Beiträge von 970-302

    Hallo Ronny,

    ich bin zwar kein Experte für Dampfkessel, hatte aber einen kleinen Einblick in die Entscheidungsfindung der von Dir angesprochenen Frage.

    Ein Kessel nach Vorlage der originalen Lokomotivkessel (also praktisch eine optisch ähnliche Replik, gefertigt mit zeitgemäßen Produktionsverfahren und Materialien) wäre optisch sicherlich eine Bereicherung gewesen, jedoch unterliegen Dampfkessel im allgemeinen, und als Bauteil an Schienenfahrzeugen ganz besonders, zahllosen Technischen Normen und Vorschriften, die die Betriebssicherheit gewähren sollen. Für Museumsbahnen heißt das Zauberwort, dass einem aufwändige Sicherheitsnachweise und Neuzulassungen erspart, Bestandsschutz. Solange ein bereits existierender Kessel nachgebaut wird, ist die Zulassung relativ einfach zu handhaben. Wenn eine andere Kesselzeichnung zugrunde gelegt werden soll, und das ist leider auch bei "Kleinigkeiten" wie einem anderen Standort des Dampfdoms der Fall, ist das genau genommen eine Bauartänderung; dass es früher schon einmal so ähnlich war, zählt dabei leider nicht.

    Um das Projekt nicht zu verkomplizieren, hat man sich also gegen eine Änderung der Domposition entschieden. Es gibt aber einige andere Details, die bei der Aufarbeitung dem Zustand der K.Sächs.StsE.B. nachempfunden werden, so erhält die Lok zum Beispiel eine flache Rauchkammertür.

    Alles in allem entsteht eine Lokomotive, die der Maschinen aus dem Jahr 1912 sicherlich stark ähnelt, aber auch einige Kompromisse eingeht, was unvermeidbar ist, wenn man im 21. Jahrhundert damit einen öffentlichen Eisenbahnbetrieb abwickeln möchte.


    Vielen Dank auch an Helmut für die gezeigten Bilder!


    Viele Grüße aus Radebeul,

    Lukas Kuntzsch

    Hallo Thomas,

    die beiden Wagen befinden sich tatsächlich im Eigentum der SDG, auch wenn Sie nicht auf der Liste erscheinen. Der ehemals dritte im Bunde 974-355 gehört der TRR und steht mittlerweile auf Gleis 4.

    Die beiden Packmeister sind übrigens historisch überaus interessant: 974-303 ist stammt aus der ersten Lieferserie der 4 Achsigen Packwagen aus dem Jahre 1910 und der 974-385 entstand als Umbau aus einem GGw.


    Viele Grüße aus Radebeul,
    Lukas

    Hallo Forengemeinde,

    als Ersatz für das ausfallende Karl-May Fest gibt es dieses Jahr einige kleine Filmbeiträge, die im auf dem YouTube Kanal „Radebeuler Kultur e.V.“ abgerufen werden können. Vor der Wiederaufnahme des Zugbetriebes nutzte man die Gelegenheit und drehte mit der Handhebeldraisine der Traditionsbahn eine Runde vom Haltepunkt Lößnitzgrund bis zum Weißen Roß.

    Das Video dieser interessanten Aktion gibt es sogar in der 360 Grad Perspektive unter dem folgenden Link: https://www.youtube.com/watch?v=u5zbc0D-Em0


    Viele Grüße aus Radebeul,

    Lukas Kuntzsch

    Hallo,

    direkt nach dem Eingang aus Richtung Radeburg links befindet sich eine kleine Küchenzeile. Danach folgen 4 Bänke 3. Klasse mit Tischen, anschließend die Toilettenkabine (ohne Toilette, als Lager genutzt). Rechts wie bereits gesagt ein Regal, etwa 40 cm Tief. Hinter der Toilette, im großen Abteil, waren zuletzt keine festen Einrichtungsgegenstände mehr vorhanden, wahrscheinlich ist der Bericht von einem großem Tisch mit Stühlen auf den Teil bezogen.

    Eine Bestuhlung "1. Klasse" hat dieser Wagen nie besessen. Wenn du Innenaufnahmen einer "Polsterklasse" suchst (damals 2. Klasse, seit der Klassenreform 1956 auch als 1. Klasse eigesetzt), von diesem Wagentyp sind noch 970-006 in Radebeul und 970-007 in Zittau mit detailgetreu restaurierter Inneneinrichtung vorhanden.


    Viele Grüße aus Radebeul

    Hallo Ronny,

    der von dir zitierte Text ist leider nicht mehr ganz aktuell. Mit der Auflösung der Museums gGmbH wurden die Fahrzeuge vom VMD dem Tagungszentrum des sächsischen Wirtschaft übergeben. Wegen des schwierigen Verhältnisses zur TRR werden die Fahrzeuge seither nicht mehr gepflegt. Letzt Große Instandhaltung war ein Austausch eines Großteils der Seitenwände am Ow K 347 im Jahre 2015 durch die TRR. Seit der Übernahme wurde nicht einmal die dringend notwendige Neubeschriftung am Pw durchgeführt...

    Der ehemalige Clubwagen war nicht Teil dieses Leihvertrages, aber wegen der angesprochenen nicht möglichen Übernahme und den zusätzlich fehlenden Aufarbeitungsperspektiven entschied sich der Traditionsbahn Verein, den Wagen an das Verkehrsmuseum zurück zu geben.

    Ein kleines "Geschmäckle" ist noch, dass die Zweiachser des VMD jahrzehntelange wegen der wertvollen Originalsubstanz nicht betriebsfähig aufgearbeitet werden durften, aber kurz nach Ende des Leihvertrages mit der gGmbH der erste Wagen den Weg nach Zittau fand...

    Viele Grüße aus Radebeul,

    Lukas Kuntzsch

    Hallo Leute, die 99 608 besitzt eine Druckluftbremse und eine Saugluftleitung, so dass sie auch vor dem Tradizug mit Vorspannlok eingesetzt werden kann. Ein zunächst etwas kurioses Beispiel waren die Osterfahrten 2016, als es im "Sandwichbetrieb" bis Bärnsdorf ging. (Bildergalerie TRR)

    Dabei fuhr 99 539 auf der einen Seite, auf der anderen fuhren 99 608 als Zuglok und davor die V10C "Lisa" als Vorspannlok zum Bremsen.


    Der Einsatz der 99 555 hat wie bereits gesagt rein optische Gründe. Woanders in diesem Forum ging es kürzlich erst um bunte Züge in Polen und Deutschland...


    Viele Grüße aus Radebeul, Lukas

    Hallo Leute, das heiße Thema mit Altbau/GR IV K wollte ich absichtlich nicht anreißen, deshalb die Bezeichnung auf dem Papier. Die nicht betriebsfähigen 99 534 und 99 535 habe ich schlichtweg vergessen - Asche auf mein Haupt.

    Marian, irgendwo habe ich einmal einige Aufnahmen dieser Veranstaltung im Netz gesehen, die einer der bekannteren Schmalspurfotografen veröffentlicht hat. Leider weiß ich weder wo das war noch wessen Bilder das waren...


    Viele Grüße und Gute Nacht, Lukas Kuntzsch

    Hallo liebes Forum,

    am 30. Juni 1899 fand die Abnahme der IV K Nr. 132 durch die K.sächs.Sts.E.B. statt. Damit wird die (zumindest auf dem Papier) zweitälteste Lokomotive der Bauart IV K 120 Jahre alt!

    Die Maschine sollte noch eine ganz besondere Geschichte haben: bis 1974 war sie noch in Mügeln im Güterzugdienst tätig, danach kam sie nach Radebeul Ost zur Traditionsbahn Radebeul und sollte somit die erste nur für Sonderzüge vorgehaltene Traditionslokomotive der DR werden. Bis heute ist sie im Sonderzugdienst auf der sächsischen RRg Linie im Einsatz. Zur bildlichen Untermalung noch eine Impression aus dem Jahre 2016, als sie zum Schmalspurbahnfestival zu Gast im Weißeritztal war.


    www.trr.de


    Ein kleiner Tipp für alle feierwilligen": Nächstes Wochenende wird sie wieder im Einsatz zu erleben sein und übernächstes Wochenende steht auch schon wieder das Festival auf der Weißeritztalbahn an, bei dem sie dieses Jahr von der Schwestermaschine 99 555 aus Zittau unterstützt wird.


    Viele Grüße,

    Lukas Kuntzsch

    Hallo,

    Morgen am Abend des 16. April um 21 Uhr zeigt der MDR in seiner Sendereihe "Der Osten - Entdecke wo du lebst" den Bericht "Kohle, Wasser, Dampfmaschine" im Fernsehen, in dem über den Lößnitzdackel berichtet wird. Zu Wort kommen dabei viele Eisenbahner, Anwohner und Freunde der Strecke und natürlich auch Traditionsbahner.

    Die Sendung findet man auch hier: https://www.mdr.de/…/sendung833498_date-2019-04-16_ipgctx-t…

    Unbedingt einschalten und die Bilder genießen!

    Viele Grüße, Lukas Kuntzsch

    Traditionsbahn Radebeul e.V.

    Verantwortlicher Öffentlichkeitsarbeit und Souvenirverkauf


    www.traditionsbahn-radebeul.de

    Lößnitzgrundstraße 46-48

    01445 Radebeul