Beiträge von skr3

    Hallo Leute,


    bezugnehmend auf Toralfs Bilder aus den 90ern möchte ich ein paar aktuelle Bilder der ehemaligen ZW zusteuern. Gebäudeseitig hat sich eigentlich fast nichts geändert, nur die Schiebbühnen sind alle weg damit die dort ansässige Spedition mit ihren LKWs in die Hallen fahren kann. Ein paar Gleisreste konnte ich jedoch noch festhalten.


    (1) Blick an der Ostseite der Hallen nach Norden. Links vom noch vorhandenen Gleis gab es ein weiteres, welches über die Schiebebühnen führte.


    (2) Südseite der Werkhalle. Davor war einen Schiebebühne.


    (3) Standort von Bild 1, aber nach Süden geblickt.


    (4) An der östliche Betriebsgeländegrenze lag auch ein 3-Schienengleis. Links die DB-Strecke Leipzig-Hof Richtung Altenburg.


    (5) Wie Bild 4, nur nach Norden geblickt. Passt fast zu Toralfs Bildern jeodch ohne Gleisanlagen. Die "15" am Tor ist fast nicht mehr erkennbar.


    (6) Nordseite des Gebäudes mit der "15". Der Aufsatz sieht aus wie ein Stellwerk oder eine Meisterbude. Der gesamte Platz war früher mit Gleisen voll.


    (7) Nordseite der Werkhallen.



    (8,9) Kranbahn an der Nordseite



    Das wars von meiner Seite.

    Auf Bild2 von Toralf erkennt man im Hintergrund sogar noch die Reste der BF Regis. Typisch für Regis, die blauen EGR-Trocknerschlote auf dem Dach des Trockendienstes. Die 4 Schonrsteine des Kraftwerkes sind hier schon Geschichte.


    Gruß

    Jens

    Hallo Toralf,


    wieder ganz großes Kino. Danke fürs zeigen. Das Geiseltal habe ich leider nie erleben dürfen.

    Auf Bild 6 sind mit sehr großer Wahrscheinlichkeit Gleisrückmaschinen zu sehen. Vielleicht sogar Pflugrücker.


    Gruß

    Jens

    Hallo Chemnitzer,

    ja der Kraftwerksbunker war für beide Gleise (12 , 22) dreischienig. Der Umladebunker bestand aus 2 Etagen. Oben Gleis 9 900er-Spur zum entladen und und unten Gleis 44b Normalspur zum beladen. Beide Gleise waren Stumpgleise.

    Peter Colditz hat auf seiner Seite sehr gute Bilder dazu und weitere zum Normalspurbetrieb im Bereich Tgb. Espenhain.

    Link : http://www.gratis-webserver.de…Werkbahn_Grubenbahn_.html


    Gruß

    Jens

    Hallo Chemnitzer,


    die von dir beschriebene Verladebrücke ist der ehemalige Kraftwerksbunker des Altwerkes Lippendorf. Der Umladebunker, hier konnte von der 900er auf die Normalspur umgeladen werden, befand sich weiter östlich. Diesen gibt es aber nicht mehr.

    Es wäre nicht schlecht, wenn es für die Bücher eine 2. Auflage geben würde. Bedarf ist jedenfalls vorhanden.


    Gruß

    Jens

    Hallo 99 191,


    Werterhaltung und Instandhaltung kann nur im Rahmen der Vereinsarbeit und zusätzlich mit freiwilligen Helfern und im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten des Vereins erfolgen.
    Das da einiges liegen bleibt ist logisch.
    99 191 nicht nur rummeckern, kannst auch gerne bei uns mitmachen und deine Energien für sinnvolle Tätigkeiten nutzen.
    Leider haben wir auch mit Vandalismus zu kämpfen. Der SLK 24 und 25 wurden vor kurzem komplett "entglast". Sowas frustriert.
    Die Modellbahnausstellung am Wochenende mit den Modellbahnclubs aus Leipzig, Schkeuditz, Gößnitz, Bernburg u.a war ein voller Erfolg und die Fahrten auf unserer Strecke waren auch gut besucht. Sowas baut auf und bestätigt unsere Vereinsarbeit.


    MfG

    Hallo,


    Zitat

    Original von 99 191
    Die Bahn wird aus der Sicht der "Fans" ob ihres Aussehens sowie der Anlagen in Meuselwitz und der Westernstadt Haselbach weder als Braunkohlewerkbahn, Museumsbahn oder gar als Westernbahn angesehen.


    Eine Westernbahn sind wir nicht. Es gibt nur das eine Wochenende im August zu diesem Thema. Eine ähnliche Veranstaltung diesbezüglich gibt es auch im Lößnitzgrund einmal im Jahr. Die Westernstadt in Haselbach ist ein über die Jahre gewachsene Kulisse, die sich nicht mehr so einfach entfernen läßt und deshalb das ganze Jahr über stehen bleibt.
    Ich persönlich sehe uns als Museumsbahn, da hier Fahrzeuge als auch Strecke und BW (wenn auch ehmal. DR-BW) genutzt und erhalten bleiben.
    Wie gesagt, Altanlagen der Braunkohleindustrie und Tagebau sind heute nicht mehr erhalten. Mir wäre ein Fahrt auf den Bunker oder unters Großgerät auch lieber, aber das geht nicht mehr.


    Zitat

    Museum ist etwas gaaanz anderes.


    Dann erkläre es mir bitte. Soviel wie ich weiß ist der Begriff "Museum" in Deutschland nicht einmal richtig definiert.


    Zitat

    Die Bahn ist meiner bescheidenen Meinung nach nur als reines Mittel zum Zwecke der Beförderung von Touristen


    Ich bin jetzt mal frech und sage das gilt auch für alle sächs. Dampfeisenbahnen, denn ohne die Touris geht es nicht. Ist nicht bös gemeint.
    Für den Erhalt muss gefahren werden, damit Geld in die Kassen kommt.
    Die SDG hat den Vorteil in den ÖPNV eingebunden zu sein.


    Zitat

    Bei meinem letzten Besuch ist der Zug jedenfalls in hoher Geschwindigkeit die Strecke abgefahren um am Endpunkt zu warten das es endlich wieder zurück geht.


    Ja dazu gab es schon interne Diskussionen, es wird seit geraumer Zeit gemütlicher gefahren.


    Zitat

    Einzig der gastronomische Service auf dem Zug ist mir durch freundliche stets bemühte Mitarbeiter in löblicher Erinnerung geblieben.


    Betreiber der Gastro ist der "Dorfkrug Haselbach".


    Zitat

    Für die Zukunft dieser Bahn sehe ich eher schwarz, fehlen dieser Bahn doch die wenigstens etwas attraktiven Unterwegshalte bzw. der interessante Endpunkt wo ich vielleicht weitere Aktivitäten tätigen kann.


    Das ist ein Punkt der uns schon seit langer Zeit schwer im Magen liegt. Die Region hat da leider nicht viel zu bieten. Einzig Meuselwitz ist einen kleinen Stadtbummel wert. Da sind auch die Gemeinden und der Landkreis gefragt, aber da ist in den letzten Jahren nicht vile passiert.


    Wir wollen natürlich das die Bahn noch eine ganze Weile erhalten bleibt. Es steckt viel Arbeit und Herzblut darin.


    Mfg

    Hallo Gemeinde,


    ich "oute" mich hier mal als aktives Vereinsmitglied der Kohlebahn.
    Wer die Bahn als reine Spaßbahn hinstellt, war mit Sicherheit noch nicht da gewesen.
    Es werden reguläre Pendelfahrten jeden Sonntag zwischen Meuselwitz und Regis-Breitingen zwischen April und Oktober angeboten. Die Strecke verläuft bis auf den ersten 2km in Meuselwitz auf den alten Kohleverbindungsbahnen vom Tagebau Schleenhain und Haselbach zu den Brikettfabriken im Meuselwitzer Raum.
    Gefahren wird mit V10C, die schon immer als Rangierlok in der Kohle verwendet wurden. Zusätzlich steht uns noch ein EL3 betriebsfähig zur Verfügung, wenn auch mit Generatorwagen, da die Fahrleitung fehlt. Die offene Wagen waren alle alte Plattenwagen aus der Grube und der Saloonwagen war ein Werkstattwagen.
    Wenn man komplett authentisch fahren würde, wäre das ein Zug aus EL3 und 6 -8 Kohlewagen (Sattelbodenentleerer) bzw 8-10 Abbraumwagen (Einseitenkastenkipper).
    Leider stehen uns von diesen Wagentypen jeweils nur noch ein Exemplar zu Verfügung.


    Aber wir haben ja auch Fahrzeugtypen gerettet die es nur im Braunkohlentagebau gab, wie die Gleisrückmaschine, Birkpflug, Weichenauftaugerät (Mig-Strahltriebwerk) u.a.


    Klar ist es schwer heute noch eine sichtbare Verbindung zur alten Kohlebahn herzustellen, da alles was mit dem Bergbau zu tun hatte, nach der Wende abgerissen wurde. Fahrten in die Tagebau sind heute logischerweise nicht mehr möglich, da das heute Seen sind und die Abnehmer die Brikettfabriken und Kraftwerke sind abgerissen.


    Ich glaube, und das ist meine persönliche Meinung, um bei den "Eisenbahnfans" als würdige Bahn zu punkten braucht man unbedingt eine betriebsfähige Dampflok. Hat man die nicht, wird man nur müde als Spassbahn abgetan.


    Wir haben auch das Problem, das diese Werksbahnen schon früher nie im Fokus der Öffentlichkeit stand und damit nie überregionale Bekannheit erlangten.


    Wem die Thematik "Kohlebahn" interressiert, es gibt da zu verschieden Internetseiten u.a. von mir selber unter http://www.schmalspurige-grubenbahn.de


    MfG