Beiträge von Holger Drosdeck

    Die TTe-Weichen von Lorenz sind doch gut, ich habe die mal bei einem Bekannten und TTe-Bahner mit verbaut. Geht gut, die Fahrzeuge kommen drüber und alles fährt schick. Der Purist könnte da jetzt wieder anfangen mit der Profilhöhe des Schienenprofils, dass das bei genauer Umrechnung dann S 49- oder gar S 54-Profilen im Original entsprechen würde und nicht dem sächsischen Va oder gar Ib-Länderbahnoberbau, aber ich bin ja kein Modellbahnprofi und in meinen Augen sind diese Weichen sehr gut. Sie haben die gleiche Schienenprofilhöhe wie das normale Modellgleis in TT von Tillig (Regelspur).


    Du kannst diese Weichen halt nicht mit der Hand schalten, brauchst zwingend einen motorischen Unterflurantrieb mit variablem Stellweg, aber das haben die Geräte der verschiedenen Hersteller ja eigentlich alle, oder?


    Laut Webseite von Lorenz https://www.lorenz-modellbahn.de/indexnc.htm sind die TTe-Weichen zurzeit auch vorrätig und lieferbar, Du müsstest sie dort also online oder auch vor Ort (falls auf ist wegen Corona, das habe ich jetzt nicht im Blick) zurzeit ganz regulär dort kaufen können.


    VG HD

    Ich finde das Bild mit den drei Loks an der Fahrzeughalle und das mit zwei Maschinen bei der Einfahrt in Steinbach am schönsten!


    Aber sich wegen so 'nem Corona-Schild auf'm Bahnsteig unter DEN Verhältnissen aufzuregen, unter denen unser Land bzw. viele Länder 2020/21 gelebt haben bzw. immer noch leben, das kann man mit dem Wort "Luxusproblem" schon gar nicht mehr ausdrücken.


    Mal ehrlich: Man söllte doch froh sein, dass bei der Preß' an Pfingsten überhaupt Züge gefahren sind. Und das mit fünf Loks und dabei allen 4 IV Ks, die es in Jöhstadt gibt. Rein betrieblcih hätten wohl auch drei Loks oder gar nur zwei gereicht. Auf etlichen anderen Bahnen sind sämtliche Fahrtage nicht nur zu Pfingsten 2021 ausgefallen, sondern seit Frühjahr 2020 alles. Kein Rad, was sich da öffentlich gedreht hätte. Zähl' mal auch im regelspurigen Bereich die Zahl aller Sonderfahrten, die da ausfallen mussten. Gerade hier in Sachsen. Keine 86er auf der Erzgebirgischen Aussichtsbahn, keine Adventsfahrten 2020, alles nur immer Ausfall, Ausfall, Ausfall, erzwungenermaßen.


    Und hier zu Pfingsten im Tal? Voller Betrieb, bis abends nach 22 Uhr, mit zwei Zügen und so abwechslungsreicher Bespannung. Sich da wegen so einem dämlichen Schild zu ärgern, welches dazu noch behördliche Pflicht ist und zum anderen ja hoffentlich ein zeitlich begrenztes Phänomen bleiben sollte (hoffen wir es doch!), das ist schon echt mehr als übertrieben, denke ich.


    Ich erinnere mal daran: Es ist dieses Jahr das runde 30. Mal gewesen, dass das berühmte Pfingsten im Preßnitztal gefeiert wurde. 1992 ging's los. Ich war mit 15 Jahren damals dabei, als mit 99 1568-7 erstmals seit 1984 wieder eine IV K in Jöhstadt dampfte. Auf irgendwelchen 30, 50 oder 60 Metern Länge vorm Lokschuppen. Das war DER Kracher! Es gab die erste Auflage des Kenning-Buches über die WJ zu kaufen, für 29,90 DM (rund 15 Euro), ich hab bei Jörg Müller persönlich eins gekauft, die letzten Taschengeldreserven mobilisierend. Über das Buch und über den Wiederaufbau, wir haben uns gefreut wie die Kinder. Die Aufbaue in Jöhstadt und Schönheide, das waren damals DIE beiden "Dinger". Über jeden Meter Gleis mehr hat man sich damals derart gefreut, dass man sich nicht mehr auf die quälende Schule zu Hause konzentrieren konnte am nächsten Montag (bzw. bei Pfingsten Dienstag), weil einem die Eindrücke vom vorangegangenen Woche noch (im positiven Sinne) nachhingen.


    Und heute ärgern wir uns über ein unpassendes Schild auf dem Bahnsteig. Da kann man nur die Empfehlung aussprechen, das eigene Denken/Empfinden bezüglich eines solchen Details stark zu überdenken. ;-)


    Ansonsten aber: Sehr schöne Bilder dabei! Ich selbst war Pfingstmontag auch im Tal und habe bei einer Wanderung nebenbei etwas geknipst, vielleicht stelle ich die Bilder hier auch mal noch mit ein.


    VG HD

    ... am 21. Mai 1966 fuhren die letzten Personenzüge zwischen Schönheide Süd und Carlsfeld, zwischen Wilsdruff und Meißen Triebischtal sowie zwischen dort und Löthain. Der Gesamtverkehr endete damit zwischen Ullendorf-Röhrsdorf, Meißen Triebischtal und Löthain.


    Heute vor fünf Jahren, am 21. Mai 2016, wurde der Reiseverkehrseinstellung zwischen Schönheide Süd und Carlsfeld durch den FHWE in Form des IX. WCd-Schmalspurbahn-Festivals 2016 mit der als 99 592 beschilderten Gastlok 99 590 der IG Preßnitztalbahn e.V. gedacht.


    Und heute vor 49 Jahren, am trüben und eher regnerischen 21. Mai 1972, verfolgte Günter Meyer den Mittagszug von Wilischthal nach Thum, den Gmp 69952, der an diesem Tag mit 99 1779-0 bespannt war, mit der Kamera, um sechs Tage vor dem bevorstehenden Ende der Wilischtalbahn am 27. Mai 1972 noch einmal das Betriebsgeschehen auf der WT-Linie an einem regulären Betriebstag erlebt und dokumentiert zu haben.


    Hieran sei einfach nur mal so, ohne weitere Bedeutung, erinnert. ;-)


    Schöne Pfingsten!



    VG Holger

    ...

    der Film ist zwar totale Asche...

    Und was genau ist an dem Film "Asche"? Das ist ein Musik- und Tanzfilm und ein ziemlich herrlicher Klamauk, wie außer ich persönlich seit dem Erscheinen dieses 1967 gedrehten Films im Jahre 1968 glaube noch ein paar mehrere Millionen weitere Zuschauer geurteilt haben dürften, sonst wäre der Film nicht einer der berühmtesten und beliebtesten DEFA-Filme geworden, der auch heute noch gespielt wird - und zwar nicht nur im TV, sogar in den Kinos. Bei den Filmnächten im Sommer wird er in Chemnitz so ziemlich aller zwei Jahre gezeigt und die Vorstellungen sind immer ausverkauft. 2013 bin ich sogar mal (standesgemäß mit dem Zug) extra nach Berlin gefahren, nur um diesen Klassiker einmal auf großer Leinwand als echte 35-mm-Filmprojektion in richtigem ORWO COLOR zu sehen - anlässlich "50 Jahre Kino International 1963 - 2013" in der Berliner Karl-Marx-Allee war dies möglich - und witziger Weise ist das Kino International sowie das gegenüberliegende Café Moskau in dem Film ja sogar zu sehen!


    Die Dialoge wie die Musikstücke und die Bewegungen dazu in dem Film, dies alles ist logischerweise nicht so, wie sich Leute im echten Leben benehmen, es ist naturgemäß durchchoreografiert. Denn es ist wie gesagt ein Musik- und Unterhaltungsfilm. Und dass dieser in der DDR in dieser Form in der zweiten Hälfte der sechziger Jahre so produziert und nachher auch noch aufgeführt werden durfte (und nicht, wie z.B. "Spur der Steine" mit Manfred Krug verboten wurde), ist durchaus etwas Besonderes. Denn der Film ist komplett ideologiefrei und es gibt durchaus einige, wenn auch nur unterschwellige Ansatzpunkte darinnen, die die strengen und stupide-sturen Zensoren in der "Reichskulturkammer der DDR" (hätte ich beinahe gesagt) als K.O.-Kriterium hätten ansehen können. Nirgendwo kommt in dem Film was von Sozialismus, FDJ oder 7. Oktober drinnen vor und die Protagonisten zeigen sich arbeitsscheu, rein spaßorientiert und die LPGs verhohnepiepelnd.


    Und, mal ehrlich, so sehr auch ich logischerweise Schmalspur- und Dampfbahnen mag: Aber konkret in so einem Film ist doch die Tatsache, dass da nun eine kurze Eisenbahnszene drinnen vorkommt, das Nebensächlichste an sich, oder? Ist nicht der Konkurrenzkampf von Kai (Frank Schöbel) und Wolf (Hanns-Michael Schmidt) um die heiße Brit (Regine Albrecht) nicht viel amüsanter und auch lebensnäher als darüber zu philosophieren, was genau es nun so eisenbahnmäßig mit den paar wenigen Szenen da auf sich hat? Nu', wer weiß, vielleicht hat ja der eine oder andere Leser in diesem Forum durchaus im Leben auch schon mal um die beste Braut gekämpft und nicht nur um das beste Eisenbahnfoto auf welcher Schmalspurbahn auch immer. ;-)


    Für mich persönlich hört es sich jedenfalls nicht gut an, wenn der Film als "Asche" bezeichnet wird - ich finde ihn kultig, spaßig, unterhaltsam, die Musik teilweise sogar anhörbar und die Handlung ist herrlich seicht bis flach, wie ein Film dieses Genres sein muss. Schwere Kost wie Goethes Faust oder auch das nächste Baureihen- oder Wagenbuch kann ja ein ander mal dran kommen. ;-)


    VG Holger


    PS: Wer sich mit der Produktionsgeschichte des Films mal näher beschäftigt hat: Christ Doerk äußerte einmal, dass sie vor den Szenen, bei denen sie vom Zug in die Heuhaufen springen musste, Angst hatte - denn sie war zu diesem Zeitpunkt im echten Leben von Frank Schöbel schwanger und hatte Angst, durch die Erschütterungen eine Fehlgeburt provozieren zu können (was aber zum Glück nicht passierte). Frank Schöbel aber hatte bei den Dreharbeiten laut der Aussage von Chris Doerk in einem Interview regelrechte Stielaugen für Schauspielerkollegin Regine Albrecht, die die Brit spielte. Die Handlung des Films ist also ganz und gar nicht mal so lebensfremd. Das waren jetzt wieder keine Informationen mit Eisenbahn. Ich bitte um Nachsicht. :-P

    Wann das Fahrzeug nach Geyer gekommen ist, weiß ich nicht, jedoch ein Foto vom Herbst 1977 zeigt die Draisine bereits dort am Denkmalszug mit 99 534. Da die ersten Fahrzeuge des Geyrischen Denkmalzuges (der Personenwagen 970-383 und der zweiachsige Packwagen 97-30-04) im Sommer 1970 nach Geyer gekommen sind und die Draisine 1977 schon dort war, ist sie also zwischen 1970 und 1977 dorthin gelangt, das kann man sich ausrechnen. Genauer weiß ich es nicht.


    So weit ich weiß, war diese Draisine tatsächlich der Bm Thum, stammte also aus dem Thumer Netz bzw. war dort im Einsatz.


    Auch, wann sie von Geyer wieder weg kam, müsste ich nachlesen, wobei ich jetzt unterwegs bin. Aus dem Kopf dächte ich, es war 2009. Sie war dann aber erst irgendwo an verschiedenen Zwischenorten gelagert, zeitweise auch mal im Bahnhof Schönheide Ost. Nach Carlsfeld ist sie frühestens im Frühjahr 2017 gelangt, könnte 2018 gewesen sein. Das ließe sich raus kriegen, Blick in die Unterlagen, aber nicht jetzt.

    Das Fahrzeug befindet sich seit einigen Jahren im Lokschuppen Carlsfeld, gehört zwei FHWE-Mitgliedern privat und wird von diesen langsam, aber stetig und grundlegend restauriert.


    Das genaue Baujahr der Motordraisine ist, so weit ich weiß, nicht bekannt, sie ist aber vor dem Zweiten Weltkrieg gebaut und besitzt einen Motor Baujahr 1938. Dieser Motor ist weder m/w/d, noch erfüllt er die Abgasnorm Euro 6d temp. Der Planenaufbau der Draisine wurde dem ursprünglich offenen Fahrzeug wohl in den 1950er Jahren hinzugefügt.

    Insgesamt ein sehr interessantes Thema! Fraglich ist bloß: Selbst wenn die Loks damals irgendeinen "krummen", sprich inoffiziellen und zum Zeitpunkt des Geschehens um 1975 ggf. illegalen Weg gegangen sein sollten: Warum hüllen sich eventuell noch lebende Zeitzeugen bzw. Wisser um die damaligen Geschehnisse auch heute noch in sagenumwobenes Schweigen, so wie in einem anderen Einzelbeitrag zu diesem Thema (ggf. bei den verlinkten Beiträgen) beschrieben?


    Also wenn die Loks nicht gerade "durch Außerirdische entführt" worden sind, was wohl zur lebenslangen Geheimhaltung zwingen würde: Alles Andere, alles Irdische ist inzwischen doppelt und dreifach verjährt. Und wenn die Loks von Eisenbahnern unter der Hand und mit gefälschten Papieren für Westgeld nach Lampukistan verkauft worden wären: Wozu sollte man das heute, 30 Jahre nach der Wende und knapp 50 Jahre nach dem damaligebän Geschehen noch verheimlichen? Sämtliche regelmäßigen und besonderen Verjährungsfristen nach heutigem Recht sowie nach DDR-Recht sind da abgelaufen...

    Auch ich habe das erste Mal Kontakt mir der G 12 Anfang April 1993 bei dem VSE-Plandampf rund um Aue gehabt. Das war sehr geil damals. Zum Glück war die 58 311 ja jetzt schon öfters in Sachsen, zuletzt 2019, vielleicht klappt es ja irgendwann wieder einmal.


    Ulli Schmidt schreibt mir jetzt per Mail folgende Zeilen zur 58 1800, die ich hier einstellen soll:


    Hallo Holger,

    im Bimmelbahnforum wird gerade über 58 1800 und ihr trauriges Ende diskutiert. Ein wenig kann ich auch Licht in die Angelegenheit bringen. Falls Du möchtest, kannst Du den nachfolgenden Text und die Fotos für einen Eintrag verwenden, ich selbst möchte dort nicht aktiv werden. Meinen Namen darfst Du verwenden.

    58 1800 war tatsächlich einige Monate in Glauchau abgestellt. Ich habe sie am 13.12.1981 im Abstellbereich an der Strecke i.R. St. Egidien erstmals fotografiert (war ein Tip von Steffen W.!). Sie trug am Kessel ein Schild "Überführung von RAW Mei nach Dresden-Alt". Ob das den Tatsachen entsprach oder dieses Schild nur eine "Zweitverwendung" fand, ist mir nicht bekannt. Möglicherweise war auch tatsächlich eine Überführung nach Dresden-Alt vorgesehen, die aus technischen Gründen in Glauchau endete? Immerhin war man Ende 1981/Anfang 1982 gerade dabei, mit 50.35 wieder verstärkt Zugleistungen zwecks Dieseleinsparung zu erbringen und damit mußten in Dresden-Altstadt vorhandene 50.35 (u.a. 50 3516, 50 3616), die als Heizloks eingesetzt waren, durch andere Dampflokomotiven / -spender ersetzt werden.

    Am 24.04.1982 habe ich sie nochmals am gleichen Ort in Glauchau fotografiert, da war ihr Zustand schon schlechter. Mein nächstes Foto entstand dann am 23.08.1982 im Bw Zwickau, da war ihr Tender bereits gegen den von 58 1244-1 ausgetauscht worden. Beide waren für die im Schuppen Zwickau vorhandenen Dsp im Einsatz, wobei - wie richtig berichtet wurde - der Tender von 58 1800 als Ersatz für den deutlich schlechteren mit der Nummer 58 1244-1 diente. 58 1800 stand dann, 1983 nochmals gedreht und zeitweise gemeinsam mit 58 261, bis in das Frühjahr 1985 im Bw Zwickau und wurde dort zerlegt. Letztendlich fehlten nur wenige Jahre und sie wäre der einer der Starexponate im Eisenbahnmuseum Schwarzenberg geworden, so aber teilt sie ihr Schicksal mit 99 581 ....

    Viele Grüße und alles Gute - bleibt gesund. Ulli


    Schönen Sonntag! VG Holger