Beiträge von Krimderöder

    Guten Tag,

    ja, und Danke für Eure Kommentare Peter und Lutz!

    Peter, die Harvester und vorallem die Holztransporter sind schwer am Arbeiten, da wird noch etliches frei geschnitten werden müssen.

    Lutz, da sollte ich vielleicht überlegen, nebenberuflich Werbung für die Bahn zu machen, wenn ich Dich schon, nun ja, zur spontanen Mitfahrt inspirieren konnte! ;) Zeit wäre ja meinerseits vorhanden...

    Grüße Winfried

    Guten Abend allerseits,


    da derzeit die Sonderfahrten der HSB eingestellt wurden, habe ich mal die Gelegenheiten genutzt, mal nicht nur Wernigerode-Brocken und retour zu fahren, sondern auch mal den Rest des Streckennetzes seit langer Zeit in Ruhe(sozusagen ingoknito) in Augenschein zu nehmen.

    Der Ostteil kommt dran, wenn der (Straßen) Bus nicht mehr im Einsatz ist.

    Für mich trotz 100 km (eine Richtung) gut zu erreichen ist natürlich Nordhausen und dann ebenso natürlich die Züge 8920/8903/8904/8929. Hier genieße ich sozusagen noch einen gewissen Heimbonus, der sich in herausragenden Serviceleistungen zeigt, denen ich dann regelmäßig teilhaftig werde und die ich (zugegeben) auch gern genieße.

    Sei es die teilweise schon oppulent zu nennende Verpflegung bis hin zu den Gesprächen unterwegs im Zug und auf den Unterwegsbahnhöfen, vielen Dank dafür an die Beteiligten, da fühle ich mich wohl!



    Den lockeren Bilderreigen will ich mal mit dem 01.03.2020 beginnen.Hier wird grad der 8920 zum Brocken in Nordhausen Nord bereitgestellt, respektive nach kuppeln und Bremsprobe in die Ausgangsstellung zurück geschoben. Der diensthabende Heizer hat dabei den Zugführer und Bahnsteig fest im Blick, orts-und bahnunkudige Gäste haben oftmals die unangenehme Eigenschaft,

    sich auf grad anfahrende Züge zu stürzen, in der fatalen Annahme, grad dieser Zug könnte der Letze sein! (bin ich froh, das die kombinierte Überholug/Kreuzung in Schierke bergwärts nicht mehr stattfindet, auch da gab es oft genug Grund zu Schnappatmungsanfällen beim Personal). Aber hier läuft alles ganz easy ab, die Vierergruppe scheint sich aus zukennen, alles wird gut!



    Nach den üblichen Formalitäten geht es pünktlich auf die Reise, allerdings wurde bei dieser Fahrt noch bei Bedarf an jeder Milchkanne und Wunsch (pardon Haltepunkt) gehalten, was der Lok, dem Fahrpersonal inclusive Zugführer und der Pünktlichkeit nicht grad dienlich war, kaum den Zug auf Touren gebracht, musste der Meister am Haltepunkt Hesseröder Straße (Beispiel) festmachen und vorher raten, wo und in welchem Wagen der auszusteigende Fahrgast den Zug verlassen möchte und das bei 7 KB4 + KD4, nun ja, da wollte ich auf dem Führerstand nicht unbedingt im Wege stehen.

    Zu meiner Schande muss ich allerdings gestehen, die jeweiligen Anfahrten unter zunehmenden Zeitdruck optisch wie akustisch.....!!

    Auf diesem Bild passieren wir grad schon oder noch mit Schwung die letzten 100 m vor dem Haltepunkt Schurzfell etwa im km 3,5. Die Stelle links mit ihren Trinkwasserbrunnen heißt "Weidenschacht" und war einmal in längst vergangenen Zeiten die Kiesgrube der NWE (Nordhausen Wernigeroder Eisenbahn), die direkt vor dem Bahnübergang (BÜ) Schurzfell eine Weiche mit Anschlussgleis betrieb. Links kann man einen Hang grad so erkennen, das ist der sogenannte Zuckerweg, auf dem bis zum 30.04.1933 die alte Streckenführung von der Hesseröder Straße (etwa km 1,6) bis zum BÜ Schurzfell führte. Aber die Geschichte ist eine andere Geschichte, die dem wissenden Fahrgast bei der entspannten Fahrt so beiläufig einfällt....,



    Hier,am Haltepunkt Ilfelder Straße, sieht man, was ich meinte. Zum Glück wissend, das weiter hinten im Zug einiges an Akrobatik nötig wäre, um aus dem Zug auf den Boden zu gelangen, ist diese Fahrgästin (Pardon, das wollte ich nicht) dieser weibliche Fahrgast oder kurz diese Sachswerferin genannt, ordnunggemäß unter Ausnutzung ihrer Ortskenntnisse im 2.Wagen zugestiegen und kommt nun in den Vorzug eines ordentlichen Abgangs aus dem Zug und ich zu einem Bild des Harzrandes bei Ilfeld ohne Ruckeln. Prima,alles richtig gemacht!

    Ist man ortskundig, so erkennt man etwa über der mittleren der 5 Tannen das eingeschnittene Beretal, das wir etwa 10 Minutne später befahren werden.

    Etwa 76 Jahre zurück wird es wohl hier nicht so freundlich zugegangen sein, befand sich genau links vom Zug die Ladestelle Probst, an der von Mitte 1944 bis Mai 1945 hunderte Häftlinge des KZ-Aussenlagers Harzungen zu ihren "Arbeitsplätzen an der 5 km entfernten Westseite des Mühlberges bei Woffleben (dort Himmelsberg gehießen) getrieben wurden bei unmenschlichen Bedingungen. Auch das gehört nun mal zur Geschichte der Harzquerbahn.




    Vermutlich gab es diesemTag besonders viel zu erzählen/zu schauen, denn soviele Bilder entstanden dabei garnicht, aber die Kreuzung in Eisfelder Talmühle mit einem Triebwagenersatzzug habe ich noch mitbekommen.



    Am 08.10. 2021, nunmehr im wohlverdienten Ruhestand, war ich wieder mit von der Party und konnte hier in Nordhausen Nord das "Ausfahrt frei" zeigende Signal für den damaligen 8920 ablichten.



    Zur Laubfärbung der Kastanien am Goehteweg in Krimderode wird auch der Triebwagen zum Fotomotiv (nicht böse gemeint!) .



    Ein kurzer Blcik nach der Abfahrt in Krimderode nach links zeigt den Konstein (Ort der Gedenkstätte DORA/Mittelwerk mit interessanten Museum und Stollenführung) , davor die Siedlung Obersalza und davon links zwischen der Ortschaft und dem Damm die zugewachsene Regelspurstrecke Nordhausen-Northeim, die hier auf etwa 6 km schnurgerade bis Bahnhof Niedersachswerfen verläuft.

    Der bewachsene Damm links gehört zu den etwas unbekannteren Hinterlassenschaften der ehemaligen Raketenproduktionsstätte Mittelwerk, hier war eine Südzufahrt im Bau, die einmal in den Lagerbahnhof DORA/Mittelwerk münden sollte inclusive direkter Einfahrten in die Stollen A und B und andererseits die Verbindung zur Reichsbahnstrecke Richtung Nordhausen über den 1944 teilweise in Betrieb gegangenen Vorbahnhof Salza Nord und einem 3.Gleis zwischen ihm und Bahnhof Niedersachswerfen ermöglichen sollte.

    In Betrieb ging nur der Güterbahnhof, ansonsten wurden die laufenden Arbeiten Ende April 1945 abgebrochen, aber auch das wäre eine andere Geschichte... .



    In Niedersachswerfen Ost kann man bei der Ausfahrt Richtung Harz noch links den abknickenden Entwässerungsgraben erkennen, der auf Grund es Baues der Anschlussbahn nach Harzungen links vom Gleiskörper angelegt wurde. Zwischen ihm und dem Gleis 2 zweigten die Gleise 5 und 6 ab, um im Bogen nach links zum etwa 3 km entfernten Lagerbahnhof Harzungen zu führen.

    Vor etlichen Jahren wurde das Gelände aufgeschüttet, um einen Lärmwall für die kleine im Bogen liegende Neubausiedlung zu schaffen.



    In Eisfelder Talmühle duckt sich der SEV für den Vormittagsanschluss nach Quedlinburg und wartet auf nicht kommende Fahrgäste.



    In Drei Annen Hohne wird vom 8920 auf den 8903 gewechselt, das heißt, das Zugpersonal packt seine Plünnen zusammen und postiert sie auf dem Bahnsteig, was aus der Nähe fast wie ein "Schaufelumzug" aussieht und ich heute die Bewachung des Haufens übernehme und unsere Lok sucht eilig den Wasserkran in Gleis 1 auf, um den Vorrat zu ergänzen, Zeit für Lagerpflege usw. inclusive.

    Wenn alles gepasst hat, ist man startklar, wenn der Zug aus Wernigerode ankommt und das tägliche Lokballett in mehreren Aufzügen kann beginnen. Ich lasse einige Akte aus, hier rollt die Lok des 8903 (wernigerode-Drei Annen) an den 8920, unsere Maschine übernimmt gleich den Train bis Talmühle und als 8904 wieder zurück nach Drei Annen Hohne.

    Da ist ein wenigen Minueten einiges los und verlangt von allen Beteiligten Aufmerksamkeit, die "Zaungäste" freuen sich über die Motive und alle sind soweit zufrieden. An beiden Zügen erfolgt nun die Kuppelei, ein paar Worte werden gewechselt, Bremsproben und ab geht die Post für 8920 zum Brocken und wir wieder "unten lang" nach Talmühle.



    Allerdings war das wohl auch nicht grad einer meiner besten Tage, da hätte man doch,verdammt nochmal, mit dem Lokführer des 20..., naja, dann eben nicht, ein schöner Rücken kann auch entzücken.



    Dafür entschädigt der Blick links voraus bei der Einfahrt ins Wormketal etwas.

    Borki sei Dank wurde hier mal gezeigt, wie gegliedert der Harz doch eigentlich ist und was man bei dem vorherigen dichten Baumbestand alles nicht gesehen hat. Hier geht es recht stark fallend hinunter zur unteren Wormkebrücke (die obere befindet sich bergwärts auf der Brockenstrecke direkt hinter dem ehemaligen Anschluss Knaupsholz, beide Brücken liegen nur etwa 800 m "übereinander" im Tal, aber der Höhenunterschied!) und auf der anderen Hangseite recht steil bergauf bis zum Brechpunkt am Bahnhübergang etwa 1 km vor Elend mitten im Wald (heute nicht mehr).

    Und bevor jetzt über Borki gemeckert wird, wir waren es letzlich, die dem armen Käfer den vollen Fressnapf serviert haben! Also, das Beste draus machen, bevor in etlichen Jahren alles wieder anfängt, zu zuwachsen.



    Früher im dichten Wald, heute von der Sonne beschienen, die Fahrt abwärts im Tal der jungen Rappbode zum Teilungsdamm im km etwa 26,5 und Carlshausturm im Hintergrund...



    ...und der Rückblick von gleicher Stelle Rappbode aufwärts mit den letzten Häusern von Benneckenstein ganz hinten, schöner geht's fast nicht, man muss es nur sehen (wollen).



    Angekommen in Eisfelder Talmühle und bevor der 8903 zum 8904 wird, kommt 8914 aus Nordhausen angerollt und setzt nach kurzem Halt seine Fahrt gen Hasselfelde fort.



    So, bevor nun die Meldung vom Programm kommt,"Schluss mit Bilder einstellen", stelle ich den letzten Knipser des Tages ein, unsere Lok rollt nun dem wohlverdienten Feierabend entgegen, natürlich mit ihrem Personal und wir erledigen die letzten Handgrffe am Zug und rollen ebenfalls mit Sack und Pack in Richtung Umkleide bzw. Pkw, s'ist Feierabend, den Beteiligten ein Danke, es war ein schöner Tag!

    So, nun bin ich fertig mit nerven, wer das liest, hat durchgehalten,Danke und einen schönen Abend

    Winfried


    PS:


    Nun will ich das "durch gerutschte Bild" auch noch mit anhängen, am 08.10.21 rollt der 8929 vom Brocken kommend in Drei Annen Hohne ein,in Gleis 1 wartet die Nordhäuser Lok ab, bis sie in Gleis 2 an den Zug fahren kann, um ihn dann an den Endbahnhof des 8929 zu befördern.

    Die Fahrgäste auf Bahnsteig 2 beobachten doch etwas beeindruckt den Rangierspielen zu.

    Viele sind als "normale" Fahrgäste dankbar, wenn sie kurz erläutert bekommen, was sie da eigentlich grad sehen und wozu, den nso von außen erschliest sich das Geschehen dann doch nicht.

    Winfried

    Guten Abend,

    da geisterten schon vor Wochen im Rundfunk MDR-Sachsen/Anhalt Berichte durch die Medien, da ging es wohl um das geplante Becken Meisdorf und der Standort Straßberg wurde dort auch genannt.

    Ein User des DSO verortet den Standort der Staumauer auf "etwa 400 m oberhalb Bahnhof Straßberg". Das wäre dann zwischen Selkebrücke (ehemaliger Anschluss Flussspatschacht) und der Zufahrt (Bahnübergang) zu dem Privatgebäuden auf dem Gelände der ehemaligen Fluorfabrik. Ich vermute dann, das das Sperrwerk sicherlich hinter der Selkebrücke km 22.0 gebaut werden würde.

    Nun, warten wir es ab.

    Grüße Winfried

    Guten Abend,

    da geisterten schon vor Wochen im Rundfunk MDR-Sachsen/Anhalt Berichte durch die Medien, da ging es wohl um das geplante Becken Meisdorf und der Standort Straßberg wurde dort auch genannt.

    Ein User des DSO verortet den Standort der Staumauer auf "etwa 400 m oberhalb Bahnhof Straßberg". Das wäre dann zwischen Selkebrücke (ehemaliger Anschluss Flussspatschacht) und der Zufahrt (Bahnübergang) zu dem Privatgebäuden auf dem Gelände der ehemaligen Fluorfabrik. Ich vermute dann, das das Sperrwerk sicherlich hinter der Selkebrücke km 22.0 gebaut werden würde.

    Nun, warten wir es ab.

    Grüße Winfried

    Guten Abend allerseits

    und auch herzlichen Glückwunsch von mir zur Volljährigkeit des BiBaforums! Für die nächste Zeit viel (geistige) Gesundheit, weiterhin Erfolg und viel thematische Abwechslung.

    Den Admins eine glückliche und ruhige Hand und ein Auge auf die Ausgewogenheit in Themen und Diskussionen.

    Viel Glück weiterhin

    Winfried


    Mal zur Feier des Tages etwas "nichtharziges" von mir. Majdan, Kp 4 30.07.2021

    Guten Abend,

    ich tippe mal ganz vorsichtig auf Tschechien, das Signal hat eine blaue Farbscheibe für Rangierfahrten, der Flügel hängt etwas lässig am Mast herunter, was auf eine gewisse Unlust bei der Dienstdurchführung schließen lässt,aber vermutlich ohne Gleis am dortigem Standort kann man wohl als Signal die Lust verlieren.

    Vermutlich in Grundstellung sollte der Flügel waagrecht stehen, was "Halt" bedeuten würde, und Flügel schräg nach unten rechts würde "Rangierfahrten erlauben", also ein Rangiersignal.

    Zugegebener Maßen habe ich noch nicht im Internet geschaut, daher bin ich mal auf die Auflösung gespannt.

    Viel Spaß noch Winfried

    Guten Tag,

    zu 2: etwa 1991, als das Sägewerk dicht machte und danach (nach einigen Jahren) abgerissen und das Gelände neu bebaut wurde. Als (meines Wissens ) einziges Relikt, ausser den von uns noch aufgefundenen, ist nur noch der Bahndamm ab Bahnhof übrig geblieben.

    Ich hab grad die Frage nochmals gelesen, das vorher geschriebene gilt für den Gesamtanschluß Sägewerk.

    Speziell die Ladestelle in der Streckenmitte wurde wohl spätestens um1983 aufgegeben,soweit ich mich erinnere. Sie wurde auch nur sporadisch genutzt, während meiner Zugehörigkeit,also etwas über 2 Jahre, hatte ich nur 3-4 mal das Vergnügen, dort beladene Rollwagen an das Seil zu hängen.

    Gruß Winfried

    Guten Tag,

    wieso 3 Kamele im Einsatz heute?

    Das 8903er Kamel wechselt in Drw auf den 8920 nach Brocken und das 2.Kamel trabt mit 8935 im Schlepp 13:25 in Wernigerode los und absolviert den Umlauf 8944/45/34.

    Zweites Kamel also 8903/20/22/04.

    Also nur 2 Kamele im Einsatz auf Strecke.

    Grüße Winfried