Ich möchte zu bedenken geben das das ein Verein ist und die SDG eine Firma. In den 78€ sind dementsprechend auch Gehälter inbegriffen. Also die Argumente haben auch irgendwie keine Hand und Fuss.
In der Anzeige steht: "Betreuung und Erläuterungen durch den Bergbau- und Hüttenverein Freital e. V. während der kompletten Tour"... naja, in dem konkreten Beispiel scheint ja aber auch ein Verein dabei zu sein... dafür ist der Preis schon sportlich. Wenn man es als Familie (2 Erw.+2 Kinder) machen würde, dann wäre man mit 286€ für die knapp 4h dabei... da zahlt man für einen ganzen Tag im Legoland aber deutlich weniger bei deutlich mehr Erlebnis.
Und wieso muss die SDG als Transportunternehmen den auf den Boden liegenden Tourismus aushelfen. Die Region muss etlichen mal mitarbeiten.
Ist die SDG wirklich ein reines Nahverkehrs-Transportunternehmen? Dann stelle ich die Frage nach der Notwendigkeit des täglichen Dampfbetriebes. Oder ist die SDG nicht vielmehr ein was auch immer Tourismus-Unternehmen? Schließlich werben sie ja auch mit dem "Erlebnis Dampfeisenbahn" auf ihrer Startseite, nicht mit einem effizienten Transport von A nach B. Erlebnis Dampfeisenbahn ist ja soweit okay und entspricht auch mehr der Realität. Der Nahverkehrstransport in den entsprechenden SDG-Regionen ist ja schon durch Bus-Verkehr ausreichend abgedeckt.
Mir ist durchaus bewußt, dass es für manchen Fuzzy hier schwer zu verstehen ist, dass diese Bahnen weder ein reines Fotoobjekt sind noch das sie einen verkehrlichen Nutzen haben (nicht mehr, früher schon!). Sie dienen letztendlich dem Freizeitvergnügen, wie eine Dampfschifffahrt, ein Sessellift oder irgendein Skywalk. Es ist schön, dass es sowas gibt! Erfreuen wir uns daran und nutzen es.
Bei dem letzten Punkt gebe ich Dir auch Recht - die Region sollte mehr mitarbeiten, wenn man denn überhaupt will, das Touristen kommen. Vielleicht ist man ja auch ohne Touristen glücklich genug. Irgendwie fehlen mir die Erfolgsmeldungen von dem extra eingestellten Toursismusmanager vor einigen Jahren.