Beiträge von Rolf

    Was die (Auto-)Industrie will wohl eher... ich bin weit Ü50 und bin Zeit meines Lebens erst zum Studieren und dann zur Arbeit mit der Bahn gefahren.

    Na, da haben wir ganz unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Ich bin zwar "nur" 44, aber auch von 1987 bis 2014 Bahnpendler gewesen. In der guten, alten Staatsbahnzeit (ja, die war da auch nicht mehr gut, aber doch tausendmal besser als in der Börsenära) waren die Züge schön leer und die Straßen voll. Selbst ne Klassenfahrt per Bahn war nicht zu verkaufen (zu teuer, zu unflexibel, kennen wir nicht). Daß sich die Autoindustrie über das Siechtum der Bahn nicht beklagt hat, ist klar, aber: Der potenzielle Nutzer hat sich auch nicht die Bohne drum geschert. Jetzt, wo das einstmals stolze und leistungsfähige Unternehmen ruiniert ist, werden die Leute wach. Zu spät.

    Liebe Leute,

    "die Politik" setzt doch nur das um, was "das Volk" will. Außerhalb von Bimmelbahn- und ähnlichen Foren (und auch da gibts die Vielautofahrer, die outen sich nur selten) sind die Deutschen ein Volk, das alles mit dem Auto macht, kein Tempolimit akzeptiert, Geschwindigkeitskontrollen als "Abzocke" ansieht usw. Man kanns doch hier in Neufünfland sehr schön sehen: Überall schnieke Autobahnen und auf den Bahndämmen wächst das Gestrüpp. Wäre schön, wenns jetzt anders wird, aber solange die Mehrheit lieber im Berufsverkehr die ganze Stadt mit ihrem Blechschrott vollmüllt, statt zu Fuß zu gehen, Rad oder ÖPNV zu fahren und am Wochenende das E-Bike ins Auto statt den Wanderrucksack in den Zug hievt, sehe ich da keine Besserung.

    Grüße,

    Rolf

    Hallo zusammen,

    daß hier Unmut entstehen würde, war vorhersehbar. Daß es in letzter Zeit üblich geworden ist, bei allem, was einem nicht paßt, "die da oben" verantwortlich zu machen und von einer vermeintlichen Volksferne der Entscheidungsträger zu schwadronieren, ist nicht erst seit Donald Trump zu beobachten und eine besorgniserregende Verengung des Blickwinkels. Nüchtern betrachtet handelt es sich bei der Landesdirektion um eine Mittelbehörde, die, ähnlich wie Bezirksregierungen oder Regierungspräsidien in anderen Bundesländern, zwischen der kommunalen und der ministeriellen Ebene fungiert und bestimmte Zuständigkeiten hat. Wer sich an der fehlenden Entwidmung festhält, verkennt, daß die Widmung nur ermöglicht, daß überhaupt dort eine Eisenbahn gebaut werden kann. Für Anlagen in Schutzgebieten gelten aber zusätzliche Anforderungen, da nützt die Widmung nichts. Ob das Argument der LDS, schon fehlende Unterlagen müßten zur Versagung führen, Bestand haben wird, kann man ohne genaue Kenntnis der Aktenlage nicht beurteilen. Der Amtsermittlungsgrundsatz gebietet es, daß die LDS zumindest mahnt und Fristen setzt, bis zu denen die geforderten Unterlagen beizubringen sind. Möglicherweise hat aber auch der Verein zunächst davon abgesehen, teure Gutachten einzuholen und abgewartet, welche Anforderungen die LDS sonst noch an das Projekt knüpfen wird. Es bleibt daher zu hoffen, daß im Widerspruchsverfahren eine für Naturschutz und Eisenbahner tragbare Lösung gefunden wird. Jedenfalls ist es richtig, nicht jedes Vorhaben in einem Schutzgebiet ohne weiteres zu genehmigen, denn dann braucht man keine Schutzgebiete. Ich sehe z.B. den beidseitigen 10-Meter-Streifen als Irrtum des Entscheiders an; welche Schmalspurbahn benötigt im Wald eine 20m breite Schneise? Und da wid es noch mehr geben, das berücksichtigt werden muß.

    Den Schwarzbachbahnern wünsche ich jedenfalls viel Erfolg und den Entscheidern ein gutes Händchen bei der Abwägung.

    Grüße,

    Rolf

    Hallo,

    naja, man wird schonmal drüber diskutieren dürfen, ob wirklich alles in Ordnung ist, wenn des öfteren Menschen mit einem VT zum Preis eines Dampfzuges befördert werden. Und daß der Dampfzug gegenüber einem Triebwagen viel teurer ist, weiß man doch schon seit den Zeiten des Wismarer Schienenbusses.

    Grüße,

    Rolf

    Liebe Bimmelbahnfreunde,

    eigentlich wollte ich mit dem Kurzen ja zur Baustelle in der ehemaligen Fahrzeuglampenfabrik Riemann, später Fahrzeugelektrik Karl-Marx-Stadt, Betonmischer gucken, da fiel uns plötzlich ein großer Kran auf: Seit vier Jahren wohnen wir nun hier und hatten keine Ahnung, daß in der nahen Kleingartenanlage ein Triebwagen der alten Schmalspurstraßenbahn stand. Und heute wurde er abgeholt, noch dazu vom Schienenbusbetreiber Silvio Köster. Anbei ein Video der Aktion:

    Grüße,

    Rolf