Beiträge von Rolf

    Das ist schon richtig. Aber schön ist es trotzdem nicht. Klar, besser als verschrotten. Aber eine Maschine muß laufen. Leider bin ich kein Millionär, das stelle ich immer wieder fest...

    Erstens ist es im Autoland Deutschland ein Anliegen der Mehrheit (gewesen?), daß die Bahn wenig kostet. Sie sollte ja sogar noch Geld bringen, haha. Zweitens sind wir im Superautoland Sachsen, in dem Geld allenfalls für ein paar Schmalspurbahnen da ist. Wer hier ÖPNV benutzen will oder muß, der kann nur weinen. Ich habe in 44 Jahren in vier Bundesländern gelebt und bin fast schon immer Pendler gewesen. So eine miese ÖPNV- und FV- Struktur in allen Bereichen, wie in diesem schönen Freistaat, habe ich weder in Hessen, Rheinland-Pfalz noch im an sich kleinen und auch nicht reichen Thüringen erlebt. Das fängt bei den Ausschreibungen an, die immer auf billig statt auf Qualität ausgerichtet sind, geht über die 4 (?!) Verkehrsverbünde in diesem Spielzeugbundesland und endet bei völlig absurden Tarifgestaltungen. Und die Städtebahn? Naja, statt sich rumzustreiten, hätten sie lieber sehen sollen, wie sie den Laden schmeißen. Jetzt scheinen sie am Ende zu sein.

    Bei der Bundesbahn gabs ja durchaus zu "meiner" Zeit Ende der 80er noch viele kleinere Bahnhöfe ohne Kollegen Computer. Fernverkehrsfahrkarten wurden mit der Hand ausgefüllt und Platzreservierungen mußten rechtzeitig erfolgen und konnten dann ein paar Tage später am Schalter abgeholt werden. Zusammen mit der Fahrkarte waren die Reservierungen kostenlos, separat war eine Reservierungsgebühr fällig, um Mißbrauch zu verhindern. Zwar konnte man immer noch einen anderen als den reservierten Zug benutzen, aber es war wenigtens sichergestellt, daß auch die Fahrkarte bezahlt war. Ach ja, ich kann mich noch gut an den Kollegen der Fka erinnern, als der Computer eingezogen war. "Das hätte ich mit der Hand schon längst fertig", hat er des öfteren geflucht, wenn die Datenübertragung mal wieder länger dauerte...

    Ich habe hier einen Buchfahrplan (Heft 1452 von 1980), da ist der E 2856 Bayreuth - Konstanz drin. Der Zug war von Bayreuth bis Nürnberg mit dem D 458 vereinigt, wurde von einem 218er- Pärchen gezogen bis Backnang, von da von einer 218er bis Stuttgart und dann mit der 110er bis an den Bodensee. Nürnberg ab 7:34 Uhr, Konstanz an 12:57 Uhr. Heute muß man mehrmals umsteigen und ist nicht wesentlich schneller als damals mit den Lokwechseln. Dafür bietet jeder Umstieg die spannende Frage, ob der Anschluß klappt...

    Zu "Ost/West" möchte ich nur eins einwerfen: Das, was sich seit 1994 in Deutschland Eisenbahn schimpft, hat mit beiden deutschen Staatsbahnen für den, der sie noch erlebt hat, nichts mehr zu tun (von Ausnahmen abgesehen).

    Also mal ehrlich: Die Kirnitzschtalbahn fährt überhaupt nur noch, weil sie altes Material einsetzt. Der Standardtouri hat ein Auto. Ob er das nun in Schandau oder im Kirnitzschtal abstellt, ist ihm wurscht. Aber er fährt halt gern mit dem Bähnchen, weil er davon als Sehenswürdigkeit im Prospekt (oder aufm Smartphone) gelesen hat. Das ist genauso eine sinnlose Diskussion wie die Frage, ob die HSB auf Hybridfahrzeuge oder so umstellen soll. Von daher wäre eine Verlängerung nur dann sinnvoll, wenns irgendwo nen Park & Ride Parkplatz gäbe, an dem man bequem vom Auto auf die urige Bahn umsteigen kann.

    Liebe Bimmelbahnfreunde,


    leider muß ich mitteilen, daß der geplante Gasteinsatz der Fahrzeuge aus Lauchhammer wegen zuletzt stark gestiegener Kosten für Logistik und Versicherung nicht stattfinden kann. Es wird also "nur" ein Fahrtwochenende mit der bekannten Garnitur. Trotzdem bleiben wir dran und hoffen, in Zukunft so einen Gasteinsatz realisieren zu können.

    Dafür war das Kindertagsfahrprogramm so gut besucht, daß wir sogar mit dem nunmehr vier Wagen führenden Zug teils längere Wartezeiten für die Fahrgäste nicht vermeiden konnten. Mit 25 Zugpaaren haben wir am Samstag fast 600 Fahrgäste befördert. Ein Video findet Ihr hier:

    Besuch aus dem Forum war auch da, das hat mich natürlich besonders gefreut.


    Viele Grüße,

    Rolf

    Ich kann irgendwelchen Kriegsspielen auch nichts abgewinnen. Der Quatsch hier war ja auch alles andere als irgendwie historisch korrekt. Ein Manöver des "Deutschen Bundes", der bekanntermaßen mit dem Deutsch-Deutschen Krieg von 1866 sein blutiges Ende fand, auf einer Schmalspurbahn von 1892? Aber ok, Geschichtskenntnis haben rund 25 Prozent der sächsischen Wahlberechtigten ja gestern abgewählt. Da kann man auch mal von einem Manöver des Deutschen Bundes träumen und ausblenden, daß 1866 Preußen, Sachsen, Bayern und Österreicher einander ernsthaft totgeschossen haben.

    So, liebe Bimmelbahnfreunde,


    am Wochenende 4./5.5. eröffnet die Parkeisenbahn Vatterode die diesjährige Fahrsaison. Das möchte ich zum Anlaß nehmen, auf eine besondere Veranstaltung hinzuweisen: Vom 08. bis zum 10. Juni finden zum "Tag des Eisenbahners" Gastfahrten mit einer Garnitur der Parkeisenbahn Lauchhammer in Vatterode statt, deren Ns1 dann unsere EL9 002 unterstützt. Zum ersten Mal seit vielen Jahren kommen damit zwei Zuggarnituren auf der Strecke zum Einsatz.


    Viele Grüße,

    Rolf