo Giebner ist als Kind mit der Wuitz–Mumsdorfer gefahren. Sein Bruder war Heizer auf der Bimmelbahn.

    Der 20 Jahre jüngere Nachzügler lernte bei der „großen Bahn“. Bis heute ist er ihr treu geblieben, arbeitet als Weichenwärter in Pößneck .

    Giebner öffnet die Tür des Güterschuppens. Dort stehen alte Koffer, Weinballons, Milchkannen, Skier. „Alles, was transportiert werden musste, traf hier ein, wurde abgefertigt und zum Zug gebracht“, schildert er. „Wie das funktioniert zeigen wir zum Fest.“ Der gedeckte Güterwagen steht hinter dem Bahnhofshäuschen auf einem kurzen Gleisstück. Darin verschwinden die Güter. Dieser diente einst als Hühnerstall. Ein Leipziger Eisenbahnfreund kaufte den Waggon, ließ ihn renovieren, umbauen und auf der Lindenauer Kiesbahn fahren. Als damit Schluss war, konnte ihn die Interessengemeinschaft erwerben. Jahr um Jahr kommen neue Eisenbahnutensilien fürs Museum hinzu. Der größte Traum der Enthusiasten wäre ein befahrbares Gleisstück zwischen Pölzig und Beiersdorf . Giebner weiß: Sie werden es schaffen, irgendwann.

    Auszüge aus dem Festprogramm:

    Freitag, 3. Mai : 17 Uhr, Auftakt im ­Pölziger Bahnhof ab 18 Uhr, Eisenbahner und Zeitzeugen erzählen

    Samstag, 4. Mai : ab 10 Uhr, gibt es Modellbahnausstellung, Trödelmarkt, Spiel der Schalmeienkapelle Aga-Seeligenstädt, Führungen und Vorträge im alten Geräteschuppen, Zeitreise mit Oldtimern aus den ­50er- und 60er-Jahren

    Sonntag, 5. Mai : ab 9 Uhr, unter anderem auf Schusters Rappen und per Kremser unterwegs, Bahndammwanderung entlang der Wuitzer

    Zeitzeugen, alte Dokumente und Exponate werden gesucht. Ansprechpartner ist Ingo Giebner , Telefon: (0174)6 68 55 00

    Ilona Berger / OTZ Gera

    ...es ist sehr wenig geblieben von Thüringens Schmalspurbahnen im Südwesten.

    Beim Gründerla(Eisfeld-Schönbrunn) kann ich allerdings die Gaststätte "Zur Eisenbahn" in Schwarzbach, direkt am ehemaligen Bahnhof sehr empfehlen. Eisenbahnambiente, sehr leckere Thüringer Küche und eine nette Wirtin. Sie hatte uns extra Fotos von der ehemaligen Schmalspurbahn an den Tisch geholt. Von ihr erfuhren wir auch, dass der Autor der Bücher über das Gründerla und Hildburghausen - Lindenau Friedrichshall , Hans Löhner, im letzten Monat leider verstorben ist.

    Er hatte wohl noch vor einiger Zeit in dieser Gaststätte einen Vortrag über das Gründerla gehalten. Sämtliche Schmalspur-Hochbauten in Eisfeld sind ebenso Geschichte. An ihrer Stelle befindet sich heute ein Busplatz.In Hildburghausen steht noch die alte Umladehalle/Güterabfertigung, in Seidingstadt der schöne Bahnhof ebenso wie in Heldburg.


    es grüßt aus Pölzig


    Gunar