Beiträge von bremerbahn

    Miedzyrzecz und Wollstyn zählten schon recht früh nach der Wende zu meinen bevorzugten Reisegebieten. Leider Habe ich das Depot in Miedzyrzecz in eher schlechter Erinnerung, wo ich zwei Mal trotz höflicher Anfrage rausgeworfen wurde...



    Hier daher einmal was ganz anderes in Miedzyrzecz dort vor dem Personenzug nach Szamotuly


    Die dort eingesetzten Tkt48 hatten es mir irgentwie angetan und das Lokpersonal wurde um so freundlicher je weiter man vom Depot entfernt war. Ich bin öfters auf den Tkt mitgenommen worden. Wenn mann sich dann als Lokführer zu erkennen gab , fuhr man spätestens ab Miedzychod die Lok selbst...

    Schon wieder 20 Jahre her? Mann wie die Zeit vergeht...


    Ich hänge mal ein Bild von mir dazu. Ich weiss noch ganz genau das ich zur besagten Brücke auch hinwollte, allerdings von der Stadtseite aus. Iregntwie fehlten dann die berühmten minuten und ich habe dann ganz kurzfristig für den "Schlossblick" weiter hoch entschieden. Leider war vom Schloss nicht viel zu sehen, daher hier der Zug bei Steuden



    Irgentwie kränkelte die 86 1333 dann immer mehr und ich hab dann keine richtigen Fotos mehr hingekriegt. Hier sieht man schon etwas dem Unheil seinem Lauf! Wie ich sehe hat sich der Schlossbesuch doch eher lohnen können!

    Manchmal geht das Leben ziemlich seltsame Wege...


    In dem Falle war es die 01 0509 der Pressnitztalbahn. Meinen ersten Kontakt hatte ich im Jahre 1984 mit der Lok. Bei einem Besuch des Lokfriedhof Mayenburg stand die Lokomotive inmitten vieler unzähliger ölgefeuerter Loks der Baureihe 50.50 ziemlich trostlos abgestellt. Zu dem Zeitpunkt dachte ich schon, das die Lok anscheinend die besten Tage hinter sich hatte...


    Wie sich die Zeit schnell ändert zeigte mir ein Besuch des RAW Meiningen am 06.05.1985. Nach unserer Führung durch die heiligen Hallen machten ein paar Besucher sich abgängig und konnten so die draußen abgestellten Fahrzeuge doch noch fotografieren. Das war gerade bei den Ausreisevorbereitung der dort stehenden 18 201 eigentlich nicht so vorgesehen. Kurzum brachte mir diese unerwünschte Abstecher den Rauswurf aus der DMV-AG in Erfurt West.



    Mit Fahrwerksteilen der ebenfalls an diesem Tag in Meiningen noch vorhandenen 01 2114 wurde später die Lok aufgearbeitet und für harte D-Mark in den Westen verkauft. Ein Umstand den die Lok heute ihr weiteres Überleben verdankt.



    Am 16.07.2010 traf ich sie wieder, für die Sonderfahrt der Ulmer Eisenbahnfreunde am nächsten Tage durch Schleswig-Holstein sprang die Pressnitztalbahn kurzfristig mit der 01 0509 ein. Als Lotse konnte ich die Lok so durch meine neue Heimat führen.
    Wer hätte das vor 25 Jahren bereits gedacht...

    Nicht für jedermann erkennbar war hinter dem Wagenschuppen das Ferienheim der DR. Und zu einem vernünftigen Ferienheim an der Ostsee gehörten nun mal eigene Strandkörbe. Diese mussten ja nach der badesaison irgentwie gelagert werden und dazu nutzte man den Wagenschuppen in Kühlungsborn West.


    Zum festen Schneepflug: Der wurde jeweils an eine der beiden verbliebenen Wismustloks gekuppelt und war nicht so schnell demontierbar. Er wurde daraufhin auch im Sommer nicht demontiert und wechselte meist bei der nächstfälligen Überführung zum RAW an die jeweils andere Lok.

    In meinen fünf Jahren die ich aufm Molli fuhr , lag leider nie soviel Schnee, dass ich mit der Schneepfluglok raus musste.

    Nach einer gediegenen Übernachtung im Wartehäuschen im Bahnhof von Flöha ging es am Morgen des 07. August 1985 mit dem ersten Zug nach Wolkenstein...



    99 1561 passiert den Bf. Großrückerswalde


    Die Verfolgung des Vormittagszuges nach Niederschmiedeberg konnte man bequem per Rad erledigen. Bequem, naja, mir stand zu dieser Zeit noch kein anderes motorisiertes Fortbewegungsmittel zur Verfügung. Trotzdem sind wir fast vier Wochen quer durchs Land gefahren und wenn es nicht mehr ging eben per Bahn...

    Um es erst einmal vorweg zu nehmen, es war zu dieser Zeit , genau vor 25 Jahren auch so warm. So warm , das auch zeitweise sogar der noch spärlich vorhandene Dampfbetrieb auf der Regelspur eingestellt wurde...


    Am 06 Juli 1985 waren wir morgens in aller Frühe mit dem Fahrrad nach Bad Doderan aufgebrochen. Die Strecke zwischen Lütten Klein über Börgerende nach Bad Doberan konnte man an diesem Morgen so in knappen 40min bewältigen, wobei man zu der Zeit noch ungestört die heute Bundesstraße benutzen konnte.



    In Bad Doberan erwartete uns daraufhin auch die 99 2323, die gerade vom Kohlenehmen zurück kam und nun auf den Zugführer wartete der die Einfahrweiche umlegen musste. Die Schlüssel dafür musste man sich dafür an der Aufsicht am Bahnsteig abholen.



    Wir sind daher gleich weiter zur Dammchaussee vorrausgefahren, wo uns der Zug nach seinem Halt in der Goethestraße mittlerweile überholte.



    Kurz vor Heiligendamm konnte daher der Gegenzug mit der 99 2322 abgewartet werden. Heute kann man neben der Strecke einen gut ausgebauten Fahrradweg benutzen.



    Die Pause bis zum nächsten Zug wurde erst einmal zur Erholung von der Fahrt genutzt, natürlich an den drei Heizloks der Baureihe 50.40. Zu diesem Zeitpunkt waren sie jedoch alle kalt. Man hatte sie im Sommer 1983 mit Culemayerwagen dort hin geschafft, da man das ölgefeuerte Heizkraftwerk neben dem Bahnhof durch ein noch im Bau befindliche Kohlekraftwerk ersetzen wollte.



    Inzwischen ist der Zug aus Bad Doberan wieder mit der 99 2322 zurück und rollt auf Heiligendamm zu.



    Da der Zug aus Kühlungsborn bei diesem Umlauf als erster Zug in Heiligendamm einfuhr musste die 99 2322 vor dem links stehende Einfahrtsignal warten.So war es leicht den Zug noch einmal zu überholen. Erst später wurde das Signal einige Meter weiter versetzt und steht damit wieder rechts vom Gleis.



    Man brauchte nicht lange warten und schon fuhr der Gegenzug nach der zugkreuzung an uns vorbei.



    Nach reichlichem Badegenuss am Strand von Heilgendamm sind wir dann am späten Nachmittag wieder zurück nach Bad Doberan gefahren. In der heutigen Mollistraße kam uns daher auch schon der Zug nach Kühlungsborn entgegen.



    Eines der schönsten Motive auf dieser Strecke war die Querung des damaligen Postplatzes. Dort konnte man , wenn man Glück hatte, noch den Einen oder Anderen heutigen Oldtimer im Straßenverkehr mit aufs Bild bringen.



    Wir wollten jedoch zum Bahnhof und auf den abendlichen Nahgüterzug aus Wismar warten. Zu dieser Zeit fuhr er mit der 50 3691. Doch an diesem Tage kam eine Diesellok der Baureihe 118 mit dem Güterzug angerollt. Die wurde (heute leider) nicht aufgenommen, daher ein Bild von diesem Zug ein paar Tage vorher. Der Rückweg nach diesem Badetag nach Lütten-Klein musste daher für uns etwas unvollendet durchgeführt werden.

    Etwas abseits der heutigen Museums- und Touristikeisenbahnen liegt nördlich von Berlin das kleine Örtchen Mildenberg. Die Lage in der unmittelbaren Nähe von Berlin ist daher besoders wichtig, da fast alle dort verbauten Ziegel aus dem Zehdenicker Revier stammen. So war es bis zur Währungsunion anno 1990, wo mit einem Mal alle dortigen Ziegelwerke nach und nach zum Sterben verurteilt waren. Die letzte Investition noch zu DDR-Zeiten war das Steinwerk in Zehdenick das die bisher ungenutzen feinen Sandschichten in der Grube Burgwall für die Produktion von Porenbeton nutzen konnte. Aber auch dort endete der Feldbahnbetrieb im Jahre 1997 endgültig und wenn man danach sucht findet man auch heute noch die alten Felbahngleise.


    Bereits kurz nach dem Niedergang der dortigen Ziegeleiindustrie begann man als Verein "Technische Denkmale Gransee eV." mit der Schaffung eines Mseumsparkes in Mildenberg der neben der Geschichtsvermittlung über die dortige Ziegeleiindustrie auch den Erhalt einiger Strecken als Touristikeisenbahn vorsah. Nach den ehrgeizigen Plänen des Vereins sollte man später in umgebauten Kipploren von Gransee nach Mildenberg auf 750mm Spur reisen können, dann auf 630mm-Spur nach Burgwall und von dort weiter nach Zehdenick. Doch der Verein hatte sich mit diesem gewaltigen Projekt übernommen und so übernahm der dortige Landkreis das Projekt Ziegeleipark und dessen Feldbahnen. Als einzige Strecke ist daher derzeitig nur die Verbindung des Museumsparkes nach Burgwall verwirklicht worden.


    Im Ziegeleipark selber soll dem Besucher die Geschichte der Ziegeleiwerke vermittelt werden. Die Feldbahn hat daher hier nur untergeordnete Bedeutung und nur wenige Besucher finden den Weg zur Feldbahnaustellung. Im Außengelände entwickelt sich der Park mehr zu einem Freizeit- und Spielepark, wo ab und zu noch ein paar technische Geräte aus der Vergangenheit herumstehen...


    Mehr über den Ziegeleipark hier: http://www.dampfspektakel.de


    Die vollständig auf den Tourismus augelegte Zielsetzung hat natürlich heute nichts mehr mit dem alten Feldbahncharakter zu tun und so war schon recht früh der Wunsch aufgekommen, die Zeit zu nutzen um noch einmal etwas von dem alten Feldbahnflair wieder aufleben zu lassen. Auch an dieser Region geht nun mal die Zeit nicht vorbei!
    Wichtigstes Ziel war es, zwei authentische Züge zu bilden, vovon einer mit der LOWA-Dampflok bespannt wurde. Der andere Zug wurde mit der Ns3 des Ziegleiparks gefahren, die nach Ihrer Wiederinbetriebnahme jedoch eigentlich überhaupt nicht eingsetzt werden kann. Wie wir bei der Probefahrt feststellen mussten, passt sie aufgrund ihres breiten Rahmens nicht an den Bahnsteig. Aua!



    "Der Wurzener" in seinem Element: Erst einmal die Loren für den zweiten Zug im weitläufigen Park zusammensuchen!



    Wir beschränken uns daher auf Aktivitäten außerhalb des Museumspark. Kurz nach Verlassen des Parkgeländes überquert der Leerzug die kleine Anliegerstraße nach Burgwall. Neben den beidseitigen Rampen zur Havelbrücke ist es die einzige kleine Steigung auf dieser Strecke.



    An dieser Stelle ist noch schön zu erkennen wie die 630mm-Neubaustrecke auf das alte Planum der ehemaligen 750mm-Bahn nach Trottheide einschwenkt. Die alte Trassenführung führte bis 1988 gerade aus durch dem Wald und kam somit auf der anderen Seite in das dortige Ziegeleiwerk 3.1 hinein.



    Bei ehemaligen Mögelinstich, wurde das Ausweichgleis für unsere Zugüberholung reaktiviert. Im normalen Fahrbetrieb ist jedoch meist nur ein Zug auf der Strecke so wird dieses Gleis nicht mehr genutzt. Von hier aus heisst es dann immer, Anlauf nehmen für die anschließende Steigung zur Havelbrücke.



    Die Havelbrücke wurde bis vor ein paar Jahren noch als kombinierte Eienbahn- und Straßenbrücke genutzt. Der Straßenverkehr wurde mit einer einfachen Rotlichtanlage gesichert. Erst ein Neubau der Straßenbrücke nebenan beendete dieses Bild entgültig. Die alte Brücke wird seit dem nur noch von der Feldbahn genutzt. Die Brücke war jedoch schon seit Inbetriebnahme nicht für Züge mit der schweren V10c ausgelegt, so das die langen Züge meist von jeder Seite mit einer Lok bespannt waren. So konnte der Zug von jeder Seite ohne Lok hinüber geschoben werden und die V10c fuhr dann allein über die Brücke. Heute ist das auch als wichtigster Grund anzusehen, warum man im Ziegeleipark seine eigene V10c nicht mehr reaktivieren möchte.



    hinter dem Haltepunkt Grube Burgwall gibt es im derzeitigen Endpunkt noch eine Ausweiche zum Umlaufen der Lokomotiven. Hier an dieser Stelle war jedoch früher die Einfahrt zur Grube als Gleisdreieck ausgeführt. Nach Ende des Sandverkehrs war die Einfahrt von Zehdenick jedoch bedeutungslos geworden und somit baute man daraus eine einfache Umfahrung. Die Grube ist seit dem nicht mehr angeschlossen. Das Gleis nach Zehdenick liegt jedoch noch, ist jedoch im Laufe der Jahre ziemlich zugewachsen. Unser Vollzug fährt hier wieder nach Mildenberg zurück.



    Auch wenn das Wetter im September 2008 nicht ganz so mitgespielt hatte, war unser Fototag dennoch ein Erfolg. Die LOWA hatte mit den 10 beladenen Kipploren ziemlich viel zu tun. So konnte die Steigung zur Havelbrücke erst nach mehreren Anläufen geschafft werden. Ansonsten ist hier die Region von vielen aufgelassenen Tonstichen gekennzeichnet die schon zu DDR-Zeiten geflutet wurden und somit eine wunderschöne Seenlandschaft bilden. Hier fährt unser Fotozug an ein paar alten Siedlungshäusern dieser verlassenen Gruben vorbei.


    Trotz aller Widrigkeiten habe ich mich entschlossen noch einmal am 19.September 2010 einen Fototag in Mildenberg zu veranstalten. Jedoch muss wegen dem nachlassnden Interesse der zweite Zug ausfallen. Auch die finzielle Absicherung dieser Fotozüge durch die bisherigen Einzahlungen der Teilnehmer ist bisher nicht volltständig gesichert. Eine am gleichen Wochenende stattfindende Dampfveranstaltung auf der polnischen Seite der Ostbahn tut sein weiteres, das das Interesse an dem Ziegleibahndampf sich im beschulichen Rahmen hält. Es ist für mich jedoch Anlass einzusehen, das weitere solche Fotoaktionen dort von mir nicht mehr vorgesehen sind. Es ist also die letzte Möglichkeit dort noch einmal einen realistische Fotozug fahren zu lassen.


    Weitere Informationen zur Veranstaltung hier: http://www.bremerbahn.de/3.html