Beiträge von bremerbahn

    Momentan hatte ich gerade versucht das völlig überbelichtete Kleinbilddia der 99 1793 wieder aufzubereiten. Nach meinen Unterlagen müsste das im August 1986 gemacht worden sein. Ich hatte mir nur dazu notiert: "Bedienung Anschluss Radeburg"

    Doch ist mir noch in Erinnerung das der Bahnhof Radeburg mehrere Anschlussgleise hatte. Das längste war wohl das Gleis zu den Scharmottewerken. Liege ich da richtig das dieses Foto in dem dortigen Werk aufgenommen wurde?

    Die Absage des Winterdampfes auf der Manfelder Bergwerksbahn hat meine Planungen für das Wochenende ganz zunichte gemacht. Was solls, ist ja nicht der letzte Winter!


    Für mich kam das Interesse an dieser Bahn erst relativ spät auf, den ich muss gestehen, das ich zu DDR-Zeiten mich überhaupt nicht darum gekümmert hatte. Diese Bahn fuhr ja quasi nach Bedarf und stundenlange Warten mit Kameraausrüstung zog unweigerlich den engeren Kontakt mit den Staatsorganen nach sich. So musste man Glück haben oder zumindest ziemlich schnell wieder weg sein. Letzteres war aufgrund mangelnden Fortbewegungsmittels zu dieser Zeit mit einem Fahrrad dann völlig unrealisch.



    Später war der Anreiz dort hinzufahren schon noch vorhanden, doch blieben mir die Vorstellungen von einer grünen Lok vor diesen Zügen immer noch etwas abschreckend. Heute ärgere ich mich , diesen Entschluß nicht schon ein paar Jahre früher gemacht zu haben. Mein Interesse war zu dieser Zeit noch von der typischen Reichsbahn geprägt und somit fand ich recht spät erst zum "Flair" dieser interessanten Werkbahn.


    Erst mit dem Einsatz der Jöhstädter 99 542 im April 1993 auf dieser Strecke konnte ich mich überwinden endlich dort hinzufahren. Der Reiz dieser vom Bergbau geprägten Landschaft fastzinierte mich sofort. So war sozusagen beides miteinander zu verbinden. Eine Reichsbahnlok als Leihlok bei einer Werkbahn nach einem historischen Vorbild.



    Die obligatorische Zugbegegnung mit der Regionalbahn am Abzweig Bocksthal war zu dieser Zeit noch mit einem roten Ferkeltaxi im Planeinsatz möglich.



    Ich wollte allerdings noch ein paar Aufnahmen als Werkbahn machen und nahm daher die grüne Lok 10 mehr oder weniger billigend in Kauf. Der Bahnhof Kupferkammerhütte bot dazu den richtigen Anblick. Hier hatte sich bis auf das Abdecken des Abraumes mit Planen noch nicht viel verändert. Durch die Bodensanierung der letzten Jahre kann man dieses Foto heute nicht mehr so machen. Dieser Bahnhof entseht seit 2007 fast vollständig neu.



    Auch zum Umlaufen musste man noch in den unteren Teil fahren. Zu dieser Zeit war fast der ganze Bahnhof mit Schmalspurwagen vollgestellt.


    Die 99 542 wartete auf die Rückkehr der Lok 7 aus dem unteren Bahnhofsteil und fuhr dann gemeinsam nach Benndorf. Mich hat immer die enorme Vielfalt der schmalspurigen Güterwagen dort interessiert auch wenn man nicht alle diese Fahrzeuge retten konnte.



    Am Dreieck Siersleben wurde dann erst einmal für die zahlreichen Fotografen beide Zugteile fotogerecht in Position gefahren.



    Mit dem Personenwagenteil verlässt die 99 542 die Brücke über die Regelspurbahn am Abzweig Bocksthal



    Kurz vor dem Bahnhof Benndorf wird die Straße noch mit Posten gegenüber dem Straßenverkehr gesichert. Die Trabbis waren noch häufig zu sehen und sind heute fast aus dem Alltagsbild verschwunden.



    Der Rangierdienst am Abzweig Bocksthal mit der Lok 7 werden einzelne Schüttgutwagen ausrangiert. So muss es auch früher ausgesehen haben als die Züge aus Hettstedt hier entlangfuhren...


    Ich hoffe es ist ein Anreiz, hier auch von anderen mitlesenden Usern ein paar Aufnahmen der Bergwerksbahn aus der Vergangenheit wiederzufinden. Für mich steht daher fest, es muss nicht immer Sachsen sein!

    Da die Stangen aus vergüten Stahl bestehen, gehören schon große Krafte dazu diese wirksam zu verbiegen. Die Massenträgheit setzt nun mal unvorstellbare Kräfte frei. Wer nun denkt das kleine Stangen da eher biegen muss ich daher enttäuschen, den genau das Gegenteil ist hier der Fall. ( Masse x Beschleunigung = Kraft )
    Es kann eigentlich jederzeit sowas passieren, wenn ein Lager warmläuft. Mir selber ist das vor ein paar Jahren fast auch schon passiert, damals allerdings ist nur das Lager zu Bruch gegangen. Ein Kollege hatte die Nadel in der Lagerschmierung "vergessen". Heute kann ich wieder darüber schmunzeln , aber es gab noch mehr Versuche mich damals sozialplanmäßig vor der Molliprivatisierung zu entfernen... ( Aber das ist wieder eine andere Sache!)

    Ohne hier gleich wieder einen Glaubenskrieg loszutreten, was nun besser ist, sollte man auch mal ein Auge auf den günstigen Gebrauchtmarkt werfen. Gerade wenn man anfängt, sollte man nicht all zu viel Schnickschnack dran haben, was man dann eh nicht nutzt...
    Als Anfängermodelle gibt die EOS 20d für um die 200 Euro oder die 30d um die 300 Euro zzl. Objektiv gebraucht teilweise schon beim Händler. Ein richtiges Ojektiv schlägt dann etwa noch einmal soviel drauf. Da wird heute in den sogenannten KITs ziemlicher Schrott angedreht. Die Kitobjektive in der Einsteigerklasse bei den modernen DSLRs sind nur was für Schönwetterfotografen...
    Beherzige daher meinen Rat, das richtige Objektiv ist das Wichtigste! Da wird heute leider oft zu viel gespart.

    Das erste freie Wochenende war mal wieder der alljährliche winterliche Harzbesuch mit der meiner Familie und ein paar Kollegen sammt Anhang geplant. Dazu zählt der Brockenbesuch fast schon zu den Ritualien, wie das Schlittenfahren und das üppige Mittag am Sonntag im Raststübl am Bahnhof Sorge. (Sehr zu empfehlen!)


    Nun am Samstag war eigentlich kein richtiges Fotowetter, trübe Witterung und dicker Nebel im Tal. Doch beim morgentlichen Rundgang durch den Bahnhof Wernigerode offenbarte der Blick in die Brockencam einen gigantischen Sonnenaufgang auf dem Brocken.
    Der Sonderzug war restlos ausverkauft, also ging es mit dem nächsten Planzug Richtung Brocken. So war ich nicht erstaunt das der Zug schon brechend übervoll besetzt abfuhr. Unterwegs glich der Reisekomfort einer gefüllten Konservendose und viele Reisende waren so entsetzt, für 17 Euro Brockentarif das "Fahrgefühl eines Viehtransports" (Orginalzitat) erleben zu dürfen.
    Doch der Brockenausblick entschädigt immer noch für alle Strapazen. Der Gipfel lag im schönsten Sonnenschein und unter uns die Wolken. Eine Aussicht wie ich sie bisher nur aus dem Flugzeug kenne.



    Der Mittagszug mit der 99 7240 hat kurz daruf den Brockenbahnhof erreicht.



    Der Sonderzug folgte kurz darauf und war schon von weitem durch das Pfeifen des "Elbdampfers" (Orginalzitat) unverkennbar zu hören. Beim letzten Mal war die Maschine schadhaft geworden. So war ich erfreut wieder eine Mallet auf der Brockenanfahrt zu sehen.



    Angesichts der guten Witterung auf dem Brocken war nach Ankunft des Mittagszuges und des danach eintreffenden Sonderzug die Lokalitäten vor Ort vollig überlastet. So entschlossen wir uns, einem lauwarmen Erbseneintopf mit Bockwurst ( 5,00 Euro lecker aber kalt) aus der Gulaschkanone am Bahnhof zu uns zu nehmen.



    Wir hatten darauf die Rückfahrt des Sonderzuges nicht mehr abgewartet, da wir mit ca.2 Stunden Fußweg zu Tal rechneten und schließlich sollte noch, wie zufällig, ein bergauffahrender Planzug am Gotheweg abgelichet werden...



    Der Sonntag war hingegen für den Wintersport reserviert auch wenn die enormen Schneehöhen dem nicht immer förderlich waren. Nur sehr wenige Wanderwege waren bisher geräumt worden. Wie jeden Sonntag bei unseren Harzausflügen der letzten Jahre, ging es auch diesmal ins Raststübl direkt am Bahnhof Sorge, zu hausgemachter Sülze und grüner Faßbrause, unserem dortigen Traditionsgetränk. Die dortige Wirtin ist es schon gewohnt, das wir immerwieder zwischendurch unser Mittag kurz für ein paar Fotos unterbrechen.



    So war es auch diesmal wieder, auch wenn das Wetter dieses Mal nicht mehr so schön war. Die 99 7240 verließ in dichtem Nebel mit dem Mittagszug in Sorge in Richtung Nordhausen.



    Der Harzausflug endete dann mit dem abends einsetzenden Eisregen, wo uns die Rückfahrt auf der glatten Autobahn fast wie eine Ewigkeit vorkam. Inzwischen sind wir alle wieder heil zu Hause angekommen und es steht fest, nächsten Winter wieder alle dort hinzufahren...


    Für Alle, die sowas auch schon immer vor hatten, am 30.Januar fährt um 11:18 Uhr von Wernigerode der nächste Sonderzug zum Brocken mit der 99 5902 ! Hoffentlich hält bis sich bis dahin noch ein weing der Schnee.

    Die Bilder erinnern mich fatal auch an meine Anfangszeit beim Fotografieren!
    Die herrlichen ORWO-Farben und der etwas braune Unterton im Bild das gleiche hatte ich auch in der Zeit um 1984/85. Dazu noch die Reko-Straßenbahn nach dem Umbau auf die neue Plattenverlegung in der heutigen Mollistraße alles das passt genau in diese Zeit.
    Die Qualität des Filmmaterials kann man nur schwer beeinflussen und nicht jeder hatte zu dieser Zeit den richtigen Film bzw die richtige Währung dafür...

    Wir waren schon die Jahre davor mehre Male auf Rügen, aber damals als Schüler waren meine finnanziellen Verhältnisse noch nicht so, dass ich mir eine eigene Kamera leisten konnte. Nun blieb mir nicht anderes übrig meine Technik, bei meinem familieren Umfeld zu leihen, um somit wenigsten die fotografischen Grundbedürfnisse zu decken. Nun stand mir neben der EXA1a meines Vaters damals nur eine einfache Puva Start und eine alte Werra meiner Oma zur Verfügung. Gut,die Erste ließ mein Vater nur selten aus der Hand, die Puva war nurmehr ein Notbehelf, also die Werra war schon etwas für sich. Blende und Entfernung nur nach groben Schätzungen, so waren meine ersten Aufnahmen eine Art Lotteriespiel. Das meiste ist daher nicht mit meinen heutigen Aufnahmen zu vergleichen...


    Im Sommer 1983 waren am 17. Juli die 99 4631 und die 99 4801 dort im Einsatz. Die erste Neubaulok stand zwar schon in Putbus,war aber zu diesen Tagn nicht im Einsatz. Das es für mich die letzten Bilder der 99 4631 im Einsatz wurden,konnte ich damals noch nicht absehen. Die kleinen Rüganer Loks hatten es mir seit dem angetan, auch wenn ich mich für die Burger Loks nicht so recht erwärmen konnte.


    Die Bildqualität ist heute gesehn sehr mäßig und trotz digitaler Nachbearbeitung kann man den ruppigen Filmtransport der Werra nicht mehr rückgängig machen. Die meisten Bilder sind daher auch nicht so recht zu gebrauchen, das "Schätzeisen" am Objektiv machte die meisten Bilder eher unscharf. Ich zeige daher nur die wenigen guten Bilder von meinem Urlaub dort.


    Göhren


    Binz Ost


    Putbus


    Ich hoffe die Bilder aus meiner fotografischen Anfängerzeit finden Euer Gefallen!


    EDIT Rechtschreibfehler beseitigt