Beiträge von Krimderöder

    Hallo,

    das kenne ich auch oder zumindest so ähnlich. Im Erfinden von Anekdoten waren die damaligen Eisenbahner nicht ganz unbegabt, das muss man ihnen lassen.

    Und das ist ausdrücklich nicht böse gemeint, denn grad diese Kollegen aus dieser Zeit haben meinem Schulfreund und mir viele, eigentlich ungezählte Fahrten in den Zügen ermöglicht, und (nach einer entsprechenden Kennenlernphase natürlich), auch mit kleineren Aufgaben beschäftigt und betraut, wie u.a. den planmäßigen und völlig inkognito ablaufenden Tausch von 0,33ger Leergut in 0,33ger Vollware,natürlich nur, um den Umlauf besagten Gutes volkswirtschaftlich zu beschleunigen und das bei Wind und Wetter abends gegen 17:00 im Hp.Netzkater, Leergut auf das Schalterbrett gestellt, bestellte Ware in Empfang nehmen und in den KD bringen.( Da gab es natürlich noch wichtigere Dinge abzunehmen und zu erledigen!) Dann wurde bis auf den letzten KB und den Packwagen von uns auftragsgemäß die Beleuchtung ausgeschaltet,ab Ilfeld war eh niemand mehr im Zug, und wir (mein Kumpel und ich) waren glücklich und die Stammgäste weiter hinten bis Benneckenstein gut versorgt!

    Grad diese Menschen haben uns viel über Bahn und Geschichte,Land und Leute sozusagen, und Technik erklärt, und dafür dürfen sie auch mal etwas übertreiben.

    Gruß Winfried

    Guten Abend,

    das Empfangsgebäude Eisfelder Talmühle wurde von vorn herein aufgeteilt: EG-Gaststätte,Diensträume, 1.OG: Dienstwohnung für Bahnhofsvorstand NWE und GHE, DG: Wohnung Bahnhofswirt.

    Eisenbahnertisch in Talmühle, oje,da fallen mir doch Geschichten ein von teilweise vergessenen Stammfahrgästen und Teilen der Zugbesatzung! Scheene war's!

    Grüße Winfried

    Guten Abend,

    auf dem Gleisplan ist doch alles drauf, was bis zur Wende und kurz danach noch in Bks vorhanden und vorallem genutzt wurde. Dazu würde noch der Anschluss Kompressorenwerk an der Zollhäuser Straße gehören, gehört aber nicht zum Thema hier.

    Kein schönes Bild vom 28.12.1989, aber der Rollwagen steht schon im Anschlussgleis auf der Weiche 3 (oder kurz dahinter), die 199 863 war noch neu und der Güterverkehr rollte.

    Peter: genauso war es .


    LG Winfried

    Guten Abend,

    für meinen Teil gern gemacht und Danke, natürlich auch an die Auffüllung einiger Erinnerungslücken(hoffentlich werden die nicht noch größer, bevor ich Notizen gemacht habe),leider war ic hdamals nicht so helle wie Reiner, und habe schriftliche Nachweise angelegt,nun könnte man sich ärgern. Egal, Eisfelder Talmühle gibt nun nicht mehr soviel her,aber wer weiß, was noch kommt?

    Einen schönen Abend noch Winfried

    Hallo,

    der berühmte 67792 musste nicht täglich zwangsläufig mit zwei Loks gefahren werden, das hing natürlich vom Wagenaufkommen in Nordhausen ab.

    Wenn alle Fahrplantrassen im Buchfahrplan genutzt wurden wären, wäre es auf dem Abschnitt Stiege-Nordhausen eng geworden, und Netzkater und Krimderode hätten ihre Kreuzungsgleise wieder bekommen.

    Auf dem Foto würde ich annehmen, das es der 92 gewesen sein könnte.

    Hallo Reiner, das glaube ich nicht!

    Gruß Winfried

    Guten Tag und Hallo Reiner,

    der Umstand der kollegialen Unterstützung war mir total entfallen! Ich habe das auch nur von Weitem mit bekommen, zu der Zeit war ich war ich familiär und bei Nordbrand eingebunden.Aber da war mal was, stimmt.

    Danke fürs Erinnern und Einstellen.

    Als Ergänzung zu meinem Teil über Eisfelder Talmühle # 30 noch den Gleispaln vor 1945 zur Orientierung aus dem Buch von Zieglgänsberger/Röper "Die Harzquerbahn ... " 1986 Transpress. Mit den Gleis-und Weichennummern muss ich auch überlegen.





    Grüße Winfried

    Guten Tag,

    nicht nur bei Dir verblassen langsam die Erinnerungen,Holger, wie man am Ende meines letzten Berichtes erkennen kann :/ . Da empfhielt es sich (wie bei mir), einen langjährigen Freund aus Kindertagen in Telefonreichweite zu haben, ausgestattet mit der gleichen Macke wie selbst, um schnell mal bestimmte Fakten abgleichen zu können. :thumbup: Daher gestern noch die Korrektur.

    Um wenigstens etwas im Bereich des Themas zu bleiben, habe ich mal den bekannten Schuhkarton geschüttelt, und seht, was er ausgespuckt hat.


    Am 28.06.1986 hat 67772 am unteren Wasserkran festgemacht, der Qualm säuselt etwas lustlos über das Gleis 2. Fragt mich nur nicht, wie ich da hoch gekommen bin, vermutlich ein Anfall von Selbstüberschätzung,heute kaum vorstellbar.

    Nun gut, es geht natürlich um den Gleisplan, zufällig habe ich die Übergangszeit erwischt, mit drei Varianten des Wechsels nach Gleis 4 Richtung Stiege. der Fahrdienstleiter hatte die Möglichkeit, wie schon beschrieben, über die vor der Lok befindliche Verbindung zu fahren, aber ich glaube mich erinnern zu können, das diese Möglichkeit nur noch selten genutzt wurde.Vor dem Bahnhofsumbau (und nach Euren Beiträgen fiel mir das auch wieder ein) ging es zurück auf die Doppelweiche (der letzte Rollwagen würde früher daruf stehen) und dann nach Gleis 4 oder eben über die W 5/6/7 .

    Verfolgt man in geradem Verlauf dem Gleis 3 ab Prellbock, kann man das Planum des Gleises erkennen, auf dem jahrelang die Wagen der Spreewaldbahn standen. Die heutige Verbindung führte nur ins Gleis 3 a,über die W 8+11, die früher (ich rede nun von GHE-Zeiten) ebenfalls eine Doppelweiche war, denn von Gl. 5 über 4 nach 3 a gab es eine weitere Verbindung zur GHE Bahnhofsseite, um Wagen übergeben/übernehmen zu können.Dazu mussten von 5 kommend die W 15 (Gl.5), 9 (Dkw)und 12 benutzt werden. Hinter den W 15 und 9 gab es die W 14 und 13, die die Gleise 5,6 und 7 an das Ausfahrgleis nach Stiege anbanden.

    Quelle des Gleisplanes : Röper/Zieglgänsberger, Die Harzquerbahn... Transpress-Verlag Berlin


    Wenn man sich überlegt, das im Gl.7 kurz vor dem Lokschuppen der GHE noch eine Gleiswaage zum Verwiegen der Leer-und Vollgüterwagen aus und von den Steinbrüchen lag und die sicherlich auch rege zur Gewichtserfassung genutzt werden musste, kann man sich vorstellen, was da früher los war.

    Der mittägliche Pendelzug Hasselfelde-Eisfelder Talmühle-Hasselfelde ist angekommen,hinten links vor der Lok die Wellblechbude für die Gleiswaage. 11.09.1982

    Hier die Gleissituation am südlichen Bahnhofskopf in Talmühle,neue W 1, alte W1/2,dahinter W 4 und der Stummel ist die Zufahrt zu den beiden Gleisen 8 und 9. 16.10.1983


    Nicht zu vergessen die beiden Gleise 8 und 9 auf der Nordhäuser Seite, 9 mit Rampe (noch zu erkennen) und 8 als Abstellgleis, deren Zufahrtsweiche 4 etwa in Höhe der Lok rückwärts rechts abzweigte und Gleis 4 kreuzte, und auf dem(Gleis 9) lange Zeit der Schotterpendel ( schmalspuriger SS-Wagen 99-04-75 und Ow 99-03-62) mit seitlichen Klappen zur Selbstentladung abgestellt waren. Der SS-Wagen sieht seit der Wende in der Gernröder Wagensammlung z.b.V. (zur besonderen Verwendung) dem nun absehbaren Ende seines irdischen Daseins entgegen. Was haben wir (mein Freund und ich) dort die Kurbeln der Handbremsen gedreht, das Bahnhofsbüro des "Rotkäppchens" mit scharfen Blick beobachtet, musste man zur Heimreise wieder an denselben vorbei irgendwie.Für die Liebhaber von Rangierspielen folgende Konstellation:Personenzug aus Nordhausen im Sommerfahrplan an Etm etwa gegen 14:20 bestehend aus Neubaulok, grünen KD+6-7 KB (kam gegen 13:00 in Nordhausen aus Wernigerode an)+5-6 Kw fährt in Talmühle Gl. 2 ein. Die leeren Kw mussten zur Beladung nach Unterberg, volle Wagen von dort wieder an den Zugschluss des gegen 15:00 zurück fahrenden P-Zuges gekuppelt werden. In Nordhausen gehörten die Kws auf das Krangleis zur Entladung der jeweils beiden Mulden. So, und nun mal los,Fahrzeit Unterberg geschoben 7-10 Minuten,Wagen tauschen und zurück(sicher etwas zügiger), Wasserfassen nicht vergessen.

    Ja, zur Gaststättensituation von damals vieleicht noch folgendes (Thomas, Du kennst das sicher noch), Haltepunkt Netzkater, Zug aus Nordhausen fährt ein, Fahrgäste steigen aus und stehen auf dem Bahnsteig, um sich zu sammeln und zu beraten, da kommt mit einer Geschwindigkeit, die man dem Bahnhofswachhund nicht zu getraut hätte, ein Truthahn durch den Biergarten zum Bahnsteig gefegt, die Flügel auseinander, den Hals samt gefährlichen Schnabel nach vorn und stürzt sich auf den nächstbesten Menschen,möglichst die kleinen, um sie zur Begrüßung ganz böse zu kneifen,am liebsten in die unbestrumpften Waden! Was für ein Empfang! Der damalige Pächter/Besitzer, Fritz F.,musste dann schnell eingreifen und mit einem Eis (Hexenkuss) oder einer spendierten Fassbrause die Wogen glätten. Das war Netzkater um 1965,in der Hecke am Biergarten träumted er hölzerne Prellbock von besseren Zeiten, als das mit zwei Weichen angeschlossene Ladegleis(ähnlich Knaupsholz) noch zum Holzverlad genutzt wurde. Vom Rabensteiner Stollen seinerzeit nur ein gemauertes Stollenmundloch und ansonsten himmlische Ruhe.

    Heute befindet sich das Mobiliar in der Gaststätte noch (gefühlt) an der Stelle, an der ich es kennen lernte(meine ich) zumindest was Theke und Heizkessel betrifft, den kenne ich schon aus der vorbeschriebenen Zeit, ein schöner gusseiserner Gilederkessel für die Gebäudeheizung. Das Essen schmeckt,die Preise angemessen und die Bedienung freundlich und schon lange dabei ,das passt.

    In Eisfelder Talmühle gibt es gute Erinnerungen in die Zeit, als ich im Zugdienst war, die Versorgung für die Bahner klappte und ab etwa 1982, als es an den Streckenneubau ging, war ich bei den damaligen Betreibern immer gern zu Besuch, ich erinnere mich gern an die warmgehaltene und vorab bestellte Roulade nach Art des Hauses mit Klößen und Rotkohl, das war schon Service für damalige Zeiten,auch wenn man zu Fuß von Stiege kam und man gegen 17:45 nochmal eine Runde nach Benneckenstein und dann zurück nach Hause fahren wollte, eigentlich schöne Zeiten, zumindest auf diesem Gebiet.

    So, nun ist es doch mehr geworden,als geplant, ich hoffe, es ist nicht zu langweilig.

    Grüße Winfried