Mein letzter Beitrag zu diesem Projekt ist nun über ein Jahr her. Das heißt aber nicht, dass seitdem nicht weitergebaut wurde, im Gegenteil.
In Teil 1 meines Updates geht um die Beplankung der Brücke. Man denkt es vielleicht nicht, aber die hat es echt in sich.
Zunächst dachte ich, die Bretter wären einfach in enger werdenden Kreisen gleichmäßig und parallel angeordnet. Aber so einfach ist das nicht.
Da sie sowohl dem Bogen der Brücke als auch der geraden Linie, die die Verschraubung der Balken mit dem darunter liegenden Träger bildet, folgen müssen, sind die auf der inneren Hälfte des Trägers zu den Schienen näheren Bretter in der Mitte des Trägers weiter auseinander, während die weiter von den Schienen entfernten Bretter, also zum Geländer hin, zu den Enden der Träger einen größeren Abstand bekommen und aufgefächert sind. Oder irgendwie so, ich komme da gerade selber durcheinander
Es gibt also einen Unterschied beim Abstand und bei der Anzahl der Bretter.
Das war Beschäftigung für Abende über mehrere Wochen (Monate?), das zu verstehen und umzusetzen. Nun habe ich versucht jedes einzelne Brett in Position, Länge und Breite korrekt darzustellen.
Ich hatte dazu aus einem Film, wo jemand glücklicherweise recht gerade und mittig aus dem letzten Wagen heraus die Fahrt über das Viadukt gefilmt hat, lauter Screenshots gemacht und mir diese zig oder sogar hunderte Male angesehen, bis ich das Gefühl hatte, dass ich alles optimal umgesetzt habe. Die Bildqualität ist der damaligen Zeit entsprechend bescheiden. Statt UHD eher ULD ![]()
Die Zeichnung wurde dann wieder ausgedruckt und die Brettchen auf dünnes, doppelseitiges Klebeband geklebt.
Erst die inneren, weil die flacher sind, darauf die Querbalken, darauf den Träger, und das Ganze dann auf die äußeren Balken.
Irre viel Arbeit, aber das Ergebnis rechtfertigt es irgendwie, finde ich.
Jetzt müssen noch die ganzen kleinen Bolzenimmitate eingeklebt werden. Diese habe ich brüniert. Sie sind von der Firma GHW-Modellbau, Schlüsselweite 0,5mm.
Zwischen die Bolzen kommen noch kleine Brettchen, die anscheinend dazu waren, die Lücken dazwischen abzudecken.
Damit bin ich noch nicht fertig, da ich zwischenzeitlich noch die Einheitswagen von Schlosser angefangen habe und außerdem die Pfeiler vorbildgerecht auf eine Steigung von 1:40 umbaue. Dazu dann demnächst mehr.
Jetzt aber mal Fotos.
Zur Erinnerung: So war mein erster Versuch. Alles schön parallel, aber falsch. Auch die Borlöcher sehen ein bisschen groß geraten aus.
Nun aber richtig; Erstmal die inneren Balken aufs Papier und gebeizt, dann die Querbalken raufgeklebt. Die Querbalken haben übrigens unterschiedliche Längen. Ganz wie beim Vorbild, da waren die auch recht kreativ. Bei mir sind es 5 verschiedene Längen.
So sieht das dann aus:
Dann das Ganze nochmal auf die auf Papier geklebten äußeren Balken, das sieht dann so aus. Hier sieht man auch, dass die Bretter alls andere parallel waren, und doch hat es seine Logik
Mit Bolzen und kleinen Zwischenbrettchen:
Die Löcher für die Bolzen und die Schienenstühlchen habe ich mithilfe einer Schablone gebohrt, die ich mir von Thomas Ermels habe lasern lassen
Hier mal noch Bolzen in Nahaufnahme. Sind zum Testen verschiedene Größen, ich glaube, der erste und der letzte sind die richtigen, weiß ich jetzt nicht mehr.
Soweit erstmal.
Demnächst dann wie gesagt der Bericht zum Umbau auf Steigung.
Gruß
Thomas