Beiträge von Rolf

    Naja, erstmal fiele mein Blick in Herrn Konrad Dudens Nachschlagewerk. Und da finde ich in der mir vorliegenden 20. Auflage von 1991 die R 154: "Man setzt einen Bindestrich, wenn ein geographischer Name aus zwei geographischen Namen zusammengesetzt ist." (z.B. Hamburg-Altona). Ferner liest man dort: "Der Bindestrich steht im allgemeinen auch, wenn bei Ortsnamen nähere Bestimmungen nachgestellt sind" (z.B. Frankfurt-Stadt). Und dann kommts: "Bahnamtlich werden solche Angaben meist ohne Bindestrich nachgestellt." (Wiesbaden Süd) Da wäre dann zu klären, ob "bahnamtlich" auf eine Vorschrift verweist -welche?- und, gesetzt den Fall, das wäre so, weshalb das dann nur "meist" so ist?


    Spannende Sache.

    Das sind immer Wertungsfälle, wann z.B. noch ein zeitgeschichtliches Ereignis vorliegt und wann nicht, ob ein Mensch "Beiwerk" ist oder nicht und ob eine Darstellung von Menschen "Kunst" ist oder nicht. Eins ist klar: Das Internet hat auch den Umgang mit Bildnissen von Personen revolutioniert. Was früher in Urlaubsalben von niemandem beachtet verstaubte, kann heute der Weltöffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Wie die Gerichte am Ende entscheiden, kann ganz verschieden sein. Hier mal ein sehr publikationsfreundliches BGH- Urteil: http://juris.bundesgerichtshof…t=en&nr=67921&pos=0&anz=1 Da könnte man ja auch sagen, wie kommt der Vermieter dazu, seine Mieter erst zum Grillfest einzuladen und ihre Bilder dann in der Hauspostille ungefragt zu veröffentlichen?
    Ich sehe jedenfalls keinen Grund, einen Lokführer zu schwärzen, der aus dem Führerstand schaut. Er ist "Beiwerk", genau wie Passanten. Ob jetzt die obige Wasserträgerin Beiwerk zum Schwellenstapel ist, oder ob das Bildnis "Indische Wasserträgerin vor Schwellenstapel" Kunst ist -was ich für naheliegend hielte- wer weiß, wie es der BGH sehen würde...

    So ganz off-topic ist es ja nicht, daher mal etwas zur Rechtslage. Den Grundsatz gibt § 22 KunstUrhG vor, der lautet wie folgt: "Bildnisse dürfen nur mit Einwilligung des Abgebildeten verbreitet oder öffentlich zur Schau gestellt werden. Die Einwilligung gilt im Zweifel als erteilt, wenn der Abgebildete dafür, daß er sich abbilden ließ, eine Entlohnung erhielt. Nach dem Tode des Abgebildeten bedarf es bis zum Ablaufe von 10 Jahren der Einwilligung der Angehörigen des Abgebildeten. Angehörige im Sinne dieses Gesetzes sind der überlebende Ehegatte oder Lebenspartner und die Kinder des Abgebildeten und, wenn weder ein Ehegatte oder Lebenspartner noch Kinder vorhanden sind, die Eltern des Abgebildeten."
    Die Ausnahmen regelt § 23 KunstUrhG: "(1) Ohne die nach § 22 erforderliche Einwilligung dürfen verbreitet und zur Schau gestellt werden:1. Bildnisse aus dem Bereiche der Zeitgeschichte;2. Bilder, auf denen die Personen nur als Beiwerk neben einer Landschaft oder sonstigen Örtlichkeit erscheinen;3. Bilder von Versammlungen, Aufzügen und ähnlichen Vorgängen, an denen die dargestellten Personen teilgenommen haben;4. Bildnisse, die nicht auf Bestellung angefertigt sind, sofern die Verbreitung oder Schaustellung einem höheren Interesse der Kunst dient.(2) Die Befugnis erstreckt sich jedoch nicht auf eine Verbreitung und Schaustellung, durch die ein berechtigtes Interesse des Abgebildeten oder, falls dieser verstorben ist, seiner Angehörigen verletzt wird."
    Wenn also die Eisenbahn das Hauptmotiv ist, der Mensch nur das Beiwerk, ist eine Veröffentlichung ohne Einwilligung des Abgebildeten gestattet, es sei denn, es bestünde ein berechtigtes Interesse des Abgebildeten daran, nicht veröffentlich zu werden. Z.B. wenn man nach einem Zugunglück die Verletzten oder gar Getöteten ins Bild nimmt. Steht der Mensch im Vordergrund, muß ich ihn um Erlaubnis fragen, bevor ich sein Bild veröffentlichen darf, es sei denn, er ist Teil eines Aufzuges -Demo am Tag des Eisenbahners z.B.- oder eine Person der Zeitgeschichte -Klaus Weselsky beim 100 - Tage - Streik z.B.


    Gruß,
    Rolf

    Naja. Man hätte auch 2002 sagen können, was solls, futsch ist futsch. Es soll ja die eine oder andere stillgelegte und abgebaute Strecke in Deutschland geben, weil es eben der Mehrheit der Steuerzahler ziemlich wurst ist, ob irgendwo eine Schmalspurbahn dampft. Das mal, um etwas Dankbarkeit dafür zu wecken, daß dort überhaupt noch was wiederaufgebaut wird.
    Gruß,
    Rolf

    Hallo,


    also "Kaum beachtet" ist ja nicht richtig, der Beitrag hat 1300 und ein paar Hits. Klar finde ich sowohl den Anlaß als auch die Bildbeiträge toll, aber ich schreibe das halt hier nicht rein. Wenn das jeder tut, haben wir 20 Seiten "Tolle Sache, danke" und das will doch eigentlich keiner sehen, denke ich.


    Gruß,
    Rolf

    Hallo,


    als regelmäßiger Teilnehmer an den Arbeitseinsätzen bei der PE Vatterode kann ich berichten, daß schon viel erreicht wurde und noch mehr Arbeit und Geld investiert worden ist. Hier mal ein paar aktuelle Infos:
    Lok EL9-002 ist weitestgehend hauptuntersucht und wird in Bälde in Vatterode zurückerwartet. Drei der Personenwagen sind entlackt/entrostet und es wurden in Zittau neue Radsätze bestellt. Die Wagen sollen im Winter fertiggestellt werden. Die Drehscheibe wurde ausgebaut und bekommt derzeit neue Lager (Die alten waren durch Wasser stark beschädigt). Die Einfahrweiche vom Bf. Wippergrund hat neue Schwellen bekommen, die alten waren nur noch Blumenerde. Hier ist der nächste Arbeitseinsatz geplant: Die Weiche muß wieder eingeschottert werden, wofür jede helfende Hand gebraucht wird. Termin vom 03.-06.10.2013, näheres auf der Homepage http://www.parkeisenbahn-vatterode.de


    Vielleicht sieht man sich ja,


    Liebe Grüße,
    Rolf

    Hallo!


    Wer sich in Gefahr begibt, der kommt darin um. Mitleid habe ich mit dem Lokführer und dem übrigen Personal, das dann die zermatschte Leiche besichtigen muß. Sowas brennt sich ein. Wer am BÜ trotz Halbschranke/Achtungspfiff etc. einfach drüberfährt, ist selbst schuld.


    Gruß,
    Rolf

    Hallo und Danke für die tollen Berichte!
    Nachdem ich schon vor Jahren virtuell mit dem Train-Simulator von Microsoft durch das add-on "Mit der Reichsbahn nach Rügen" auch in den Hafen Sassnitz gekommen war, habe ich es letztes Jahr auch real mal dorthin geschafft und möchte das einsame und gleichsam "vergessene" Gleissperrsignal als Erinnerung an eine außergewöhnliche Strecke hier verewigen.

    Gruß,
    Rolf