Mahlzeit Paweł,
ich bin an beiden Tagen als Bremser auf Zug 2, also mit der Hilax eingeteilt. Bei Fragen kannst Du Dich auch gern an mich wenden.
Beste Grüße
Sven
Mahlzeit Paweł,
ich bin an beiden Tagen als Bremser auf Zug 2, also mit der Hilax eingeteilt. Bei Fragen kannst Du Dich auch gern an mich wenden.
Beste Grüße
Sven
Mahlzeit!
Vielen Dank für das Teilen der zahlreichen Bilder der Pfingstfahrtage.
Ich hatte mich am Sonntagmittag aufgemacht, um mich mit einem lieben Freund und geschätzten Kollegen aus der Schweiz in Weißwasser zu treffen und wir wollten mit der Hilax die letzte Muskau-Runde zusammen genießen. Da ich noch etwas Zeit hatte, fuhr ich zunächst mit dem Zug 14.30 nach Bad Muskau.
Bevor es losging setzte die JUNG 8293 noch den Nachbau des Gräflichen Jagdwagens zur Seite, der zuvor für eine Reservierung im Zug lief.
Danach wurde am alten Lokschuppen Wasser genommen, bevor die Maschine in Richtung Lokwerkstatt an die Kohlebühne fuhr.
Vom ersten Wagen aus hatte man einen guten Blick auf die Maschine.
In Bad Muskau angekommen, wurde das Triebwerk nachgesehen und Wasser genommen.
Nachdem Umsetzen bereitete der Heizer das Feuer für die Bergfahrt vor.
Wie schon erwähnt, ist die Bergfahrt aus Muskau heraus für Heizer und Lokführer eine Herausforderung. Aus dem Bahnhof heraus mit einer leichten Steigung, über den BÜ mit anschließendem engen Bogen in ein moderates Gefälle und dann geht es mit einem Rechtsbogen in die stärkste Steigung der gesamten Bahn. Das Gefälle verleitet dazu zu zügig und mit zu kurzer Steuerungsauslage und hohem Schieberkastendruck in die Steigung einzufahren. Wenn man dann am Kilometer 6,8 auf der Ameisenspur auf der rechten Schiene ausrutscht, kommt man schnell ins Straucheln und der weit geöffnete Regler begünstigt das Wasserüberreißen. Die Neigungswechsel sind auch für den Heizer ein wenig tückisch, der natürlich für die Bergfahrt bestrebt ist, sich möglichst viel an "Verdampfungsreserve" in den Kessel zu speisen. Doch verträgt jede Maschine schon rein konstruktiv nur einen bestimmten höchsten Wasserstand. Wasserwerte im kritischen Bereich lassen sich dagegen durch entsprechende Speisewasserpflege und Abschlammen vermeiden.
Ein Blick in den Führerstand der Hilax mit dem "Wasserstandsanzeiger leichte Bauart nach LON 3236"
Aus meinen Erfahrungen bei den Probefahrten der Hilax im Jahr 2024 weiß ich zu berichten, dass die Maschine nicht mehr als ein 1/2 Glas mag, darüberhinaus dringt Wasser durch die Entwässerungsbohrung in Höhe des Dampfdoms in das Dampfentnahmerohr, was sich dann beim Betätigen der Pfeife am unsauberen Klang bemerkbar macht und sie reißt dann auch schnell mal Wasser mit in die Zylinder. Dagegen kann man bei der 3317 mit 3/4 Glas fahren, die 3315 verträgt noch minimal mehr, die 3312 etwas drunter. Die Unterschiede sind auch nicht verwunderlich, schließlich variieren die Glaslängen, Bauarten der Wasserstände, sowie die Lage der Kesseldurchgänge von Lok zu Lok, ebenso die Domposition und Kessellänge. Selbst bei Lokomotiven gleicher Bauart gibt es unterschiede. Die 3315 hat noch ihren genieteten Originalkessel mit Cu-Feuerbüchse, während die 3317 einen komplett geschweißen Neubaukessel besitzt. Man muss sich eben drauf einstellen.
Bergfahrt kurz vor dem Hp Feuerturmteich.
Nach dem Umsetzen und Restaurieren in Weißwasser wurde unplanmäßig in der Ausweiche Brikettfabrik gekreuzt.
Der Verstärkerzug mit V10C Kö0471 aus Kromlau hatte nach einem lokalen Wolkenbruch, der die mit reichlich Blütenstaub versetzten Schienen in eine Rutschbahn verwandelte, einiges an Verspätung eingefahren. Die Ausweiche wurde erst vor Kurzem im Zuge der Streckensanierung fertiggestellt. Im Hintergrund sind noch die Bautrasse und die Schwellenstapel für den nächsten Sanierungsabschnitt bis zum Abzweig Kromlau zu sehen. An dieser Stelle hatte sich das Zylinderentwässerungsventil der Schieberkastenentwässerung auf der Lokführerseite verklemmt, was jedoch mit einem Stück Draht wieder befreit werden konnte. Sowas kommt vor, meistens ist es ein Klumpel Ölkohle, Kesselsteinstückchen infolge Wasserüberreißen oder Lösche, wenn die Lok im Leerlauf unbeabsichtigt geschnüffelt hat. Da fällt mir ein, vor vielen Jahren hatten wir bei der Diana mal ein einabgekniffenes Stück 0,8er Schweißdraht mit Perle dran aus einem Ventil geholt, das irgendwie aus Richtung Kessel dahin gekommen sein musste.
Nachdem ich mit meinem Schweizer Gast schließlich im letzten Muskauer Zug des Tages an der Baierweiche ankam, trafen wir auf die ausgefallene 3315 und den nunmehr mit einer Ns 3 bespannten Gegenzug. Auch wenn ich nicht im Dienst war, entschloss ich mich umgehend, die Kollegen vor Ort bei den Vorbereitungen für die Bergung der Lok zu unterstützen. Schnell war klar, das die Maschine nicht mehr rollfähig ist, der Schadensumfang wird erst nach dem Ausachsen erkennbar, dem will ich natürlich nicht vorgreifen.
Zu dritt demontierten wir zunächst das Gestänge auf der Heizerseite und bereiteten dann mit den Kollegen des in der Dämmerung eingetroffenen Hilfszuges die Verladung auf die mitgebrachten Rollschemel vor. Im Schritttempo ging in der Nacht nach Weißwasser, gegen halb 3 waren wird dann alle im Bett. Danke an dieser Stelle an alle Beteiligten von Verein und GmbH, nicht zuletzt die Damen vom Imbiß, die den Bergungstrupp mit Verpflegung versorgten, sowie natürlich der Kranfirma.
Nach einer kurzen Nacht konnte ich am nächsten Morgen noch das Rangiergeschäft im Bahnhof Teichstraße beobachten.
Hier wird gerade der Ziegelwagen zurück in die Abstellgruppe gedrückt, der in der Nacht Teil des Hilfszuges war.
Gruß Sven
Mahlzeit!
Die Vorbereitungen laufen auf vollen Touren:

Die B70 wurde ausgewaschen und gereinigt.

Für die unzähligen Kessel, die am Samstag in Betrieb genommen werden, wurde Anbrennholz gesägt und gestapelt.

Vorbereitungen angefangen bei den Kleinsten...
...über die Mittleren...

...bis zu den größten Straßendampffahrzeugen.
Neben etwa 50 Ehrenamtlichen Mitgliedern aus Tschechien haben sich auch eine Reihe von Teilnehmern aller Altersgruppen aus Österreich, der Slowakei, Polen und Deutschland auf den Weg gemacht, um gemeinsam in die Museumssaison zu starten.
Wir sehen uns in Zamberk!
Gruß Sven
Mahlzeit,
Für diejenigen, die sich für die Lokwerkstatt Žamberk interessieren, hier noch ein paar Zusatzinfos:
Die Lokwerkstatt hat sich seit dem Kauf der Fabrik im Jahr 2010 sehr gut entwickelt, insgesamt wurden neben dutzenden Dampflokomotiven verschiedenster Bauarten und Spurweiten auch bisher 5 Brigadeloks aufgearbeitet, 3 davon mit neuen Kesseln ausgerüstet. Derzeit sind 10 Festangestellte und eine Handvoll Projektkräfte in Žamberk aktiv.
In der Werkstatt wird derzeit an folgenden Lokomotiven gearbeitet:
- Couillet 1218/1900, Cn2t, 600 mm, Tierpark Pairi Daiza, Belgien
- Borsig 11458/1925, Bn 2t, 600 mm, Parkeisenbahn Maltanka, Poznan
- Smoschewer 625/1918, Cn2t, 760 mm, Waldeisenbahn Čierny Balog, Slowakei
- Krauss 7885/1918, Dn2t, Kleinbaan Service B.V.
- Budapest 2282/1909, U34.901, Waldeisenbahn Vychylovka, Slowakei
- LHB 1138/1918, Parkeisenbahn Cottbus
Weiterhin wird ehrenamtlich für das Museum an folgenden Loks gearbeitet:
- Krauss&Co. München 7772/1920, Museum Žamberk
- ČKD Sokolovo, Praha 2992/1951, Museum Žamberk
- ČKD Sokolovo, Praha 3190/1951, Museum Žamberk
Gruß Sven
Mahlzeit!
Am Samstag, den 16. Mai 2026, von 10:00 bis 18:00 Uhr,
lädt das Frühlings-Dampfmaschinenfest zur Fortsetzung der Tradition der Tage der offenen Tür ein, die seit der Gründung des Museumsvereins regelmäßig stattfinden. In der wunderschönen Kulisse der renovierten Gebäude der ehemaligen Texilfabrik Vonwiller & Comp können Sie eine Vielzahl von Maschinen, nicht nur stationäre Dampfmaschinen und Straßendampffahrzeuge, in Aktion erleben. Zum Museum gehört auch die 600/760-mm-spurige Werkbahn, auf der verschiedene Dampflokomotiven verkehren und die zu einer Fahrt einlädt. Verschiedene Ausstellungsräume mit unterschiedlichen Schwerpunkten, ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm, Erfrischungen und gutes Essen, sowie Live-Musik laden zu einer nostalgischen Reise in die Zeit ein, als die Dampfmaschine die aufstrebende Industrie prägte und die Atmosphäre der Ersten Republik wieder aufleben lässt.
Das Dampfmaschinenfestival ist auch dieses Jahr wieder Schauplatz des 2. jährlichen Václav-Zapadlík-Gedenkrennens – einem Rennen mit Oldtimern, Motorrädern und einem Dampfbespannten Sonderzug, gezogen von der 555.129. Erleben Sie dieses einzigartige Abenteuer mit Etappen und Aufgaben hautnah. Bewundern Sie die Mannschaften, die stilvoll und elegant in historischen Waggons, einem Buffetwagen oder einem Speisewagen der RINGHOFFER von 1906 reisen – bekannt von den Fahrten des historischen Expresszugs „Králický Sněžník“ im letzten Jahr – und erleben Sie die spannenden Wettkämpfe.
Das Rennen gipfelt in der Ankunft des Zuges und der Teilnehmer gegen 13:00 Uhr am Bahnhof Žamberk. Anschließend erfolgt der Transfer zum Museum für Alte Maschinen, wo die Teilnehmer aktiv am laufenden Dampflokfestival teilnehmen. Für Zugreisende wird ein Busshuttle vom Bahnhof zum Museum und zurück angeboten.
DIE NEUIGKEITEN DIESES JAHRES SIND:
Auf der Werkbahn sind in diesem Jahr folgende Lokomotiven zu bestaunen:
O&K Nachbau Nr.001/2014, gebaut in den Werkstätten der 1.Kolíner Lokomotivgesellschaft Žamberk.
ČKD B70 1858/1940, gebaut während der Besatzungszeit für die deutsche Bauindustrie verlieb sie nach dem Krieg in der DDR, wo sie bei verschiedenen Wasserbauprojekten in Thüringen im Einsatz war. Nach der aktiven Zeit war sie als Dampfspender in einem Schweinemastbetrieb im Einsatz, bevor sie 1983 von einem Privatmann in Eckartsberga gerettet wurde. Dieser begann sie mit einfachen Mitteln betriebsfähig aufzuarbeiten, aus Altersgründen erfolgte Mitte der 2000er der Verkauf an einen Sammler in Österreich. Von diesem gelangte die Maschine schließlich nach Žamberk, wo sie rundhaft aufgearbeitet und weitgehend in den Auslieferungszustand zurückversetzt wurde.
Krauss-Linz 4928/1902 "WOLF"
Die 760 mm spurige Maschine wurde 1902 für die Etsch-Regulierung gebaut und später an die Schöeller-Bleckmann Stahlwerke AG in Mürzzuschlag verkauft, wo sie bis 1971 als Lok "WOLF auf der Werkbahn im Einsatz war. Nach Jahren als Denkmal an verschiedenen Standorten gelangte sie zum Tramway-Museum Mariazell, wo sie jedoch auch nur unter freiem Himmel abgestellt war.
Nach dem Kauf der Lokomotive durch das Museum Žamberk wurde sie betriebsfähig restauriert.
Linke-Hofmann 1739/1918
Die Brigadelok der Parkeisenbahn Cottbus erhält in Žamberk eine Hauptinstandsetzung.
Daneben sind weitere Dampflokomotiven auf dem Museumsgelände zu bestaunen, zudem rund 30 Diesellokomotiven unterschiedlicher Hersteller.
Einen Überblick über das Gelände des Museums gibt folgende Karte:
1.Haupteingang
2.Ausstellung Straßendampfmaschinen
3.Ausstellung stationäre Motoren (A.), Spinnerei (B), Textilmaschinen (C)
4.Ausstellung bewegliche stationäre Motoren
5.Austellung Feldbahn (A.), historische PKW und Motorräder (B.)
6.Ausstellung transmissionsbetriebene Werkzeugmaschinen
7.Ausstellung historische Traktoren
8.Ausstellung Dampfmaschinen
9.Ausstellung Sägewerk
10.Ausstellung Dampfpflugmaschinen
11.Bahnbetriebswerk
12.Museumsbahnhof
13.Museumscafé
14.Kulturzentrum Vonwillerka
15.Parkplatz
Beste Grüße
Sven
Mahlzeit Krono ,
vielen Dank, dass Du uns an den schönen Aufnahmen teilhaben lässt. Leider habe ich die Info über den Einsatz zu spät bekommen und konnte diesmal nicht vor Ort sein. Gerade der Einsatz auf der Tonbahn ist für mich sehr überraschend gewesen. Ich freue mich, das sich die Lok auch da so gut bewährt hat.
Beste Grüße
Sven
Mahlzeit Krono
vielen Dank für das tolle Video. Da sind wir uns fast begegnet, in der Szene mit der Talfahrt in Bad Muskau winke ich Dir vom ersten Wagen hinter der Lok zu.
Die Pfeife der Lok ist sehr markant, es handelt sich um eine Zweiklang-Tieftonpfeife der renommierten Armaturenfabrik Schäffer & Budenberg, Magdeburg-Buckau und wurde 1938 mit der Maschine ausgeliefert.
Auf diesem Bild vom 30.12.1975 (Foto: H.Poitz, Slg. Schlenkrich) kann man die Pfeife gut erkennen. In der ursprünglichen Ausführung befand sich im Fuß der Pfeife ein federbelastetes Ventil, das über ein Gestänge bedient wurde. Als der Ventilsitz irgendwann nicht mehr reparabel war, hat man das Ventil ausgebaut, das Gestänge entfernt und ein Krauss-Pfeifenventil auf den Dampfentnahmestutzen im Führerhaus gesetzt. Das geschah nachweislich schon vor 1960.
Auf diesem Bild der Frankfurter JUNG 9295/1941 kann man die ursprüngliche Anordnung des Gestänges erkennen, es ist jedoch eine andere Pfeife samt Halterung verbaut.
Hier erkennt man den Pfeifenhebel der 9295 mit dem Gestänge, das auf der Kesselverkleidung entlang geführt ist.
Bei unserer 8293 sieht es etwas anders aus. Folgt man der Frischdampfleitung für den rechten Injektor kann man unter dem Rohrbogen am Dampfentnahmestutzen in der Führerhausvorderwand das Loch erkennen, durch das das originale Pfeifengestänge geführt war. Oben auf dem Stutzen ist das Pfeifenventil Bauart Krauss zu sehen, an dem die Pfeifenleitung angeschlossen ist.
Beste Grüße
Sven
Mahlzeit Kreisbahndirecteur
seit wann hat denn die Maschine die "Beulen" in den Wasserkästen? Für eine frisch hauptuntersuchte Lok sieht das schon merkwürdig aus ...
Die Frage wurde schon mehrfach in dieser Beitragsreihe erläutert, ebenso das die Maschine keine seitlichen Wasserkästen besitzt ![]()
Gemäß des Restaurierungskonzeptes wurden Betriebsspuren, die keine funktionale Einschränkung bewirken, beibehalten. Es ist ein bewusster Kontrast gegenüber den anderen Waldbahnloks, um die Geschichte der Maschine zu bewahren. Sie war nie eine Staatsbahnlok und kam daher auch nicht in den Genuß planmäßig vorbeugender Instandhaltung und "Schönheitsreparaturen". Technisch notwendige Reparaturen wurden in der werkseigenen Lokreparaturwerkstatt nach Bedarf ausgeführt. Die Blechschäden waren typisch für den rauhen Betriebsalltag, ebenso wie die zahlreichen Umbauten an der Lok, die ihr Aussehen vom werksneuen Zustand erheblich abweichen lassen. Ziel war es, die Lok im letzten Einsatzzustand um 1970 zu restaurieren. Dieser passt konzeptionell auch zu den Waldbahnloks, die im Stile der 1960er/70er Jahre erhalten sind. Die Hilax repräsentiert die zahlreichen Werkloks auf den an die WEM angeschlossenen Werkbahnen.
Gruß Sven
Mahlzeit Hinnerk,
Die Halterung müsste auch schon früher dran gewesen sein, auch in Bernbruch gab es BÜs.
Richtig, der Halter war bereits in der Steinbruchzeit vorhanden, da eine öffendliche Straße mitten durch das Werksgelände führt und mehrfach von der Feldbahn gekreuzt wurde.
Auf diesem Bild vom 1971 ist der Halter noch auf der Heizerseite angebracht, kurze Zeit später wechselte er dann auf der Lokführerseite, wo er heute auch zu finden ist. (Foto: G.Paul, Slg. Schlenkrich)
In den letzten Betriebsjahren wurde jedoch keine Flagge mehr verwendet, da man eine Lichtsignalanlage zur BÜ-Sicherung installiert hattem, die von der Lok aus mittels Seilzugschalter bedient wurde.
Gruß Sven
Mahlzeit!
Nun folgt, wie angekündigt, der zweite Teil des Bildberichtes vom Einsatz der JUNG 8293 beim Osterdampf bei der Waldeisenbahn Muskau. Die Bilder stammen vom Sonntag, den 05.April.

Bei meiner Ankunft am Bahnsteig waren die beiden ersten Züge des Tages bereits mit ihren Lokomotiven bespannt. 99 3315 übernahm den ersten Zug nach Bad Muskau, während JUNG 8293 vor dem Kromlauer Zug am Bahnsteig 2 wartete.

Das Lokpersonal der Hilax widmete sich noch etwas der Lokpflege.

Ausfahrt des Zuges aus dem Bahnhof Weißwasser/Teichstraße. Im Gegensatz zu den vorangegangen Tagen waren die Züge am Sonntag recht gut besetzt.

Zwischen der Ausweiche Brikettfabrik und dem Gablenzer Weg ist noch unsanierter Oberbau vorhanden. Die Schwellenoberkante ist hier noch niveaugleich mit dem Waldboden. Auf den bereits sanierten Abschnitten liegt die Bettung um einiges höher.

Wir begegnem dem Zug auf der Rückfahrt im Gefälle vor Kromlau wieder bei bestem Frühlingswetter.

Auch hier ist noch unsanierter Oberbau vorhanden, was ein harmonisches Bild möglich macht.

In Höhe der Einfahrt in die Ausweiche Brikettfabrik sind die Auswirkungen der Gleissanierungen sichtbar. Die neue Weiche ist auf Kunststoffschwellen aufgebaut, das Streckengleis liegt auf Betonschwellen. Das Überholungsgleis ist noch nicht wieder angebunden, die kalte Winterwitterung hatte die Arbeiten beeinträchtigt.

Einfahrt des Zuges aus Richtung Kromlau an am Gleisdreieck am Museumsbahnshofs Anlage Mitte.

Lokführer Jan beobachtet die Einfahrt des Zuges aus Bad Muskau vom Führerstand der Hilax.

Während die 99 3315 nach dem Umsetzen in Weißwasser die Fahrt nach Kromlau fortsetzt, passiert hier JUNG 8293 mit ihrem Zug den Bahnübergang an der Bahnhofsausfahrt.
Im Zuge der Sanierungsmaßnahmen wird der BÜ zukünftig auch eine technische Sicherung erhalten.

Einfahrt in den Bahnhof Bad Muskau.

Es folgt das obligatorische Wassernehmen am Bahnsteigende. Auch wird das Triebwerk nachgesehen.

Kleine Verschnaufpause für den Lokführer.

Bevor es weiter geht, werden die Dochtschmiergefäße der Kolben- und Schieberstangen nachgesehen. Während dieser ersten Einsatztage wurde besonders auf die Funktion der Schmiereinrichtungen und den Ölverbrauch geachtet. Es galt wichtige Erfahrungen zu sammeln, die im Nachgang noch ausgewertet werden sollen. Je nach Ergebnis werden sicherlich einige Schmierstellen noch modifiziert, d.h. die Anzahl der Schmierdochte oder der Schmiernadeldurchmesser angepasst.

Nach dem Umsetzen bereitet Heizer Marian das Feuer für die anstehende Bergfahrt vor.

Am Weißen Haus ist das Feuer gut durchgebrannt.

Die Muskauer Strecke ist bereits bis zur Bahnhofseinfahrt saniert. Der Bahnübergang ist noch nicht ganz fertiggestellt und nur provisorisch befahrbar gemacht.

Mit dem kurzen Zug haben Maschine und Personal keine Mühe. Nach den ersten Betriebstagen wird besser nachvollziehbar, warum man im Steinbruch bis zur Betriebseinstellung mit der JUNG gefahren ist. Nach der Verschrottung der 80 PS Krauss-Maffei Bn2t Fabr.-Nr. 15565/1935 "Büffel" war die Hilax die leistungsstärkste Dampflok bei der Carl Halbach K.G.

Lokführer Jan hat die JUNG auf jeden Fall überzeugt!
In den 4 Ostertagen hat die Maschine rund 300 km absolviert und einige Freunde unter den Personalen gefunden. Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis, es hat sich einmal mehr ausgezahlt insbesondere auch im Triebwerk den ein oder anderen zusätzlichen Arbeitsschritt zu investieren. Was ich von Außen beobachten konnte, ist das die Maschine mit 6 Wagen weit von ihrer Grenzlast entfernt ist und für einen B-Kuppler ganz annehmbare Laufeigenschaften hat. Lz läuft sie natürlich nicht so ruhig, mit etwas Last am Haken beruhigt sie sich jedoch. Die sichtbar gebliebenen Betriebsspuren waren in zahlreichen Gesprächen mit Fahrgästen ein Einstieg in interessante Gespräche.
Hier gibt es noch ein paar bewegte Bilder vom Einsatz am Ostersonntag.
Zu den Erfahrungen im Einsatz wird Marian sicherlich noch etwas schreiben. Es wird sicherlich noch die ein oder andere Verbesserung möglich sein.
Gruß Sven