Beiträge von 970-302

    Hallo Bernd,
    schreib doch einfach noch eine Mail. In den größten Unternehmen geht mal was verloren.


    Andernfalls könnte ich dir empfehlen die Maße direkt vom Fahrzeug zu nehmen, wenn es im Einsatz ist. Geplant ist neben den Schmalspurbahn Festivals Weißeritztalbahn und Lößnitzgrundbahn im nächsten Jahr auch der Einsatz zum Tag der offenen Tür am nächsten Sonntag, den Danilo bereits erwähnte. In einer ruhigen Minute wird der Nebenfahrzeugführer sicher ein offenen Ohr für dein Anliegen haben.


    Viele Grüße aus Radebeul, Lukas Kuntzsch

    Hallo Sachsenbahner,


    ich versuche mich gerne in der Aufklärung. Zunächst erst mal der Textauszug aus dem DbM, der eigentlich schon viel sagt:


    "Unerfreuliche und schwierige Entwicklungen ergaben sich leider im Bereich des Bf Radebeul Ost. Eine Woche vor Ablauf der Kündigungsfrist Ende Juni hat der Vermieter des Historischen Güterbodens dem Verein den Mietvertrag für die Geschäftsstelle gekündigt, der damit zum Jahresende 2017 auslaufen wird. Zuvor zeichnete sich bereits ab, dass ein Weiterbetrieb des Schmalspurbahn-Museums nicht mehr möglich und auch nicht mehr gewünscht ist, da dem wirtschaftlichen Betrieb des Objektes in Verbindung mit dem neu errichteten Tagungszentrum absoluter Vorrang gegeben wird. Diesbezüglich konnte kein Kompromiss erzielt werden, weshalb unser Verein zur Wahrung seiner Gemeinnützigkeit an keinem Fortbestand eines musealen Betriebes festhalten konnte.
    Mit der Auflösung der Museums-gGmbH verliert der Verein auch die Obhut über die bis dahin über Jahrzehnte lang betreuten Museumsfahrzeuge des Verkehrsmuseums Dresden, welche aus der Anfangszeit der Sächsischen Schmalspurbahnen stammen. Der Eigentümer entscheidet über deren weitere Verwendung. Mit großer Wahrscheinlichkeit werden sie dem Betreiber des Güterbodens zur Verfügung gestellt. Entscheidungen darüber ereignen sich außerhalb der Einflussmöglichkeiten unseres gemeinnützigen Vereins. Als positiver Aspekt ergäbe sich damit, dass sie zukünftig sicher und witterungsgeschützt untergebracht sein werden.
    Auch der Betrieb der neuerrichteten Anschlussbahn zum Güterboden kann entgegen ursprünglicher Pläne nicht durch den Verein durchgeführt werden. Obwohl der durch den Verein benannte designierte Anschlussbahnleiter mit der aufwändigen Erstellung eines allen Vorschriften Rechnung tragenden Regulariums für deren Betrieb begonnen hatte, musste dieses Vorhaben mangels konstruktiver Abstimmungen und schwieriger bzw. fehlender Zusammenarbeit mit dem Eigentümers aufgegeben werden.
    Leider blieben in Summe alle umfangreichen Bemühungen seitens des Vereins in genannten Punkten erfolglos.Die Zukunft der Vereins-Geschäftsstelle ist derzeit offen. Es wird intensiv nach neuen Räumlichkeiten gesucht. Positiv stimmen uns die Reaktionen und Unterstützung unserer Partner: u.a. die große Kreisstadt Radebeul, dieSächsische Dampfeisenbahngesellschaft und der Kulturbahnhof Radeburg, mit welchen bereits Gespräche stattfanden."


    Zu deinen Fragen: Eigentümer der Fahrzeuge (der Begriff Fahrzeuge umfasst hierbei eine größere Menge Wagen die grob gesagt alles meint, was hinter dem Zaun steht) ist seit Jahrzehnten das Verkehrsmuseum Dresden. Vor Gründung der Museums gGmbH waren die an die TRR verliehen, anschließend an diese. Nach Auflösung der gGmbH (was übrigens nicht mit dem Streit zu tun hatte sondern aus wirtschaftlichen Gründen erfolgte) gingen sie an das "Tagungszentrum der sächsischen Wirtschaft" als Eigentümer der Gebäude über. Aus den oben genannten Gründen (trockene Unterstellung) widersprach die TRR dieser Verfahrensweise im Interesse der Fahrzeuge nicht. (Ob der Gegenstand der geschützten Unterstellung gegeben ist, muss jeder selbst beurteilen.)


    Ich hoffe da weitergeholfen zu haben (und habe hoffentlich bei den komplexen Sachverhalten nichts durcheinander gebracht).
    Wenn noch größerer Diskussionsbedarf dazu besteht stehe ich gerne auch persönlich als Ansprechpartner zur Verfügung. Manche Dinge müssen auch einfach nicht in einem Forum stehen.
    Viele Grüße, Lukas Kuntzsch


    Nachtrag: Die komplizierten Eigentümerfragen sind übrigens auch der Grund dafür, dass der Bahnhof Radebeul Ost zu den letzten Festivals immer gänzlich ohne Programm dastand.

    Hallo "Diesellok",
    die Anbindung an das Gleis 6 des Bahnhofs Radebeul Ost ist schon vor einiger Zeit erfolgt. Die Gleisanlagen sind jedoch noch nicht gewidmet und durch den Eigentümer wurde ein Zaun quer über die Gleisanlagen errichtet.
    Welche Fahrzeuge genau dort abgestellt werden sollen ist wirklich eine gute Frage. Die der Traditionsbahn Radebeul e.V. werden es definitiv nicht sein, dazu siehe auch den Artikel der Traditionsbahn Radebeul im Dampfbahnmagazin 3 aus 2017.


    Viele Grüße, Lukas Kuntzsch

    Manoman, Leute, ihr wisst schon, warum man bei den Bahnbetreibern und Personalen abfällig über "Das Forum" spricht? Wegen solcher rein sinnlosen Diskussionen.


    Kay, ich stimme dir in allen Belangen zu. Wenn betrieblich kein Bedarf vorhanden ist, muss man keine Spielereien mit Kreuzungen in allen möglichen Bahnhöfen anfangen. Mal davon abgesehen tut mir der Zugführer leid, der in Schmiedeberg eine Kreuzung durchführen muss (und ja, hier kann man mal etwas Kritik an der SDG äußern). Aber ob unkonstruktives meckern an Detailfragen förderlich ist, wage ich zu bezweifeln. Wie du schriebst, es soll jeder erst mal seinen Teil zum Erhalt der Strecken beitragen, bevor er andere kritisiert (sagt jemand der die letzten vier Tage für seinen Verein geopfert hat).


    Aber unsinnige Aussagen, wie dass es nur am Willen fehle, auf der HK und RRg einen Zweizugbetrieb anzubieten oder dass man einen Zug einfach mal so um 12 Minuten nach vorne verlegen könnte damit die Kreuzung "schöner" wird disqualifizieren einfach den Schreiber. Ich weiß nicht, wie ich mich da konstruktiv ausdrücken kann, aber das ist einfach Quatsch!


    Ebenso halte ich es für ein Gerücht, dass die SDG am Fichtelberg, wie ihr es nennt, "kreativer" ist. Im Elbtal reißt man sich jedes Jahr den Ar... auf um zwei Festivals zu organisieren (ja, auch hier kann man sich beschweren, dass es immer langweiliger wird, eine Heiden Arbeit bleibt es trotzdem) was am Fichtelberg dieses Jahr so das erste Mal praktiziert wird. Mal davon abgesehen: vielleicht können sich die "kreativen" Köpfe bei der SDG ja wieder um Fest-Planungen und Fahrgastgewinnung kümmern, wenn der Papierkrieg um den Wiederaufbau geschafft wurde. Das sind nämlich auch Sachen die keiner sieht, die aber unglaublich arbeitsintensiv sind.


    Und auch bei der SDG müssen Fahrpläne geplant, Trassen bestellt und Dienstfahrpläne gedruckt werden. Alleine Auf der RRg etwa waren in der letzten Woche fünf Mal zusätzliche Züge unterwegs. Das sind durchaus umfangreiche Aufgaben, die der Fahrplantechnologe zu bewältigen hat.




    Grüße, 970-302

    Mensch Leute!


    Könnten wir uns darauf einigen, dass man nicht mit irgendwelchen "vielleicht"s, "eventuell"s oder "wird's geben" antwortet, sondern nur mit Dingen, die man auch aus glaubwürdiger Quelle weiß?
    Zu den Wagen: die SDG hält auf der Weißeritztalbahn zahlreiche Ofengeheizte Fahrzeuge genau für diesen Fall vor. Auch in Radebeul gibt es einen solchen Modernisierungswagen (970-361).
    Zum Thema Bedienung der Öfen: Fahrgäste haben am Ofen selbstverständlich nichts verloren, deshalb ist der Ofen auch mit Vierkant verschlossen. Für anzünden und nachlegen von Brennmaterial ist das Zugbegleitpersonal verantwortlich. Und die können das jeden Tag üben, da die Zugführerwagen aufgrund der langen Standzeiten ohne Dampflok am Zug auch per Kanonenofen geheizt werden.
    Das die Züge ausgefallen sind, lag wahrscheinlich eher daran, dass man auf die schnelle kein zusätzliches Personal zur Verfügung hatte. Da ich aber hier keine weiteren Informationen habe, sage ich dazu weiter nichts.


    Viele Grüße,
    970-302

    Hallo Forengemeinde,
    Heute möchte ich euch ein paar Fotos vom Baufortschritt aus Radebeul zeigen.


    Im Gleis 6 liegt schon die Anschlussweiche zur Anschlussbahn. Der Bahnübergang ist in Arbeit.



    Auf der anderen Seite liegen schon zwei Weichen und etwa 30 Meter Ausziehgleis. Damit Autos die Baustelle noch passieren können, gibt es noch keine Verbindung zwischen den beiden Gleisabschnitten.



    Interessant auch das Oberbaumaterial: Augenscheinlich verwendet man unimprägnierte Holzschwellen.


    Für die Bauarbeiten musste auch die "Wagenburg" der Tradibahn umziehen, so stehen die verschiedenen Güterwagenreste (darunter auch der letzte erhaltene Güterwagenkasten der Klingenthaler Meterspurbahn, siehe IG Wagen) nun etwa 100 Meter weiter hinten.



    Bilder: Lukas Kuntzsch


    Viele Grüße aus Radebeul,
    970-302

    Hallo 99 585,
    Es geht sogar noch einfacher: Die Broschüre ist bei der TRR für grade mal 2,50€ immer noch zu haben. Ich lade dich also herzlich ein, in drei Wochen zum Schmalspurbahnfestival nach Radebeul zu kommen. Dann wird auf dem Bahnhof Radebeul Ost auch ein umfangreicher Buchverkauf stattfinden, bei dem man vielleicht gegen eine kleine Spende noch den ein oder anderen alten Schatz findet.


    Viele Grüße,
    970-302

    Hallo,


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    Da geht mir echt der Hut hoch, wenn ich das hier lese!


    Bitte entschuldigt, ihr habt Recht, ich sehe das auch nicht gerne, aber wenn ich Uwes Beitrag lese kommt mir das Abendessen hoch.



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    Ach ja? Du meinst die jahrelang im Ehrenamt von der IG Weißeritztalbahn unterhaltenen Fahrzeuge in Freital bzw. die Fahrzeuge der Traditionsbahn Radebeul? Da hat die SDG wirklich Großartiges geleistet!


    So ein Quatsch! 1.: Welche Untersuchungen/Pflegearbeiten hat die IGW in den letzten Jahren am Wagenpark durchgeführt? Ausnahmslos alle Fahrzeuge auf der HK sind im EVU SDG eingestellt. Die IGW hat (auch laut Satzung) andere Aufgabengebiete. 2.: Das EVU TRR ist was ganz anderes. Aber auch wir könnten ohne die Unterstützung der SDG nicht so viel erreichen wie alleine. Erst Heute lief der 970-433 wieder als Verstärkungswagen im Traditionszug. Gepflegt und Instandgehalten von der SDG.
    Für eine ausführliche Übersicht aller von der SDG vorgehaltenen historischen Wagen kannst du dir ja mal die Wagenliste im Internet anschauen, de facto verfügt jede der drei SDG Strecken über einen Reichsbahnzug.



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    Von je zwei vollständigen Altbauzügen der SDG auf diesen Strecken zu sprechen, ist dann ja wohl doch reichlich übertrieben, da dürfte es schon an ZWEI betriebsfähigen Altbaupackwagen scheitern.


    Wo steht das ein Zug einen Packwagen haben muss? Da fällt mir spontan ein historisches Foto aus der TRR Geschäftsstelle in Radebeul ein, zu sehen ist eine VII K mit zwei Klassen, ohne Packwagen.
    Bei Bedarf ist es auch kein unüberwindbares Hindernis den Hainsberger Packwagen nach Radebeul zu transportieren, wie allzu oft praktiziert.



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    Ansonsten ist man Betreiber von Strecken im SPNV mit etwas historischem Background. Mit Dampf fährt man halt, weil es der Aufgabenträger so fordert.


    Wie hieß noch mal die Gesellschaft die planmäßig mit Diesel fährt und wo besteht man aus Leidenschaft auf 100% Dampf?



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    Brandaktuell: Der vor Leidenschaft strotzende Fahrplanentwurf für die Weißeritztalbahn.


    Es bringt mich tagtäglich zum Verzweifeln, dass so viele Menschen anscheinend das Wort "Entwurf" nicht verstehen. Das ist noch kein gültiger Fahrplan. Das ist eine Verhandlungsgrundlage. Seien wir mal kreativ: wäret ihr Verhandlungspartner bei den Fahrplanverhandlungen und wollt möglichst viel Geld für einen soliden Betrieb auf der HK, weil ihr die SDG seid und aus Leidenschaft das Beste für dir Strecke wollt: Ist es da abwegig in der Öffentlichkeit etwas Druck zu machen, damit sich die Gegenüberliegende Seite eventuell von den Stimmen aus der Öffentlichkeit bewegen lässt? Meine persönliche Meinung zu dem Thema...


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    Der mit viel Liebe zum Detail und natürlich enorm viel Leidenschaft restaurierte Haltepunkt Lößnitzgrund fällt mir sofort ein, da sind mir auch noch die Begeisterungsstürme aus dem Forum in Erinnerung.


    Schon mal zum Karl-May-Fest in Radebeul gewesen? Nein? Dann brauchen wir nicht weiterzureden.
    Gegenbeispiel: Bärbisdorf ist seit der überaus gelungenen Sanierung letztes Jahr der schönste Haltepunkt an einer Schmalspurbahn den ich kenne! Die Laternen übrigens teure Einzelanfertigungen. Wenn das keine Leidenschaft ist.



    Zur Thematik Verbundticket: Wie Falko schon angedeutet hat liegt der Ball hier wahrscheinlich im Feld des Verkehrsverbundes. Bekanntlich kochen alle in Sachsen ihr eigenes Süppchen, was zu nicht wenig Ärger führt. Ich kann mir vorstellen dass der ZVON da einfach ein besseres Angebot an die SOEG zustande gebracht hat als der VVO an die SDG. Ist aber auch bloß Spekulation, wer weiß wie die wahren Gründe sind, vielleicht wird es in Zukunft ja noch nachgeholt, man kann ja nie wissen.



    Fest steht, dass Alleingänge und Anfeindungen niemanden nützen. Zusammenarbeit lautet das Motto der Stunde, und nicht nur bei der Leihgabe des 970-280. Für SDG und SOEG führt kein Weg aneinander vorbei. Nicht nur zahlreiche personelle Verflechtungen bestätigen das.
    Ich halte diese und ähnliche Diskussionen für Sinnlos und nicht Zielführend, warum ich mich dennoch hier daran beteilige ist die einfache Tatsache, dass ich den Vorwurf, jemand würde bei den Sächsischen Schmalspurbahnen nicht am gemeinsamen Strang ziehen und Potential verschwenden, nicht ertrage. Kennst du die Führungsebene der SDG? Weißt du wie anspruchsvoll und schwierig deren Aufgaben sind? Gibt es vielleicht Probleme die auftreten könnten, von denen die Öffentlichkeit nichts mitbekommt, die aber für die Fortsetzung des Fahrbetriebes auf den Strecken unerlässlich ist? (Ich werfe da einfach mal das Stichwort "Unhandlichkeit von DB Befehlsvordrucken bei Schmalspurbahnen" in den Raum. Betriebseisenbahner werden verstehen was ich meine. Einige wissen vielleicht sogar was die SDG auf diesem Gebiet geschafft hat.)


    Leidenschaft ist etwas, was ich niemandem unter den Betreibern, Förderern und Freunden der Sächsischen Schmalspurbahnen absprechen möchte. Jeder tut hier was er kann. Das irgendwo Schranken zu überwinden sind, ist klar. Und sowohl SDG als auch SOEG sind in gewisser Weise auf die Unterstützung und die Leidenschaft von Eisenbahnfreunden angewiesen. Nicht jeder hier ist in der Lage großes für die Sächsischen Schmalspurbahnen zu bewirken, aber jeder kann seinen Teil in Form von ganz banalen Mitfahren bis hin zur (auch mehrfachen) Vereinsmitgliedschaft leisten. Das hilft mehr als Meckern und das absprechen von Leidenschaft bei seinem Gegenüber.


    In der Hoffnung, den optimistischen Dreh geschafft zu haben,
    Viele Grüße, Lukas

    Hallo Forengemeinde!


    Ich möchte euch ein Foto zeigen, welches am letzten Freitag kurz vor Moritzburg entstand und den abendlichen P3012 zeigt. Viele Grüße auch an den Lokführer! :wink2:



    Foto: Lukas Kuntzsch


    Viele Grüße,
    970-302

    ...fuhr Heute der P3013 zwischen Moritzburg und Friedewald Bad.



    Kamera: Nikon D5200
    Objektiv: AF-S NIKKOR 18-105mm
    Brennweite: 18mm
    Blende: F 14
    Belichtungszeit: 1/320 s
    Iso-Empfindlichkeit: 250



    Viele Grüße,
    970-302