Beiträge von 970-302

    Hallo Liebe Schmalspur-Foren Gemeinde,
    einst gehörten Fernsprechleitungen zum festen Inventar einer jeden Eisenbahnstrecke und noch heute sind sie ein Kleinod vieler Museumsbahnen. Auf den Sächsischen Schmalspurbahnen sind sie aus dem Betriebsalltag größtenteils verschwunden. Positive Signale kommen zur Zeit aus Zittau, wo man eine Attrappe aufgestellt hat, um das historische Flair dieser Bahn zu erhalten. Doch leider sind nicht alle Streckenbetreiber darum so bemüht wie die SOEG. In diesem Beitrag möchte ich daher die wohl letzten betriebene Telefonleitung(Fichtelbergbahn?) an sächsischen Schmalspurgleisen präsentieren: Die Telefonleitung entlang der Lößnitzgrundbahn. Anlass für mich sind die voranschreitenden arbeiten an selbiger, aber dazu später mehr. Alle Fotos entstanden am 01. bzw. 02.11.2014.


    Beginnen wir die Wanderung im Spurwechselbahnhof Radebeul-Ost.

    Dieses kleine Häuschen befindet sich am Bahnsteigende Richtung Radeburg. Von hier aus werden sowohl die Zuglaufmeldungen gegeben als auch vor jeder Abfahrt der Bahnübergang am Kilometer 0,4 vom Zugführer eingeschaltet.


    Bis zum Haltepunkt Weißes Roß verlaufen die Kabel in einem schon etwas in die Jahre gekommenen Kabelkanal.


    Dort befindet sich der Fernmeldekasten am Mast mit der Nummer "0".(Zum Zeitpunkt der Aufnahme)

    Inzwischen wurde ein neuer Telefonkasten neben der Einschaltanlage für die Bahnübergänge Km 1,5 sowie 0,9 und 1,0(letztere gemeinsam geschaltet). Die Betriebseisenbahner können sich nun im Falle einer Zuglaumeldung knapp 20 m Weg ersparen.


    Zum Zeitpunkt meiner Wanderung war die Strecke bis zum Bahnhof Friedewald Bad durchgängig mit Telefonmasten versehen, dies ist nun leider nicht mehr der Fall. Im Haltepunkt Weißes Roß sowie entlang der Strecke bis etwa zum Bahnübergang nähe Kaisermühle wurden Zahlreiche Masten ersetzt. Der Mast Nummer 0 steht auch nicht mehr, da er durch die Verlegung des Fernsprechkastens nicht mehr benötigt wurde. In diesem Streckenabschnitt wurden jedoch nicht, wie sonst auf der Strecke üblich, 4 einzelne Drähte an Isolatoren befestigt, sondern ein einzelnes Kabel auf Rollen aufgehangen, wie man es auch von vielen Straßen her kennt.
    Von dort bis zum Haltepunkt Lößnitzgrund ist ein Kabel auf Schienenhöhe verlegt(Foto zwischen Moritzburg und Cunertswalde).


    Mit bedauern musste ich erst heute feststellen, dass die einzelnen Drähte im Streckenabschnitt vom Weißen Roß bis zum Lößnitzgrund teilweise bereits demontiert wurden. Wer weiß wie lange die Masten noch stehen werden?
    Ein ähnliches Bild ergibt sich zwischen Friedewald Bad und Moritzburg sowie zwischen Moritzburg und Berbisdorf. Lediglich um den Bahnhof Moritzburg sind noch einige Masten mit Drähten verbunden, bis etwa 100m vor die Einfahrsignale.
    Die verbliebene Telefonleitung zwischen Friedewald Bad und Moritzburg wurde letztes Jahr Opfer von Metalldieben, die die Fernsprechdrähte auf einer Länge von fast einem Kilometer entwendeten.

    Die Kabelenden hängen immer noch lose herab...


    Der Abschnitt zwischen Moritzburg und Bärnsdorf wurde bereits bei den schweren Unwettern im Jahre 2012 zerstört. Seitdem stehen die Masten ohne Draht da.

    Foto in der Kurve kurz vor Bärnsdorf.


    Entlang der langen geraden vor Berbisdorf wurden ebenfalls die Fernsprechdrähte von Unbekannten entwendet:

    Teilweise liegen die Kabel noch neben den Gleisen.


    Zwischen Berbisdorf und Radeburg entspricht die Fernsprechleitung einem Flickenteppich. Teilweise sind nur noch 2 statt der an der Strecke üblichen 4 Drähte vorhanden.


    Vor dem Bahnhof Radeburg steht dieser interessante Fernsprechkasten, welcher schon lange nicht mehr in Benutzung ist:


    Ein anderes Interessantes Detail: Kaum 100m vor dem Fernsprechkasten finden sich im Gleisbogen noch sogenannte "Angsthalter". Die Stelle darf zudem nur mit maximal 10 km/h befahren werden.


    In Radeburg lagern zahlreiche Masten, die wohl zum Ersatz der bestehenden Infrastruktur beschafft wurden.


    Auf Gleis 5 steht der GGw 97-12-48 der Traditionsbahn Radebeul abgestellt.


    Ein Blick in den Lokschuppen zeigt den SKL "Oberdittmannsdorfer", welcher seit kurzem nach einer umfassenden Restaurierung wieder Betriebsfähig ist. Leider wurde er mit einer Orangenen Plane abgedeckt, aber ich bin optimistisch, dass er den Lokschuppen auch wieder verlassen wird. Hoffentlich unter großer Beachtung seitens von Eisenbahnfreunden.


    Mein Fazit zur Fernsprechleitung: Man sollte sie lieber noch einmal besuchen, wer weiß, wann dieses Stück sächsischer Eisenbahngeschichte der Vergangenheit angehören wird.


    Ich hoffe der Bericht gefällt. Falls ich weitere bauliche Maßnahmen sehe, werde ich das hier natürlich berichten. Die schlechte Qualität der Fotos bitte ich zu entschuldigen, ich übe noch mit meiner Kamera.


    Viele Grüße,
    970-302

    Hallo Thomas,


    ein Einfahrsignal gibt es in Radebeul Ost nicht mehr. Bei Zugkreuzungen hält der einfahrende Zug vor der Trapeztafel. Die Weichen sind ortsgestellt. Wie das früher war weiß ich nicht, aber ich würde es nicht ausschließen, dass die Weichen früher ferngestellt waren, war Radebeul früher doch Zugleitbahnhof, wie es heute heißt. Bei Mehrzugverkehr sitzt der Zugleiter(Fahrdienstleiter) in Moritzburg. Radebeul Ost ist nur noch zu den Veranstaltungshöhepunkten besetzt, also zum Karl-May Fest und zum Schmalspurbahnfestival.


    Viele Grüße,
    970-302

    Hallo,
    ja "echtdampf", den Artikel über den I K Einsatz halte ich für grenzwertig. Grade was die Tradibahn angeht.

    Zitat

    obwohl man 2009 nach der damaligen Stationierungsentscheidung lange geschmollt hatte


    Ich bin selbst Aktiver bei der Tradibahn, das ist einfach nur kleinkindisch.
    Das es kaum Interessenten für eine neue Beheimatung der Lok gibt, ist kaum verwunderlich. Mal ehrlich die Lok hat das Pressnitzt- und Schwarzwassertal in diesem Jahr nur einmal verlassen. Und die Mietbeträge der Lok sollen ja auch nicht ohne sein(Steht so auch im Artikel und ist ja begründet). Von daher würde es mich ehrlich gesagt wundern, wenn der Einsatz auf der Döllnitzbahn mit schwarzen Zahlen abgeschlossen wurde. Was in den letzten Jahren Fahrgäste anzog, war der erste Einsatz der I K auf der Betreffenden Strecke. Nun war sie überall schon mal(Oberrittersgrün, Lohsdorf und Wilzschhaus kommen hoffentlich auch noch, ich freue mich schon darauf ;)) und das Interesse an der Lok sinkt. Wen wunderts? Die bei der Vorstellung des Projektes eines I K Zuges gezogenen Paralelen zur Saxonia sind nicht unbegründet. Glücklicherweise haben wir mit der Stiftung Sächsische Schmalspurbahnen einen Betreiber(edit: Eigentümer) der Lok, der sich Gedanken darüber macht und Lösungsvorschlage präsentiert, siehe I K Zug. Für das bisherige und zukünftige Engargement aller Beteiligten möchte ich mich hier auch nocheinmal bedanken.


    Eine andere Interessante Frage ist, wie die Lok dann in Zittau eingesetzt werden soll. Als Vorspann zur IV K 145? Jeden zweiten Einsatztag im Wechsel mit der IV K? Soll nicht auch die Fertigstellung des I K Zuges, zumindest in Teilen in die Zittauer Einsatzperiode fallen? Leider hab ich meine Ausgabe des Dampfbahnmagazins grad nicht zur Hand...
    Das wäre dann die fünfte Zuggarnitur, die am Wochenende in Zittau eingesetzt wird, wenn sie denn kommt...


    Viele Grüße und frohe Weihnachten,
    970-302

    Zitat

    Warum steht der Beitrag im Medienforum? Ich habe ihn von vorne bis hinten durchgelesen, konnte aber keinen Hinweis auf eine Publikation finden. :bahnhof:


    Hallo Ludger,
    weil die Zeiten, in denen man Informationen nur aus Büchern bekam, vorbei sind. Man bezeichnet "neuerdings" auch das Internet als "Medium". Das entspricht genau der Definition, wonach Medien vermittelnde Kommunikationsmittel sind. Willkommen in 21. Jahrhundert! Mal davon abgesehen wurde der Zeitungsartikel in einer Zeitung publiziert...


    Viele Grüße,
    970-302

    Hallo Maik,
    da musst du aber falsch geguckt haben, heute Mittag wurde mit dem Wagen in Radebeul Ost rangiert.



    Hier steht der Wagen mit der von der PRESS geliehenen 199 008-4 an der Radebeuler Laderampe. Die rangierte Fuhre bestand neben dem 970-280 noch aus den beiden Traglastern 970-538 und 970-537, dem rekonstruierten Einheitspackwagen 974-377 und einem halben HHw der Tradibahn, dem 97-25-20.



    Hier der halbe HHw, es fehlen mindestens noch die Rungen, die Aufsätze des Drehschemels sowie die Bodenfläche(und natürlich die Beschriftung).


    Interessant ist auch, dass dann die 99 1779 mit der V10c nach vorne gezogen wurde.
    Mit der 99 1775 und dem Schneepflug Bauart Meiningen vor der Werkstatt ergab sich dann ein außergewöhnliches Bild.



    Was weiter geschah konnte ich nicht mehr verfolgen, der P3006 fuhr schon bald ab und in dem wollte ich noch mitfahren. Ich konnte jedoch noch erkennen, dass die Wagen wieder in das linke hintere Abstellgleis geschoben wurden. 970-280 wird also wohl noch in Radebeul Ost verweilen.


    Bitte entschuldigt die schlechte Bildqualität, aber für Sichtungsbilder sollte es noch reichen.


    Viele Grüße,
    970-302

    Hallo Schmalspursachse,
    die Lok hatte am 31.3. Fristablauf, stand dann aber noch eine ganze Weile in Radebeul Ost. Ich vermute mal, dass sie vom selben LKW mitgenommen wurde, der den 970-237 aus Marienberg brachte, das könnte so gegen Ende Juni gewesen sein, da der Wagen am 8.7. seine Abnahmefahrt hatte.
    Die L45H wird gegenwärtig von der 199 008 der Press vertreten (siehe auch hier: https://bimmelbahn-forum.de/wb…ad.php?threadid=8844&sid= ), die Anmietung der Lok wird aber auch nicht billig sein, weshalb die SDG die Lok wahrscheinlich schnellstmöglich wieder Einsatzbereit haben will.
    Ich hoffe, deine Frage ist damit beantwortet.


    Viele Grüße,
    970-302

    Hallo Fabian,


    schönes Foto, ich schließe mich der Sache mal an.
    Hier ein ebenfalls älteres Bild aus Radebeul Ost:

    Ich finde, es gibt eine schöne Stimmung wieder.


    Viele Grüße,
    970-302