Beiträge von Rolf

    Hallo,

    naja, man wird schonmal drüber diskutieren dürfen, ob wirklich alles in Ordnung ist, wenn des öfteren Menschen mit einem VT zum Preis eines Dampfzuges befördert werden. Und daß der Dampfzug gegenüber einem Triebwagen viel teurer ist, weiß man doch schon seit den Zeiten des Wismarer Schienenbusses.

    Grüße,

    Rolf

    Liebe Bimmelbahnfreunde,

    eigentlich wollte ich mit dem Kurzen ja zur Baustelle in der ehemaligen Fahrzeuglampenfabrik Riemann, später Fahrzeugelektrik Karl-Marx-Stadt, Betonmischer gucken, da fiel uns plötzlich ein großer Kran auf: Seit vier Jahren wohnen wir nun hier und hatten keine Ahnung, daß in der nahen Kleingartenanlage ein Triebwagen der alten Schmalspurstraßenbahn stand. Und heute wurde er abgeholt, noch dazu vom Schienenbusbetreiber Silvio Köster. Anbei ein Video der Aktion:

    Grüße,

    Rolf

    Das ist schon richtig. Aber schön ist es trotzdem nicht. Klar, besser als verschrotten. Aber eine Maschine muß laufen. Leider bin ich kein Millionär, das stelle ich immer wieder fest...

    Erstens ist es im Autoland Deutschland ein Anliegen der Mehrheit (gewesen?), daß die Bahn wenig kostet. Sie sollte ja sogar noch Geld bringen, haha. Zweitens sind wir im Superautoland Sachsen, in dem Geld allenfalls für ein paar Schmalspurbahnen da ist. Wer hier ÖPNV benutzen will oder muß, der kann nur weinen. Ich habe in 44 Jahren in vier Bundesländern gelebt und bin fast schon immer Pendler gewesen. So eine miese ÖPNV- und FV- Struktur in allen Bereichen, wie in diesem schönen Freistaat, habe ich weder in Hessen, Rheinland-Pfalz noch im an sich kleinen und auch nicht reichen Thüringen erlebt. Das fängt bei den Ausschreibungen an, die immer auf billig statt auf Qualität ausgerichtet sind, geht über die 4 (?!) Verkehrsverbünde in diesem Spielzeugbundesland und endet bei völlig absurden Tarifgestaltungen. Und die Städtebahn? Naja, statt sich rumzustreiten, hätten sie lieber sehen sollen, wie sie den Laden schmeißen. Jetzt scheinen sie am Ende zu sein.

    Bei der Bundesbahn gabs ja durchaus zu "meiner" Zeit Ende der 80er noch viele kleinere Bahnhöfe ohne Kollegen Computer. Fernverkehrsfahrkarten wurden mit der Hand ausgefüllt und Platzreservierungen mußten rechtzeitig erfolgen und konnten dann ein paar Tage später am Schalter abgeholt werden. Zusammen mit der Fahrkarte waren die Reservierungen kostenlos, separat war eine Reservierungsgebühr fällig, um Mißbrauch zu verhindern. Zwar konnte man immer noch einen anderen als den reservierten Zug benutzen, aber es war wenigtens sichergestellt, daß auch die Fahrkarte bezahlt war. Ach ja, ich kann mich noch gut an den Kollegen der Fka erinnern, als der Computer eingezogen war. "Das hätte ich mit der Hand schon längst fertig", hat er des öfteren geflucht, wenn die Datenübertragung mal wieder länger dauerte...

    Ich habe hier einen Buchfahrplan (Heft 1452 von 1980), da ist der E 2856 Bayreuth - Konstanz drin. Der Zug war von Bayreuth bis Nürnberg mit dem D 458 vereinigt, wurde von einem 218er- Pärchen gezogen bis Backnang, von da von einer 218er bis Stuttgart und dann mit der 110er bis an den Bodensee. Nürnberg ab 7:34 Uhr, Konstanz an 12:57 Uhr. Heute muß man mehrmals umsteigen und ist nicht wesentlich schneller als damals mit den Lokwechseln. Dafür bietet jeder Umstieg die spannende Frage, ob der Anschluß klappt...

    Zu "Ost/West" möchte ich nur eins einwerfen: Das, was sich seit 1994 in Deutschland Eisenbahn schimpft, hat mit beiden deutschen Staatsbahnen für den, der sie noch erlebt hat, nichts mehr zu tun (von Ausnahmen abgesehen).